Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
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2) Schreiben
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3) Die schulische Infrastruktur unterstützt das Schreiben
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4) Schreiben- und Lesenlernen mit eigenen Texten
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5) Warum zuerst die Druckschrift ?
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6) Die Freinet-Schuldruckerei
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- 6 ) 1 Die rechtschriftlichen Wirkungsebenen der Schuldruckerei 12
- 6) 2 Der Setzkasten 13
- 6) 3 Die Handhabung der Letter 14
7) Die Schuldruckerei - ein persönlicher Erfahrungsbericht
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- 7).1 Das ‘Elfchen‘ 16
- 7).2 ‘Das Haiku‘ 17
- 7).3 Der ‘Blätterdruck‘ 17
- 7).4 ‘4 Menschen, 4 Wörter, 4 Geschichten‘ 17
- 7).5 ‘Ein Mann und eine Frau gehen am Strand spazieren...‘ 18
- 7).6 Der Milchtütendruck 18
- 7).7 ‘Kreisschreiben‘ 19
- 7).8 ‘Das zerschnittene Gedicht‘ 19
- 7).9 Resümee 20
8) Fibelkritik 20
9) Literaturverzeichnis 23
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1) Einleitung
Lernen hat etwas mit Gefühlen zu tun. Wer bei einem Lernprozeß positive Gefühle entwickelt- sich mit Hingabe und inneren Engagement dem zu lernenden Material hingibt, bei dem wird Lernen als ein selbstverständlicher Prozeß eingehen, ohne dass es ihm bewußt wird , dass er viel Arbeit leistet. Leider ist die Schulpraxis oft nicht so , sondern Zwang , Angst und Frustration sind oft die ständigen Begleiter der SchulerInnen. Das nicht selten autoritär, repressive Auftreten der LehrerInnen macht Lernen oft zu einem entfremdeten Prozeß, der bei vielen SchülerInnen psychische Probleme hervorruft, welche sie ihre ganze Schullaufbahn begleiten. Nicht ohne Grund gibt es in der Bundesrepublik Deutschland eine erschreckend hohe Zahl an AnalphabetInnen, deren Bildungsdefizit wohl eher selten auf ein individuelles Intelligenzdefizit zurückzuführen ist, sondern wohl eher auf elementare Mißstände seitens der im Schulwesen praktizierten Pädagogik und Didaktik. Kann denn Schule ohne Rotstift Wissen vermitteln und dabei die Lernenden noch begeistern ? Die Grundlage hierfür wird in den ersten Schuljahren gelegt. Schrift- und Spracherwerb bei den jüngsten Mitgliedern der Gesellschaft kann mit Freude und Begeisterung einhergehen und nebenbei einen außerordentlichen Wissenszuwachs beinhalten. Hierfür muß aber erst die traditionelle Pädagogik und Didaktik ins Museum gestellt und neue Wege praktiziert werden: Ein Unterricht weitgehendst ohne Lehrerautorität und determinierte Strukturen, ein offenes Lernen in einer offenen Schule. Das diese neuen Wege keine bloßen theoretischen Ideale sind, belegen einschlägige wissenschaftliche Studien, die den Erfolg dieser neuen Methoden offenlegen, dort wo sie schon praktiziert werden.
2) Schreiben
Schreiben beinhaltet gleichzeitig und nacheinander ablaufende Prozesse, die intellektuellsprachliche, psychische und motorische Aktivitäten des Schreibenden fordern (s. Spitta 1988, S. 12):
- selbständiges gedankliches Entwerfen eines Inhaltes im Rahmen größerer Sinneinheiten
- innersprachliche Ausformung auf Satz -Wortebene ( inhaltliche, grammatische, syntaktische Konstruktion);
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- Organisieren des sprachlichen Inhaltes in Schriftzeichen unter Aspekten der morphophonematischen Struktur unserer Orthographie;
- Erstellen der Schriftzeichen mit Hilfe von Werkzeug und Material. Schreiben als besondere Form des Sprachgebrauchs dient vor allem der Fixierung von Erfahrungen, Gefühlen und Gedanken zum Zweck der Mitteilung ( kommunikative Funktion ); der inhaltlichen Erfassung ( Erfassungsfunktion ) ; sowie dem Festhalten von Informationen ( Aufzeichnungsfunktion ).
3) Die schulische Infrastruktur unterstützt das Schreiben
Die äußeren Umstände sind ungemein wichtig, um die jungen SchülerInnen zum Schreiben zu motivieren. So weckt ein karger, steriler Klassenraum sofort Antipathie gegen Schreiben, Lernen und Schule allgemein. Es ist daher unablässig den SchülerInnen vom ersten Schultag an, eine sympathische und warme Lernumgebung anzubieten. Neben den üblichen Accessoires, wie Blumen, Bilder etc. sollte der Klassenraum auch schon mit genug Materialien für den Schreibunterricht ausgestattet sein :
- Es sollten genug Stifte der unterschiedlichsten Art für die SchülerInnen unmittelbar greifbar sein, d.h. die Ausstattung sollte vom dünnsten Bleistift bis zum dicksten Filzschreiber alles beinhalten, womit man schreiben kann. Jedes Kind kann sich dann individuell aussuchen, welches Schreibgerät es bevorzugt.
- Es ist sinnvoll ein en großen Papiervorrat bereit zu stellen, damit die Kinder jederzeit schreiben , oder malen können. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Blätter unterschiedliche Arten der Linierung aufweisen. Vom Blankobogen bis zum karierten Papier sollte alles vorhanden sein. Auch hier können die Kinder frei wählen, welches Format sie bevorzugen.
- Gerade in unserem computerisierten Zeitalter ist es wichtig, dass Rechner für die Kinder zugänglich sind. Mit einem Schreibprogramm haben die Kinder die Möglichkeit auf unkomplizierte Art die Buchstaben zu entdecken und bekommen zugleich ein sauberes
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Arbeit zitieren:
Marjan Rosetz, 2001, Freies Schreiben und Drucken mit der Schuldruckerei : Lesen- und Schreibenlernen ohne Fibel, aber mit Begeisterung., München, GRIN Verlag GmbH
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