Inhalt
Vorwort 3
1. Individualpsychologie: Alfred Adler (1870 1937 ) 4
I. Was ist Individualpsychologie? 4
II. Biographie 4
III. Schlüsselwörter der Individualpsychologie: 7
1 ) Minderwertigkeit 7
2 ) Kompensation 8
3 ) Gemeinschaftsgefühl 8
4 ) Lebensstil 9
2. Analytische Psychologie: Carl Gustav Jung (1875 1961 ) 10
INNNNNNN Was ist analytische Psychologie? 10
II. Biographie 10
1 Schlüsselwörter der analytischen Psychologie: 12
1 ) Persönliches Unbewusstsein 12
2 ) Kollektives Unbewusstsein 13
3 ) Symbol 14
4 ) Traum 14
5 ) ICH-Bewusstsein 15
6 ) Selbst 16
7 ) Individuation 16
8 ) ICH-Werdung 16
Selbst-Verwirklichung 17
3. Zusammenfassung/ Abgrenzung zu Freud 18
Literatur: 20
2
Vo or rw wo or rt t V
Die Psychoanalyse war zu Beginn eine Triebpsychologie, sie wurde, ungefähr ab 1910, dann zu einer reinen Psychologie, in der organische Entwicklungen zwar noch in Gestalt des Triebbegriffs eine Rolle beibehielten, in der aber die psychische Welt das Wesentliche war: Phantasien, Wünsche und Vorstellungen. Sie stellen seitdem die Hauptgegenstände psychoanalytischen Forschens dar. Dabei grenzt sich Psychoanalyse als Tiefenpsychologie oder Psychologie des Unbewussten von der übrigen Psychologie ab. Sie befasst sich mit der Psychologie unbewusster Prozesse. Die gesamte Theorie der Psychoanalyse bezieht sich somit auf Prozesse rein psychischer Natur. Dazu gehören Angst und Abwehrmechanismen, Funktion und Struktur des ICH’s, die Objektbeziehungen, das Selbst sowie die Krankheitslehre (Psychopathologie: Psychosen, Neurosen, etc.). Nicht nur Sigmund Freud - der wohl bekannteste Entwicklungspsychologe, auch Erik Erikson, Alfred Adler, Carl Gustav Jung und viele andere waren erfolgreiche (bekannte) Psychoanalytiker, deren Grundsteine bis in die heutige Zeit reichen.
In der folgenden Hausarbeit werde ich mich den Theorien von Alfred Adler und Carl Gustav Jung näher zuwenden. Bei der Herangehensweise stellte ich mir vor allem folgende wichtige Fragen:
A. Adler und C. G. Jung waren Freud’sche Schüler. Wie kam es dazu, dass sich Adler und Jung von Freud abgrenzten? Welche Gründe führten zur „Trennung“ und was sind nun die wesentlichen Unterschiede der Theorien?
3
1. .
I
In nd di iv vi id du ua al lp ps sy yc ch ho ol lo og gi ie e: :
A
Al lf fr re ed d
A
Ad dl le er r
(
(1 18 87 70 0
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-
1
19 93 37 7) )
1
Der Begriff selbst leitet sich ab von dem lat. Wort individuus = unteilbar. Alfred Adler, bezeichnete damit eine unteilbare Ganzheit des Menschen; das „einheitliche Wesen“.
II. Biographie
Alfred Adler ist der Schöpfer der Individualpsychologie. Er kam am 07.02.1870 als zweiter Sohn in der Nähe von Wien zur Welt, wo er auch die meiste Zeit seines Lebens verbrachte. Bis zu seinem 4. Lebensjahr konnte A. Adler nicht laufen, denn er litt an Rachitis * . Während seines 5. Lebensjahres wäre er fast an Pneunomie ** gestorben.
Unter Beeinflussung seiner eigen erlebten „Organminderwertigkeit“ soll auch sein späteres theoretisches Konzept entstanden sein. 1888 begann A. Adler das Fach Medizin an der Universität in Wien zu studieren. Während seiner Studienzeit lernte er auch seine spätere Frau Raissa Timofeyewna kennen. Sie kam zum Studieren aus Russland nach Wien. 1895 machte A. Adler seinen Abschluss in Medizin, zwei Jahre später heiratete er.
Er gründete seine Arztpraxis in einem sozial schwächerem Viertel in Wien, gegenüber dem Prater, einem Unterhaltungspark. Ein Großteil seiner Patienten waren Zirkusartisten, darum wird vermutet, dass A. Adler deren ungewöhnlichen Fähigkeiten weitere Einsichten über organische Minderwertigkeit und ihrer Kompensation eröffnet haben (vgl. Furtmuller 1964). Weiterhin ließ A. Adler sich zum Augenarzt, Internisten und Neurologen ausbilden. Zur Begegnung mit Freud kam es dann 1902. Er arbeitete bis 1911 sehr intensiv mit Freud zusammen, wobei er immer Wert darauf legte, dass er kein Schüler, sondern ein Mitarbeiter Freuds sei. 1907 veröffentlichte A. Adler sein Werk „Studie über Minderwertigkeit von Organen“. Freud rühmte die Intelligenz und Ursprünglichkeit von Adler. Freud versuchte die in seinen Augen wohl originellen Adlerschen Gedankengänge in sein psychoanalytisches System zu integrieren. Sigmund Freud lud A. Adler zu den Diskussionsrunden der Gesellschaft ein und ernannte ihn zum Präsidenten der Wiener Gesellschaft der Psychoanalytiker und zum Co-Editor der Organisationszeitung. Im Gegensatz zu Freud, soll A. Adler das Leben eines kleinen Bürgers, fleißig, bescheiden und ohne groß von sich reden zu machen gelebt haben.
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Erst 1911 kam es zum Bruch mit Freud, da A. Adler später an der Ubiquität * des Ödipus-Komplexes, an der Libido-Theorie, am psychischen Determinismus ** , an der Wunscherfüllungs-Theorie der Träume und anderen Ansätzen von Freud zweifelte. Adler und neun weitere Mitglieder der Gesellschaft traten somit aus und gründeten die Gesellschaft Freier Psychoanalytiker. Diese Organisation wurde die Gesellschaft für individuelle Psychologie, auch „Individualpsychologische Vereinigung“ genannt. In der Zeit bis etwa 1933 publizierte A. Adler noch einige weitere Werke seiner Theorie.
Im 1. Weltkrieg diente Adler an der russischen Front und später in einem Kinderhospital als Militärarzt in der österreichischen Armee. Nach dem Krieg arbeitete er weiter an seiner individualpsychologischen Theorie und Praxis, die er immer mehr als ein Heilmittel für die an Machtwahn erkrankte Welt verstand. Außerdem war er in verschiedene Projekte involviert, u.a. in der Lehrausbildung und an Universitätskliniken. A. Adler versuchte zudem zusammen mit seinen Mitarbeitern das Wiener Schulwesen zu reformieren. Er wollte die starre Autorität in der Schule abbauen und die Schule zu einer Lerngemeinschaft machen, die auf gegenseitiger Unterstützung beruhen kann. In vielen Erziehungsberatungsstellen wurden Eltern, Lehrer, Ärzte und Sozialarbeiter anhand von Beispielen Möglichkeiten eines freieren Umgangs mit Kindern aufgezeigt. Bis dann 1931 die individualpsychologische Versuchsschule durch Oskar Spiel, Ferdinand Birnbaum und Franz Scharmer eröffnet wurde.
1926 zog es A. Adler das erste Mal nach Amerika, wo er verschiedene Vorlesungen hielt und eine Gastprofessur für Medizinische Psychologie an der Long Island College of Midicine - University in New York annahm. Seid Mitte der Zwanziger Jahre fand A. Adler immer mehr Anerkennung auf dem
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Anke Hartwig, 2004, Adler und Jung, die Abgrenzung zu Freud, Munich, GRIN Publishing GmbH
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