1. Didaktische und methodische Schwerpunkte
Die Klasse K1 besteht aus 23 Schülerinnen. Sie befinden sich im ersten Jahr der zweijährigen Ausbildung zur staatlich geprüften Kinderpflegerin. Die Ausbildung ist in 3 Phasen gegliedert: „Orientierung“, „Erprobung“ und „Entwicklung eigener Handlungen“.
Die Leitidee in der jetzigen Phase „Erprobung“ lautet „Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Berufspraxis“.
Über der zur Zeit behandelten Unterrichtsreihe in Gesundheitserziehung steht die Leitfrage „Woran erkenne ich Erkrankungen bei Kindern, und wie reagiere ich darauf?“
Die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sind in der Lerngruppe sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die schulische Vorbildung ist homogen, alle besitzen den Hauptschulabschluss.
Dadurch das die Stunden in der 7./8. Stunde liegen, sind die Schülerinnen schwer zu motivieren. Außerdem gibt es in der Klasse insgesamt eine hohe Fehlstundenzahl.
Durch die Blockpraktika und die Praktikumstage, einmal in der Woche, kennen die Schülerinnen inzwischen die Arbeitssituation in Kindergärten und Kindertagesstätten gut. Zur Zeit ist das Problem Kopfläuse aktuell. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Kinderpflegerinnen über die Kopflausproblematik informiert sind. Eine berufliche Relevanz dieses Themas wird durch den späteren Aufgabenbereich der Kinderpflegerinnen deutlich, der sich in verschiedenen Einrichtungen oder auch in privaten Haushalten befindet. Hier können die Kinderpflegerinnen mit dem Thema konfrontiert werden. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die Schülerinnen sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, um später auch angemessen auf Elternfragen reagieren zu können.
Die hohe berufliche Relevanz des Themas wird auch im Fallbeispiel deutlich, welches den Einstieg in das Thema liefert. Die Schülerinnen sollen entsprechende Fragen entwickeln, die ihnen als Kinderpflegerinnen von betroffenen Eltern gestellt werden könnten. Zur Erarbeitung des Unterrichtsinhalts ist das Lernen an Stationen besonders gut geeignet, da sich das Thema Kopfläuse hervorragend gliedern lässt. Des weiteren werden hier verschiedene Lernarten und damit auch unterschiedliche Sinne, angesprochen. Dies soll für die Schülerinnen den Inhalt abwechslungsreicher und damit interessanter gestalten.
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Die verschiedenen Stationen werden immer in Kleingruppen durchlaufen, so dass die Schülerinnen sich unterstützen können. So können Ergebnisse besprochen oder gegenseitig verbessert werden.
Die Sicherung der Ergebnisse findet im Stationenbuch statt. Die Ergebnisse werden in der zweiten Stunde verglichen und gegebenenfalls korrigiert.
2. Ziele und Kompetenzen
2.1 Stundenziel
Die Schülerinnen können erklären, wie man Kopfläuse erkennen kann, wie sie sich verbreiten und wie man sie behandelt.
2.2 Förderung der...
2.2.1 Fachkompetenz
Die Anwendungssituation der heutigen Stunde ist „das kranke Kind“ bzw. in diesem Fall das betroffene Kind. Die Schülerinnen eignen sich grundlegendes Wissen über die Kopflaus an und verknüpfen dies mit der Behandlung und Verbreitung der Kopfläuse. In den folgenden Stunden vertiefen sie ihre Kenntnisse, indem sie die wichtigsten Sofortmaßnahmen, die in einer Einrichtung ergriffen werden müssen kennen, und ein Merkblatt für die Eltern erstellen sollen. Diese Unterrichtseinheit liefert den Lernenden das nötige Fachwissen, um es in beruflichen oder privaten Alltagssituationen sachgerecht einzusetzen und angemessen reagieren zu können.
2.2.2 Methodenkompetenz
Die Fähigkeit mit Fachinformationen und -texten umzugehen, wird zwar ständig gefordert und gefördert, aber ist für viele in der Klasse schwierig. Aus diesem Grund dürfen die Texte oder Informationen nicht zu lang und anspruchsvoll sein. Die Aufgabenstellung muss ebenfalls der Lerngruppe entsprechend strukturiert sein. In der heutigen Stunde wird anhand der verschiedene Stationen das Thema in kleine Lernschritte eingeteilt. Das Lernen an Stationen hat zudem einen hohen Aufforderungscharakter und fördert somit die Motivation. Auch das zielgerichtete Arbeiten nach Zeitvorgabe wird gefördert.
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In den folgenden Stunden wird das erworbene Wissen umgesetzt, indem ein Merkblatt für Eltern erstellt wird. Zum Schluss der Unterrichtsreihe haben die Schülerinnen eine Transferleistung erbracht.
2.2.3 Sozialkompetenz
Die Lerngruppe versteht sich untereinander recht gut. Die Lernenden sind allerdings oft unruhig und unaufmerksam, wenn Mitschüler Beiträge liefern oder Ergebnisse präsentieren.
In der heutigen Stunde werden die Schülerinnen darin gefördert, sich gegenseitig zu unterstützen, so dass verstärkt eine Kommunikation zwischen den Schülern stattfindet. Aber auch das selbstständige Erarbeiten wird gefördert. In den folgenden Stunden wird die durch die Arbeit in Kleingruppen weiterhin Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft gefördert. Außerdem wird dadurch ihre Präsentationsfähigkeit ausgeprägt, da sie in Kleingruppe die Ergebnisse ihrer Arbeiten vorstellen müssen.
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3. Synoptische Darstellung der geplanten Lehr-/Lernprozesse
GA= Gruppenarbe it, LV = Lehrervortrag, U G= Unterrichtsges präch, S= Sc hülerinne n
Æ Zeitraum des Unterrichtsbesuchs gelb unterlegt. 4. Literatur BZgA: Kopfläuse…was tun? Köln 2005
Hugenschmidt, B./ Technau, A.: Methoden schnell zur Hand. Klett 2005 Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Berufsfachschule für Sozial-
und Gesundheitswesen Fachrichtung Kinderpflege www.kopflaus.ch
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5. Anlagen Anlage 1: Reihenplanung Anlage 2: Fallbeispiel Anlage 3: Erwartetes Ergebnis Anlage 4: Stationskarten/ Arbeitsaufträge Anlage 5: Stationenbuch Anlage 8: Stationenbuch mit Lösungen
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Arbeit zitieren:
Sonja Kellner, 2006, Die Kopflaus: Verbreitung und Behandlung, München, GRIN Verlag GmbH
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