Martin-Luther-Universität Halle, Proseminar: Tugendethik
Semester: Wintersemester 2005/06, 1. Semester
Aristoteles Nikomachische Ethik
von: Jennifer Meyer
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Aristoteles „Nikomachische Ethik“
2.1 Leben und Wirken
2.2 Nikomachische Ethik
3. Die Tugendlehre bei Aristoteles
3.1 Tugendbegriff
3.2 dianoethische und ethische Tugenden
4. Rolle der Klugheit mit Anmerkungen zur Glückseligkeit
4.1 Klugheitsbegriff
4.2 Klugheit in Verbindung mit der Glückseligkeit
4.3 Unterscheidung der Klugheit von anderen Wahrheitsvermögen der Seele
5. Schlussbemerkung
6. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Im Werk die „Nikomachische Ethik“ von Aristoteles gilt die Klugheit als zentrale Tugend, da keine Handlung und keine Tugend ohne sie auskäme. Im Verlauf der Arbeit möchte ich zeigen, was gerade diese Tugend zu einer so besonderen macht. Hierfür werde ich nach einer kurzen Einleitung zu Aristoteles Leben und seinem Werk auf die Tugendlehre des Aristoteles hinweisen und seine Aufteilung in dianoethische und ethische Tugenden näher erläutern. Nun werde ich mich dem Klugheitsbegriff zuwenden und klären ob er wirklich so wichtig ist, für das Modell der Aristotelischen Tugendlehre. Um die Frage zu beantworten, welche Rolle der Klugheitsbegriff zum Erlangen der Glückseligkeit spielt, werde ich auf die Zusammenhänge von Glückseligkeit und Klugheit zu sprechen kommen und sie erläutern. Abschließend werde ich, um die Differenziertheit der Klugheit näher zu beleuchten, die von Aristoteles genannten Wahrheitsvermögen der Seele unter dem Aspekt ihrer Ähnlichkeit mit der Tugend der Klugheit beleuchten.
2. Aristoteles „Nikomachische Ethik“
2.1 Leben und Wirken
Aus den zunächst schlicht anmutenden Fragen, was „das Seiende als Seiendes“ und was seine Wahrheit sei, entwickelte Aristoteles vor etwa 2400 Jahren ein Denken, das die gesamte Abendländische Kultur bestimmte und bis heute noch bestimmt. Aristoteles ist der Begründer der philosophischen Disziplinen Metaphysik, Logik, Naturphilosophie und Ethik1. Er wurde 384 v. Chr. in Stagira auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidike geboren. Er wuchs dort in wohlhabenden Verhältnissen auf. Schon früh, als Siebzehnjähriger ging er zu Vervollkommnung seiner Ausbildung nach Athen an die Akademie Platons. Auf Lesbos erreichte ihn 343 v. Chr. der Ruf des makedonischen Königs Philipp II. an den königlichen Hof in Pella, und wurde dort Lehrer von Alexander dem Großen. 322 v. Chr. floh Aristoteles ins Exil und starb in Euböa.
Aristoteles soll 400, manche sprechen von 100 Bänden hinterlassen haben. Er hat zu allen Wissenschaften, die er betrieben hat Schriften hinterlassen. Wie zu den Wissenschaften Astrologie, Physik, Psychologie und viele andere mehr. Diese wurden von Andromikos systematisch geordnet und verzeichnet. Die erste Abteilung ist die Logik mit sechs Schriften. Darauf folgt die theoretische Wissenschaft mit acht Schriften. Die dritte Abteilung ist die praktische Wissenschaft zu der auch die Ethik gehört, in diese ist dann auch die „Nikomachische Ethik“ um die es hier geht einzuordnen. Sie wurde nach seinem Sohn Nikomachos benannt. Zur aller Letzt fehlt noch die vierte Abteilung, mit den ästhetischen Werken, wie Rhetorik und Poetik.2
2.2 „Nikomachische Ethik“
[...]
1 Vgl. Schülerduden Philosophie 2. völlig neu bearbeitete Auflage herausgegeben und bearbeitet von der Redaktion Schule und Lernen, Dudenverlag Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich S.40
2 Vgl. Vogt Matthias, Philosophie, Dörfler Ratgeber, S.55-57
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Jennifer Meyer, 2006, Aristoteles Nikomachische Ethik, Munich, GRIN Publishing GmbH
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