Gliederung:
1. Texte als Mittel der Kommunikation: Seite 3
2. Faktoren, die die Verständlichkeit von Texten bestimmen: Seite 4
3. Linguistische Strategien zur Steigerung
des Textverständnisses und des Leseinteresses: Seite 6
3.1. Faktoren zur Steigerung der Textrezeption
auf der Textebene: Seite 6
3.2. Faktoren zur Steigerung der Textrezeption
auf der Satzebene: Seite 8
3.3. Faktoren zur Steigerung der Textrezeption
auf der Wortebene: Seite 9
3.4. Faktoren zur Steigerung der Textrezeption
bei Texten für fremdsprachige Adressaten: Seite 10
4. Nicht-linguistische Strategien zur Steigerung
des Textverständnisses und des Leseinteresses: Seite 12
5. Das Verfassen und Optimieren von Texten als Balanceakt : Seite 14
6. Literaturverzeichnis: Seite 15
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1. Texte als Mittel der Kommunikation:
Seit Anbeginn der Menschheit strebt der Mensch danach, sich weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Durch unsere Kommunikation können wir voneinander lernen und konnten uns so im Laufe der Jahre unseren heutigen Wissensstand aneignen. Die zunehmende Globalisierung der Welt führt zu einer verstärkten Kommunikation zwischen den Menschen und wirkt sich somit auch fördernd auf die Produktion von Texten aus.
Texte sind ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Aufgrund dessen gibt es kaum einen Menschen auf der Welt, der nicht im Laufe seines Lebens mit irgendeiner Form von Text in Berührung kommt. Ob nun in Form eines Liebesbriefes, einer Mahnung, zum Wissenserwerb in der Schule und Universität oder sogar als spezifische Tätigkeit ganzer Berufszweige. Die Artenvielfalt von Texten streckt sich über Fachtexte, wie zum Beispiel Wirtschaftstexte, Gebrauchstexte oder journalistische Texte, bis hin zu Texten, welche rein für den privaten Gebrauch geschrieben wurden. Jedoch verfolgen alle diese Arten von Texten das selbe Ziel: sie wollen Wissen vermitteln und dem Rezipienten etwas mitteilen.
Wie gut das gelingt, ist auch davon abhängig, wie gut ein Text beim Leser ankommt. Für die Vermittlung von Wissen ist es nicht nur wichtig, dass ein Text rein grammatikalisch und lexikalisch richtig ist, sondern auch, dass er vom Leser für gut empfunden wird. Und gerade Fachtexte haben es, aufgrund ihrer meist viel zu dichten Informationsmenge, oft schwer bei ihren Rezipienten Gefallen zu finden. Was macht also einen Text +/- attraktiv? Gibt es Strategien, die dem Autor eines Textes helfen können, das Leseinteresse und das Textverständnis aufseiten des Lesers zu steigern? Und welche Faktoren spielen eigentlich beim Verstehen eines Textes eine Rolle? Im Folgenden möchte ich auf die oben genannten Fragen näher eingehen und darüber hinaus versuchen, bestimmte linguistische, sowie nicht-linguistische Attraktivmacher, welche das Leseinteresse und das Textverständnis fördern können, darzulegen.
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2. Faktoren, die die Verständlichkeit von Texten bestimmen:
Bevor wir damit beginnen nach linguistischen Strategien zu suchen, welche das Leseinteresse aufseiten des Lesers erhöhen können, soll erst kurz ganz allgemein auf die Faktoren eingegangen werden, welche die Verständlichkeit eines Textes entscheidend mitbestimmen. Aber was ist eigentlich Verständlichkeit? Laut Nußbaumer(1991) ist Verständlichkeit eine „Eigenschaft von Texten, die das Verstehen erleichtern oder verschlechtern kann“(Jahr 1996: 155).
Welche Faktoren spielen also bei der Textverständlichkeit eine Rolle? Als erstes muss natürlich der Autor selber genannt werden, der die Verständlichkeit seines Textes entscheidend mitbestimmen kann. So hängt die Textverständlichkeit stark von den Zielen des Verfassers ab. Welche Adressatengruppe er ansprechen möchte, was er mit seinem Text bezwecken möchte, beziehungsweise welche Ziele er verfolgt, sowie seinen persönlichen Einstellungen, die unterbewusst mit in den Text einfließen. Ein Text ist immer das Produkt eines individuellen Menschen und ist somit auch immer vom Schreibstil und Charakter dieser Person geprägt.
Ein zweiter entscheidender Faktor bei der Textverständlichkeit ist der Adressat des Textes. Der Rezipient selber spielt die größte Rolle bei der Verständlichkeit eines Textes. Welche Erwartungen ein Leser an einen Text stellt und mit welcher Einstellung er an diesen Text herangeht beeinflusst das Textverständnis enorm. Die psychologische Seite bei der Textoptimierung darf also nie außer Acht gelassen werden. So wird zum Beispiel ein Schüler, der schon von vornherein keine große Lust aufbringt einen Schultext zu lesen, weniger einen Text verstehen oder lernen, als jemand, der interessiert und aufgeschlossen an einen Text herangeht. Ein Autor sollte sich also immer erst fragen, bevor er einen Text zu schreiben beginnt, welche Adressatengruppe er ansprechen möchte. Das heißt der Verfasser eines Textes sollte den Leser bereits beim Schreiben antizipieren und somit die vom individuellen Leser abhängigen Lern-und Wissensvoraussetzungen miteinbeziehen. Dazu gehören die persönlichen Entwicklungs- und Leistungsbedingungen des Rezipienten, seine Fertigkeiten und Einstellungen, die unterschiedlichen Vorkenntnisse, sowie auch das Alter des angestrebten Lesers(vgl. Jahr 1996: 155). Der Autor muss nach Vorwissen des Lesers schreiben und den Text so abfassen, dass „die im Text vermittelten Wissensinhalte in die bereits bestehende Wissensstruktur des Rezipienten integriert werden können“(Jahr
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1996: 53). Es sollte somit Ziel jeden Autors sein, „dem Leser die Konstruktion einer mentalen Repräsentation des Textinhaltes zu ermöglichen“(Jahr 1996: 155). Auch das Zusammenspiel der Kommunikationspartner spielt eine entscheidende Rolle bei der Verständlichkeit eines Textes. So ist es vor allem das gemeinsame Vorwissen des Adressaten und des Autors, welches der Verfasser eines Textes bedenken muss. Inwieweit Fachtermini erklärt werden müssen oder in welchem Sprachstil der Text verfasst sein sollte, müssen also in den Überlegungen eines Autors miteingehen. Und auch die Bedingungen der Kommunikation bestimmen mit, wie verständlich ein Text für den Rezipienten ist. Ob der Text zum Beispiel freiwillig in der Freizeit gelesen wird oder von einem Lernenden, der den Text zum Wissenserwerb benötigt, rezipiert wird. Sogar in welcher Umgebung der Text gelesen wird, spielt eine Rolle bei der Textrezeption. Ein Text wird in einer ruhigen und entspannten Umgebung sicherlich besser aufgenommen, als an einem Ort mit vielen akustischen Hintergrundgeräuschen, welche die Konzentration und somit die Rezeption verschlechtern würden. Ein ausschlaggebender Faktor bei der Verständlichkeit eines Textes ist aber vor allem auch der Text selber mit seiner spezifischen Struktur.
Das Zusammenspiel all dieser Faktoren macht also letztendlich die Verständlichkeit eines Textes aus. Die einzelnen Faktoren stehen im engen Verhältnis miteinander und können eigentlich nicht separat behandelt werden. Da aber die Komponenten wie der Autor, der Adressat sowie die Bedingungen der Kommunikation stark Personen abhängig sind, soll in dieser Arbeit vor allem auf den Text mit seiner spezifischen Struktur eingegangen werden und somit Hilfestellungen gefunden werden, die dem Autor helfen sollen, seinen Text verständlicher zu machen. Inwieweit es linguistische Strategien gibt, die die Textrezeption und somit das Leseinteresse steigern können, soll nun im Folgenden geklärt werden.
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Arbeit zitieren:
Julia Geiser, 2005, Faktoren zur Steigerung der Textrezeption, München, GRIN Verlag GmbH
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