Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Maurice Sendak - der Autor
2.1 Biographische Daten
2.2 Bibliographie - Auszug
3. Wo die wilden Kerle wohnen - das Buch
3.1 Kurze inhaltliche Zusammenfassung
3.2 Gattungsbestimmung
3.3 Anwendungsgebiete
4. Vorbereitungsvorschläge für die themenbezogene „Erlebnis-Lesenacht“
4.1 Einstieg mit dem Bilderbuchkino
4.2 Biographie für die Klasse
4.3 Masken für ein Theaterstück/Rollenspiel
4.4 Krachmacher: Selbstgebaute Instrumente
4.5 Das Theaterstück/Rollenspiel
4.6 Der Gefühle-Würfel
4.7 Der Wald im Zimmer
5. Die „Erlebnis-Lesenacht“
5.1 Aufführung des Theaterstücks oder der Rollenspiele
5.2 Spielzeit
5.3 Phantasiereise „Ich bin ein Schiff“
5.4 Wilde-Kerle-Ralley
5.5 Buchstabensuppe
5.6 Zaubertrank
5.7 Vorlesezeit
6. Das Referat
6.1 Das Referat - die Vorbereitung
6.2 Das Referat - die Umsetzung
6.3 Reflexion
Literaturverzeichnis
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1. Einführung
Im Seminar „Weiterführendes Lesen am Beispiel von Kinder- und Jugendliteratur“ im Wintersemester 2002/2003 habe ich ein Referat über das Buch „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak gehalten. Mich fasziniert dieses Buch, seitdem ich es das erste Mal im ASP (allgemeines Schulpraktikum) in einer Klassenbibliothek entdeckte. Zur Bearbeitung dieses Buches im Rahmen einer Grundschulklasse kamen mir viele verschiedene Einfälle. Sehr geeignet erschien mir die Projektarbeit für eine themenbezogene „Erlebnis-Lesenacht“.
Im Folgenden werde ich den Autor und das Buch sowie einige Vorbereitungs-vorschläge für den Unterricht in Bezug auf die „Erlebnis-Lesenacht“ vorstellen. Im Anschluss erfolgt eine Reflexion über das Referat und die Ergebnisse, welche von den Kommilitonen/Kommilitoninnen erbracht wurden.
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2. Maurice Sendak - der Autor
2.1 Biographische Daten
Maurice Bernard Sendak (amerikanischer Kinderbuchautor und Illustrator)
• geboren am 10.06.1928 in New York
• zwei ältere Geschwister
• Kind jüdischer Einwanderer aus Polen (Sarah und Philip Sendak)
• 1946 schloss er die High School ab
• 1947, mit 19 Jahren erste Veröffentlichung eines Buches „Atomics for the Millions“ (ursprünglich illustriert für seinen Biologielehrer in der High School)
• Besuch einer Kunstschule und der „Art Student’s League“
• 1964 wurde ihm die „Caldecott Medal“ für „Where the Wild Things Are“ („Wo die wilden Kerle wohnen“) verliehen
• 1967 hatte er einen Herzinfarkt, seine Mutter erkrankte an Krebs und sein Hund „Jenny“ starb, aufgrund dieser Ereignisse schrieb er „Higglety Pigglety Pop! or There Must Be More To Life“ („Higgelti Piggelti Pop! Es muss im Leben mehr als alles geben“), veröffentlicht 1969
• u.a. veröffentlichte er verschiedene Bücher, arbeitete an einigen Opernhäusern (Bühnenbild und Kostüme) und schrieb den Text für die Operette „Where The Wild Things Are“
2.2 Bibliographie - Auszug Deutschland 1
1967 Wo die wilden Kerle wohnen 1981 Als Papa fort war 1988 In der Nachtküche
1993 Higgelti Piggelti Pop! Es muss im Leben mehr als alles geben 1999 Caldecott & Co. Gedanken zu Büchern und Bildern England 2
1 Anm.: Die Liste enthält nur die Titel, welche zur Zeit (2000/2001) in Deutschland lieferbar sind (Vergl.: „Verzeichnis lieferbarer Bücher, German Books In Print 2000/2001“, Band 7 Sch-Tut, Frankfurt, 2000).
2 Anm.: Die Liste enthält nur die Titel, welche zur Zeit (2000) in England lieferbar sind (Vergl.: „Whitaker’s Books In Print 2000, the reference catalogue of current literature“, Vol.4 N-Sl, London, 2000.).
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1967 Where The Wild Things Are (Wo die wilden Kerle wohnen) 1967 Hector Protector AND As I Went Over The Water
1969 Higglety Pigglety Pop! Or There Must Be More To Life (Higgelti Piggelti Pop! Es muss im Leben mehr als alles geben) 1970 Sign On Rosie’s Door 1971 In The Night Kitchen (In der Nachtküche)
1976 Some Swell Pup Or Are You Sure You Want A Dog? (in Zusammenarbeit mit M. Margolis)
1981 Outside Over There (Als Papa fort war) 1988 Fantasy Sketches
1988 Ten Little Rabbits. A Counting Book With Mino The Magician 1988 Yng Ngwld y Pethau Gwyllt (Welsh)
Maurice Sendak hat außerdem viele Bücher illustriert. Als Beispiele können an dieser Stelle „Wo die wilden Kerle wohnen“, welches er selbst verfasst hat, oder auch eine Ausgabe von Grimms Märchen genannt werden.
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3. Wo die wilden Kerle wohnen - das Buch
3.1 Kurze inhaltliche Zusammenfassung
Max ist ein Junge von unbestimmbarem Alter. Er tobt ausgelassen herum. Als seine Mutter mit ihm schimpft, reagiert er trotzig. Daraufhin schickt die Mutter Max ohne Abendessen ins Bett. Max ist wütend.
Sein Kinderzimmer verwandelt sich in einen großen Wald, und bald befindet sich Max in einem Segelboot auf hoher See.
Er landet an dem Ort, wo die wilden Kerle wohnen. Die wilden Kerle - es sind auch „Kerlinnen“ darunter - empfangen ihn mit gefletschten Zähnen und Gebrüll. Max bezwingt sie mit einem einzigen Blick. Als neuer König der wilden Kerle befiehlt er ihnen Krach zu machen. Nachdem sie ausgelassen herumgetobt sind, schickt Max die Kerle ohne Essen ins Bett.
Der Duft des Abendessens erinnert ihn an sein Zuhause. Er verlässt die wilden Kerle und segelt wieder in sein Zimmer, wo das warme Abendessen auf ihn wartet. 3
3.2 Gattungsbestimmung
Maurice Sendaks Buch „Wo die wilden Kerle wohnen“ ist ein Bilderbuch mit geringem Textanteil. Es lässt sich in die Kategorie der phantastischen Bilderbuchgeschichte einordnen.
In der phantastischen Bilderbuchgeschichte kommen die Autoren dem noch unbekümmerten
Fabulieren des Kindes entgegen. Während das Märchen die realen und irrealen
Gegebenheiten ohne Hervorhebung der Grenzlinien gleichsam wie eine Dimension darstellt,
läßt die phantastische Geschichte nach literaturwissenschaftlicher Kennzeichnung keinen
Zweifel an der Existenz zweier Handlungsebenen. [...] So stoßen wir auf Bild-Text-Geschichten, in denen - das markanteste Kennzeichen der phantastischen Erzählung -neben der dem Kinde geläufigen Realität eine andere Welt deutlich hervortritt; so etwa wenn
das Kind in der Geschichte auf wunderliche Weise in eine Dimension außerhalb unserer Wirklichkeit [...] gerät [...]. 4
3 Vgl.: Ehrmann, U.; Hecker, U.; Nüchter, W.: „Literaturkartei - Wo die wilden Kerle wohnen“, Mülheim a. d. Ruhr, 2001. S. 4 (im Folgenden: „Literaturkartei“)
4 Vgl.: Maier, K. E.: „Jugendliteratur - Formen, Inhalte, pädagogische Bedeutung“, 10. überarb. u. erw. Auflage, Bad Heilbronn/Obb., 1993. S.24-25
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Arbeit zitieren:
Katja Staats, 2002, Über Maurice Sandaks "Wo die wilden Kerle wohnen", München, GRIN Verlag GmbH
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