Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Arbeitsgedächtnis nach Baddeley 1
2.1. Phonological loop 2
2.2. Visospatial sketch pad 3
2.3. Central Executive 3
3. Alzheimer’s disease 5
3.1. Central Executive 5
3.2. Phonological Loop 10
4. Schlussbemerkung 11
Bibliographie 13
1. Einleitung
Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Funktionen des Arbeitsgedächtnisses sowie deren Dysfunktionen in Bezug auf die Alzheimerkrankheit. Im ersten Teil wird das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley vorgestellt, wobei der Akzent auf der Betrachtung der zentralen Exekutive liegt. Der zweite Teil der Arbeit soll eine Verbindung zwischen diesem Modell, den Funktionen des Arbeitsgedächtnisses und der Alzheimerkrankheit schaffen, indem einige Studien, Testverfahren und deren Ergebnisse vorgestellt werden. Auch hier wird das Hauptaugenmerk auf die Funktionen der zentralen Exekutive und die mit dieser eng zusammen hängenden Aufmerksamkeit gerichtet werden.
2. Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley
„ The term working memory refers to a brain system that provides temporary storage and manipulation of the information necessary for such complex cognitive tasks as language comprehension, learning, and reasoning. “ (Baddeley 1992, 556) Grundlage für den Aufbau seines Modells war die Trennung in Arbeitsgedächtnis und Wissensbasis (vgl. Grube 1999, 5) als Teile des gesamten kognitiven Systems des Menschen, wobei die Wissensbasis all das bereits angeeignete Wissen als weiter zu verarbeitende Informationen bereithält. Dem Arbeitsgedächtnis werden ebenfalls mehrere Instanzen zugeschrieben. Zu diesen gehört die zentrale Exekutive (central executive), der mindestens zwei Hilfssysteme (slave systems) untergeordnet sind. Zum einen die phonologische (Klatte 1996, 7) oder artikulatorische (Parkin, Alan 1996, 129) Schleife (phonological/articulatory loop) und zum anderen der visuell-räumliche Schmierzettel oder Notizblock (visuospatial sketch pad) (Grön 1997,12). Die zentrale Exekutive ist für die Verarbeitung der Informationen, welche von den beiden Hilfssystemen geliefert werden, verantwortlich, um zielgerechtes Handeln zu planen und durchzuführen (Grön 1997,16f.). Dabei kann natürlich auch auf das schon vorhandene Wissen zurückgegriffen werden. Diese Arbeit soll sich allerdings nur auf die Funktionen des Arbeitsgedächtnisses beschränken. Eine weitere Aufgabe der zentralen Exekutive ist, die Aufmerksamkeit auf die für die Handlungsdurchführung wichtigen Reize zu richten. Die beiden Hilfssysteme sind, wie aus den Benennungen schon ersichtlich, auf bestimmte Wahrnehmungsformen spezialisiert und halten für einen beschränkten Zeitraum die jeweiligen
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Informationen zur Verarbeitung bereit (Baddeley 1992, 556ff). Fig.1 zeigt in vereinfachter Form das Zusammenspiel der zentralen Exekutive und der beiden Hilfssysteme.
2.2 Phonological loop
Die phonologische Schleife beschreibt die Aufnahme und Bereithaltung von verbalem Material, das sowohl gesprochen wie auch visuell in Form von geschriebenen Wörtern präsentiert sein kann (vgl. Baddley 1992, 558ff).
Aus dieser Darstellung wird ersichtlich, dass auch in dem System der phonologischen Schleife zwei Teilprozesse beteiligt sind. Auf der einen Seite steht der phonological short-term store, der phonologische Kurzzeitspeicher, der die erhaltenen Informationen für ca. 1,5 bis 2 Sekunden
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(vgl. Grube 1999, 6), laut Grön (1997) für 2 bis 3 Sekunden, zur Weiterverarbeitung bereithält (vgl. Baddley, Gathercole 1993, 8). Akustisch präsentiertes Material erhält sofortigen Zugang zu diesem Speicher (vgl. Grön 1997, 13) und wird durch den Rehearsalprozess aufrechterhalten (vgl. Grube 1999, 6), „indem […] durch eine Art inneres Sprechen die Klanginformation im phonetischen Speicher immer wieder neu [abgelegt wird].“(Grön 1999, 7). Dieser Prozess ist auch für die Umformung von nicht-akustisch dargebotenen Informationen zuständig. Mithilfe dieses „innere[n] Sprechen[s]“ werden die schriftlichen Zeichen in akustisches Material umgewandelt und können so in den phonologischen Speicher weitergereicht werden, wo sie für Weiterverarbeitung oder längeres Speichern bereit stehen (vgl. Klatte 1996, 7).
2.1 Visuospatial sketch pad
Dieser Bereich des Arbeitsgedächtnisses soll hier nur kurz erläutert werden, da er für den Rest der Arbeit eine weniger relevante Rolle spielt. Er ist für das kurzzeitige Bereithalten von visuell dargebotenen Informationen und deren Weiterverarbeitung zuständig (Baddely 1992, 557). Diese Funktionen werden beim gleichzeitigen Präsentieren von unwichtigem bildhaften oder räumlichen Material gestört (Grön 1997,15f). Farah (1988) fand durch Tests heraus, dass der visuell-räumliche Notizblock nochmals aus zwei separaten Systemen besteht, da in Untersuchungen Patienten entweder Probleme beim Speichern von visuell dargebotenem Material (vor allem in Bezug auf Farbe und Form (Grön 1997, 16)) hatten, oder im Beschreiben von Wegen, also im Bereich der Orientierung (Baddley 1992, 558).
2.3 Central Executive
Obwohl die Erforschung der zentralen Exekutive noch am Anfang steht, wurden in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse in Bezug auf diesen Teil des Arbeitsgedächtnisses gewonnen(vgl. Baddeley, Gathercole 1993, 5). Um einzelne Funktionen der zentralen Exekutive zu diagnostizieren, werden bestimmte erprobte Testverfahren verwendet. Dabei handelt es sich um Tests, die meist bei Patienten mit Läsionen am präfrontalen Kortex durchgeführt werden. Um die Wichtigkeit der Defizite richtig beurteilen zu können, wird empfohlen die Tests mit Verhaltensbeobachtungen zu begleiten. Ein weiteres Problem der Erfassung besteht darin, dass diese Testverfahren durch ihre Standardisierung nicht immer den Problemen, denen die Patienten im Alltag begegnen, entsprechen. Um dies ein wenig auszugleichen, sollten testbegleitende
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Arbeit zitieren:
Julia Rosenberger, 2006, Alzheimer disease - Arbeitsgedächtnis und zentral-exekutive Leistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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