Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Rahmenbedingungen 4
Die neuen Herausforderungen 7
3. Wie soll die neue Organisation aussehen (Design for Change) 10
4. DEN WANDEL GESTALTEN: Grundsätze des Vorgehens 15
Denken in Prozessen statt Strukturen 16
Das Unternehmen auf sein Umfeld ausrichten 16
Vernetzung durch Kommunikation 16
Von außen nach innen organisieren 17
Charta des Managements von Veränderungen 18
5. Neue Organisationsmodelle 26
6. Literaturverzeichnis: 35
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1. Einleitung
„Wenn wir die Menschen nur so nehmen,
wie sie sind, so machen wir sie schlechter.
Wenn wir sie behandeln, als wären sie,
was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin,
wohin sie zu bringen sind.“ (Goethe)
Fusionen, Pleiten, Neugründungen sind an der Tagesordnung. Überall wird umorganisiert. Unternehmen, Behörden und Institutionen leben von und durch ihre Anpassungsfähigkeit. Märkte waren nie zuvor institutionalisierter, neue Technologien lösten sich niemals zuvor schneller ab. Werte werden neu geordnet, Rituale von heute auf morgen aufgelöst und damit neue, zumeist, größere Anforderungen an den Adressaten gestellt. Auch ein Signal für den Wandel der Wirtschaft, insbesondere für Unternehmen, lässt sich bei den Führungskräften in der Wirtschaft und zum Teil auch in öffentlichen Institutionen und Verwaltungen erkennen. Zunehmend werden sie stärker gefördert und belastet- oft bis an die Grenze des Zumutbaren. Zwölf Stunden Präsenz im Geschäft sind vielerorts schon guter Durchschnitt. Den ganzen Tag über jagt eine Sitzung die andere. Über Mittag Besprechungen, abends Essen mit Kunden. Aktenstudium und Vorlagen erarbeiten: Am Wochenende Mitarbeitergespräche: selten in der folgenden Arbeit werden nun Gründe für diesen Wandel in Wirtschaft und Unternehmen gesucht. Weiterhin werden Vorschläge bzw. Modelle vorgestellt, diesen Wandel zu gestalten. Zum Schluss werden noch 2 Modelle von Unternehmen vorgestellt, die Resultat aus den Überlegungen des so genannten „Change Management“ geworden sind, d.h. traditionelle Unternehmensorganisationen unterliegen einem Wandel hin zu neue Unternehmensorganisationen (vgl. Saamann, 1991).
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2. Rahmenbedingungen
Erste Frage soll sein, wie es um das unternehmerische Wirtschaften und betriebliches Management steht.
Die Welt hat sich radikal geändert und damit verbunden auch das Unternehmen und dazugehörige Management. Ganz andere Voraussetzungen als noch vor wenigen Jahren sind heute von Bedeutung. Hier fünf Rahmenbedingungen, als Resultat des Wandels, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden:
Nr.1:
Innovationssprünge in der Informatik und Telekommunikation Heutzutage sind wir fast vollständig umgeben von Computern und unser Leben wird in vielfältiger Weise dadurch beeinflusst. Neu bei dieser Entwicklung ist jedoch die Radikalität und Schnelligkeit der Entwicklung. Internet, E- oder M- Commerce zwingen immer mehr dazu, die Wertschöpfungsketten völlig neu zu definieren und die Geschäftsprozesses grundlegend neu zu gestalten.
Die neuen Kommunikationsmedien ersetzen Massen von Arbeitsplätzen. Wo früher eine große Zahl von Führungskräften benötigt wurde, um Informationen zu sammeln, auszuwerten und zu interpretieren und weiterzuleiten, übernimmt heute die Technik diese Aufgaben ohne Zeitverzug, ohne hierarchische Zwischenebenen und ohne lokale Begrenzungen. Große Entfernungen stellen kein Problem mehr da, wodurch ermöglicht wird, dass Unternehmen mehr und mehr übergreifende Aufgaben in strategische Allianzen und internationalen Zusammenschlüssen verlagern.
Nr.2
Verknappung der Ressource Zeit Die technologischen Entwicklungen führen zu einer unerhörten Beschleunigung aller Geschäftsabläufe und stellen die Geschäftswelt unter einen gewaltigen Leistungs- und Veränderungsdruck.
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Das wirtschaftliche, politische und soziale Umfeld ist instabil geworden. Neue Chancen gehen mit neuen Risiken einher.
Will ein Unternehmen in einem sich ständig wandelnden und turbulenten Umfeld überleben, muss es rasch reagieren und sich kurzfristig ändernden Bedingungen anpassen können.
D.h. rasche Produktinnovationen versus immer kürzer werdender Produktlebenszyklen sowie – vor- und nachgelagert- betriebliche Umstellungen.
Innovationsdruck ist enorm, der Rhythmus, mit dem Veränderungen in das organisatorische und personelle Gefüge eingesteuert werden, atemberaubend. Geschwindigkeit wird zum Erfolgsfaktor.
Nr.3
Verknappung der Ressource Geld Gründe:
- natürliche Ressourcen gehen zur Neige: Holz wird knapp, die Meere sind leer gefischt, Trinkwasser wird zur Kostbarkeit. Kurz: Rohstoffe werden immer teurer.
- Kriege-, Natur- und technische Katastrophen: Die Staaten geben für die Rüstung fast so viel Geld aus wie für alles andere zusammen, Naturkatastrophen nehmen durch die Erwärmung der Erdatmosphäre durch Treibhausgase zu
- horrende Folgekosten gesellschaftlicher Fehlentwicklungen Die Überalterung der Bevölkerung, die progressive Schädigung des menschlichen Immunabwehrsystems, die extreme Zunahme physischer und psychischer Zivilisationskrankheiten führen zu einer expositionellen Steigerung des Bedarfs an medizinischer Versorgung
- wachsende Vielfalt staatlicher Aufgaben Die Sicherheitskräfte sind heute schon überfordert, Gerichte hoffnungslos im Verzug, die Gefängnisse überfüllt, Krankenhäuser, Altersheime, Schulen und Universitäten überlastet. Die staatlichen Funktionen können nur durch immer höhere Steuereinnahmen aufrechterhalten werden.
- Drohender Öko- Kollaps:
Die Entsorgung der Altlasten verschlingt unvorstellbare Summen
- Leben auf Pump
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Fast alle Autos, die heute auf unseren Straßen fahren, sind nicht bezahlt. Auch viele Wirtschaftsunternehmen leben auf „Pump“- nicht wenige haben ihre gesamten Aktivitäten mit Fremdkapital finanziert. Guthaben, die nicht zurückbezahlt werden, müssen abgeschrieben werden. Die Folge kann eine Kettenreaktion sein, in deren Verlauf Industriekonzerne, Banken oder Staatshaushalte zusammenbrechen.
- Ruinöser Verdrängungswettbewerb Die gesamte Industrie hat in den vergangenen Jahren unglaubliche Überkapazitäten aufgebaut. Zu viele Anbieter mit zu großen Kapazitäten stehen sich in klar begrenzten Märkten gegenseitig auf den Füßen herum. Ergebnis → Preisverfall, d.h. Jeder kriegt für immer mehr Leistung immer weniger Geld.
- kontinuierlich sinkende Zahl der Arbeitsplätze In praktisch allen Märkten tummeln sich noch sehr viele Firmen, die keine Chance haben, längerfristig zu überleben, eine große Zahl von Arbeitsplätzen wird noch verloren gehen. Gründe dafür sind zum einen, dass Tätigkeiten in der Güterproduktion und auch im Dienstleistungsbereich ohne menschliches Dazutun schneller, präziser und kostengünstiger verrichtet werden können und zum anderen Arbeitsplätze in ein anderes Billiglohnland, z.B. Fernen Osten, exportiert werden. Folge: Beim Staat fallen gewaltige Kosten an, er verliert einen Steuerzahler und der Markt verliert einen kaufkräftigen Konsumenten.
Nr.5
Dramatische Steigerung der Komplexität Alles ist zunehmend mit allem „vernetzt“. Was man an einem Ort tätigt, kann an einem anderen ganz verschiedene Konsequenzen mit sich ziehen. Technische, politische und gesellschaftliche Prozesse beeinflussen sich immer mehr gegenseitig. Für viele Menschen fand die Veränderung zu schnell statt, neue Aufgaben erwarten auf einmal völlig neue Kenntnisse und Fähigkeiten.
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Die neuen Herausforderungen Anhand einiger wichtiger, heute erkennbarer Trends wird nachfolgend aufgezeigt, inwiefern sich die Funktion und Aufgaben der Führungskräfte im betrieblichen Alltag verändern. Herausforderungen, die in Zukunft den Berufsalltag im Management prägen:
• Durchführen organisatorischer Veränderungen: Führungskräfte müssen heute zweierlei bewältigen → Aufrechterhaltung des Normalbetriebs und die Umstrukturierung ihrer Organisationseinheit, d.h. z.B. die Umgestaltung der Produktpalette, Reduktion von Verwaltungsaufwand, Verflachung der Hierarchie, Schaffen ergebnisverantwortlicher Geschäftsbereiche, Dezentralisierung im Hinblick auf Markt- und Kundennähe; Fusionen, Kooperationen und Joint Ventures.
• Schaffen eines intakten sozialen Umfelds: Ein angenehmes Zusammenleben und – wirken ist umso wichtiger, je größer das Unternehmen, je mehr Technik im Einsatz, je mehr Umstellungen im Betrieb und je höher der Leistungsdruck wird.
• Abbau hierarchischer Schranken: Tiefgestaffelte Organisationen mit vielen Hierarchieebenen sind schwerfällig und ineffizient. Die Lösung: Flache Hierarchie mit dem Ziel, direkten Kontakt vom Führungsmanagement zur Basis zu haben.
• Leistung erzeugen durch Synergie: Es hängt heute davon ab, wie die Führung mit Ressourcen, die auch der Konkurrenz zur Verfügung stehen, durch Synergieeffekte versuchen, eine höhere Gesamtleistung zu erzielen, d.h. Aufgaben müssen sinnvoll gebündelt sein.
• Flexibilität der Arbeitsformen und –zeiten: Um solchen zukunftssichernden Erfolgsfaktoren wie Attraktivität als Arbeitsgeber an das Unternehmen zu erfüllen, setzt dies flexible Arbeitsformen bzw. –zeiten voraus: Teilzeitarbeit, Heimarbeit, Jobsharing, Jobrotation
• Organisieren von Lernen und Entwicklung: Eine wichtige Grundlage erfolgreicher Personalpolitik wir das gezielte Fördern individueller Entwicklung, sowohl das fachliche „Know- How“ als auch die individuelle Persönlichkeit. Gelernt wird heute nicht mehr ausschließlich in Kursen und Seminaren, sondern auch – problem- und erfahrungsorientiert- am Arbeitsplatz
• Frauen erobern Schlüsselpositionen
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Quote paper:
Florian Ellenrieder, 2005, Changemanagement, Munich, GRIN Publishing GmbH
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