Inhaltsverzeichnis
1) Warum ich mich für das Thema entscheiden habe Eine Einleitung S 3
2) Die Literatur S 4
3) Kinder erleben Tod und Trauer S 4
4) Das Thema Tod im Kinderbuch S 5
5) Das Thema Tod im Kinder- und Jugendbuch S 6
6) Die Todesnachricht S 7
6.1) Die Todesnachricht im Kinderbuch S 7
6.2) Die Todesnachricht im Bilderbuch S 8
6.3) Die Todesnachricht im Jugendbuch S 9
7) Vorstellungen über den Tod und das Paradies S 9
7.1) Tod und Paradies im Kinderbuch S 10
7.2) Tod und Paradies im Bilderbuch S 12
7.3) Tod und Paradies im Jugendbuch S 13
8) Zusammenfassung der gesammelten Ergebnisse und Fazit S 16
9) Literaturverzeichnis S 17
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Der Tod ist groß. Wir sind die seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen, mitten in uns. Rainer Maria Rilke
1) Warum ich mich für dieses Thema entscheiden habe – Eine Einleitung
Das Thema „Sterben und Tod“ ist in der heutigen Gesellschaft kein absolutes Tabu-Thema mehr, dennoch haben die meisten Menschen Hemmungen, offen über dieses Thema zu sprechen. Vor allem fällt es schwer, mit trauernden Menschen umzugehen oder mit Sterbenden selber zu sprechen. Große Hemmungen treten auch dann auf, wenn es darum geht, Kinder mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu konfrontieren. Bis in die siebziger Jahre hinein, galt es, problembehaftete Themen von Kindern fernzuhalten. Erst, als sich das vorherrschende Bild von Kindheit wandelt und Kinder und Erwachsene gleich gestellt werden, gilt es, Kindern diese Themen nicht vorzuenthalten. Mit dieser Enttabuisierung finden entsprechende Problematiken Einzug in die Kinder- und Jugendliteratur, darunter auch das Thema „Sterben und Tod“.
Kinder sind kleinen Wesen, die nicht verstehen können, was passiert wenn jemand stirbt. Dennoch nimmt die Natur darauf keine Rücksicht. Die Großeltern sterben weil sie alt sind, die Eltern sterben durch einen schweren Unfall oder Geschwisterkinder werden krank und sterben an den Folgen der Krankheit. Das alles hört sich brutal an, aber es kommt doch häufiger vor als man denkt. Es scheint fast so, als würden die heutigen Menschen schneller krank, vielleicht wurden die Krankheiten von heute jedoch auch früher einfach nicht erkannt. In den Medien sieht man jetzt sehr oft Kinderstationen in Krankenhäusern, wo Kinder an Krebs oder Aids leiden und es ungewiss ist, ob sie überleben werden. Kindern die selbst sterben werden versucht die Literatur Mut zu machen, und Kindern die den Tod eines geliebten Menschen miterlebt haben soll gezeigt werden, dass sie nicht alleine sind und dass das Leben weitergeht. Ich möchte Literatur für Kinder untersuchen, die genau diese Ziele verfolgt. Literatur, die teilweise von Menschen geschriebne wurde, die wissen wovon sie schreiben. Menschen die selbst krank waren, oder aber selbst eine geliebte Person verloren haben.
Das Thema Tod in Bezug auf Kinder hat für mich einen besonderen Reiz, da ich selbst eine Freundin habe, die mit 12 Jahren an Krebs erkrankt ist und fast gestorben wäre. Ich habe gesehen, wie Kinder leiden und ich habe selbst erlebt, wie machtlos man dem Tod gegenübersteht. Zum Zeitpunkt der Krankheit meiner Freundin war ich selbst noch ein Kind
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und mit der Situation ziemlich überfordert. Ich wusste nicht, ob man das Thema ansprechen sollte oder einfach so tun sollte, als sei die Krankheit gar nicht da. Meiner Meinung nach geht es fast allen Menschen so, egal ob Kindern oder Erwachsenen. Vielleicht können Bücher ein Anfang sein um gemeinsam über eines der schwierigsten Themen überhaupt zu sprechen: dem Tod. Man kann sich auf einer anderen Ebene austauschen und statt seiner selbst die Personen der Bücher benutzen. Das hilft oftmals schon sehr. Für meine Arbeit werde ich sowohl Kinder- wie auch Jugendbücher lesen und auswerten. Außerdem werde ich auf einen Aufsatz zu dem Thema zurückgreifen, den ich in einer anerkannten Elterzeitschrift gefunden habe.
2) Die Literatur
Literatur zum Thema Tod im Kinder- und Jugendbuch zu finden ist nicht so schwer, wie ich zuerst gedacht habe. Das Thema scheint sehr beliebt zu sein, vielleicht auch weil wirklich viele Menschen einfach überfordert sind, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Tod geht. Ich habe nicht lange suchen müssen um geeignete Literatur zu finden, die sich auch gut für diese Arbeit eignet. Ich habe sowohl Bilderbücher, als auch Geschichten ausgewählt, um eine gute Auswahl zu bekommen und vergleichen zu können. Es sind Bücher über den Tod von Angehörigen, aber auch Geschichten, in denen Bekannte und Freunde sterben. Das bekannteste Kinderbuch dürfte „Leb wohl lieber Dachs“ von Susan Varley sein. Zumindest findet man dieses oft in fast jeder Liste, in denen Bücher zum Thema Tod zusammengefasst werden.
3) Kinder erleben Tod und Trauer
„Zwar wollen wir Trauer und Tod gerne von unseren Kindern fernhalten, doch sie gehören zum Leben dazu und deshalb brauchen Kinder auch hier unsere Unterstützung. Das bedeutet, sich selbst mit dem Thema Tod auseinander zu setzen, auch wenn Kinder auf ihre ganz eigene Weise mit diesem Thema umgehen“ 1 . Das große Problem ist nicht nur mit den Kindern über den Tod zu sprechen, sondern seine eigene Trauer erst einmal hinten an zu stellen. Kinder überspielen oft die Trauer, die sie fühlen. Setzt man nicht direkt nach dem Tod eines geliebten Menschen mit den Gesprächen an, kann das schlimme Folgen für die Psyche des Kindes
1 Kuhn- Behrenbeck, Sabine: Als Vater starb. Kinder erleben Tod und Trauer. In: Mobile 5. (2005). S. 38 – 39.
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haben. Jetzt kommt die Literatur ins Spiel. Sie bietet Hilfestellung, klärt Eltern und Kinder gleichermaßen auf und bietet Gesprächsstoff.
4) Das Thema Tod im Bilderbuch
Gerade kleine Kinder, die noch nicht lesen können, verstehen das Thema Tod oft nicht. Hier bieten Bilderbücher eine gute Hilfe zur Aufklärung und Angstbewältigung. Ich habe für diese Arbeit mehrere Bilderbücher und Bildergeschichten herausgesucht, von denen ich meine, dass diese am ehesten geeignet sind um mit kleinen Kindern über das Thema Tod zu sprechen. Sie haben anschauliche Bilder und Texte, die nicht zu schwer zu verstehen sind. Vor allem aber sind sie relativ kurz und überanstrengen somit das Kind nicht.
Allen Bilderbüchern zum Thema Tod ist gemein, dass sie über Bilder verfügen, die von den Kindern beschrieben und hinterfragt werden können. Diese Bilder passen auch immer zu dem Stück Text, bei welchem sie eingefügt worden sind und veranschaulichen den gerade gehörten Text des Buches. Dieses macht ein Verstehen auch für kleinere Kinder einfacher. Die Kinderbücher versuchen immer wieder deutlich zu machen, dass der Tod etwas Trauriges aber Alltägliches ist. Er gehört zum Leben und niemand ist schuld, dass ein bestimmter Mensch stirbt. Zwei der Bücher, „Tod und Sterben Kindern erklärt“ sowie „Von Sterben, Tod und Beerdigung den Kindern erzählt“, eignen sich besonders, um nicht nur die Thematik des Todes, sondern auch die der Beerdigung und der Traditionen der Kirche rund um das Thema Sterben zu erklären. Diese beiden Bücher sind also sehr geeignet um den Kindern vor dem Gang in die Kirche die nötigen Informationen zu geben, damit sie sich nicht ängstigen. Weitere zwei Bücher, „Abschied von Rune“ und „Du wirst immer bei mir sein“ erzählen die Geschichte eines Abschieds durch einen Unfall. Beide Personen die gestorben sind, waren noch sehr jung und es ist wichtig den Kindern klar zu machen, dass es vorkommen kann, dass jemand stirbt, auch wenn er nicht das Alter der Großeltern hat. Oft eben auch ohne Vorwarnung und für alle sehr plötzlich. Die letzten drei Kinderbücher, „Opa kommt nicht wieder“, „Abschied von Tante Sofia“ und „Leb wohl, lieber Dachs“ behandeln den Tod, den Kinder am ehesten verstehen können, nämlich den Alterstod. In beiden Fällen ist die Person, die stirbt sehr alt und hat sein Leben gelebt. Der Abschied fällt zwar deswegen nicht leichter, ist jedoch eher verständlich.
Bücher zum Thema Krankheit und Tod habe ich bewusst nicht ausgewählt, da dies den Rahmen meiner Hausarbeit überziehen würde.
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Ina Hartmann, 2006, Das Thema Tod in der heutigen Kinder- und Jugendliteratur - Wie Literatur versucht einen Beitrag zur Bewältigung von Angst und Trauer zu leisten , Munich, GRIN Publishing GmbH
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Die Todesthematik in der Kinder- und Jugendliteratur
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