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Inhaltsverzeichnis
Seite
A. Beschaffung als Ansatzpunkt für Wettbewerbsvorteile 1
B. Grundlagen des Benchmarking im Beschaffungsbereich. 1
I. Entwicklung und Begriff des Benchmarking. 1
II. Zielsetzungen des Benchmarking. 2
1. Allgemeine Ziele. 2
2. Spezielle Ziele im Beschaffungsbereich 2
III. Arten des Benchmarking und Beispiele im Beschaffungsbereich 2
C. Vorbereitung eines Benchmarking-Projekts in der Beschaffung 3
I. Projektstart: Auswahl des Benchmarking-Objektes 4
II. Kriterien zur Auswahl des Benchmarking-Teams 4
III. Besondere Probleme bei der Festlegung von Kennzahlen 4
IV. Erfolgsfaktoren bei der Auswahl des Benchmarking-Partners 5
D. Analyse: Identifikation von „Best Practices“ in der Beschaffung. 6
I. Kennzahlenvergleich: Ermittlung von Defiziten in der
Beschaffung 6
II. Ursachenanalyse - Worin liegt der Grund für den Rückstand? 8
E. Umsetzung der Ergebnisse des Benchmarking: Lernen von den
Besten in der Beschaffung 9
I. Planung und Realisierung der Umsetzung der Ergebnisse 9
II. Kontrolle der Umsetzung im Beschaffungsbereich 10
F. Dauerhafte Leistungssteigerung durch Benchmarking im
Beschaffungsbereich ? 10
Literaturverzeichnis 11
1
A. Beschaffung als Ansatzpunkt für Wettbewerbsvorteile
Die Beschaffung hat in den letzten Jahren in vielen Unternehmen an strategischer Bedeutung gewonnen. 1) Durch die zunehmende internationale Konkurrenz wird es immer schwieriger, auf der Absatzseite Wettbewerbs-vorteile zu generieren. Innerbetriebliche Wertschöpfungsprozesse rücken bei der Suche nach Möglichkeiten zur Erfolgssteigerung in den Fokus.
Die Beschaffung ist ein geeignetes Instrument zur Erlangung von Vorteilen. Durch Bündelung von Bestellmengen lassen sich günstigere Bezugskonditionen realisieren. Eine gezielte Auswahl der Lieferanten, die Reduzierung der Lieferantenzahl auf ein Idealmaß und eine engere Zusammenarbeit mit diesen trägt zu Kostensenkungen bei. Die Erschließung ausländischer Beschaffungsquellen ist ein weiterer Weg zu Einsparungen.
Benchmarking im Beschaffungsbereich hat zur Aufgabe, die eigenen Beschaffungsprozesse gezielt mit denjenigen anderer Unternehmen zu vergleichen. Die Strategien der in der Beschaffung Führenden sollen analysiert und auf Anwendbarkeit im eigenen Unternehmen geprüft werden.
B. Grundlagen des Benchmarking im Beschaffungsbereich
I. Entwicklung und Begriff des Benchmarking
Benchmarking wurde erstmals Ende der 70er Jahre vom amerikanischen Kopiergerätehersteller Xerox eingesetzt. 2) Xerox entwickelte Benchmarking als Teil seines Programmes „Leadership through quality“, um der zunehmenden japanischen Konkurrenz Herr zu werden.
In der Literatur wird der Begriff Benchmarking unterschiedlich definiert. In dieser Arbeit soll die Definition von Camp, dem „Urvater des Benchmarking“, verwendet werden. Demnach ist Benchmarking „die Suche nach den besten Industriepraktiken, die zu Spitzenleistungen führen.“ 3)
1) Vgl. auch im weiteren Arnold [Beschaffungsmanagement] 12
2) Vgl. auch im weiteren Camp [Benchmarking] 6f
3) Siehe ebenda 12
Durch Benchmarking sollen bessere Unternehmen identifiziert und Leistungsabweichungen aufgedeckt werden, außerdem sollen die Gründe, die diesen Vorsprung ermöglichen, aufgezeigt und verstanden werden. 1) Falls möglich sollen die Strategien der Besten auf das eigene Unternehmen an-gewandt werden, um Kosten einzusparen und selbst Vorteile zu erzielen.
2. Spezielle Ziele im Beschaffungsbereich
Benchmarking im Beschaffungsbereich setzt sich zum Ziel, die „Best Practices“ anderer in diesem Bereich zu identifizieren und durch Übertragung auf das eigene Unternehmen die Beschaffungsprozesse zu verbessern, um die Ziele der Beschaffung besser zu erreichen. Diese liegen in der Senkung der Beschaffungskosten, der Erhöhung der Beschaffungsqualität und -flexibilität und der Vermeidung von Störungen in der Versorgung. 2)
III. Arten des Benchmarking und Beispiele im Beschaffungsbereich In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Differenzierungen des Benchmarking. Nachfolgend soll nach Vergleichspartnern unterschieden werden, da dies am weitesten verbreitet ist. Grundsätzlich lässt sich eine Unterteilung in intern und extern treffen. Internes Benchmarking bezeichnet den Vergleich von dezentralen Einheiten eines Unternehmens mit gleicher Funktion. 3) Ein Bsp. ist der Vergleich der Lieferantenauswahl zweier Standorte. Der Partner beim externen Benchmarking dagegen ist ein anderes Unternehmen. Eine Form bildet der Vergleich mit derselben Branche (wettbewerbsorientiertes Benchmarking), 4) z. B. der Vergleich der Einkaufsstrategie mit einem Konkurrenten. Viele Autoren fassen unter externem Benchmarking nur den Vergleich mit der gleichen Branche auf. Nach Meinung des Autors ist dies irreführend, da „extern“ dem Wortlaut nach den Vergleich mit anderen Unternehmen umfasst, unabhängig davon
1) Vgl. Luczak/Weber/Wiendahl [Logistik-Benchmarking] 8
2) Vgl. Koppelmann [Beschaffungsmarketing] 112ff
3) Vgl. Homburg/Werner/Englisch [Kennzahlen] 50
4) Vgl. Hapke/Hassemer [Maßstab] 45
3
ob sie als Konkurrenten agieren. Somit wird unter externem Benchmarking hier auch das funktionale Benchmarking eingeordnet. Dieses bezeichnet den Vergleich gleicher Funktionen mit einer anderen Branche, 1) in etwa den Vergleich von Lagerhaltungssystemen zwischen einem Versandhandel und einem Produktionsunternehmen. Zum externen Benchmarking soll schließlich auch das generische Benchmarking zählen. Dies umfasst den Vergleich mit branchenfremden Unternehmen und verschiedenen Funktionen, z.B. den Vergleich der datentechnischen Erfassung von Waren mit der elektronischen Geldzählung einer Bank. 2) Abb. 1 zeigt diese Formen.
wettbewerbs-funktional generisch
orientiert
Abb. 1: Benchmarking: Formen (Vgl. Hapke/Hassemer [Maßstab] 42 - abgeändert)
C. Vorbereitung eines Benchmarking-Projekts in der Be-
schaffung
Über die einzelnen Schritte des Benchmarking in der Beschaffung besteht keine Einigkeit. Mehrheitlich wird jedoch in der Literatur eine Einteilung in Vorbereitung, Analyse und Umsetzung der Ergebnisse getroffen. In den folgenden Kapiteln sollen diese Schritte erläutert und am Bsp. des Unternehmens A dargestellt werden. Abb. 2 zeigt diesen Ablauf.
Abb. 2: Ablauf eines Benchmarking-Projekts in der Beschaffung Wichtig ist eine fundierte Vorbereitung, deren Schritte nachfolgend gezeigt werden. Es ist erfolgsentscheidend, das Projekt nicht zu breit anzulegen.
1) Vgl. Luczak/Weber/Wiendahl [Logistik-Benchmarking] 9
2) Vgl. Dresen [Beschaffung] 36
Arbeit zitieren:
Dipl. oec., MBA Simone Günter, 2005, Benchmarking im Beschaffungsbereich, München, GRIN Verlag GmbH
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