Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis…………………………………………………………………………. I
Abk ürzungsverzeichnis II
1. Einleitung 2
2. Einwanderungsland Deutschland 2
2.1 Typen von Wanderungen nach Deutschland 2
2.1.1 Flucht 2
2.1.2 Migration 3
3. Perspektiven und Problemfelder der Einwanderung 5
3.1 Die Asylproblematik in Deutschland 5
3.2 Der Arbeitsmarkt 8
3.3 Sicherheitspolitische Aspekte der Migration und Integration 10
4. Schlussbetrachtung 12
Literaturverzeichnis III/ IV
I
Abkürzungsverzeichnis
AuslG Ausländergesetz Art. Artikel Aufl. Auflage BAMF Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BRD Bundesrepublik Deutschland CDU Christlich Demokratische Union CSU Christlich Soziale Union DDR Deutsche Demokratische Republik EU Europäische Union FDP Freie Demokratische Partei GG Grundgesetz GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung lat. aus dem Lateinischen NATO North Atlantic Threaty Organisation S. Seite SPD Soziale Partei Deutschland UdSSR Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Vgl. Vergleiche z. B. zum Beispiel
II
1. Einleitung
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Dies ist schon in seiner geographischen Lage im Zentrum Europas verwurzelt. In diesem Zentrum treffen verschiedene Wanderungsströme aufeinander. Diese zentrale geographische Lage im Herzen Europas, zusammen mit der erfolgreichen Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der deutschen Demokratie, nach dem Zweiten Weltkrieg, hat die Bundesrepublik zu einem klassischen Einwanderungsland werden lassen. Mit dem Ende des Ost- West Konfliktes und der deutschen Wiedervereinigung sieht sich die Bundesrepublik mit steigenden Einwanderungszahlen konfrontiert. Warum aber braucht die Bundesrepublik diese stetige Zuwanderung?
Die deutsche Bevölkerung wird zunehmend älter und die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie nimmt zunehmend ab. Dies führt zu der Problematik, dass die demographische Entwicklung sich zu Ungunsten der jüngeren Generationen verschlechtert. Der Generationenvertrag und dadurch die Sicherung des Lebensstandarts der Bevölkerungsteile im Rentenalter gerät immer mehr ins wanken. Die deutsche Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahren zu einer überalterten Gesellschaft entwickeln, welche zunehmend ins Ungleichgewicht gerät.
Nach Schätzungen der 9. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder, wird die bundesdeutsche Bevölkerung im Jahr 2050, um ein Viertel, auf 59 Millionen schrumpfen und zunehmend überaltern. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf die technologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland.
Thema dieser Arbeit ist es die möglichen Perspektiven und die be- und entstehenden Probleme, die sich, durch Migration und Einwanderung, für die deutsche Gesellschaft ergeben, aufzuzeigen. Beginnend mit den Typen von Wanderungen nach Deutsch-land, Flucht und Migration und deren Ursachen, welche kurz erklärt und beleuchtet werden, wird versucht die bestehenden Probleme und Perspektiven, die sich für die deutsche Gesellschaft durch Einwanderung ergeben, zu beleuchten. Begriffe wie illegale Einwanderung, Asylproblematik, Arbeitsmarktproblematik, Integration und
1
Fremdenfeindlichkeit, demographische Krise der Gesellschaft werden in diesen Abschnitten eine zentrale Rolle spielen müssen. Sie sind für das Verständnis der bestehenden Probleme und Perspektiven für die deutsche Gesellschaft, im Bezug auf Einwanderung, unverzichtbar.
Enden wird die Arbeit mit einer Schlussbetrachtung, in der die, durch Einwanderung, entstandenen Probleme und Perspektiven resümiert betrachtet und beurteilt werden. Es wird die Frage zu beantworten sein, ob Deutschland durch die Zuwanderung profitieren kann und wird, oder ob für die Bundesrepublik die entstandenen Probleme überwiegen werden.
2. Einwanderungsland Deutschland
2.1 Typen von Wanderungen nach Deutschland
Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Wanderungen nach Deutschland unterschieden: Flucht und Migration.
2.1.1 Flucht
„Im völkerrechtlichen Sinn sind Flüchtlinge Menschen, die ihr Heimatland aus Furcht vor Verfolgung aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder der Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe verlassen haben, um außerhalb ihres Landes Schutz zu suchen.“ 1
Nach der Flüchtlingskonvention von 1951 ist ein Flüchtling eine Person, "die sich aus der begründeten Angst vor Verfolgung aufgrund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder aufgrund ihrer politischen Überzeugung außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und die den Schutz dieses Landes [ihres Heimatlandes, T.F.] nicht in Anspruch nehmen kann oder aufgrund dieser Angst nicht in Anspruch nehmen will". 2
Es ist in diesem Zusammenhang eines zu bedenken: Auf Personen, die als Teil eines großen Menschenstroms, aufgrund von Kriegen oder Hungersnöten und nicht auf-
1 Angerendt,Steffen: Deutsche Migrationspolitik im neuen Europa Opladen: Leske + Budrich 1997 S. 14/15
2 Genfer Flüchtlingskonvention von 1951
2
grund individueller Verfolgung, in einen anderen Staat flüchten, trifft die strenge Definition des Wortes Flüchtling nicht zu. Ebenso werden Menschen, die bei ihrer Flucht keine nationalstaatlichen Grenzen überschreiten, durch diese Definition nicht als Flüchtlinge anerkannt. Sie werden vielmehr als Vertriebene bezeichnet, die den völkerrechtlichen Status eines Flüchtlings nicht genießen. Meist ist der Staat, der durch seine Rechtsstaatlichkeit diese Menschen vor Vertreibung und Verfolgung schützen soll, verantwortlich für deren Schicksal. Sie kommen dadurch auch nicht in den Genuss von Schutzmaßnahmen, die anerkannten Flüchtlingen zustehen (z.B.: Asylrecht in Deutschland). 3
Gründe für Fluchtbewegungen sind nie einzelne Gründe; vielmehr sind die Auslöser von Fluchtbewegungen immer mehrere Gründe, die sich zum Hauptauslöser verbinden. Es lassen sich aus der Vielfalt der Flucht auslösenden Faktoren mehrere Hauptgründe ersehen: Kriege, Diktaturen Minderheitenkonflikte und Grenzkonflikte, die durch die willkürlichen Grenzziehungen während der Kolonialzeit ausgelöst werden. 4
2.1.2 Migration
Internationale Migration (von lat.: migratio = Wanderung) ist eine spezielle Art räumlicher Mobilität und Flexibilität. Herkunft und Ziel der Migranten liegen in verschiedenen Ländern der ganzen Welt. Häufig sind Migrationsbewegungen aus wirtschaftlich armen, in Richtung wirtschaftlich reichere Staaten zu beobachten. Es gelten nur Personen als internationale Migranten, die ihren Wohnsitz, und ihren damit verbundenen Aufenthaltsort, für eine bestimmte Mindestdauer oder für unbestimmte Zeit in fremde Staaten verlegen. Touristen, Tages- oder Wochenpendler mit Arbeitsplatz im benachbarten Staaten und kurzfristig in einem anderen Land beschäftigte Arbeiter sind somit nicht als internationale Migranten zu sehen. 5 2,3% der Weltbevölkerung werden, unter den oben genannten Aspekten, als internationale Migranten bezeichnet. 6
3 http://www.aerzte-ohne-grenzen.de/Laender/Analyse-und-Meinung/Fluechtlinge-und-Vertriebene/Fluechtlinge-Definition.php, [Stand 27.03.2006]
4 vgl. Nuscheler, Franz: Internationale Migration- Flucht und Asyl (2. Auflage) Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2004, S.108/109
5 http://www.berlin-institut.org/pages/buehne/buehne_migr_muenz_internationalemigration.html, [Stand 27.03.06]
6 vgl. Treichler, Andreas: Wohlfahrtsstaat, Einwanderung und ethnische Minderheiten- Probleme, Entwicklungen und Perspektiven (1. Auflage) Wiesbaden: Westdeutscher Verlag GmbH 2002, S.27
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Arbeit zitieren:
Tobias Fürst, 2006, Einwanderungsland Deutschland - Probleme und Perspektiven?, München, GRIN Verlag GmbH
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