Gliederung
1. Einleitung 3
2. Inhalt der Charta mit Bestandsaufnahme der Funktionen und Vorschläge 4
2.1. Wohnen 4
2.2. Arbeiten 6
2.3. Freizeit 7
2.4. Verkehr 7 Verkehr......................................................................................................................7
2.5. Historisches Erbgut der Städte 9
2.6. Grundsatzresolution 10
3. Fazit 11
Literaturverzeichnis............................................................................................................13
Abbildungsverzeichnis .......................................................................................................13
1. Einleitung
Die Charta von Athen ist ein städtebauliches Manifest, das 1933 auf Inititative des CIAM (Congrès Internationaux d’Architecture Moderne =Internationaler Kongress für neues Bauen) als Leitbild für den Städtebau der Zukunft verfasst und 1943 von Le Corbusier, zunächst anonym, als Konzept “der funktionellen Stadt” veröffentlicht wurde. Sonne, Licht, Luft und Hygiene kommen in diesem Manifest besondere Bedeutung zu. Als weitere wichtige städtebauliche Aspekte wurden der Einsatz moderner Techniken und Materialien sowie auch – und das ist das eigentliche Kernanliegen - die räumliche Trennung der vier Grundfunktionen des Menschen - Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr- gefordert. Jedoch wurde ebenfalls die Problematik um die Frage des richtigen Umgangs mit dem historischen Erbgut der Städte in der Charta von Athen diskutiert.
Ein entscheidender Bedeutungsgewinn der Charta war erst nach dem II. Weltkrieg zu verzeichnen. Die Charta von Athen als Grundlage für Modernes Bauen wurde in Deutschland in den 50ern in der -gegliederten und aufgelockerten Stadt– und in den 60ern in der –autogerechten Stadt- umgesetzt. Im Jahr 1960 wurden diese Gedanken einer funkionellen Stadt sogar im Bundesbaugesetz der BRD verankert. Jedoch blieb sie selbst auch nach ihrer Veröffentlichung in deutscher Sprache 1962 eher ein ideologisches Dogma denn ein Leitbild für die Praxis, trotzdem beeinflußte sie, oft mißinterpretiert, den Städtebau von der Nachkriegszeit bis heute.
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2. Inhalt der Charta mit Bestandsaufnahme der Funktionen und Vorschläge
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren in den meisten großen Städten die Lebensbedingungen für die Menschen zunehmend unerträglich geworden. Infolge der Industrialisierung stieg die Verschmutzung der Umwelt, die Arbeitsbedingungen waren hart, die Löhne gering und in den engen, meist mittelalterlichen Stadtkernen, herrschte eine quälende Überbevölkerung und breite Bevölkerungsschichten lebten unter unmenschlichen Bedingungen.
Die Charta von Athen hat die Lebensumstände der Bevölkerung in vielen Städten untersucht und versucht, Lösungsansätze und Vorschläge zur Verbesserung der vorgefundenen Situation, bezüglich der 4 Grundfunktionen – Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr- sowie der historischen Gebäudesubstanz, aufzuzeigen.
2.1. Wohnen
Die Untersuchungen u.a. Le Corbusiers auf diesem Gebiet brachten erschreckende Fakten zum Vorschein. Die Stadt war durch die Expansion der Industrie als Wohnort völlig ungeeignet geworden. Die Einwohnerdichten in den historischen Stadtkernen lagen bei bis zu 1500 Einwohnern pro Hektar ( lt. §9 Charta von Athen),die zulässige Dichte bei dieser Art der Bebauung, dh. Häuser bis maximal 6 Stockwerke liegt bei ca. 300 Einwohner pro Hektar. Folgen dieser Zusammenrottung von Menschen war die Entstehung von Elendsquartieren und damit verbunden ein ständiges Vorhandensein von Krankheitskeimen wie zum Beispiel die der Tuberkulose, welche wiederum durch das Fehlen von sanitären Einrichtungen und dem daraus folgenden Mangel an Hygiene resultierten.
Ein weiteres schwerwiegendes Problem war das unkontrollierbare Wachstum in und um die Städte. Die ohnehin schon spärlichen Grünflächen wurden versiegelt und das Wachstum an der Peripherie nahm ebenso expansive und ungewollte Ausmaße an. So wurden diese suburbanen Siedlungen, meist Hüttensiedlungen, Le Corbusier bezeichnet sie als “ Domäne armer Teufel”, ohne geregelte Anbindung an die Stadt gebaut und der Versuch diese einzugliedern wurde zu spät gewagt.
Das Wohnen bzw. der Wohnstandard/ -ort war zur Zeit dieser Erhebungen stark geprägt vom sozialen Stand des Stadtbewohners. Siedelte sich die Oberschicht in den Gunstlagen der Stadt wie Sonnenhängen, gut angebundenen Randlagen oder in besonders guten Naturlagen an, so blieben für die einfache Bevölkerung nur die Moloche, die schmutzigsten am dichtesten besiedelten Gebiete der Stadt, welche sich in der Nähe von
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Arbeit zitieren:
Christoph Schmahl, 2005, Die Charta von Athen, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Griechische Baukunst (dorisch, ionisch, korinthisch)
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