Ablauf der Unterweisung nach der 4-Stufen-Methode
1. Vorbereitung ( 3 min. ) Ø Unterweisungsplatz vorbereiten : Arbeitsplatz übersichtlich gestalten und Arbeitsmaterial bereitstellen Drehmeißel bereitlegen Wendeschneidplatten bereitlegen
Werkzeug bereitlegen Pinsel bereitlegen
Ø Begrüßung, Befangenheit nehmen : Begrüßung, Frage nach dem Befinden, Ergehen und Erlebten seit dem letzten Zusammentreffen
Ø Vorkenntnisse Abfragen : Fragen nach dem zuletzt behandeltem
Thema? (Aufbau von Drehwerkzeugen) Unklarheiten?
Ø Vorstellung des Ausbildungsplatzes : Drehwerkzeuge, Wendeschneidplatten, und der Ausbildungsaufgabe durch Werkzeug, Erlernen des Wendeschneidden Ausbilder plattenwechsel an Drehwerkzeugen
Ø Interesse wecken und Motivieren : -Fehlerfreies uns sauberes wechseln von Wendescheidplatten erleichtert das Arbeiten mit diesen Werkzeugen.
-sauberes arbeiten ist Voraussetzung für
hohe und gleichmäßige Qualität der
Werkstücke
-Zeitersparnis beim wechseln der
Wendeschneidplatte und dadurch höhere
Stückzahlausbringung oder früher Feierabend
bei Akkordlöhnern.
Ø Belehrung über die Unfall- und : - den Azubi auf das Verletzungsrisiko Verletzungsgefahren und die beim wechseln zerbrochener Unfallverhütung Wendeschneidplatten unter zu Hilfenahme
von einigen mitgebrachten Beispielen hinweisen
- den Azubi auf das Verletzungsrisiko
durch unsachgemäße Handhabung des zum
Wechseln der Wendeschneidplatte benötigten
Inbusschlüssels hinweisen
- den Azubi auf das Verletzungsrisiko beim
Ausblasen des Plattensitzes mit Druckluft
hinweisen
[...]
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbereitung
2. Vormachen und Erklären durch den Ausbilder
3. Nachmachen und Erklären durch den Auszubildenden
4. Wiederholen und Festigen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit dient als strukturierter Unterweisungsentwurf für die Ausbilder-Eignungs-Prüfung. Ziel ist es, dem Auszubildenden im ersten Lehrjahr die fachgerechte und sichere Vorgehensweise beim Wechseln von Wendeschneidplatten an Drehwerkzeugen zu vermitteln, wobei insbesondere Arbeitsschutzaspekte und die korrekte Handhabung des Werkzeugs im Vordergrund stehen.
- Vermittlung der 4-Stufen-Methode in der betrieblichen Ausbildung.
- Sichere Handhabung und Wartung von Drehwerkzeugen.
- Bedeutung der Arbeitssicherheit und Unfallverhütung im Zerspanungsbereich.
- Qualitätssicherung durch korrekt gewartete Schneidwerkzeuge.
- Fachgerechte Entsorgung und Kreislaufwirtschaft im Produktionsprozess.
Auszug aus dem Buch
2. Vormachen und Erklären durch den Ausbilder
Grob-Positionierung des Drehwerkzeuges mit der Wendeschneidplatte: mit der linken Hand ist das Drehwerkzeug so Aufzunehmen, dass die Wendeschneidplatte nach oben zeigt. Warum: nur in dieser Position ist ein Wechseln der Wendeschneidplatte möglich.
Prüfen ob die Wendeschneidplatte des Drehwerkzeuges auf ca. 6Uhr steht. (gerade auf uns zeigt) falls nicht: Verschiebung in diese Position: durch Sichtprüfung falls erforderlich muss das Drehwerkzeug unter zu Hilfenahme der rechten Hand in diese Position gebracht werden. Warum: befindet sich die Wendeschneidplatte beim Wechseln nicht in der vorgeschriebenen Position kann der Plattensitz nicht ordnungsgemäß auf Verunreinigung oder gar auf Beschädigung geprüft werden.
Arretieren des Drehwerkzeuges: die Finger der linken Hand umschließen das Drehwerkzeug so, dass beim öffnen der Hand das Werkzeug auf der flachen Hand liegen bleibt. Warum: nur in dieser Stellung ist ein fachgerechtes Wechseln der Wendeschneidplatte möglich, Sie versetzt uns in die Lage, alle anfallenden Tätigkeiten mit der freien, rechten Hand auszuführen, für den weiteren Ablauf ist ein Umspannen des Werkzeuges nicht mehr von Nöten.
Prüfen ob die Wendeschneidplatte stumpf ist: durch schauen (visuell). Warum: eine intakte und einsatzfähige Wendeschneidplatte muss nicht ersetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbereitung: Dieses Kapitel widmet sich der organisatorischen Vorbereitung des Arbeitsplatzes, der Begrüßung des Auszubildenden sowie der Motivationsbildung und Sicherheitsbelehrung.
2. Vormachen und Erklären durch den Ausbilder: Hier wird der eigentliche Arbeitsvorgang in Einzelschritten nach dem WAS-WIE-WARUM-Prinzip demonstriert und erläutert.
3. Nachmachen und Erklären durch den Auszubildenden: Der Auszubildende wendet die erlernten Schritte unter Aufsicht des Ausbilders an und erläutert dabei den Prozess.
4. Wiederholen und Festigen: In dieser finalen Phase festigt der Auszubildende das Gelernte durch Übung, während der Ausbilder unterstützend zur Seite steht und den Lernerfolg bewertet.
Schlüsselwörter
4-Stufen-Methode, Ausbilder-Eignungs-Prüfung, Zerspanungsmechaniker, Wendeschneidplatte, Drehwerkzeug, Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Werkzeugwechsel, Ausbildung, Qualitätssicherung, Plattensitz, Inbusschlüssel, Spanen, Lehrwerkstatt, Berufspraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterweisungsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf dient als Leitfaden für die Durchführung einer Unterweisung im Rahmen der Ausbilder-Eignungs-Prüfung, konkret für das Wechseln von Wendeschneidplatten an Drehwerkzeugen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind die fachgerechte Werkzeugwartung, die Vermittlung technischer Fertigkeiten an Auszubildende und die strikte Einhaltung von Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Unterweisung selbstständig und sicher Wendeschneidplatten an Drehwerkzeugen wechseln kann, ohne dabei sich selbst oder die Maschine zu gefährden.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird angewandt?
Die Arbeit basiert auf der klassischen 4-Stufen-Methode (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Wiederholen/Festigen).
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Demonstration durch den Ausbilder und das anschließende Nachmachen durch den Auszubildenden, strukturiert nach dem WAS-WIE-WARUM-Prinzip.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zerspanungstechnik, Arbeitsschutz, methodische Ausbildung und handlungsorientiertes Lernen charakterisieren.
Warum ist das 6-Uhr-Prinzip bei der Positionierung des Drehwerkzeugs so wichtig?
Es dient dazu, dass der Plattensitz vor dem Einsetzen der neuen Platte optimal auf Verunreinigungen oder Beschädigungen geprüft werden kann, was für die Stabilität des Werkzeugs entscheidend ist.
Welche Rolle spielt der Arbeitsschutz bei dieser spezifischen Unterweisung?
Der Arbeitsschutz ist essenziell, da beim Wechseln Gefahren durch zerbrochene Platten, den Einsatz von Druckluft oder die Handhabung des Werkzeugschlüssels bestehen, die dem Azubi explizit vermittelt werden müssen.
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- Chris Reichardt (Author), 2002, Wendeschneidplatten an Drehwerkzeugen wechseln (Unterweisung Metallbauer / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6121