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Gliederung
1. Verlauf des Krieges
1.1 . 1939 Entfesselung des Krieges (Seite3 ,4 )
1.2 . 1940 Krieg im Westen (Seite4 6 )
1.3 . 1941 Krieg im Osten (Seite6 8 )
1.4 . 1942 Sowjetische Gegenoffensive/Stalingrad (Seite8 ,9 )
1.5 . 1943 Vorstoß der Westmächte (Seite10 ,11 )
1.6 . 1944 Rückzug der Wehrmacht (Seite12 14 )
1.7 . 1945 Der Fall des Deutschen Reiches (Seite14 16 )
1.8. Schlachtpläne
1.8.1. Karte 1 Polenfeldzug (Seite17 )
1.8.2. Karte 2 Westfeldzug (Seite18 )
1.8.3. Karte 3 Russlandfeldzug (Seite19 )
1.8.4. Karte 4 Stalingrad (Seite20 )
1.8.5. Karte 5 Vorstoß der Westmächte (Seite21 )
1.8.6. Karte 6 Vorstoß der Roten Armee (Seite22 )
1.8.7. Karte 7 Aufteilung des Deutschen Reiches (Seite23 )
2. Zusammenfassung
2.1. Bilanz des Krieges (Seite24 ,25 )
2.2. Regierung des 3. Reiches (Seite25 ,26 )
2.3. Quellenangabe (Seite26 )
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1. Verlauf des Krieges
1.1. 1939
Die Entfesselung des zweiten Weltkrieges (Karte S.17)
Die politische und militärische Führung des dritten Reiches hatte zu Beginn 1939 das Ziel der endgültigen Zerschlagung der so genannten „Rest-Tschechei“ im Auge und wollte auch das Schicksal Polens auf die Tagesordnung setzen. Weiterhin trafen sie Vorbereitungen für einen Krieg gegen die Westmächte. Gleichzeitig begann eine massive Aufrüstung auf Seiten der Westmächte und Hitler sprach öffentlich von einem nahenden Krieg, einem Volks- und Rassenkrieg. Er kündigte in einer Reichstagsrede Ende Januar die Verbindung des kommenden Krieges mit der Vernichtung aller Juden in Europa an. Es sollte also nicht nur ein Großreich, sondern auch ein Rassenreich auf biologistischer Grundlage geschaffen werden. Am 23.3.1939 erfolgte die Besetzung des zu Litauen gehörenden Memellandes durch die deutschen Truppen, wodurch Polen seine Sicherheitsinteressen gefährdet sah. Drei Tage später lehnte Polen eine Regelung der Danzig-Frage im deutschen Sinne ab, wodurch Polen von der Reichsregierung als potentieller Gegner angesehen wurde. Da England daraufhin Polen und Rumänien seine Hilfe anbot, kündigte Hitler am 27.04.1939 das deutsch-britische Flottenabkommen und den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt, obwohl er bereits am dritten April die Weisung für einen Angriff auf Polen gegeben hatte. Da von den Westmächten die Unterstützung Stalins gebraucht wurde, um gegen Hitler vorzugehen, schlugen sie Moskau vor, sich an ihrer Politik zu beteiligen. Doch das alte revolutionäre Misstrauen gegen die kapitalistischen Westmächte blieb und Stalin weigerte sich. So wurde am 23.08.1939 ein Nichtangriffspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion geschlossen, der beiden Partien garantieren sollte, im Falle kriegerischer Verwicklungen der jeweils anderen Seite, den Gegner des Vertragspartners nicht zu unterstützen. Das geheime Zusatzprotokoll sah die Aufteilung des Baltikums und Polens in eine deutsche und eine russische Interessenszone vor. Damit war dieser Nichtangriffspakt nichts weiter als eine Einladung zum Angriff auf Polen.
Hitler brauchte nur noch eine gute propagandistische Ausgangslage um dem eigenen Volk den Krieg nicht als Angriffskrieg, sondern als Kampf um die nationale Existenz zu erklären. Also ließ er am 31.08.1939 über den Rundfunk verbreiten, dass er Polen eine Verhandlungsangebot gemacht hätte, auf welches nicht eingegangen wurde. Damit und mit weiteren erfundenen polnischen Gräueltaten konnte er seine Angriffe vor dem deutschen Volk rechtfertigen.
• 01.09.1939- Hitler begann seinen Krieg mit dem Angriff des Linienschiffes „Schleswig- Holstein“ auf die Westerplatte bei Danzig. Zu diesem Zeitpunkt rechnete
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er nicht mit einer Kriegserklärung von Seiten Englands und Frankreichs. Die deutsche Führung ging davon aus, „Die verweichlichten Demokraten haben ja doch nicht den Mut zum Schwert zu greifen!“.
• 03.09.1939- England und Frankreich erklären Deutschland den Krieg. Hitler hatte sich also geirrt und dem entsprechend war die Reaktion der deutschen Führung von Entsetzen gekennzeichnet. Goering bemerkte : „ Wenn wir diesen Krieg verlieren, dann möge uns der Himmel gnädig sein.“ Es drohte ein Zweifrontenkrieg.
Kurz darauf schlossen sich Australien, Indien, Neuseeland, die Südafrikanische Union und Kanada der britischen Kriegserklärung an. Durch die Strategie des Abwartens von Frankreich und England gegenüber Deutschland konnte Hitler seine militärischen Kräfte im Osten konzentrieren.
• 27.09.1939- Kapitulation Warschaus erfolgt und die rote Armee marschiert in Ostpolen ein um sich ihren Anteil an der Beute zu sichern.
Deutschland und die Sowjetunion schlossen einen Grenz- und Freundschaftsvertrag ab, der die Machtbereiche beider Parteien definierte. Deutschland begann gleich darauf den Angriff auf Westeuropa vorzubereiten. Die Truppen wurden aus Polen abgezogen und in Richtung Westen verlegt.
Drei Tage später richtete Hitler in einer Rede vor dem Reichstag ein letztes Friedensangebot an Frankreich und England auf der Basis des „neuen Status Quo“ (geteiltes Polen). Die Weisungen des Oberkommandos vom 9. Oktober beinhalten eine Vorbereitung des Abgriffs auf Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Am gleichen Tag erklärte Daladier als Antwort auf Hitlers Friedensangebot, dass Frankreich weiterkämpfen werde um endgültige Sicherheitsgarantien zu erlangen. Chamberlain hingegen forderte Beweise für die deutschen Friedenswünsche in Form von Taten.
Am 4. November entschied sich die USA zu Rüstungslieferungen an die Westmächte auf „Cash & Carry“ Basis. Ende November überfielen sowjetische Truppen ohne Kriegserklärung Finnland und begannen damit den dreieinhalb Monate dauernden sowjetisch-finnischen Winterkrieg. Er wurde durch einen Friedensvertrag beendet, welcher Gebietsabtretungen an die Sowjetunion und die Aufrechterhaltung der Souveränität Finnlands beinhaltet.
1.2. 1940
Krieg im Westen (Karte S.18)
• 11.02.1940- Die Sowjetunion und das Deutsche Reich schließen ein Wirtschaftsabkommen, das den Austausch kriegswichtiger Rohstoffe vorsieht.
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• 28.03.1940- Auf der Londoner Tagung des Obersten Kriegsrats können sich die Vertreter Frankreichs und Großbritanniens nach dem finnisch-sowjetischen Frieden nicht auf eine gemeinsame Kriegsstrategie einigen.
Phase I
• 09.04.1940- Hitler überfällt Norwegen und Dänemark. Dänemark kapituliert sofort, Norwegen nimmt mit unzureichender alliierter Unterstützung den Kampf auf und kapituliert zwei Monate später.
• 10.05.1940- Angriff der deutschen Wehrmacht auf Belgien, Luxemburg und die Niederlande, ohne vorherige Kriegserklärung. Luxemburg wird kampflos besetzt, Belgien und die Niederlande nehmen den ungleichen Kampf auf. Da Deutschland im Luftraum weit überlegen ist, kommt es zur baldigen Kapitulation.
Phase II
Paris wird durch Verrat in Militär- und Regierungskreisen kampflos übergeben.
• 22.06.1940- Kapitulation Frankreichs, es kommt zu einem deutsch-französischen und einem italienisch-französischen Waffenstillstandsabkommen.
• 19.07.1940- Hitler richtet in einer Reichstagsrede ein Friedensangebot an England, um eine freiwillige Unterwerfung zu erreichen. Aber England lehnt ab, da man auf Unterstützung von Seiten der USA hofft.
• 13.08.1940- Deutschland beginnt einen verschärften Luftkrieg gegen England, mit dem Ziel die Luftherrschaft zu erringen. Aber durch zu große Verluste der Luftwaffe muss Deutschland seine Pläne zur Invasion am 12. Oktober 1940 aufgeben.
• Ende September- In Berlin wird der Drei-Mächte-Pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan unterzeichnet. Er beinhaltet die Führung Deutschlands beim Aufbau der „neuen Ordnung“ in Europa und die Führung Japans bei der Errichtung der „neuen Ordnung“ im großostasiatischen Raum, als auch gegenseitige militärische Unterstützung.
• 02.10.1940- In Warschau wird ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung geschaffen.
• 03.10.1940- Der 71jährige Chamberlain verlässt aus gesundheitlichen Gründen die britische Regierung.
• 09.10.1940- Churchill wird als Nachfolger von Chamberlain Vorsitzender der britischen Konservativen.
• 21.10.1940- Hitler beginnt eine mehrtägige Reise nach Westeuropa, bei der er den spanischen Diktator General Francisco Franco zum Kriegseintritt bewegen will.
• 28.10.1940- Italien erklärt Griechenland den Krieg und eröffnet von Albanien aus eine Offensive.
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• 20.11.1940- Ungarn tritt dem Dreimächtepakt bei.
• 24.11.1940- Die Vertreter der Slowakei unterzeichnen in Berlin den Beitritt zum Dreimächtepakt .
• 09.12.1940- Die britische Armee beginnt überraschend eine Gegenoffensive gegen die italienischen Truppen in Ägypten.
• 17.12.1940- Roosevelt legt ein Leih-Pacht-Gesetz vor, mit dem die britische Kriegswirtschaft durch amerikanische Kredite gestärkt werden soll. In Nordafrika rückt die britische Armee in die italienischen Kolonien ein.
• 18.12.1940- Hitler gibt die Weisung für den "Fall Barbarossa" aus. Damit wird der deutsche Angriff auf die Sowjetunion für Mai 1941 vorbereitet.
1.3. 1941
Krieg im Osten (Karte S.19)
• 05.01.1941- Die britische Armee erobert das libysche Bardia und nimmt 40.000 italienische Soldaten gefangen.
• 10.01.1941- Die deutsche und die sowjetische Regierung schließen ein Abkommen über Wirtschaftsaustausch und die Umsiedlung von Deutschen aus den baltischen Republiken .
• 14.01.1941- Die rumänische Regierung bietet dem Deutschen Reich im Falle eines Kriegs gegen die Sowjetunion ihre militärische Hilfe an .
• 19.01.1941- Hitler und Benito Mussolini beschließen, ihre bisherige Politik der getrennten Kriegführung aufzugeben und vor allem im Mittelmeerraum zu kooperieren. Britische Truppen beginnen eine Offensive zur Eroberung der italienischen Kolonie Abessinien
• 01.03.1941- Bulgarien tritt dem Dreimächtepakt bei. Daraufhin rücken deutsche Truppen am folgenden Tag in das Land ein.
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• 04.03.1941- Großbritannien beginnt mit der Stationierung von Truppen in Griechenland. Der jugoslawische Prinzregent erklärt die Bereitschaft seines Landes, sich dem Dreimächtepakt anzuschließen.
• 09.03.1941- Die italienische Armee in Albanien beginnt eine neue Offensive gegen Griechenland, die jedoch in wenigen Tagen scheitert.
• 24. 03.1941- Das deutsche Afrika-Korps unter Rommel erobert die libysche Stadt El Agheila.
• 30. 03.1941- Hitler kündigt in einer Rede vor 200 Befehlshabern der Wehrmacht einen rassenideologischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion an.
• 06.04.1941- Angriff der deutschen Wehrmacht auf Jugoslawien und Griechenland, 17. April erfolgt die Kapitulation Jugoslawiens und am 23. April die Kapitulation Griechenlands.
• 22.06.1941- Hitler bricht den Grenz- und Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion.
Es begann ein Rassen- und Vernichtungskrieg gegen den Sozialismus. Hitler bezeichnete diesen Krieg als heiligste Mission seines Lebens und Daseinszweck des Nationalsozialismus. Er sieht sich inzwischen als Nachfolger der mittelalterlichen Herrscher des Heiligen Römischen Reiches. Von seinen Soldaten wird er aber nur noch als größenwahnsinnig, machtbesessen und unberechenbar gehalten. Hitler ging es bei diesem Krieg auch nicht mehr um die Vormachtstellung, sondern um ein Vernichtungsfeldzug gegen den jüdischbolschewistischen Todfeind, zur Gewinnung von Lebensraum, der leistungsfähigen Industrie und unermesslicher Bodenschätze.
Die Begründung für das deutsche Volk und die Wehrmacht zur Durchsetzung dieser Ziele war: Stalin habe einen Großangriff vorbereitet, welchem Hitler in letzter Minute zuvorkam. Das deutsche Heer, welches am 22. Juni im Osten antrat war bisher in allen Feldzügen Sieger geblieben. Die Truppen glaubten felsenfest an den neuen Sieg in den Weiten Russlands. Das Ziel der Sowjetunion war ein Entscheidungskampf gegen den Imperialismus im Interesse der gesamten Menschheit. Dadurch wird der Krieg ein antifaschistischer Befreiungskampf der Völker.
Da die Rote Armee nicht auf diesen Angriff vorbereitet war, muss sie sich in den ersten Kriegsmonaten weit ins Landesinnere zurückziehen. General Oberst Halder schlussfolgerte daraus, dass der Krieg gewonnen, aber noch nicht beendet sei und Hitler sagte wenig später: „Dieser Gegner wird sich nie wieder erheben.“
Arbeit zitieren:
Bettina Behrends, 2002, Der Verlauf des 2. Weltkrieges, München, GRIN Verlag GmbH
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