Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
3
2. Hauptteil 4
2.1 Was bedeutet Askese überhaupt? 4
2.2 Die Anfänge des Mönchtums 5
2.3 Motivation und Ausübung des cönobitischen Lebensstils am
Beispiel des Pachomiusklosters 7
3. Fazit 9
4. Literaturverzeichnis 10
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1. Einleitung
„…sahen sie ihr Ideal in einem Leben, das dem Willen Gottes gerecht wird, in dem sie Gott nahe sein und sich mit ihm vereinigen können. Ihre große Tugend war, oder sollte sein, die Demut, die höchste Tugend des Frommen im Alten Testament, d.h. der Gehorsam und die totale Unterwerfung des Menschen, der vor Gott, seinem Meister und Schöpfer, nichts ist.“ 2
In der folgenden Arbeit wird ein interessantes Thema in der Geschichte des Christentums behandelt: Die Motivation und Ausübung der Askese im frühen Mönchtum. Es soll ein besonderer Einblick in dieses im Grunde doch sehr umfangreiche Thema gewährt werden.
Zur Einleitung und zum Verständnis geht es zunächst darum, den Begriff der Askese genau zu definieren. Man muss sagen, dass die Askese ohne das Mönchtum existierte, aber das Mönchtum nicht ohne die asketische Lebenshaltung, da man zum Mönch wurde, sobald man das asketische Ideal der Weltflucht verwirklichte. Seit dem 3. Jahrhundert ist die asketische Lebensweise „greifbar“. Anfangs nur in Syrien und Ägypten, im Laufe des 4. Jahrhunderts verbreitete sie sich aber immer mehr in den Westen. Das Mönchtum, welches zuerst in Wanderaskese und Wüsteneinsamkeit zu definieren war, verbreitete sich rasch, so dass im Laufe des 4. Jahrhunderts streng geordnete Klöster entstanden, welche natürlich ganz konkret das Leben der Mönche beeinflussten und die anachoretische Lebensweise zum Teil in die Cönobitische wandelten.
Als Beispiel zur Ausübung christlicher Askese dient das erste cönobitische Kloster, welches von Pachomius um 320 n. Chr. gegründet wurde. Wie betrieben sie Askese und wie zeichnete dies ihre Persönlichkeit aus? Was bezweckten sie mit dieser Form christlichen Lebens? Dieses besondere Verhältnis zu Gott, der Glaube an die Vollendungsmöglichkeit des Menschen und der Verzicht auf eine „normale“ Lebensweise ist ein Punkt, der aufgrund seiner Komplexität besondere Beachtung verdient. Vor allem das Empfinden der Mönche während diesem „anderen“, von hoher Disziplin zeugendem Leben soll erklärt werden.
Die Arbeit stützt sich auf ein sehr großes Spektrum an Literatur, vor allen Dingen Prinz, F., Askese und Kultur - Vor - und frühbenediktinisches Mönchtum an der Wiege Europas, München 1980; Suso Frank, Karl [Hrsg.], Askese und Möchtum in der Alten Kirche, Darmstadt 1975; König, Dorothee, Amt und Askese - Priesteramt und
2 J. M. van der Ploeg, Die Essener und die Anfänge des christlichen Mönchtums (1958), in: K., Suso Frank [Hrsg.], Askese und Mönchtum in der Alten Kirche, Darmstadt 1975, S.128
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Mönchtum bei den lateinischen Kirchenvätern in vorbenediktinischer Zeit, in: Jaspert, Bernd [Hrsg.] Regulae Benedicti Studia Supplementa Band 12, St. Ottilien 1985. Außer weiterer vergleichender Literatur wurden einige Lexikonartikel herangezogen.
2. Hauptteil
2.1 Was bedeutet Askese?
Die Askese (von griechisch askesis: Übung) ist eine Lebensphilosophie, die von Verzicht geprägt ist. In fast allen Religionen ist sie zu finden, vor allem im Buddhismus, Hinduismus und im Christentum.
Generell kann man sagen, dass ein freiwilliger Verzicht geübt wurde, - entweder zeitweilig oder endgültig -, um eine größere Bindung zu Gott zu erhalten. Man soll zu sich selbst finden und dadurch offen werden für Gott, negative Eigenschaften müssen durchlebt und überwunden werden, damit sie in Positive verwandelt werden können (Verwandlungsaskese). Ein Beispiel für die Verwandlungsaskese ist das Gefühl der Traurigkeit, welches sich in Gotteserfahrung wandelt, wenn man Gefühle zulässt und vollständig durchlebt 3 .
Durch die Askese sollte man eine Vollkommenheit erreichen. Das Ziel war das Leben nach dem Tod. Das diesseitige Leben wurde zwar geringer angesehen als das Leben nach dem Tod, allerdings stellt es kein Hindernis dar, sondern eine Art Brücke zum künftigen Leben.
Askese wird hinsichtlich des eigenen Körpers, der eigenen Lebensgrundlagen und der eigenen Persönlichkeit verstanden.
In Bezug auf den eigenen Körper bedeutet Askese sexuelle Enthaltsamkeit, Verzicht auf Bedürfnisse, wie die Nahrungsaskese, die neben dem Hauptbestandteil des generellen Fastens vor allem auf den Verzicht auf Fleisch und Wein zielt, oder auch das Bedürfnis des Schlafes, welches entzogen wird um zu wachen. Verzicht auf Lebensgrundlagen bedeutet Leben in Armut. Dieses Ideal der Bedürfnislosigkeit (Apatheia) durchzieht alle Bereiche der asketischen Geschichte.
3 Anselm Grün, LthK 1 (1993) 1080-1082, s.v. Askese, V. Systematisch-theologisch.
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Arbeit zitieren:
Maren Vossenkuhl, 2005, Motivation und Ausübung der Askese am Beispiel des frühen Mönchtums, München, GRIN Verlag GmbH
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