Inhalt
Einleitung 1
1. Theoretische Rahmung 2
1.1 Soziale Probleme 2
1.1.1 Objektivistischer Ansatz 3
1.1.2 Konstruktivistischer Ansatz 3
1.1.3 Die Karriere sozialer Probleme 4
1.1.4 Die Rolle der Massenmedien 6
1.2 Das Nachrichtenmagazin Spiegel als Meinungsführer 9
1.3 Terrorismusforschung 10
1.3.1 Definitionen von Terrorismus 10
1.3.2 Grundzüge terroristischer Strategie 11
1.3.3 Terrorismus und Medien eine symbiotische Beziehung 13
1.3.4 Definitionsmacht der Medien 16
1.3.5 Die Rote- Armee Fraktion 18
1.3.6 Reaktionen 21
2. Methodische Vorgehensweise 24
2.1 Erhebungsinstrument Inhaltsanalyse 24
2.2 Grundgesamtheit und Stichprobe 26
3. Darstellung der Ergebnisse 28
3.1 Formale Auswertungen 28
3.1.1 Bebilderung der Artikel 28
3.1.2 Artikelform 29
3.1.3 Linksextremistische Gruppierungen 30
3.2 Hypothesenbezogene Auswertungen 30
3.2.1 Erster Hypothesenkomplex: Häufigkeit der Berichterstattung 30
3.2.2 Zweiter Hypothesenkomplex: Gegenstand der Berichterstattung 33
3.2.3 Dritter Hypothesenkomplex: Bewertungstendenzen 36
3.2.4 Vierter Hypothesenkomplex: Maßnahmen 46
3.2.5 Hypothese 5: Interaktion 50
3.2.6 Hypothese 6: Werte und Normen 51
3.2.7 Hypothese 7: Terroristen und Opfer 52
3.2.7.1 Berichterstattung über Mitglieder terr Gruppierungen 52
3.2.7.2 Berichterstattung über Opfer und Leidtragende 54
3.2.7.3 Fazit 55
3.2.8 Hypothese 8: Verantwortliche und Schuldige 56
3.2.9 Hypothese 9: Gefahr terroristischer Anschläge 57
3.2.10 Hypothese 10: Bebilderung 58
3.3 Grenzen der Erhebung und Ausblick 59
4. Kill one frighten thousand ein Fazit 61
Literaturverzeichnis 63
Anhang ............................................................................................................................ 68 68
Verzeichnis der Abbildungen
Kapitel 2
Abb 1 Balkendiagramm: Artikelhäufigkeiten der Grundgesamtheit 27
Kapitel 3
Abb 2 Balkendiagramm:
Artikelhäufigkeiten der Grundgesamtheit nach RAF- Phasen 31
Abb 3 Kurvenanpassung zur Regression H 3 1 38
Abb 4 Kurvenanpassung zur Regression H 3 2 41
Abb 5 Kurvenanpassung zur Regression H 3 2 43
Abb 6 Kurvenanpassung zur Regression H 4 49
Verzeichnis der Tabellen
Kapitel 2
Tab 1 Artikelhäufigkeiten der Grundgesamtheit 27
Kapitel 3
Tab 2 Bebilderung der Artikel 29
Tab 3 Artikelhäufigkeiten der Grundgesamtheit nach RAF-Phasen 31
Tab 4 Umfang der Artikel 32
Tab 5 Kreuztabelle I: Phasen der RAF /
Was steht im Vordergrund der Berichterstattung 34
Tab 6 Kreuztabelle II: Phasen der RAF /
Was steht im Vordergrund der Berichterstattung 34
Tab 7 Symmetrische Maße: Phasen der RAF /
Was steht im Vordergrund der Berichterstattung 35
Tab 8 Bezeichnung der RAF- Mitglieder 36
Tab 9 Modellzusammenfassung H 3 1 37
Tab 10 Koeffizienten H 3 1 37
Tab 11 Häufigkeit der Bezeichnung Terrorist 39
Tab 12 Bewertung der RAF insgesamt 40
Tab 13 Modellzusammenfassung H 3 2 40
Tab 14 Koeffizienten H 3 2 40
Tab 15 Grad des Verständnisses für die ideologische Position der RAF 42
Tab 16 Modellzusammenfassung H 3 3 42
Tab 17 Koeffizienten H 3 3 42
Tab 18 Kreuztabelle Jahr Werte 44
Tab 19 Symmetrische: Maße Jahr Werte 44
Tab 20 Bewertung der Art der Berichterstattung 46
Tab 21 Bewertungen der Maßnahmen aus Sicht der Akteure 47
Tab 22 Bewertung der Maßnahmen insgesamt 48
Tab 23 Modellzusammenfassung H 4 49
Tab 24 Koeffizienten H 4 49
Tab 25 Art der Interaktion 50
Tab 26 Anteil der Berichterstattung über persönliche Hintergründe
und biographische Details der Terroristen 53
Tab 27 Welche Akteure werden genannt
Mitglieder von terroristischen Organisationen 53
Tab 28 Wie oft werden die Akteure zitiert
Mitglieder terroristischer Organisationen 53
Tab 29 Was zeigen die Bilder Mutmaßlicher Terrorist oder Ex- Terrrorist 54
Tab 30 Anteil der Berichterstattung über persönliche Hintergründe
und biographische Details der Opfer und Leidtragenden 54
Tab 31 Welche Akteure werden genannt Opfer und Leidtragende 54
Tab 32 Wie oft werden die Akteure zitiert Opfer und Leidtragende 55
Tab 33 Was zeigen die Bilder Opfer und Leidtragende 55
Tab 34 Gefahr terroristischer Anschläge in der BRD 58
Einleitung
“Kill one, frighten thousand” - dieses chinesische Sprichwort berührt die zentralen Fragen der Lehrforschung zum Thema „Die massenmediale Thematisierung sozialer Probleme“, welche über drei Semester an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld unter der Leitung von Dr. Silvia Wieseler und Prof. Dr. Günter Albrecht stattfand.
In dieser Lehrforschungsarbeit möchte ich mich beschäftigen mit der Thematisierung des Themas „Linksterrorismus“ in der BRD in der Zeit zwischen 1970 und 1990 im deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Im Vordergrund soll dabei die terroristische Vereinigung „Rote Armee Fraktion“ stehen, die in der Zeit ihrer Existenz 1 große Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Aktivitäten der RAF, zu denen die Ermordung von 35 Personen, die Geiselnahme oder Gefangennahme von etwa 100 Menschen sowie Sachschäden in Millionenhöhe gehören, führten zu einer polarisierten Kontroverse über den Zustand der Bundesrepublik.
Mit einer quantitativen Inhaltsanalyse soll die Frage beantwortet werden, wie „Der Spiegel“ über die RAF und andere linksterroristische Gruppierungen berichtet. Wie wird der Konflikt zwischen RAF und Staat dargestellt? Welche Bewertungstendenzen lassen sich finden? Wie äußert sich das „besondere Verhältnis“ zwischen terroristischen Organisationen und den Massenmedien?
Die Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung sozialer Probleme in der massenmedialen Berichterstattung sollen anhand des Themas Terrorismus überprüft werden. Zur theoretischen Einbettung schildere ich dazu im ersten Teil dieser Arbeit zunächst die dominierenden Theorien sozialer Probleme. Neben allgemeinen Erkenntnissen soll der Karriereverlauf eines sozialen Problems sowie die Rolle der Massenmedien in diesem Prozess eingehend erläutert werden.
Kapitel 1.2 beschäftigt sich mit der Position des „Spiegels“ in der deutschen Medienlandschaft und begründet im wesentlichen seine Wichtigkeit als einer der massenmedialen Meinungsführer in der Bundesrepublik Deutschland.
Daran anschließend geht es in Kapitel 1.3 um die theoretischen Grundlagen im Hinblick auf die Terrorismusforschung. Diese Erkenntnisse werden mit denen aus dem ersten Teil verwoben und die zentralen Hypothesen dieser Untersuchung entwickelt. Dabei erfolgt die theoretische Fundierung der Hypothesen nicht in der gleichen Reihenfolge wie in Kapitel 3.2, in welchem die hypothesenbezogenen Auswertungen vorgenommen werden.
1 14.05.1970 - 20.04.1998
1
Kapitel 2 dient der Reflexion und besseren Nachvollziehbarkeit meines methodischen Vorgehens. Das Erhebungsinstrument Inhaltsanalyse soll kurz vorgestellt sowie relevante Hinweise auf die Arbeitsweisen zum Beispiel in Hinblick auf die Stichprobenziehung erfolgen.
In Kapitel 3 sollen dann die zentralen Ergebnisse dieser Erhebung dargestellt werden. Zunächst erfolgen einige Auswertungen bezüglich formaler Merkmale, deren Aussagen mir zum tieferen Verständnis dieser Ausführungen unabdingbar scheinen. Daran anschließend sollen die einzelne Forschungsfragen beantwortet werden. Im letzten Teil des Kapitels möchte ich mich mit den Problemen dieser Untersuchung beschäftigen und einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsvorhaben geben.
In Kapitel 4 ziehe ich schließlich ein kurzes Fazit dieser Arbeit.
1. Theoretische Rahmung
1.1 Soziale Probleme
Sinnvollerweise steht am Anfang der Betrachtung der massenmedialen Thematisierung sozialer Probleme die Frage, was unter sozialen Problemen zu verstehen ist. Tatsächlich existieren eine Vielzahl diesbezüglicher Definitionen, doch eine der gängigen lautet: „Soziale Probleme sind Phänomene die 1) größere Gruppen von Gesellschaftsangehörigen (bis hin zur Gesamtbevölkerung) in ihrer Lebenssituation beeinträchtigen, 2) öffentlich als veränderungsbedürftig definiert und 3) zum Gegenstand spezieller Programme und Maßnahmen gemacht werden.“ 2 Neben dieser allgemein gehaltenen Definition existieren terminologische Divergenzen zwischen objektivistischen und konstruktivistischen Ansätzen. Diese verfolgen unterschiedliche Konzepte zur Erklärung der Entstehung sozialer Probleme. Die zentrale Kontroverse entzündet sich an der Frage, „ob den gesellschaftlichen Thematisierungen sozialer Probleme sinnvollerweise eine „objektive“ gesellschaftliche Basis
2 Stallberg/ Springer 1983, S.14
2
zugeschrieben werden kann“, und „soziologische Kriterien entwickelt werden können, an denen die Thematisierungsaktivitäten bewertet werden können.“ 3
1.1.1 Objektivistischer Ansatz
Als klassische Position innerhalb der Soziologie gilt die in Anschluss an Talcott Parsons von Robert K. Merton formulierte „struktur-funktionalistische Perspektive“. Zentrales Kriterium bei Merton für ein soziales Problem ist die „wesentliche Diskrepanz zwischen sozial akzeptierten Standards und tatsächlich vorherrschenden Bedingungen“. 4 Die Voraussetzung für die Thematisierung eines sozialer Probleme ist gemäß dieses Ansatzes die Tatsache, dass die Gesellschaftsmitglieder es für kontrollierbar und veränderbar halten.
Die Dysfunktionalität von sozialen Problemen soll nach Merton unabhängig von den Interpretationen der Betroffenen festgestellt werden können. Soziale Probleme können nach diesem Konzept anhand objektiver Kriterien festgestellt und subjektive Problemdeutungen sollten hinterfragt werden.
Dies und die Unterscheidung und Analyse von manifesten und latenten sozialen Problemen sei die zentrale Aufgabe der Soziologie. Während die objektiven sozialen Bedingungen manifester sozialer Probleme „von denjenigen als den geltenden Werten widersprechend identifiziert wurden, die in der Gesellschaft soziale Probleme identifizieren, gibt es latente soziale Probleme und Bedingungen, die ebenfalls den Werten der Gruppe widersprechen, aber nicht als solche erkannt worden sind.“ 5
1.1.2 Konstruktivistischer Ansatz
Auf Grundlage der Theorie des symbolischen Interaktionismus entwickelte Herbert Blumer im Jahre 1971 das konstruktionistische Gegenmodell. Diese Theorie zielt auf den Konstitutionsprozess sozialer Probleme durch Rekonstruktion gesellschaftlicher Wahrnehmungs- und Reaktionsmuster als soziale Wirklichkeit. Es gilt der Leitsatz: Soziale Probleme beruhen auf einem Prozess kollektiver Definition und sind dessen Produkte. Die objektive Situation ist damit eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für die Entstehung eines sozialen Problems: „Die gesellschaftliche Definition und nicht der
3 Groenemeyer 1999, S.62
4 Merton 1975, S.114
5 Merton 1975, S.122
3
objektive Charakter einer gegebenen sozialen Bedingung bestimmt, ob diese Bedingung als soziales Problem existiert oder nicht.“ 6 In der radikalkonstruktivistischen Sicht dieses Ansatzes 7 können soziale Probleme von kollektiven Akteuren völlig unabhängig von der Existenz sozialer Sachverhalte konstituiert werden. Hauptaufgabe der soziologischen Forschung wäre dementsprechend die Erforschung des Definitionsprozesses sozialer Probleme. Entscheidende Schwäche des objektivistischen Ansatzes ist ihrer Meinung nach, dass es in einer Gesellschaft viele Sachverhalte gibt, die problematisiert werden können, es aber nicht werden.
Schetsche (1996) kommt zu dem Schluss, dass die Konsequenzen, die sich aus den beiden Konzepten für die empirische Analyse sozialer Probleme ergeben trotz fundamentaler theoretischer Unterschiede ähnlich sind. 8 Der Schwerpunkt empirischer Analysen liegt auf der Untersuchung der Prozesse zur Konstitution sozialer Probleme, der Problemkarriere. Insgesamt ist in der soziologischen Analyse ein Richtungswechsel von den Entstehungsbedingungen sozialer Probleme zum Prozess ihrer Definition und Etablierung, vom strukturtheoretischen zum konstruktivistischen Paradigma, zu beobachten. 9
1.1.3 Die Karriere sozialer Probleme
Gemäß des konstruktionistischen Ansatzes muss ein soziales Problem in einem mehrstufigen Prozess konstituiert werden, weshalb die Problemkarriere folglich aus mehreren Elementen besteht. Soziale Probleme unterliegen wechselnder öffentlicher Aufmerksamkeit und sind somit historischen Wandlungen unterworfen. Von einer Problemkarriere kann daher erst gesprochen werden, wenn ein soziales Problem die erste Thematisierung erfolgreich übersteht. Diese erfolgt durch den primären Akteur, dem eine große Definitionsmacht in diesem Prozess zukommt. Für die Rolle Problemdefinierers kommen in erster Linie soziale Bewegungen, Wissenschaftler aber auch einzelne Massenmedien in Betracht. 10 Entwicklungsmodelle sozialer Probleme beschreiben den Verlauf von Thematisierungen und die weitere Entwicklung in idealtypischer Weise 11 Auf ein erstes dreistufiges Modell von Fuller und Myers (1941) aufbauend, entwickelte Blumer (1975) eine „Karriereleiter“, bei der er fünf Stufen unterscheidet: Auftreten eines
6 Blumer 1975, S.105
7 vgl. Spector/ Kitsuse 1977 8 vgl. Schetsche 1996, S.9 9 vgl. Albrecht 1999, S.75 10 Die Zielsetzung so genannter Prestigemedien ist unter anderem die Aufdeckung politischer und sozialer Missstände. (vgl. Schetsche 1996, S.25) 11 vgl. Blumer 1975; Fuller/ Myers 1941; Hilgartner/ Bosk 1988
4
sozialen Problems, Legitimation, Mobilisierung des Handelns, Bildung eines offiziellen Handlungsplans und Ausführung des offiziellen Plans.
Allerdings wiesen diese beiden Modelle in der empirischen Überprüfung Mängel auf, da sich in der Realität vielfältige dynamische Verläufe finden lassen. Schetsche (1996) schlägt daher ein Modell vor, „das ganz auf die Vorstellung einer linear aufsteigenden Entwicklung verzichtet und einzelne Stufen [...] durch wahlweise auf- und absteigende Phasenübergänge verbindet.“ 12 Das Public – Arena- Modell von Hilgartner und Bosk (1988) entstand ebenfalls in Anlehnung an die konstruktionistischen Ansätze und geht davon aus, dass sich die Definitionen sozialer Probleme in öffentlichen Arenen entwickeln. In diesen Spezialöffentlichkeiten finden die primären Definitionsprozesses statt, werden soziale Probleme diskutiert, selektiert, definiert und dann der Öffentlichkeit präsentiert. Die Deutungsmuster, die die Problemwahrnehmung bestimmen, gelangen somit bereits weitgehend fertig in die Massenmedien. 13 Durch die Verbreitung von Deutungsmustern erreichen Problemwahrnehmungen und -definitionen soziale Anerkennung. Häufig bestehen Problemmuster aus folgenden Elementen: Name, Identifizierungsschema, Problembeschreibung, Bewertungsmaßstab und Bewertung, abstrakte Problemlösungen, konkrete Handlungsanleitungen und affektive Bestandteile. 14 Das Argumentationsmuster einer Thematisierung bezeichnet man als Rahmung oder „frame“.
In der Problemgeschichte ist das Engagement kollektiver Akteure notwendig, damit eine Problemwahrnehmung gesellschaftliche Anerkennung erlangt. In den konstruktionistischen Ansätzen sind vielfältige Gruppen mit unterschiedlichen Interessen an der Problemkonstituierung beteiligt. Auch die Massenmedien nehmen eine spezifische Rolle in diesem Prozess ein. 15 Die Wahrscheinlichkeit der Durchsetzbarkeit eines sozialen Problems wird letztlich durch institutionelle, politische und kulturelle Faktoren beeinflusst. Da die Kapazität der öffentlichen Arenen begrenzt ist, 16 kann auch nur eine geringe Anzahl sozialer Probleme behandelt werden. Dieser Wettbewerb macht ausgewählte Selektionsprinzipien der öffentlichen Arenen erforderlich. Die entscheidende Funktion der Massenmedien im Karriereverlauf soll im folgenden Kapitel spezifiziert werden.
12 Schetsche 1996, S.31
13 Schetsche 1996, S.112 14 vgl. Schetsche 1996, S.68 15 vgl. Kapitel 1.1.4 16 beim Fernsehen zum Beispiel durch die Sendezeit
5
1.1.4 Die Rolle der Massenmedien
Kollektive Deutungsmuster werden heute primär von den Massenmedien verbreitet sowie aktualisiert, sodass über die gesellschaftliche Anerkennung einer Problemdeutung letztlich in den Massenmedien entschieden wird. 17 Der große Einfluss der Massenmedien resultiert im wesentlichen aus ihrer doppelten Rolle im Karriereverlauf sozialer Probleme. Zum einen fungieren sie als die Institution, die Problemmuster verbreitet und an die Bevölkerung und staatliche Instanzen weitergibt. Zum anderen entscheiden sie in ihrer Selektionsfunktion darüber, welche sozialen Probleme sich im Wettbewerb durchsetzen.
Da in einer Gesellschaft stets nur eine bestimmte Anzahl von Themen zur selben Zeit öffentlich diskutiert und bearbeitet werden können, besteht eine Konkurrenz zwischen den verschiedenen sozialen Problemen und den Akteuren bzw. Interessengruppen. Ausgehend von der Tatsache, dass für alle Massenmedien die Werbung die einzige oder zumindest dominierende Einnahmequelle ist, ist für den wirtschaftlichen Erfolg eines Mediums ausschließlich die Zahl der Rezipienten ausschlaggebend.
Angesichts dieser Tatsache stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien Ereignisse für die Berichterstattung ausgewählt werden. So sind „für die aktuelle und zeitkritische Berichterstattung [...] aufgrund kollektiver journalistischer Erfahrung Kriterien für den sogenannten Nachrichtenwert von Themen entwickelt worden, nach denen das potentielle Interesse der Bevölkerung abgeschätzt wird.“ 18 Dazu gehören laut Schetsche (1996) in erster Linie die Überraschung und Aktualität eines Ereignisses, die Vertrautheit des thematischen Bezugsrahmens, der Einfluss und die Prominenz der Akteure, der Konflikt, Schaden oder Normverletzung und die geographische und kulturelle Nähe.
Galtung und Ruge gehen davon aus, dass besonders die Kriterien „Frequenz“, „Schwellenfaktor“, „Eindeutigkeit“, „Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Betroffenheit, Relevanz)“, „Konsonanz“, „Überraschung“, „Kontinuität“, „Variation“, „Bezug auf Elite- Nation“, „Bezug auf Elite-Personen“, „Personalisierung“ und „Negativismus“ bei der Auswahl der Journalisten eine Rolle spielen. 19 Grundsätzlich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer massenmedialen Berichterstattung über ein Thema oder Ereignis, wenn mehrere dieser Kriterien zutreffen. Insofern haben
17 vgl. Schetsche 1996, S.23
18 Schetsche 1996, S.115
19 vgl. Galtung/Ruge 1965
6
soziale Probleme stets eine gute Chance thematisiert zu werden, da sie oftmals viele dieser Kriterien erfüllen. Doch auch die redaktionelle Linie eines Mediums hat Einfluss auf die Auswahlkriterien, so dass letztlich sowohl personenbezogene Faktoren als auch journalistische Berufsnormen für den Auswahlprozess relevant sind. 20 Letztlich orientiert sich die Berichterstattung der Medien in starkem Maße an den Bedürfnissen der Rezipienten. Themen, bei denen eine „hohe Erwartungssicherheit bezüglich des RezipientInnen- Interesses besteht“ 21 , werden daher mit höherer Wahrscheinlichkeit thematisiert. 22 Die Publizitätsfaktoren geben Kriterien an, die es wahrscheinlicher machen, dass eine Problemwahrnehmung massenmedial prozessiert wird, denn „je näher eine Problemwahrnehmung der medialen Skandalform ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Aufmerksamkeit der Medien erregt und von ihnen verbreitet wird.“ 23 Akteure, die eine Problemwahrnehmung in den Massenmedien durchsetzen wollen, sollten „bereits bei der Konstruktion des Problemmusters die Eigengesetzlichkeiten des Mediensystems (primär: das Unterhaltungsinteresse der durchschnittlichen RezipientInnen) beachten“ 24 So setzen nicht nur die Massenmedien diese Erkenntnisse gezielt ein und verwenden diese Strategien, um die Attraktivität eines Themas zu steigern und ihre Problemwahrnehmung durchzusetzen.
Dies gelingt durch Verbindung der Problemwahrnehmung mit Alltagsmythen und von der gesamten Bevölkerung geteilten Werten. Zum anderen spielt die Individualisierbarkeit und Personalisierbarkeit des Problems und seiner schädlichen Folgen eine entscheidende Rolle. Zusätzlich stehen die Identifizierung von Schuldigen, die personale Nähe zu den Rezipienten und die gute Visualisierbarkeit des Problems im Vordergrund. Konkret auf das Thema Terrorismus zugeschnitten erfolgt eine weitere Erläuterung in Kapitel 1.3.3.
Diskursstrategien dienen der Durchsetzung und Absicherung von Problemdeutungen. Eine Unterscheidung kann hier getroffen werden zwischen „Dramatisieren“, „Moralisieren“ und der „Reproduktion von Mythen“. 25 Die Massenmedien bedienen sich sowohl kognitiver Interpretationsleistungen als auch emotionaler und affektiver Dimensionen. 26 In der Berichterstattung werden Informationen mit Bewertungen verknüpft, so dass ständig auch an Einstellungen und Affekte des
20 vgl. Jäckel 2005, S.189
21 Schetsche 1996, S.117 22 Zu diesen Themen gehören beispielsweise Gewalt und Sexualität.
23 Schetsche 1996, S.119 24 Schetsche 1996, S.120 25 vgl. Schetsche 1996 26 vgl. Groenemeyer 1999, S.118
7
Medienpublikums appelliert wird. „Ob eine Problemwahrnehmung sich durchsetzt, hängt neben der argumentativen Qualität des Problemmusters davon ab, ob es moralisch- normativ und emotional in vielen Individuen verankert werden kann.“ 27 Durch die emotionale Adressierung der Individuen kann beispielsweise die Bereitschaft zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Problem erhöht werden. Auch wird die De- Thematisierung des sozialen Problems erheblich erschwert. Zur Dramatisierung eines Themas können mehrere Strategien verfolgt und verschiedene Techniken verfolgt werden. Eine Technik besteht beispielsweise in der Dichotomisierung von Schuld. Beim Moralisieren wird eine „Problembeschreibung, Bewertung und Reaktionsweise(n) für andere verbindlich gemacht.“ 28 Schließlich dient die Reproduktion von Mythen dazu, Deutungsmuster unhinterfragbar zu machen. „Den Menschen wird dabei wird die Fähigkeit genommen, soziale Phänomene anders wahrzunehmen als in der Form, den der Mythos (re-) präsentiert.“ 29
Die konstruktionistische Sichtweise macht in besonderer Weise deutlich, dass nicht von einer beobachtungsunabhängigen Realität ausgegangen werden kann. „Medienangebote liefern somit nicht ein Spiegelbild, sondern ein mögliches Bild der Wirklichkeit. Massenmedien gewährleisten immerhin, dass eine Vielzahl von Menschen diese Wirklichkeitsvorstellungen wahrnehmen und als eine mögliche Orientierungshilfe in Betracht ziehen.“ 30 Letztlich präsentieren die Medien ein „hochgradig strukturiertes und oft verzerrtes Bild der Wirklichkeit“ 31 , an dem sich die Menschen – zumindest teilweise – orientieren. Von einer Repräsentativität der Realität kann nicht ausgegangen werden; so werden bei der Auswahl der Ereignisse beispielsweise seltene Ereignisse bevorzugt. Barbara Tuchman geht in ihrem „Tuchmanschen Gesetz“ davon aus, dass „allein die Tatsache der Berichterstattung [...] die äußerliche Bedeutung irgendeines bedauerlichen Ereignisses um das Fünf- bis Zehnfache (vervielfältigt)“ 32 Der Agenda- Setting- Ansatz beschäftigt sich mit der Wirkung der Medien auf die Rangfolge von Themen in der öffentlichen Diskussion. Demzufolge halten die Rezipienten die Themen für besonders wichtig, die von den Medien vorrangig behandelt werden. Somit beeinflussen
27 Schetsche 1996, S.17
28 Schetsche 1996, S.93 29 Schetsche 1996, S.95 30 Jäckel 2005, S.81 31 Schulz 1989, S.140 32 Tuchman 1982, S.15
8
die Medien weniger, „was die Rezipienten denken, sondern worüber sie nachdenken, also welche Themen sie für wichtig bzw. welche Probleme sie für lösungsbedürftig halten“ 33
Die Medien nehmen eine wichtige Rolle im Verlauf der Karriere sozialer Probleme ein. In dieser Untersuchung soll die Thematisierung des Problems Terrorismus in den Massenmedien analysiert werden. Dazu wählte ich das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ als Untersuchungseinheit für die Inhaltsanalyse aus, dessen Bedeutung in der Bundesrepublik Deutschland im folgenden Kapitel spezifiziert werden soll.
1.2 Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ als Meinungsführer
Der „Spiegel“ kann durchaus als Meinungsführer unter den deutschen Medien gelten. Von 1947 bis 1992 war der Spiegel Deutschlands einziges Nachrichtenmagazin und ist heute, nach Selbstaussage, immer noch das meist verkaufte Nachrichtenmagazin Europas. 34 Im Durchschnitt werden pro Woche annähernd 1,1 Millionen Exemplare verkauft. Während dem „Spiegel“ bereits in der Früh- und Konstituierungsphase ein relativ großer Einfluss zukam, kann nach der „Spiegel“-Affäre von einem Meinungsmonopol und durch die massiv gestiegene Auflage von einem Anzeigenmonopol die Rede sein. Damit stieg neben der wirtschaftlichen Macht auch die publizistische Macht und der politische Einfluss. 35
Der Einfluss des „Spiegels“ auf die deutsche Öffentlichkeit ist aber nicht nur auf die Auflagenstärke zurückzuführen, sondern noch in stärkerem Maße auf die Struktur der Leserschaft. Gerade die sogenannten meinungsbildenden Gruppen zählt der „Spiegel“ zu seinen Lesern: „Diese strukturelle Einbettung ins Mediensystem sowie die Symbiose mit Teilen der politischen Elite begünstigen den starken Einfluss des Spiegel auf die öffentliche Themenagenda.“ 36 Somit stellt der Spiegel ein Leitmedium für auflagenschwächere Blätter, aber auch für große überregionale Zeitungen dar, weil die über Nachrichtenagenturen vorab verbreiteten „Spiegel“- Themen flächendeckend aufgegriffen und weiterverarbeitet werden. Es besteht folglich die berechtigte Vermutung, dass die Berichterstattung des „Spiegels“ einen erheblichen Einfluss auf Meinungen und Einstellungen der Rezipienten ausübt. Für das
33 Kepplinger 1994, S.270
34 Winter 2001, S.44
35 Quelle : http://der_spiegel.lexikona.de/art/Der_Spiegel.html (Internetrecherche vom 03.04.2006)
36 Huhnke 1996, S.106
9
Nachrichtenmagazin scheint zudem laut Huhnke (1996) anhand ausgewählter Themen eine Vorreiterfunktion im Agenda-Setting-Prozess belegt zu sein. 37 Letztlich kommt dem „Spiegel“ eine Schlüsselstellung im deutschen Nachrichtenwesen zu. Der Spiegel steuert als „Gatekeeper“ den Informationsfluss, indem er Prioritäten im Prozess der Nachrichtenselektion setzt und einen massiven Einfluss auf die Wirklichkeitswahrnehmung der Rezipienten ausübt. 38 Die Bedeutung des Nachrichtenmagazins sollte bei der Beurteilung der Ergebnisse der Inhaltsanalyse über die Berichterstattung über den Linksterrorismus beachtet werden.
1.3 Terrorismusforschung
Zunächst sollen einige allgemeine Zusammenhänge erläutert und der aktuelle Stand der Terrorismusforschung dargestellt werden. Erst in einem zweiten Teil geht es dann um den Linksterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland. Zusätzlich soll die theoretische Entwicklung der Hypothesen erfolgen.
1.3.1 Definitionen
Bislang fehlt eine allgemein akzeptierte Definition von Terrorismus. Einer der Hauptgründe für die Definitionsproblematik auf wissenschaftlicher und politischer Ebene ist in der starken emotionalen und moralischen Aufladung des Begriffs zu sehen. Der Begriff Terrorismus enthält im allgemeinen Sprachgebrauch eine stark wertende, verurteilende Komponente. Die wissenschaftliche Analyse setzt jedoch eine operationale Definition von Terrorismus voraus, das heißt eine „Definition, die von einer moralischen oder rechtlichen Bewertung des Phänomens absieht.“ 39
Laut Waldmann (2004, 2005) stellt Terrorismus in erster Linie eine Kommunikationsstrategie dar. Dementsprechend wird Gewalt „nicht wegen ihres Zerstörungseffekts, sondern als Signal verwendet, um eine psychologische Breitenwirkung zu erzielen.“ 40 So lautet die Definition Waldmanns: „Terrorismus sind planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge
37 vgl. Huhnke 1996, S.94
38 vgl. Jäckel 2005, Kapitel 5 und 8
39 Waldmann 2005, S.12
40 Waldmann 2005, S.19
10
gegen eine politische Ordnung aus dem Untergrund. Sie sollen allgemeine Unsicherheit und Schrecken, daneben auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen.“ 41 Der Schockeffekt ist zentraler Bestandteil terroristischer Logik, weshalb sich terroristische Anschläge oftmals durch besondere Willkür und Brutalität auszeichnen. Ziel der Gewalttat ist es, für allgemeine Aufmerksamkeit zu sorgen und zu garantieren, dass der Anschlag von einem möglichst breiten Publikum zur Kenntnis genommen wird. 42
Auch Franz Wördemann (1977) geht davon aus, dass sich der Erfolg des Terrorismus nicht in der Quantität des Todes misst, sondern im Einfluss auf Denken und Fühlen, auf Meinung, Urteil, Phantasie; wenn dem Terrorist und / oder seinen Aktionen in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit zukommen.
Die wirkliche Waffe bestehe in der „Handhabung der Vortäuschung und des Scheins“, so dass der „Erfolg [...] messbar (sei) an der Distanz zwischen dem Gewaltaufwand gegen Menschen und Sachen und der Gewaltwirkung in den Köpfen.“ 43 Wördemann (1977) definiert Terrorismus als „Gewaltanwendung durch die kleine und isolierte Gruppe, die nicht über die Kraft verfügt, die etablierte Macht des Terrors oder die allgemein akzeptierte Macht des Rechts und des Gesetzes auf breiterer Front, durch den Aufstand der Masse oder mit konventionellen Methoden anzugreifen.“ 44
1.3.2 Grundzüge terroristischer Strategie
Ein wesentlicher Baustein terroristischer Strategie ist die Provokation – die Herausforderung eines Starken durch einen Schwächeren. 45 Zielbestimmung terroristischen Agierens ist die Provokation harter Gegenreaktionen durch die Gewalteskalation des Terrorismus. „Reagieren die gesellschaftlichen und politischen Führungseliten maßvoll, lassen sie sich nicht zu übertriebenen Verfolgungs- und Sicherheitsmaßnahmen hinreißen, dann haben die Gewaltaktivisten ihr Ziel [...] verfehlt.“ 46 Sich dem Reaktionszwang zu entziehen, stellt die Akteure allerdings sowohl auf persönlicher als auch auf institutioneller Ebene vor große Probleme. Auf die Reaktion auf den Linksterrorismus in der BRD gehe ich in Kapitel 1.3.6 näher ein.
41 Waldmann 1998, S.10
42 vgl. Waldmann 2005, S.14 43 Wördemann 1977, S.16 44 Wördemann 1977, S.24 45 vgl. Waldmann 2005, S.37 46 Waldmann 2005, S.38
11
Das eigentliche Tatmotiv terroristischer Vereinigungen ist die mediale Aufmerksamkeit. Ziel politischer Attentate ist in erster Linie die Verbreitung politischer Absichten durch mediale Berichterstattung sowie der Versuch, auf tatsächliche oder vermeintliche Missstände aufmerksam zu machen. Die Verbreitung von Angst und Unsicherheit ist dabei letztlich nur Mittel zum Zweck. Mit relativ wenigen Opfern sollen durch spektakuläre Attentate viel Aufmerksamkeit erzielt und weite Bevölkerungsgruppen eingeschüchtert werden. Der Schockeffekt ist somit ein zentrales Merkmal terroristischer Strategie: Gewalt weckt Aufmerksamkeit in einer mit Informationen und Sensationen überhäuften Öffentlichkeit. Die vorhandenen Strukturen der öffentlichen Wahrnehmung werden dabei von den Terroristen bewusst genutzt. Terrorisiert wird im wesentlichen die Öffentlichkeit, weniger die Opfer. Diese werden hinsichtlich ihrer Symbolwertes ausgesucht und stehen repräsentativ für eine ganze Gruppe. 47 Das Opfer als Individuum hat lediglich die Aufgabe, klar zu machen, dass es jeden treffen kann. Der Gewalttat kommt somit primär symbolischer Stellenwert zu.
Das terroristische Kalkül lässt sich laut Waldmann in seiner klassischen Form durch drei Elemente charakterisieren: 48
1. geplanter Gewaltakt bzw. dessen öffentliche Androhung
2. starke emotionale Reaktion seitens der Öffentlichkeit: Gefühle der Furcht und des
Schreckens sowie starke Verunsicherung; „positive“ Emotionen wie Schadenfreude, Erleichterung, innerer Beifall bei Anhängern und Sympathisanten
3. terroristische Anschläge zielen auf bestimmte Verhaltensreaktionen ab: „insbesondere
überstürzte, von einer gewissen Panik diktierte Schutz- und Vergeltungsmaßnahmen, aber auch Unterstützung und aktive Mithilfe beim angestrebten Kampf“
Schließlich müssen, damit das terroristische Kalkül aufgeht, zwei Handlungssequenzen erfolgen: „Erstens muss der angegriffene Staat überreagieren, das heißt die Fassade von recht und Rechtsstaatlichkeit fallen lassen und sich als der wahre Angreifer entpuppen; und zweitens muss sowohl aufgrund der „Botschaft“ als auch durch diese Überreaktion die Masse der lauen, stillen, abwartenden Sympathisanten aus ihrer Reserve gelockt werden, die schließlich zum Sieg der Aufständischen führt.“ 49
47 Politiker, Prominente etc
48 vgl. Waldmann 2005, S.35
49 Waldmann 2005, S.44
12
Quote paper:
Christine Schomaker, 2006, "Kill one, frighten thousand." - Eine Inhaltsanalyse der massenmedialen Thematisierung des Linksterrorismus zwischen 1970 und 1990, Munich, GRIN Publishing GmbH
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Communications - Journalism, Journalism Professions
Master's Thesis, 127 Pages
Christine Schomaker's text "Kill one, frighten thousand." - Eine Inhaltsanalyse der massenmedialen Thematisierung des Linksterrorismus zwischen 1970 und 1990 is now available as a printed book
Christine Schomaker has published the text "Kill one, frighten thousand." - Eine Inhaltsanalyse der massenmedialen Thematisierung des Linksterrorismus zwischen 1970 und 1990
Christine Schomaker has uploaded a new text
One of Thousands: A Personal Account of the Days of 911
Dennis Ciallela, Elsa Forsythe, Peter Sherrill
One Hundred Thousand Moons: An Advanced Political History of Tibet
Tsepon Wangchuk Deden Shakabpa, Derek F. Maher
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