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Verlustnutzung deutscher Großunternehmen

Title: Verlustnutzung deutscher Großunternehmen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 61 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Fallscheer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Derzeit ist bundespolitisch wieder eine Diskussion über eine Unternehmensteuerreform für das Jahr 2008 in aller Munde. Auch wenn deren Eckpunkte zum heutigen Tag im Einzelnen noch nicht genau feststehen, so soll sie grundsätzlich eine rechtsformneutrale Besteuerung zum Ziel haben1. Betroffen wären somit auch die komplizierten Regelungen zur Verlustnutzung bei Personengesellschaften und Körperschaften.
Aufgrund der Komplexität der Thematik der Verlustnutzung soll die folgende Arbeit die verschiedenen, derzeit gesetzlich zulässigen Arten der Verlustnutzung im deutschen Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetz näher darstellen.
Hierfür werden unter Gliederungspunkt 2 die Regelungen zur Geltendmachung von Verlusten im Einkommensteuerrecht betrachtet. Unter Gliederungspunkt 3 wird dann auf die Regelungen zur Verlustberücksichtigung im Körperschaftsteuerrecht eingegangen. Dabei wird v.a. die Vorschrift des § 8 Abs. 4 KStG untersucht, die verhindern soll dass ein systemwidriger Verlustübertrag durch Mantelgesellschaften möglich wird. In Gliederungspunkt 4 wird anschließend kurz die Möglichkeit des Verlustabzugs im Gewerbesteuergesetz betrachtet, bevor in Gliederungspunkt 5 auf den in der Praxis wichtigen Fall der Verlustberücksichtigung während eines Organschaftsverhältnisses im Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrecht eingegangen wird.
Besonders erörtert werden dabei die Verluste vor Begründung des Organschaftsverhältnisses, da sich hierbei seit dem Erhebungszeitraum 2004 weitreichende Änderungen ergeben haben. In den Gliederungspunkten 6 und 7 soll neben den Grundsätzen der Besteuerung bei Personengesellschaften und Körperschaften zusammenfassend v.a. auf die Verlustnutzungsmöglichkeiten derer im Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerrecht näher eingegangen werden. Unter Gliederungspunkt 8 werden separat noch zusammenfassend die Möglichkeiten der Verlustnutzung im Gewerbesteuergesetz aufgezeigt. In Gliederungspunkt 9 wird kurz die Wahl der Unternehmensform unter der Prämisse der optimalen Verlustnutzung diskutiert werden. Abrunden soll die Arbeit unter Gliederungspunkt 10 ein zusammenfassendes Fazit sowie eine kurze Beurteilung der derzeitigen Rechtslage im Bereich der Verlustnutzung bei Unternehmen.

1 Vgl. Handelsblatt vom 04.05.2006, Nr. 086, S. 5, „Unternehmensteuerreform kommt pünktlich“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Verluste im Einkommensteuerrecht

2.1 Zielsetzung des Verlustausgleichs und des Verlustabzugs

2.2 Der Verlustabzug gem. § 10d EStG

2.3 Höhe und Durchführung des Verlustabzugs

2.3.1 Verlustrücktrag

2.3.2 Verlustvortrag

2.4 Verluste bei beschränkter Haftung gem. § 15a EStG

2.4.1 Verlustzurechnung bei Kommanditgesellschaften

2.4.2 Der Kommanditist und vergleichbare Unternehmer

2.4.3 Das Kapitalkonto und der Anteil am Verlust der KG

2.4.4 Regelungsinhalt des § 15a im Überblick

2.4.4.1 Grundtatbestand des § 15a EStG

2.4.4.2 Erweiterter Verlustausgleich bei überschießender Außenhaftung

2.4.4.3 Verrechnung mit späteren Gewinnen

2.4.5 Kritik am § 15a EStG

3 Verluste im Körperschaftsteuerrecht

3.1 Anwendung des § 10d EStG

3.2 Möglichkeit der Verlustnutzung durch Mantelkauf

3.2.1 Motive und Intentionen des § 8 Abs. 4 KStG

3.2.2 Rechtliche Identität

3.2.3 Wirtschaftliche Identität

3.2.3.1 Übertragung von mehr als 50 v.H. der Anteile

3.2.3.2 Zuführung von überwiegend neuem Betriebsvermögen

3.2.3.3 Unschädliche Zuführung neuen Betriebsvermögens im Sanierungsfall

3.2.4 Zeitlicher Anwendungsbereich

3.2.5 Umfang und Folgen des Ausgleichs- und Abzugsverbots

4 Verluste im Gewerbesteuerrecht

4.1 Verlustvortrag

4.2 Unternehmer- und Unternehmensidentität

5 Verluste im Organschaftsverhältnis

5.1 Begriffsdefinition

5.2 Tatbestandsmerkmale

5.3 Steuerliche Wirkungen von Verlusten bei der Organschaft

5.3.1 Organschaft im Körperschaftsteuerrecht

5.3.1.1 Vor- und Nachorganschaftliche Verluste im Körperschaftsteuerrecht

5.3.2 Organschaft im Gewerbesteuerrecht

5.3.2.1 Vor- und Nachorganschafltiche Verluste im Gewerbesteuerrecht

6 Verlustnutzung bei Personengesellschaften

6.1 Grundsätze der Besteuerung von Personengesellschaften

6.2 Mögliche Arten der Verlustnutzung und deren Folgen bei Personengesellschaften

7 Verlustnutzung bei Körperschaften

7.1 Grundsätze der Besteuerung von Körperschaften

7.2 Mögliche Arten der Verlustnutzung und deren Folgen bei Körperschaften

8 Verlustnutzung im Gewerbesteuergesetz

9 Wahl der Unternehmensform unter der Prämisse der optimalen Verlustnutzung

10 Schlussbetrachtung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die komplexen gesetzlichen Rahmenbedingungen und zulässigen Arten der Verlustnutzung für deutsche Großunternehmen im Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrecht systematisch darzustellen und zu analysieren.

  • Regelungen zum Verlustausgleich und Verlustabzug im Einkommensteuerrecht, insbesondere unter Berücksichtigung des § 15a EStG bei beschränkter Haftung.
  • Analyse der Verlustnutzung bei Körperschaften und die Restriktionen durch den sogenannten Mantelkauf (§ 8 Abs. 4 KStG).
  • Untersuchung der steuerlichen Verlustberücksichtigung im Kontext von Organschaftsverhältnissen.
  • Betrachtung der Verlustvortragsmöglichkeiten im Gewerbesteuergesetz.
  • Diskussion der optimalen Wahl der Unternehmensform unter dem Aspekt der steuerlichen Verlustnutzung.

Auszug aus dem Buch

2.4.5 Kritik am § 15a EStG

Der Vollzug der Regelung des § 15a EStG ist in den Fällen der Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich gem. § 4 Abs. 1, § 5 EStG im Grunde nachvollziehbar. Schwierigkeiten ergeben sich insoweit in den Fällen, in denen die Gewinne/Verluste durch Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung gem. § 4 Abs. 3 EStG zu ermitteln sind.

Die Ausgestaltung hat insofern zu einer recht massiven Kritik geführt, welche sich im Einzelnen wie folgt zusammenfassen lässt:

• Komplexität der Vorschrift einschließlich der Inkrafttretensregelungen,

• Unklarheiten und Ungereimtheiten, welche erst durch BFH-Rechtsprechung beseitigt werden konnten,

• Verstoß gegen das Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit,

• Verstoß gegen das Prinzip der Abschnittsbesteuerung,

• Verstoß gegen das Übermaßgebot.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Relevanz der Verlustnutzung im Kontext aktueller Steuerreformdiskussionen und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.

2 Verluste im Einkommensteuerrecht: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien des Verlustausgleichs und -abzugs nach dem Einkommensteuergesetz sowie die spezifischen Regelungen für beschränkt haftende Gesellschafter gemäß § 15a EStG.

3 Verluste im Körperschaftsteuerrecht: Der Schwerpunkt liegt hier auf der Anwendung des Verlustabzugs bei Körperschaften und den restriktiven Maßnahmen gegen die missbräuchliche Verlustnutzung durch den Erwerb von Mantelgesellschaften.

4 Verluste im Gewerbesteuerrecht: Dieses Kapitel behandelt die Besonderheiten des Verlustvortrags bei der Gewerbesteuer und betont die Notwendigkeit der Unternehmer- und Unternehmensidentität für den Abzug.

5 Verluste im Organschaftsverhältnis: Hier werden die steuerlichen Konsequenzen von Verlusten innerhalb von Organschaften im Körperschaft- und Gewerbesteuerrecht, insbesondere mit Blick auf die Änderungen seit 2004, dargestellt.

6 Verlustnutzung bei Personengesellschaften: Basierend auf dem Transparenzprinzip erläutert das Kapitel die Grundsätze der Besteuerung und die spezifischen Verlustnutzungsfolgen für Personengesellschaften.

7 Verlustnutzung bei Körperschaften: Dieses Kapitel vertieft das Thema der Verlustnutzung unter Berücksichtigung des Trennungsprinzips, welches eine Zurechnung von Verlusten auf Ebene der Anteilseigner ausschließt.

8 Verlustnutzung im Gewerbesteuergesetz: Hier erfolgt eine zusammenfassende Betrachtung der steuersystematischen Einordnung der Verlustabzugsregelung als Durchbrechung des Abschnittsprinzips im Rahmen der Gewerbesteuer.

9 Wahl der Unternehmensform unter der Prämisse der optimalen Verlustnutzung: Das Kapitel diskutiert die steuerstrategische Entscheidung zwischen der Gründung einer Personengesellschaft oder einer Körperschaft hinsichtlich der effizientesten Verlustverwertung.

10 Schlussbetrachtung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der komplexen Rechtslage und einem Ausblick auf zukünftige Reformnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Verlustnutzung, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Verlustausgleich, Verlustvortrag, § 15a EStG, Mantelkauf, § 8 Abs. 4 KStG, Organschaft, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Unternehmeridentität, Unternehmenssteuerreform, Steueroptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die komplexen gesetzlichen Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Nutzung steuerlicher Verluste im deutschen Ertragsteuerrecht für Personengesellschaften und Körperschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der allgemeine Verlustabzug, die spezifische Behandlung von Verlusten bei beschränkter Haftung, die Problematik des Mantelkaufs sowie die Verlustverrechnung im Rahmen von Organschaftsverhältnissen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die systematische Darstellung der derzeit gesetzlich zulässigen Methoden zur Verlustnutzung in den drei Hauptsteuerarten (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer), um einen Überblick über deren Komplexität zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung aktueller Gesetzestexte, einschlägiger BFH-Rechtsprechung und Fachkommentaren basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den Steuerarten und speziellen Strukturen, wobei insbesondere die Regelungen des § 15a EStG, des § 8 Abs. 4 KStG und die Auswirkungen von Organschaften detailliert analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verlustnutzung, Verlustausgleich, Verlustvortrag, Trennungsprinzip, Transparenzprinzip und die relevanten Paragraphen wie § 15a EStG und § 8 Abs. 4 KStG.

Wie wirkt sich die Einführung des § 15a EStG auf die Steuergestaltung aus?

§ 15a EStG begrenzt den Verlustausgleich bei beschränkt haftenden Gesellschaftern, um die Nutzung sogenannter Verlustzuweisungsgesellschaften zu verhindern, was die steuerliche Flexibilität in diesen Fällen deutlich einschränkt.

Welche Rolle spielt die Organschaft bei der Verlustnutzung?

Die Organschaft ermöglicht es, Verluste der Organgesellschaft mit Gewinnen des Organträgers innerhalb eines Konzernverbunds zu verrechnen, wobei seit 2004 verschärfte Regelungen für vororganschaftliche Verluste gelten.

Warum wird der Mantelkauf steuerlich so stark reglementiert?

Die Reglementierung durch § 8 Abs. 4 KStG soll verhindern, dass steuerliche Verlustvorträge von vermögenslosen Körperschaften durch den bloßen Verkauf der Unternehmensanteile (Mantelkauf) auf einen neuen Erwerber übertragen werden.

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Details

Title
Verlustnutzung deutscher Großunternehmen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,0
Author
Daniel Fallscheer (Author)
Publication Year
2006
Pages
61
Catalog Number
V61585
ISBN (eBook)
9783638550154
ISBN (Book)
9783640113248
Language
German
Tags
Verlustnutzung Großunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Fallscheer (Author), 2006, Verlustnutzung deutscher Großunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61585
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