Inhaltsverzeichnis 1
Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 2
2 Hauptteil 3
2.1 Analogie 3
2.2 Metapher 5
2.2.1 Die argumentative Metapher nach Perelman 7
2.2.2 Schwierigkeiten im Gebrauch der argumentativen Metapher 9
2.3 Korpusanalyse 10
2.3.1 Politische Rede 10
2.3.2 Zeitungsartikel 13
2.3.3 Werbung 15
3 Schluss 18
4 Literaturverzeichnis 19
4.1 Korpus 19
4.2 Sekundärliteratur 20
Einleitung 2
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Analogie und Metapher als Mittel zur Stützung einer These. Das Ziel der Arbeit ist es zu klären, ob Analogien und Metaphern bestimmte Funktionen in der französischen Argumentation haben. Dazu leitet zunächst ein theoretischer Teil in die Problematik ein. Die Kapitel 2.1 und 2.2 beschäftigen sich mit dem Stand der Forschung auf diesem Gebiet.
Das Kapitel 2.1 ist dabei kurz gehalten, es dient zur Einführung in die Problematik der Analogie, auf die das Kapitel 2.2 über die Bildung und Verwendung der Metapher aufbaut.
Zunächst bietet eine diachrone Analyse der Metapherntheorie von Aristoteles über Stephen Ullmann, George Lakoff und Mark Johnson bis hin zu Michael Pielenz einen Überblick über den Funktionswandel der Metapher.
Ein Schwerpunkt liegt im darauffolgenden Kapitel auf der Arbeit von Chaïm Perelman, der eine klare Abgrenzung zwischen Analogie und Metapher vornimmt und den Unterschied zwischen poetischer und argumentativer Metapher erläutert. Die Werke der o.g. Sprachwissenschaftler sind besonders geeignet, da die Autoren sich kritisch mit der Metapherntheorie auseinandersetzen und neue Erkenntnisse über den Stand der Forschung publizieren.
Das Kapitel 2.3 besteht aus einer synchronen Sprachanalyse eines selbst erstellten Korpus. Um zu zeigen, dass argumentative Metaphern in verschiedenen Sprachbereichen vorkommen, wurden für die Analyse drei Textsorten ausgewählt; die politische Rede, Zeitungsartikel und Werbetexte aus Frauenmagazinen.
Aufgrund des beschränken Umfangs der Arbeit, können die o.g. Textsorten nur auszugsweise analysiert werden, außerdem ist eine Auswertung weiterer Textsorten leider nicht möglich.
Bei der Analyse, wie in der gesamten Arbeit, liegt ein Schwerpunkt auf der Verwendung metaphorischer Elemente. Der Unterschied zwischen Analogie und Metapher soll jedoch, wie im Kapitel 2.2.1 erläutert, deutlich werden.
Die Korpusanalyse soll zeigen, inwiefern die in den vorherigen Kapiteln erläuterten Theorien in der Praxis Anwendung finden und es soll geklärt werden, ob Metapher und Analogie eine bestimmte Funktion in den analysierten Genres zukommt.
Hauptteil 3
2 Hauptteil
2.1 Analogie
Obwohl die Analogie als essentieller Faktor der Erfindung angesehen wurde, wurde sie zunächst misstrauisch betrachtet, als man aus ihr ein Beweismittel machen wollte. Einige Philosophen wie z.b. Plato oder Thomas von Aquin sahen die Analogie als spezifischen und unverzichtbaren Typus des Folgerns.
Empirische Denker hingegen, sehen in der Analogie nur die Aussage einer sehr ungenauen Vergleichbarkeit, deren einziger Wert darin besteht, Anlass zur Formulierung von Hypothesen zu geben, die dann durch Induktion bestätigt werden müssen. Die Analogie selbst kann ihrer Meinung nach jedoch keinen Eingang in die Formulierung wissenschaftlicher Ergebnisse bieten.
Perelman ist der Meinung, dass die Tatsache, dass die Analogie uns eine Hypothese einer anderen vorziehen lässt, zeigt, dass sie einen argumentativen Wert besitzt und somit in argumentativen Studien eingeschlossen werden muss.
In der Linguistik befasst sich die Analogie mit der Ähnlichkeit zweier Relationen zueinander und nicht, wie in der Mathematik, mit der Gleichheit der Beziehungen. Perelman definiert die allgemeine Struktur der Analogie folgendermaßen:
„A est à B ce que C est à D.“ 1
Das Paar AB, das die Konklusion trägt, wird hierbei als Thema der Analogie (thème) bezeichnet, das Paar CD, das dazu dient, die Begründung zu stützen, wird als Träger der Analogie (phore) bezeichnet. 2 Das Thema dieser Analogie soll durch das bereits Bekannte, den Träger, erhellt, strukturiert und bewertet werden.
Die Analogie soll dazu beizutragen, dass einer oder ggf. beide Begriffe des Themas bestimmt werden. Dies ist besonders häufig bei der Analogie mit drei Begriffen der Fall. Perelman definiert die Struktur dieser Analogie folgendermaßen:
« B est à X, comme C est à B. » 3
1 Perelman, Chaïm/ Olbrechts-Tyteca, Lucie., Traité de l’argumentation, 1976, S. 500. 2 Vgl. Ders., S. 501.
3 Ders., S. 515.
Hauptteil 4
Die Bereiche der Analogie dürfen nicht wie in der mathematischen Relation homogen sein, sie müssen aus verschiedenen Domänen stammen, damit das Ziel, das Thema durch den Träger zu erhellen, erfüllt werden kann. Sobald die gegenübergestellten Relationen aus derselben Domäne stammen, fällt diese argumentative Struktur nicht mehr in den Bereich der Analogie, sondern nimmt die Struktur eines Beispiels oder einer Illustration an.
Im Gebrauch der Analogie werden bestimmte Bezüge, die die Konklusion stützen, in den Vordergrund gerückt und andere, die für die Konklusion irrelevant sind, werden außer Acht gelassen.
Ist das Ziel der Analogie, etwas Unbekanntes durch ein bekanntes Phänomen zu erläutern, erreicht, kann die Analogie aufgegeben werden. Das Thema, das nun erhellt ist, kann inzwischen unabhängig vom Träger der Analogie weiter bearbeitet werden.
Um die hervorgebrachte These, die durch eine Analogie illustriert wurde, zu kritisieren, muss man diese entweder so umformen, dass sie den eigenen Vorstellungen entspricht oder sie durch eine andere Analogie, die für angemessener gehalten wird, ersetzen.
Hauptteil 5
2.2 Metapher
Bereits in der Antike wurde die Metapher als rhetorisches Mittel verwendet. Sie war zunächst klassischer Gegenstand der Rhetorik, der historischen Semantik, der Textlinguistik und der Literaturwissenschaft.
Aristoteles definierte die Metapher in seiner Poetique als:
„die Übertragung eines Wortes (das somit in uneigentlicher Bedeutung verwendet wird), und zwar entweder von der Gattung auf die Art, oder von der Art auf die Gattung, oder von einer Art auf die andere, oder nach den Regeln der Analogie.“ 4 Seither beschäftigen sich viele Literatur- und Sprachwissenschaftler mit diesem häufig verwendeten sprachlichen Mittel und ordnen der Metapher unterschiedliche Funktionen bei, die im Folgenden zusammengefasst werden sollen.
Stephen Ullmann beschreibt die unterschiedlichen Funktionen der Metapher. Zunächst greift er auf die klassische Definition „la métaphore est en dernière analyse une comparaison en raccourci“ 5 zurück, die er dann später durch den Einfluss der modernen Semantik erweitert. „L’étude de la métaphore a été poussée si loin par la rhétorique et la stylistique classiques ainsi que par la sémantique moderne.“ 6 Auch Harald Weinrich analysierte die Funktion der Metapher. Er führte die Begriffe Bildempfänger und Bildspender ein. 7 Bei der Übernahme eines Begriffes aus einem bereits bekannten Bereich, dient dieser Bereich als Quelldomäne und der Begriff als Bildspender. Der Bereich, auf den wir den Begriff dann anwenden, ist die Zieldomäne und der Gegenstand, auf den wir den Begriff anwenden, ist der Bildempfänger. Die Art von Metaphern, die durch diese Übertragung eines Bildes aus einem Bereich in einen andern entstehen, nennt man Konzeptmetaphern. 8
4 Aristoteles, Poetik, 1457b.
5 Ullmann, Stephen, S.277.
6 Ders., S.278.
7 Vgl. Weinrich, Harald, Sprache in Texten, 1976.
8 Vgl. Blank, Andreas, Einführung in die lexikalische Semantik, 2001, S. 76.
Quote paper:
Anja Krechel, 2004, Die Funktion von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Ermittlung der Kreiszahl Pi und Umfang des Kreises
Mathematics For Pre-University Students
Lesson Plan, 29 Pages
Das Erzählen - eine Transkriptanalyse
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Scholary Paper (Seminar), 15 Pages
Heterogenität in der Schule - Modelle zum Umgang mit Heterogenität in ...
Pedagogy - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 15 Pages
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Diploma Thesis, 40 Pages
Ist das Deutsche Sozialsystem noch sozial? Probleme mit der "Hart...
Termpaper, 22 Pages
Die Reform der Lehrerausbildung - Defizite der Lehrerausbildung in D...
Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Scholary Paper (Seminar), 11 Pages
Der Gesundheitsfonds: Eine goldene Kompromissformel
Business economics - Economic Policy
Diploma Thesis, 88 Pages
Kompetenzentwicklung vs. Qualifikation
Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 41 Pages
Bildungsstandards vs. Kompetenzstandards
Business economics - Didactics, Economic Pedagogy
Termpaper, 16 Pages
Zur Aktualität der aristotelischen Metaphysik anhand einer philosophis...
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Scholary Paper (Seminar), 27 Pages
Patient Relationship Management
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 21 Pages
Arztpraxen als Wirtschaftsunternehmen - Mehr Erfolg durch Praxismarket...
Scholary Paper (Seminar), 21 Pages
Die Einführung von Bildungsstandards in der Bundesrepublik Deutschland...
Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 20 Pages
Der Kompetenzbegriff und seine Vorläufer
Lösungen für das Problem der o...
Pedagogy - Science, Theory, Anthropology
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 20 Pages
Welche Finanzierung der GKV ist aus ökonomischer Sicht ratsam: Gesundh...
Diploma Thesis, 92 Pages
Motive, Formen und Auswirkungen des Protektionismus
Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
Scholary Paper (Seminar), 24 Pages
Möglichkeiten und Grenzen des ...
Communications - Public Relations, Advertising, Marketing
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Techniken und Inhalte des literarischen Erzählens in Wilhelm Raabes ...
German Studies - Modern German Literature
Termpaper, 12 Pages
French - Pedagogy, Didactics, Literature Studies: Die Funktion von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation is now available as a printed book
Anja Halber, geb. Krechel has published the text Die Funktion von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation
Anja Halber, geb. Krechel has uploaded a new text
Die Rezeption Der Mittelalterlichen Sprachphilosophie in Der Theologie...
Seung-Chan Park, S-C Park
Le Merveilleux Accord de L'Homme Et de Dieu. Etude de L'Analogie de L'...
G. de Schrijver, Deaschrijver Ag
J.S.K. Architekten.Vision and Function-Gestaltete Funktion
Gestaltete Funktion / Vision a...
Geoffrey Steinherz
Innovative Analogien in der Praxis der Produktentwicklung
Mit einem Geleitwort von Prof....
Katharina Kalogerakis
0 comments