Kurzzusammenfassung
Diese Arbeit gibt einen ¨ Uberblick ¨ uber die unterschiedlichen Varianten an Regal- und La-
gersystemen, wie sie heutzutage in der Wirtschaft Anwendung finden. Zun¨ achst wird eine Klassifizierung vorgenommen. Anschließend werden verschiedene Auspr¨ agungen von Lagersystemen vorgestellt. Insbesondere werden hier ausschließlich vollautomatisierte Regal-und Lagersysteme behandelt. In diesem Zusammenhang werden auf dem Markt befindliche Systeme betrachtet, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Sie sind so gew¨ ahlt, dass jedes vorgestellte System einem anderen Typus entspricht.
i
Abstract
This paper deals with the diverse Variants of racks and storage systems, as they are common in todays economy. Initially the differnet types of racks and storage systems will be classified. Afterwards the reader shall be given a review of actual storage systems. In particular only fully automated racks and storage systems will be discussed. In this context systems are examined, that can be found on the market and represent the state-of-the-art. They are chosen in a way, that each system represents another type.
ii
Inhaltsverzeichnis
Kurzzusammenfassung i
Abstract ii
Inhaltsverzeichnis v
Abbildungsverzeichnis vii
1 Einleitung 1
2 Klassifizierung von L agern 3
2.1 Klassifizierung nach Funktion 3
2.2 Klassifizierung nach Bauh ohe 4
2.3 Klassifizierung nach Lagergut 5
2.4 Klassifizierung nach Ladehilfsmittel 5
2.5 Klassifizierung nach Lagermittel 6
2.6 Klassifizierung nach Dynamik 6
2.6.1 Statische Regalsysteme 6
2.6.2 Dynamische Regalsysteme 8
3 Betrachtung einzelner Systeme 11
3.1 Order Storage und Retrieval System, KNAPP Logistik Automation GmbH 11
3.2 Lean-Lift, H anel GmbH Co. KG 13
3.3 Dematic Multishuttle, Siemens Dematic AG 15
3.4 Megamat, Megamat GmbH 17
3.5 Rotastore, psb GmbH 18
3.6 Viaspeed, Viastore Systems GmbH 20
4 Zusammenfassung und Ausblick 23
iv
Abbildungsverzeichnis
3.1 Order Storage Retrieval System (OSR) 12
3.2 Lean-Lift - Dynamische Lagerung 14
3.3 Dematic Multishuttle - Systemaufbau 15
3.4 Dematic Multishuttle 16
3.5 Megamat - vertikales Umlaufregal 18
3.6 Rotastore - hochdynamisches Lagersystem 19
3.7 Viaspeed-Regalbedienger at 21
3.8 Viaspeed-Lastaufnahmemittel 21
vii
1 Einleitung
Eine der unvermeidbaren Aufgaben innerhalb der Wertsch¨ opfungskette eines Unternehmens ist die Lagerung von G¨ utern. Unter Lagern versteht man das Aufbewahren und Bereithalten einer Anzahl von Artikeln (Gudehuss 2000). Dies ist zur ¨ Uberbr¨ uckung von
Zeit innerhalb des Materialflusses notwendig. Ursachen f¨ ur diese Notwendigkeit sind h¨ aufig stochastische Schwankungen im Materialfluß. Jedoch k¨ onnen auch andere Einfl¨ usse, wie beispielsweise die Forderung nach einer M¨ oglichkeit zur Sortierung, eine Rolle spielen. L¨ ager erf¨ ullen je nach Aufgabenstellung des Unternehmens neben der reinen Aufnahme und Bereithaltung von G¨ utern unterschiedliche Aufgaben. Sie werden beispielsweise f¨ ur die Kommissionierung verwendet. Folglich muss die Auslegung eines Lagers an alle Randbedingungen angepasst werden. Die Wahl des f¨ ur eine gegebene Situation optimalen Lagers ist von verschiedenen Faktoren abh¨ angig, die von Arnold und Furmans (2005) n¨ aher spezifiziert werden.
Von grunds¨ atzlicher Bedeutung sind die Eigenschaften der G¨ uter. Wie groß, wie schwer und wie robust sind die G¨ uter? Handelt es sich um verderbliche Ware, die einer K¨ uhlung bedarf? Wie lang ist die Verweilzeit im Lager? Dies sind nur einige m¨ ogliche Fragestellungen.
Außerdem wichtig f¨ ur die Auslegung des Lagers ist der gew¨ unschte Durchsatz. Wird ein hoher Durchsatz gefordert, ben¨ otigt man beispielsweise gleich mehrere oder schnellere Regalbedienger¨ ate (RGB). Dies hat nat¨ urlich h¨ ohere Investitionskosten zur Folge, die ebenfalls bei der Auslegung und Dimensionierung eines Lagers bedacht werden m¨ ussen. Zus¨ atzlich ist ein Lager bestimmten Standortrestriktionen unterworfen, innerhalb derer es gestaltet werden kann. Dies sind zum Beispiel Grundst¨ uckskosten, r¨ aumliche Restriktionen, beh¨ ordliche Vorschriften, ¨ okologische Bedingungen oder bautechnische Voraussetzungen (Arnold und Furmans 2005).
Diese Vielzahl variierender Anforderungen hat die verschiedensten Konzepte und techni-
1
1 Einleitung
schen Umsetzungen hervorgebracht, um effiziente Lagerhaltung zu bewerkstelligen. Durch die fortschreitende Entwicklung nimmt die Automatisierung innerhalb von L¨ agern immer weiter zu. ” Automatisierung bezeichnet nach DIN 19233 den selbst¨ andigen Ablauf von Prozessen durch den Einsatz geeigneter technischer Mittel.“ (Deutsches Institut f¨ ur Normung e.V. 1998)
In den folgenden Kapiteln soll ein m¨ oglichst vielf¨ altiger ¨ Uberblick ¨ uber tats¨ achlich ange-wandte vollautomatische Regal- und Lagersysteme gegeben werden. Leider kann nur ein Lagersystem vorgestellt werden, das RFID-Transponder zur Identifikation von Ladeeinheiten verwendet, da diese Anwendungen bisher selten implementiert sind. In der Forschung nimmt die RFID-Technik jedoch zur Zeit einen hohen Stellenwert ein.
2
2 Klassifizierung von L¨ agern
2.1 Klassifizierung nach Funktion
In Kapitel 2 wird basierend auf Arnold et al. (2002, S. C2-35ff) eine Klassifizierung von Lagertypen nach unterschiedlichen Charakteristika vorgenommen.
Grunds¨ atzlich erf¨ ullen L¨ ager differierende Funktionen. Man unterscheidet nach den zwischen Beschaffungs-, Produktions-, Distributions- und Ersatzteill¨ agern, was verdeutlicht, dass L¨ ager durchaus in allen materialrelevanten Bereichen eines Unternehmens Anwendung finden.
Beschaffungsl¨ ager sichern durch Bevorratung die Versorgung der Produktion mit G¨ utern. Somit wird die Lieferf¨ ahigkeit gegen¨ uber dem Kunden durch hohe Flexibilit¨ at gew¨ ahrleistet. Wenn nicht der Just-in-Time-Ansatz in optimaler Form angewandt wird, werden Beschaffungsl¨ ager verwendet, um Lieferungen von G¨ utern aufzunehmen, die nicht sofort verbraucht werden. Diese Lieferungen erfolgen innerhalb bestimmter Anliefer- oder Bestellzyklen. Wenn der Materialzufluss innerhalb k¨ urzester Zeit durch eine Lieferung den aktuellen Bedarf ¨ ubersteigt, so wird ein Lager ben¨ otigt. Ein Puffer im Produktionsbereich reicht daf¨ ur in der Regel nicht mehr aus. Das eingelagerte Material wird der Produktion dann bedarfsgerecht zur Verf¨ ugung gestellt.
Produktionsl¨ ager k¨ onnen zwischen verschiedene Stufen im Produktionsprozess geschaltet werden, wenn zum Beispiel unterschiedliche Kapazit¨ atsquerschnitte der einzelnen Prozessschritte bestehen (Schulte 2000, S. 179). ” Ein Produktionslager dient in erster Linie der
Synchronisierung von Warenzu und -abfl¨ ussen in der Produktion.“ (Arnold et al. 2002, S. C2-35). Das Lager wird so ausgelegt, dass es die stochastischen Schwankungen innerhalb des Produktionsprozesses abf¨ angt.
Distributionsl¨ ager, auch Absatzl¨ ager genannt (Schulte 2000, S. 179), gleichen die zeitliche Differenz zwischen Produktionsprozess und Absatz aus. Die Aufgaben eines klassischen
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Arbeit zitieren:
Philipp Meyer-Galow, 2006, Vollautomatische RFID Regal - und Lagersysteme (Smart Rack), München, GRIN Verlag GmbH
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