Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Biographische Daten 3
III. Innere Einstellung 4
IV. Werk 7
IV.1. Buch I 7
IV.2. Buch II und III 7
IV.3. Buch IV 8
IV.4. Buch V 9
IV.5. Buch VI und VII 10
V. Fazit 10
VI. Literaturverzeichnis 11
2
I. Einleitung
Mit dieser Arbeit soll versucht werden, das Werk des Marcus Porcius Cato zu beschreiben. Dazu sollen zunächst die Beweggründe beleuchtet werden, die Cato dazu veranlasst haben sein Werk zu verfassen: Als Verfechter des mos maiorum sah er sein Werk als ein Lehrwerk, das dem Sittenverfall, der Catos Meinung nach, in der römischen Gesellschaft eingesetzt habe, entgegenwirken sollte. Diese Sittenkritik als Inhalt eines Geschichtswerkes stellte eine Neuerung in der römischen Historiographie dar. Für Cato fand der Sittenverfall seinen Ausdruck in der Übernahme von hellenistischen Sitten und Kultur in der römischen Oberschicht, zu dem er immer wieder in seinem Werk Stellung bezieht. Es soll aufgezeigt werden, daß sich Cato zwar klar von dieser „Hellenisierung“ der Gesellschaft distanziert, so schrieb er als erster römischer Historiker auf Latein, gleichzeitig ist aber sein Werk inhaltlich und stofflich von der griechischen Historiographie geprägt.
In einem nächsten Schritt soll Catos Werk „origines“ beschrieben werden. Hier sollen weitere Neuerungen, wie z.B. die Einteilung in capitulatim aufgezeigt werden. Außerdem soll hier noch einmal Stellung zu Catos ambivalentem Verhältnis zum Hellenismus genommen werden. Als Quellen dienen überlieferte Fragmente aus Catos Werk, die nach Hans Beck und Uwe Walter zitiert werden. Desweiteren wurden zur Bearbeitung die Werke von Badin, Flach, Kierdorf, Mehl und Mellor herangezogen.
II. Leben
Marcus Porcius Cato wurde im Jahr 234 v. Chr. in Tusculum geboren 1 . Er war einer von wenigen, die von einem Senator protegiert als homo novus Zugang zur gehobenen römischen Ämterlaufbahn erhielten 2 . Cato, der als junger Mann im 2. Punischen Krieg fast von Beginn an als Soldat gedient hatte, schaffte es rasch den cursus honorum zu durchlaufen 3 : 204
1 Mellor, Ronald: The Roman Historians, London & New York 1999, S. 17. Im Folgenden zitiert als: Mellor, The Roman Historians.
2 Mehl, Andreas: Römische Geschichtsschreibung. Grundlagen und Entwicklungen. Eine Einführung, Stuttgart 2001, S. 50. Im Folgenden zitiert als: Mehl, Römische Geschichtsschreibung.
3 Mehl, Römische Geschichtsschreibung, S. 50.
3
war er Quästor, 199 plebejischer Ädil, 198 Prätor in Sardinien und 195 zusammen mit L. Valerius Flaccus Konsul 4 . Das obligatorische Kommando versah er in der Provinz Hispania citerior, wo er militärische und administrative Erfolge erlangen konnte 5 . 194 folgte der Triumph. Weitere Erfolge feierte im Osten: als Militärtribun im Antiochus-Krieg, als Gesandter in Athen und als Legat bei der Schlacht an den Thermophylen im Jahr 191 6 . Im Jahr 184 erreichte Cato, die bereits fünf Jahre zuvor vergeblich angestrebte Zensur; in diesem Amt entfaltete er eine besondere Tatkraft, stritt unerlässlich für das senatorische Standeskomment, wofür er mit dem Beinamen Censorius ausgezeichnet wurde 7 . Bis zu seinem Tod (149 v. Chr.) ließ er keinen Streit mit Standesgenossen aus, wurde oft angeklagt, nie verurteilt, redete und schrieb rastlos 8
III. Innere Einstellung
Cato war ein vielseitiger Schreiber; er schrieb und hielt nicht nur zahlreiche Reden, sondern verfasste auch Sinnsprüche und Fachschriften, wie z.B. de agricultura, eine Schrift über Landwirtschaft. Und natürlich sein berühmtes Geschichtswerk origines.
Cato war ein Verfechter für das Bewährte, für ein tugendhaftes Verhalten im Sinne des mos maiorum; er stritt ebenso für eine verantwortungsvolle Behandlung der Bundesgenossen und provinziellen Untertanen. Er sprach sich gegen Auswüchse der Nobilitätsherrschaft und traditionswidrigen Luxus aus 9 . So hielt er es für seine Pflicht mit seinem Werk auf seine Positionen aufmerksam zu machen, die für ihn mit dem Wohl der res publica identisch waren 10 .
Catos Geschichtswerk sollte Roms zukünftigen Führern aufzeigen, wie mit Politik umzugehen sei, vor allem aber sollten junge Menschen die
4 Hans Beck u. Uwe Walter (Hrsg.): Die Frühen Römischen Historiker, Darmstadt 2001, S. 149. Im Folgenden zitiert als: Beck, Die Frühen Römischen Historiker.
5 Mehl, Römische Geschichtsschreibung, S. 50.
6 Beck, Die Frühen Römischen Historiker, S. 149.
7 Mehl, Römische Geschichtsschreibung, S. 50.
8 Beck, Die Frühen Römischen Historiker, S. 149.
9 Beck, Die Frühen Römischen Historiker, S. 149.
10 Beck, Die Frühen Römischen Historiker, S. 149.
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Arbeit zitieren:
B.A. Marco Schulz, 2003, Das Werk des Marcus Porcius Cato, München, GRIN Verlag GmbH
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