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Elternzeit und Männer

Ist es noch zeitgemäß, dass der Mann sich an der Elternzeit nicht beteiligt?

Titel: Elternzeit und Männer

Hausarbeit , 2006 , 41 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sven Sonntag (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die herkömmliche Rollenverteilung in der Familie zwischen Mann und Frau befindet sich im Wandel.
Rein rechtlich gesehen, darf der Mann genau wie die Frau die Elternzeit ganz oder teilweise in Anspruch nehmen. Dass für einen Großteil der Männer Elternzeit ein Fremdwort ist, liegt an vielerlei Gründen. Explizit werden in meiner Arbeit die Ergebnisse der Allensbach Untersuchung – siehe Abbildung 1, Seite 4 – verwendet, die die größte Schnittmenge anderer Untersuchungen bildet und zeitlich als aktuell anzusehen ist. Die Ursachen und Wirkungen der Ablehnungsgründe werden dabei unter volkswirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen und soziologischen Aspekten untersucht und erörtert.
Bei den volkswirtschaftlichen Ablehnungsgründen wird konkret der Frage der Entgeltverluste, die durch die Inanspruchnahme der Elternzeit für die Familie und die Einzelpersonen entstehen, nachgegangen.
Die Auswirkung der Elternzeit auf die Karrierechancen des Mannes wird in den betriebswirtschaftlichen Aspekten beschrieben. Es werden die Möglichkeiten eines männlichen Mitarbeiters dargelegt, seinen alten Arbeitsplatz nach Beendigung der in Anspruch genommenen Elternzeit in seinem Betrieb wieder zu erhalten. Im Folgenden werden die Auswirkungen der Inanspruchnahme der Elternzeit durch einen männlichen Mitarbeiter für den betroffenen Betrieb selbst besprochen. Im Einzelnen wird die Vertreterregelung näher betrachtet und es werden die Position des Betriebsrats und die Reaktionen der Betriebe - also die Reaktionen der Vorgesetzten und Personaler - dem Mitarbeiter gegenüber, der Elternzeit in Anspruch nehmen möchte, verdeutlicht.
Die soziologischen Gründe werden anhand der geschichtlichen Entwicklung unserer Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert näher erörtert – besonders der Umbruch seit dem letzen Weltkrieg, um dann die Reaktionen aus dem Umfeld des Vaters, der Elternzeit nimmt oder nehmen will, besser aufzeigen zu können. Denn negative wie positive Entscheidungen zur Inanspruchnahme der Elternzeit werden in vielen Fällen durch das soziale Umfeld beeinflusst, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben und die heutige Generation von Männern und Vätern prägen.
Zum Abschluss folgen eine Zusammenfassung und eine Stellungnahme von meiner Seite zu diesem Thema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ausmaß der Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter

2. Rechtliche Aspekte

2.1 Noch geltende Rechtslage

2.2 Rechtslage ab 1.1.2007

3. volkswirtschaftliche Aspekte

3.1 Einbußen im Familieneinkommen sind für Männer die wichtigsten Ablehnungsgründe

3.2 Elterngeld als Anreiz für Männer

3.1.1 Beispiel Deutschland

3.1.2 Beispiel Schweden

4. Betriebswirtschaftliche Aspekte

4.1 Karrierechancen des Mannes

4.2 Rückkehr nach der Elternzeit auf den alten Arbeitsplatz

4.3 Auswirkungen der Inanspruchnahme der Elternzeit durch einen männlichen Kollegen auf den Betrieb

4.4 Reaktion der Arbeitgeber auf die männliche Elternzeit

4.5 Einstellung des Betriebsrats zur Elternzeit

5. Soziologische Aspekte

5.1 Historische Entwicklung des männlichen Rollenverhaltens

5.1.1 Die Rolle des Mannes vom 18. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg

5.1.2 Die Rolle des Mannes von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart

5.2 Einstellung von Männern und Umfeld zur Elternzeit

5.2.1 Reaktionen des männlichen Umfeldes hängen von Geschlecht und Alter ab

5.2.2 In Eltern-Kind-Gruppen sind Männer immer noch Exoten

5.2.3 Elternzeit ist für die Männer selbst nicht normal

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für die geringe Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher, volkswirtschaftlicher, betriebswirtschaftlicher und soziologischer Aspekte, um zu klären, ob das traditionelle Rollenverständnis heute noch zeitgemäß ist.

  • Analyse des aktuellen Ausmaßes der Väterbeteiligung an der Elternzeit.
  • Untersuchung finanzieller Auswirkungen und Einflussmöglichkeiten des Elterngeldes.
  • Bewertung betrieblicher Barrieren und Karrierechancen für Väter.
  • Soziologische Einordnung des männlichen Rollenwandels und gesellschaftlicher Erwartungen.
  • Erörterung von Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter.

Auszug aus dem Buch

4.1 Karrierechancen des Mannes

Männer lehnen Elternzeit aus unterschiedenen Gründen ab. Nach einer Befragung (Allensbach - Abbildung 1 – Seite 4) gaben Männer folgende berufliche Ablehnungsgründe an:

- Väter, die Erziehungsurlaub nehmen wollen, befürchten oft berufliche Nachteile (74%)

- Weil die Väter im Beruf vorankommen wollen (55%)

Die berufsbezogenen Motive korrelieren mit dem Bildungsgrad. D.h. je höher ihr Bildungsgrad, desto häufiger lehnen Männer Elternzeit aus beruflichen Gründen ab.30 Denn diese Männer wollen beruflich mehr erreichen als sie bisher erreicht haben.31 Sie legen größeren Wert auf materielle Werte wie Wohlstand und Konsum.32

Die Angst der Männer ist nicht ganz unbegründet. Auf Anfragen antwortet die Mehrzahl der Betriebe, dass die Elternzeit sich negativ auf die Karrierechancen ihrer Mitarbeiter auswirken wird, insbesondere bei Mitarbeitern, die sich in Leitungsfunktionen befinden oder Spezialisten sind. Je länger sich der Mitarbeiter ohne Kontakt zum Betrieb in Elternzeit befindet, desto problematischer wirkt sich das in seinem beruflichen Werdegang aus. Um in den nächsten Jahren ihre Karrierechancen zu wahren, fühlen sich Mitarbeiter im mittleren Alter besonders gefährdet, Elternzeit zu nehmen. Für Mitarbeiter, die nicht höher aufsteigen können, kann die Elternzeit finanzielle Einbussen zur Folge haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Darstellung der Problematik der traditionellen Rollenverteilung und der Zielsetzung der Arbeit, die Ursachen für die geringe Väterbeteiligung an der Elternzeit zu beleuchten.

1. Ausmaß der Inanspruchnahme von Elternzeit durch Väter: Analyse statistischer Daten zur geringen Väterquote und Darlegung der allgemeinen Ablehnungsgründe von Männern.

2. Rechtliche Aspekte: Überblick über die geltende Gesetzeslage und Ausblick auf das neue Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz ab 2007.

3. volkswirtschaftliche Aspekte: Untersuchung finanzieller Hindernisse wie Entgeltverluste und der potenziellen Anreizfunktion des Elterngeldes im Vergleich zum schwedischen Modell.

4. Betriebswirtschaftliche Aspekte: Analyse betrieblicher Herausforderungen, der Auswirkungen auf Karrierechancen, der Reaktionen von Arbeitgebern und Betriebsräten auf Väter in Elternzeit.

5. Soziologische Aspekte: Erörterung der historischen Entwicklung des männlichen Rollenverhaltens und der soziokulturellen Reaktionen des Umfelds auf Väter, die Elternzeit nehmen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Empfehlungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter durch gesellschaftliche und betriebliche Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Elternzeit, Väter, Erziehungsurlaub, BEEG, Rollenverteilung, Karriere, Vereinbarkeit, Betrieb, Elterngeld, Soziologie, Wirtschaftsaspekte, Familienpolitik, Rollenwandel, Erwerbstätigkeit, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe, warum Männer in Deutschland nur selten Elternzeit in Anspruch nehmen, und hinterfragt, ob dieses Verhalten angesichts moderner gesellschaftlicher Strukturen noch zeitgemäß ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Aspekte, betriebswirtschaftliche Konsequenzen für die Karriere und die soziologische Entwicklung der männlichen Geschlechterrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Barrieren für Väter bei der Inanspruchnahme von Elternzeit zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Maßnahmen zu einer Erhöhung der Beteiligung von Vätern an der Kindererziehung beitragen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Auswertung bestehender repräsentativer Studien, insbesondere des Allensbach-Instituts, sowie auf eine Literaturanalyse zu rechtlichen und soziologischen Forschungsergebnissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der finanziellen Ablehnungsgründe, eine Analyse betrieblicher Auswirkungen wie Karrierechancen und Vertreterregelung sowie eine historische Betrachtung des Wandels der Väterrolle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Elternzeit, Väter, Rollenverständnis, Elterngeld, betriebliche Vereinbarkeit und gesellschaftlicher Wandel.

Wie beeinflusst das Elterngeld die Entscheidung der Väter?

Es dient als finanzieller Anreiz, um Einkommensverluste abzumildern, wobei laut der Arbeit besonders das Beispiel Schweden zeigt, dass gezielte Anreize die Inanspruchnahme durch Männer steigern können.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld für die Entscheidung?

Das soziale Umfeld, inklusive Vorgesetzter, Freunde und Familie, prägt die Entscheidung stark. Vorurteile über traditionelle Rollenbilder führen oft dazu, dass sich Väter rechtfertigen müssen oder berufliche Nachteile befürchten.

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Details

Titel
Elternzeit und Männer
Untertitel
Ist es noch zeitgemäß, dass der Mann sich an der Elternzeit nicht beteiligt?
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Veranstaltung
Ökonomie und Geschlechterverhältnis
Note
1,7
Autor
Sven Sonntag (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
41
Katalognummer
V61683
ISBN (eBook)
9783638550901
ISBN (Buch)
9783638668200
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elternzeit Männer Geschlechterverhältnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven Sonntag (Autor:in), 2006, Elternzeit und Männer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61683
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Leseprobe aus  41  Seiten
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