Inhaltsverzeichnis
1 Was ist Soziologie 3
2 Was sind Theorien 3
3. Wozu soziologische Theorie
3.1 Was sind soziologische Theorien 4
3.2 Symbiose von Theorie und Praxis 4
3.3 Werturteile in den Wissenschaften 5
3.4 Recours auf Klassiker der Soziologie 6
Literaturverzeichnis 8
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1. Was ist Soziologie? Die Bezeichnung Soziologie ist ein „etymologischer Bastard“ (Endruweit 1989), da sie sich aus dem lateinischen Wort socius (Gefährte, Bundesgenosse, Geschäftspartner) und dem griechischen Wort logos (Wort, Vernunft) zwitterhaft zusammensetzt. Eingeführt wurde dieser Begriff durch Auguste Comte, dessen Terminus die ältere Bezeichnung „Physique sociale“ ablöste.
Die Soziologie ist „eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären“ (Weber 2005) will. Gegenstand der Soziologie sind also soziale Phänomene, d. h., sie erklärt das Soziale. Hier unterscheidet sich die Soziologie noch nicht grundlegend von anderen Wissenschaften, auch Politikwissenschaft, Ökonomie oder die Geschichtswissenschaften haben soziale Phänomene als Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Forschung. Die Soziologie hebt sich jedoch von allen anderen Wissenschaften dadurch ab, dass sie nicht nur soziale Phänomene zum Gegenstand hat, sondern dass sie die Gesellschaft als „Realität sui generis“ (Durkheim 1988) begreift und ihre Erklärungen auf die gesellschaftliche Bedingtheit der Phänomene zurückführt. Die ihr besondere Methodik ist also, dass sie durch das Soziale erklärt. Je nach Erkenntnisinteresse ist der soziologische Erklärungsbereich entweder auf das konkrete Handeln einzelner Akteure oder aber auf gesellschaftliche Ganze ausgerichtet und aus diesem heraus kausal erklärend.
2. Was sind Theorien?
Theorien sind Systeme logisch widerspruchsfreier und empirisch überprüfbarer Aussagen über die Wirklichkeit. Aus den in ihnen enthaltenen Basisannahmen lassen sich weitere Aussagen ableiten.
Theorien sind kausal oder funktional erklärende Aussagen vom Allgemeinen hin zum Besonderen. Sie dienen der Loslösung von Subjekten und Objekten. Durch ein möglichst hohes Maß an Universalisierung bzw. Generalisierung soll
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Theorie intersubjektive Nachprüfbarkeit gewährleisten sowie für möglichst viele Menschen verwendbar werden.
3. Wozu soziologische Theorie? 3.1 Was sind soziologische Theorien?
Im Sinne erfahrungswissenschaftlicher Forschung ist Theorie generell jeder Versuch, in generalisierender und kausal oder funktional erklärender Weise, über einen bestimmten Wirklichkeitsausschnitt Auskunft zu geben. Das dritte Bestimmungsmerkmal (anspruchsvoller) soziologischer Theorie ist ihre Abstraktheit. Je allgemeiner die Theorie, desto weniger eingänglich, desto kontraintuitiver ist ihr Inhalt, was in der Tatsache begründet liegt, dass sie mehr als eine Summe aus ihr ableitbarer Erfahrungstatsachen darstellt.
Soziologische Theorie ist entweder mikroperspektiv auf das konkrete Handeln einzelner Akteure oder aber makroperspektiv auf das gesellschaftliche Ganze ausgerichtet sein und aus diesem heraus erklärend. So wird gesellschaftliche Wirklichkeit zum einen als ausschließlich empirische Verwirklichung menschlichen Handelns aufgefasst, zum anderen jedoch als eine überindividuelle transzendente Wirkungsmacht. Die Verbindung von Handlungs- (Mikro) und Strukturebene (Makro) stellt eines der Hauptprobleme (Mikro-Makro-Problem) soziologischer Theorieforschung dar.
Einen zweiten Hauptunterschied stellt der Grad der Generalisierung soziologischer Theorie idealtypisch dar. Nomothetische Theorien sind, wie die der Naturwissenschaften, raum- zeitlich unbeschränkt, idiographische Theorien hingegen nur in einem ganz bestimmten geschichtlich-kulturellen Rahmen.
3.2 Symbiose von Theorie und Praxis
Seit ihrer Begründung in der Sattelzeit, gekennzeichnet durch Französische Revolution einerseits und industrielle Revolution andererseits, versucht man,
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Arbeit zitieren:
Florian Karsch, 2005, Wozu soziologische Theorie?, München, GRIN Verlag GmbH
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