INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 3
2. STRUKTUR UND MOTIVE 5
2.1. Aufbau 5
2.2. Mitgliedschaft und Mitgliedersuche 6
2.3. Motive zur Bildung einer Wohngemeinschaft 7
3. AUFGABEN UND FUNKTIONEN 9
3.1. Haushalt 9
3.2. Kindererziehung 10
4. MIETVERTRAGSARTEN 12
4.1. Vertrag 1: Alle unterschreiben einen Vertrag 12
4.2. Vertrag 2: Nur einer unterschreibt den Mietver- 12
trag und die anderen werden Untermieter
4.3. Vertrag 3: Jeder unterschreibt seinen eigenen 13
Mietvertrag
5. FAZIT 14
6. LITERATURVERZEICHNIS 16
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1. EINLEITUNG
Die typische Familie ist heute immer noch die Kernfamilie. Darunter versteht man ein verheiratetes Elternpaar mit seinen minderjährigen Kindern. Die meisten Menschen leben in einer solchen Familie. Doch aufgrund einer immer höheren Scheidungsrate und die Abneigung gegen die Heirat entwickeln sich immer mehr verschiedene Familienformen heraus. Daher steht hier im Vordergrund die Wohngemeinschaft als eine Familienform außerhalb der Ehe. Es werden Antworten auf die folgenden Fragen gegeben: 1. Wie ist eine Wohngemeinschaft aufgebaut? 2. Wie gestaltet sich das Leben bzw. die Betreuungssituation? 3. Welche Rechte und Pflichten hat der Einzelne? An den Fragen ist ersichtlich, dass die Wohngemeinschaft anhand verschiedener Kriterien untersucht werden kann. Zu Beginn steht hier daher die Struktur einer Wohngemeinschaft. Die Struktur unterteilt sich in den Aufbau der Wohnung und die Mitgliedschaft. Der Aufbau der Wohnung gliedert sich in zwei verschiedene Bereiche. Auf der einen Seite sind die Gemeinschaftsräume und auf der anderen Seite die Einzelzimmer. In dieser Wohnungsaufteilung leben die Mitglieder einer Wohngemeinschaft zusammen. Unter den Mitgliedern müssen sich mindestens drei Erwachsene befinden. Diese Mitgliedschaft basiert nur auf Sympathiebeziehungen zwischen den Mitgliedern und nicht auf einen Verwandtschaftsgrad.
Ein anderes Kriterium sind die Motive, warum heute viele Menschen in einer Wohngemeinschaft leben. Die meisten Menschen wollen hauptsächlich ihre Isolation überwinden, da sie das Bedürfnis nach Kontakt zu ihren Mitmenschen haben oder sie wollen nur ihre emotionale Belastung durch zuviel Arbeit minimieren bzw. aufheben durch die Arbeitsaufteilung in einer Wohngemeinschaft.
Im Haushalt werden die Aufgaben unter den Mitgliedern gerecht aufgeteilt. Dies erfolgt meist in einer Rotation, d.h. das jedes Mitglied nach
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einer Zeit (meist nach einer Woche) eine andere Aufgabe erledigen muss, so dass jeder alle Haushaltsbereiche durchläuft. Die Mitglieder mit Kindern werden durch die Mitgliedschaft in einer Wohngemeinschaft entlastet, weil alle Mitglieder gleichmäßig in die Kindererziehung einbezogen werden. Die Kinder sind aufgrund der hohen Mitgliederzahlen nie allein und haben immer einen Ansprechpartner.
In einer Wohngemeinschaft gibt es drei verschiedene Arten von Mietverträgen. Die erste Vertragsart ist, das alle Mitglieder in dem Mietvertrag stehen, so dass sie alle die gleichen Rechte und Pflichten gegenüber dem Vermieter haben. Eine andere Vertragsart ist, das nur einer Hauptmieter wird und die anderen Mitglieder erhalten vom Hauptmieter einen Untermietvertrag. Diese Mitglieder stehen daher in keinem vertraglichen Verhältnis zu dem Vermieter. Die letzte Vertragsart ist, dass der Vermieter alle Zimmer einzeln vermietet, so dass die Mieter alle ihren eigenen Mitvertrag erhalten. Dadurch können die Mitglieder nicht über ihre zukünftigen Mitbewohner selbst entscheiden.
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2. STRUKTUR UND MOTIVE
2.1. Aufbau
Die Wohnung der Wohngemeinschaft ist in der Regel 90 bis 130 qm groß, worunter sich vier bis fünf Zimmer befinden (SPIEGEL, S. 166). Die Wohnungen liegen meist in Altbauten, die große Zimmer und niedrige Mieten haben (PEINEMANN, S. 35). Sie setzen sich aus verschiedenen Bereichen zusammen. Da wäre auf der einen Seite die Küche, die als Gemeinschaftsraum dient. Dort können sich die Mitglieder treffen um Gespräche zu führen und um zu kochen bzw. zu essen. Durch die Anwesenheit in der Küche drücken die Mitglieder ihre Gesprächsbereitschaft aus. Die Küche gehört zu den allgemeinen Räumen, genauso wie das Bad, der Flur und evtl. das Wohnzimmer. Diese Räume werden von allen Mitgliedern gemeinsam genutzt. Auf der anderen Seite wären die Zimmer, die nur von Einzelpersonen bewohnt werden. Dies sind die Orte, an denen sich die Mitglieder zurückziehen können, wenn sie mal ihre Ruhe haben wollen. In den eigenen Zimmern bleiben die Mitglieder meist ungestört (EBEL / EIBESFELD / KÜHNE, S. 249). Es stellt sich oft die Frage, wie die Wohngemeinschaft sich einrichtet, da jeder Mensch eine andere Vorstellung in bezug auf die Einrichtung hat. Die Einrichtung der Wohngemeinschaft setzt sich aus total unterschiedlichen Stilen zusammen. Das liegt daran, das jedes Mitglied seine eigenen Möbel, vor allem Lieblingsstücke, beim Einzug mitbringt (JEEP / NELLE / NEUMANN, S. 10ff). Möchte ein Mitglied in der Wohngemeinschaft diese Möbel umstellen, sollte er bzw. sie die Zustimmung von den anderen Mitgliedern haben, bevor es zu Konflikten zwischen den Mitgliedern kommt (JEEP / NELLE / NEUMANN, S. 107f). Es gibt aber auch Wohngemeinschaften, wo sich die Mitglieder zusammen ein Haus kaufen. Dabei gehört jedem Mitglied schließlich ein gleichgroßer Teil des Hauses. Meist bestehen die Häuser aus mehreren Etagen, damit jedes Mitglied eine eigene Wohnung haben kann. Dadurch erhalten die Mitglieder mehr Platz, den sie nach ihren eigenen Vorstellungen einrichten können (SCHENK, S. 104).
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Arbeit zitieren:
Silke Singer, 2004, Die Wohngemeinschaft als Familienform außerhalb der Ehe, München, GRIN Verlag GmbH
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