„Lernen mit Multimedia wird in naher Zukunft eine gleichberechtigte Alternative zu klassischen Formen des Lernens sein. Es werden virtuelle globale Lerngemeinschaften entstehen, die aus den unterschiedlichsten Teilnehmern bestehen, die miteinander intensiv kommunizieren, die multimediales Lernmaterial gemeinsam erstellen und bearbeiten, und in denen der Lehrer oder das Lernprogramm die Rolle eines Moderators oder Impulsgebers innehat.“
Die Aus- und Weiterbildung soll durch das Technologie-basierte e-Learning revolutioniert werden. In diesem Zusammenhang wird daher häufig von „Lernen im Wandel - Wandel des Lernens“ gesprochen. Lehren und Lernen wird sich durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) grundsätzlich verändern.
Inhaltlich setzt sich diese Seminararbeit zuerst mit dem menschlichen Lernprozess auseinander. Die verschiedenen Theorien der Lernpsychologie werden detailliert beschrieben und später in Zusammenhang mit Computer- und Web-basierten Lernmethoden gestellt. Neben der Definition des e-Learning-Begriffes werden die technischen Grundlagen und Anforderungen an eine e-Learning-Umgebung erörtert und mögliche Einsatzgebiete beschrieben. Die Arbeit endet mit einem kurzen Ausblick auf die künftige Entwicklung und einem Fazit hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten von e-Learning in der Aus- und Weiterbildung.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 DER MENSCHLICHE LERNPROZESS
2.1 LERNEN DURCH VERSTÄRKUNG / BEHAVIORISMUS
2.2 LERNEN DURCH EINSICHT / KOGNITIVISMUS
2.3 LERNEN DURCH ERLEBEN UND INTERPRETIEREN / KONSTRUKTIVISMUS
3 E-LEARNING AM BEISPIEL CBT/WBT
3.1 DEFINITION LERNEN UND E-LEARNING
3.2 E-LEARNING ARTEN UND TOOLS
3.3 BASISTECHNOLOGIEN: INFORMATIONS- U. KOMMUNIKATIONSTECHNIK (IKT)
3.3.1 Asynchrone Informations- und Kommunikationstools
3.3.1.1 Elektronische Mailsysteme: e-Mail
3.3.1.2 Diskussionsforen
3.3.1.3 World Wide Web (WWW)
3.3.2 Synchrone Informations- und Kommunikationstools
3.3.2.1 Textbasierende Tools
3.3.2.2 Virtual Classroom
3.3.2.3 Whiteboard
3.3.2.4 Videokonferenzen
3.3.3 CBT / WBT
3.3.3.1 Technologische und organisatorische Probleme
3.3.3.2 WBT Plattformen
3.3.3.3 Einsatzgebiet
4 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN CBT/WBT UND EINZELNEN LERNMODELLEN
4.1 CBT/WBT UND BEHAVIORISMUS
4.2 CBT/WBT UND KOGNITIVISMUS
4.3 CBT/WBT UND KONSTRUKTIVISMUS
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht den Einsatz von Computer- und Web-basierten Lernmethoden (CBT/WBT) unter Berücksichtigung psychologischer Lerntheorien. Das primäre Ziel ist es, die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen von E-Learning zu analysieren und deren Effektivität vor dem Hintergrund der verschiedenen Lerntheorien zu bewerten.
- Grundlagen der Lernpsychologie (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
- Definitionen und technische Infrastrukturen für E-Learning
- Vergleich synchroner und asynchroner Kommunikationstools
- Implementierung von WBT in Unternehmenskontexten
- Die Bedeutung von Blended Learning für den langfristigen Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
2.1 Lernen durch Verstärkung / Behaviorismus
Die Lerntheorie des Behaviorismus geht davon aus, dass erlernte Verhaltensweisen als Reaktion auf bestimmte Reize erfolgen. Der Lernende wird gezielt einem Reiz (Stimulus) ausgesetzt, der ein besonderes Verhalten (Reaktion) hervorruft. Das Verhalten selbst ist durch Bestrafung oder Belohnung beeinflussbar, was unter den Begriff der klassischen Konditionierung fällt. Beispielhaft hierfür ist der Pawlowsche Hund. In diesem Experiment lernt ein Hund mit Speichelfluss auf ein bestimmtes Glockensignal zu reagieren. Der Lernerfolg besteht darin, dass das Signal zuerst immer dann ertönt, wenn der Hund gefüttert wird. Der darauf einsetzende Speichelfluss ist eine natürliche Reaktion auf einen natürlichen Reiz (Futter). Mit der Zeit erfolgt diese Reaktion auch dann, wenn nur das Signal zu hören ist. Der künstliche Reiz Glockensignal ersetzt den natürlichen Reiz Futter.
Durch Hinweisreize und Verstärkungen sollen gewünschte Verhaltensänderungen bewirkt werden. Der interne Lernprozess bleibt unberücksichtigt, da hier unterstellt wird, dass Lernen im Wesentlichen durch Belohnung und Bestrafung gesteuert werden kann. In diesem Zusammenhang wird auch von der Theorie des instrumentellen Konditionierens gesprochen (Versuch-Irrtum-Lernen). Das Gehirn des Lernenden wird als „Black Box“ betrachtet, was die folgende Abbildung veranschaulicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema des Wandels der Lernformen durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 DER MENSCHLICHE LERNPROZESS: Dieses Kapitel beschreibt die drei zentralen lerntheoretischen Ansätze: Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus.
3 E-LEARNING AM BEISPIEL CBT/WBT: Das Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von E-Learning sowie die verschiedenen synchronen und asynchronen Werkzeuge und deren Einsatzgebiete.
4 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN CBT/WBT UND EINZELNEN LERNMODELLEN: Hier erfolgt eine Verknüpfung der theoretischen Lernmodelle mit praktischen Anwendungsbeispielen von E-Learning-Software.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für hybride Lernmodelle, die E-Learning mit Präsenzphasen sinnvoll kombinieren.
Schlüsselwörter
E-Learning, CBT, WBT, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Lernpsychologie, Informations- und Kommunikationstechnik, Virtuelles Klassenzimmer, Blended Learning, Lerntheorien, Wissensvermittlung, Online-Lernen, Selbstgesteuertes Lernen, Multimedia
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit beleuchtet den Einsatz von computer- und webbasierten Lernmethoden vor dem Hintergrund psychologischer Lernmodelle und untersucht deren praktische Anwendung in der Aus- und Weiterbildung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die lerntheoretische Einordnung (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus), die technische Infrastruktur (IKT) und die strategische Implementierung von E-Learning-Lösungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie multimediale Lernprogramme den Lernprozess effektiv unterstützen können und wie diese Programme theoretisch fundiert sind.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender lerntheoretischer Ansätze und deren Anwendung auf aktuelle Lerntechnologien und Softwarebeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lerntheorien, die detaillierte Beschreibung von E-Learning-Tools sowie die Analyse der Wechselwirkung zwischen Lernsoftware und psychologischen Lernmodellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe E-Learning, CBT, WBT, Blended Learning und die drei genannten Lerntheorien.
Wie unterscheidet sich der behavioristische Ansatz in E-Learning-Programmen?
Dieser Ansatz setzt auf kleinschrittige Wissensvermittlung, häufig durch Drill-and-Practice-Programme, bei denen der Lernerfolg durch unmittelbare Bestätigung oder Korrektur gesteuert wird.
Warum wird im Fazit Blended Learning empfohlen?
Da reines E-Learning das Risiko von Motivationsverlust birgt, wird eine Mischform empfohlen, um durch den persönlichen Kontakt im Präsenzunterricht die Motivation zu stärken und komplexe Inhalte besser zu vermitteln.
- Quote paper
- Dipl.-Medienwirtin (FH) Alexandra Ott (Author), 2003, e-Learning - Der Einsatz Computer- und Web-basierten Lernens vor dem Hintergrund verschiedener Lernmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61705