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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. 2 Die Gartentypen des Mittelalters 2
2.1. Allgemeines 3
2.2. Der Herber oder Kleiner Dekorativer Garten 4
2.3. Der Obstgarten 5
2.4. Der Lustgarten 6
3. Der Mittelalterliche Klostergarten 7
3.1 Merkmale des Mittelalterlichen Klostergartens 7
3.2. Der Klostergarten von St Gallen 8
3.2.1. Anlage des Klostergartens 8
3.2.2. Der Kreuzganggarten 11
3.2.3. Der Kräutergarten 13
3.2.4. Der Gemüsegarten 14
3.2.5. Der Obstgarten und Friedhof 15
4. Fazit 16
5. Bibliographie 18
Der Garten. Beinahe jeder kennt ihn in der einen oder anderen Form, er ist in der heutigen Zeit etwas Alltägliches, ein fester Bestandteil des Lebens, der kaum noch wegzudenken ist.
Allerdings gelangte der Garten in all seinen Formen und Facetten nicht erst in der Gegenwart zu solch großer Beliebtheit. Bereits vor Tausenden von Jahren wurden im antiken Rom und Griechenland Gärten und Gartenanlagen erschaffen, sei er zur privaten oder öffentlichen Nutzung, und auch im Mittelalter wurden verschiedenste Arten von Gärten angelegt. Einer dieser mittelalterlichen Gartentypen soll der Fokus dieser Seminararbeit sein. Der Garten im Mittelalter war sowohl Luxusgut, Nutzfläche, aber auch Erholungsraum, je nachdem zu welchem Zweck oder von wem er angelegt wurde. Dementsprechend existierten verschiedenen Gartentypen, die in ihrer Funktion und in ihrem Aufbau mitunter deutlich variierten. Der erste Teil dieser Arbeit wird sich daher der Erläuterung der wichtigsten mittelalterlichen Gartentypen widmen.
Im weiteren Verlauf wird genauer auf eine Sonderform des mittelalterlichen Gartens eingegangen werden – den Klostergarten. Dieser ist von besonderem Interesse, da er verschiedene mittelalterliche Gartentypen und deren Funktionen in sich vereint, und dadurch eine Sonderstellung unter den Gärten des Mittelalters einnimmt. Das Beispiel des Klosterplans von St. Gallen soll hierbei zur Illustration eines mittelalterlichen Klostergartens herangezogen werden.
2. Die Gartentypen des Mittelalters
Der Klostergarten, welcher im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen soll, ist einer der wohl bekanntesten und am häufigsten mit dem Mittelalter assoziierten Gartentypen. Allerdings war der Klostergarten bei weitem nicht der einzige Vertreter der Gartenkultur jener Zeit, auch wenn er heute nahezu der einzige
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mittelalterliche Gartentyp ist, der noch mehr oder weniger unversehrt erhalten werden konnte.
Aus diesem Grund soll dieses erste Kapitel dazu genutzt werden, die wichtigsten mittelalterlichen Gartentypen, welche besonders der Erholung dienten, kurz vorzustellen und zu erläutern, um ein umfassenderes Bild der Gartenkultur des Mittelalters zu präsentieren. Zudem sollen auch einige der wichtigeren mittelalterlichen Nutzgärten kurz genannt werden.
Die folgenden Ausführungen sind zudem auch für das Verständnis des mittelalterlichen Klostergartens von Bedeutung, da dieser in der Regel eine Verschmelzung diverser unterschiedlicher Gärten war. So waren die im Folgenden zu besprechenden Gartentypen nicht nur separat, sondern oftmals auch als Bestandteil eines Klostergartenkomplexes zu finden.
Allerdings muss einleitend gesagt werden, dass die Rekonstruktion von mittelalterlichen Gärten ein schwieriges Unterfangen ist, da mit Ausnahme der Klostergärten so gut wie keine Anlagen aus jener Zeit erhalten geblieben sind. Ein Großteil der Informationen, welche zur Bestimmung des Aufbaus und des Aussehens der Gärten genutzt wurden, mussten daher aus sekundären Quellen gewonnen werden, zum Beispiel aus erhaltenen Kunstwerken, aus schriftlichen Quellen oder aus archäologischen Funden, welche Aufschluss über erhaltenen Reste mittelalterlicher Gärten liefern. Mit Hilfe solcher Quellen war es möglich, den Aufbau mittelalterlicher Gärten relativ zuverlässig zu rekonstruieren. 1 Im Folgenden sollen nun drei der wichtigsten überlieferten mittelalterlichen Gartentypen vorgestellt werden, welche vor allem im englischen Raum weite Verbreitung fanden.
2.2. Der Herber oder Kleiner Dekorativer Garten
Der kleinste der drei Gartentypen war in England unter dem Namen Herber bekannt. Es handelte sich dabei um einen dekorativen Garten oder Kräutergarten, der in der Regel nicht mehr als einen Morgen umfasste, und der mit den verschiedensten Kräutern und Blumen bepflanzt war. Mitunter konnten sich auch schattenspendende Bäume, sowie Sitzgelegenheiten und ein kleiner Brunnen darin befinden. 2
1 Vgl. Sylvia Landsberg, The Medieval Garden (London: British Museum Press, c1995) 4.
2 Vgl. Landsberg 13.
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Wie bei den meisten Gärten können aber auch hier keine universellen Angaben zum Aufbau gemacht werden. Tatsächlich gab es den Herber in etlichen Variationen, wie zum Beispiel als eine Art Doppelgarten, bei welchem zwei Herber nebeneinander platziert und nur durch eine Zaun mit Durchgang voneinander getrennt wurden. Dabei wurde eine Gartenhälfte für das Anlegen von Beeten genutzt, während die andere aus Wiese, Bäumen, Sitzgelegenheiten und eventuell einem Brunnen und dergleichen bestand. 3 Vermutlich wurde der Herber größtenteils zur Entspannung und Erholung genutzt, allerdings wurden dort mitunter auch nützliche Heilkräuter angebaut, wodurch er sowohl als Lust-, als auch als Nutzgarten angesehen werden kann. Hinzu kommt, dass der Herber sich vermutlich aufgrund seiner geringen Größe bei den weniger vermögenden Gesellschaftsschichten besonderer Beliebtheit erfreute. 4
2.3. Der Obstgarten
Der zweite mittelalterliche Gartentyp, der hier vorgestellt werden soll, ist der Obstgarten, der mit 1-4 Morgen bereits etwas größer ist als der Herber, und entfernt mit den heutigen Obstgärten verglichen werden kann. 5 Es existieren leider kaum überlieferte Abbildungen von mittelalterlichen Obstgärten, eine brauchbare Beschreibung konnte jedoch durch schriftliche Quellen gesichert werden. Obstgärten waren demnach oft von einem Graben, sowie von Hecken aus Rosen, Weißdorn oder Bäumen begrenzt. Der gepflügte, geharkte, und geebnete Boden war mit Obst- und Nussbäumen bepflanzt, die in Reihen im Abstand von 16-20 Fuß angelegt waren, mit dazwischen angebrachten Weinreben. Zudem wurden Elemente wie Spaliere, Gartenlauben oder überdachte Durchgänge hinzugefügt, welche häufig mit Kletterpflanzen versehen wurden, sowie rechtwinklig angelegte, mit Sand oder Rasen bedeckte Wege. Davon abgesehen waren Obstgärten mitunter oft zusätzlich von Palisaden oder Wassergräben umgeben, um die Ernte vor wilden Tieren zu schützen. 6 Quellen zufolge musste ein Obstgarten laut Gesetz mindestens 12 Bäume beinhalten. Infolgedessen kann der kleinstmögliche Obstgarten etwa
3 Vgl. Landsberg 16.
4 Vgl. Landsberg 13.
5 Vgl. Landsberg 13.
6 Vgl. Landsberg 16-17.
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Nadja Litschko, 2005, Der Mittelalterliche Klostergarten, Munich, GRIN Publishing GmbH
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der Speiseplan.
Mir fehlt der Speiseplan in dem Buch oder was immer das auch für ein Auszug war. In der 7. Klasse haben die Schüler in Geschichte und Religion das Thema: "Klöster" u.A. auch den Speiseplan, der nirgens im Internet zu finden ist.
on Saturday, November 22, 2008-