II
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Begrifflich-systematische Grundlagen
2
2.1 Kundenzufriedenheit 2
2.1.1 Begriff der Kundenzufriedenheit
2
2.1.2 Formen der Kundenzufriedenheit 4
2.1.3 Abgrenzung zwischen Kundenzufriedenheit und Qualität
5
2.2 Arbeitszufriedenheit 6
2.2.1 Begriff der Arbeitszufriedenheit 6
2.2.2 Formen der Arbeitszufriedenheit 8
2.2.3 Theorien der Arbeitszufriedenheit
10
2.3 Dienstleistung 12
2.3.1 Begriff der Dienstleistung
12
2.3.2 Rolle des Handels im Dienstleistungssektor
13
3 Beziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit
15
3.1 Dienstleistungsbesonderheiten und deren Folgen für Kundenzufriedenheit
und Arbeitszufriedenheit im Einzelhandel 15
3.2 Dimensionen und Indikatoren der Kundenzufriedenheit im Facheinzel-
handel 17
3.3 Dimensionen und Indikatoren der Arbeitszufriedenheit im Facheinzel-
handel
20
3.4 Messansätze der Kundenzufriedenheit und der Arbeitszufriedenheit
23
3.5 Überblick zu den Forschungsansätzen der Beziehungsanalyse
25
3.6 Einfluss der Kundenzufriedenheit auf die Arbeitszufriedenheit
26
3.7 Einfluss der Arbeitszufriedenheit auf die Kundenzufriedenheit
29
4 Empirische Überprüfung des Zusammenhangs von Kundenzufriedenheit
und Arbeitszufriedenheit bei Dienstleistungen im Handel
32
4.1 Untersuchungsdesign 32
4.1.1 Ziel der Erhebung und Erhebungsinstrumente
32
4.1.2 Untersuchungsablauf 34
4.1.3 Auswertungsverfahren X 35
4.2 Untersuchungsergebnisse 36
4.2.1 Überprüfung der Erhebungsinstrumente 36
4.2.2 Analyse der Kundenzufriedenheit im Facheinzelhandel 37
4.2.3 Analyse der Arbeitszufriedenheit im Facheinzelhandel 39
4.2.4 Analyse des Einflusses der Kundenzufriedenheit auf die Arbeitszufriedenheit
40
4.2.5 Analyse des Einflusses der Arbeitszufriedenheit auf die Kundenzufriedenheit 42
5 Schlussbetrachtung 43
Anhang 45
Literaturverzeichnis
78
1 Einleitung
Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Kundenorientierung ist im Laufe der ve rgangenen
Jahre deutlich angestiegen, doch trotz der Einsicht in das Erfordernis verbesserter Serviceleis-
tungen, weist die praktische Umsetzung noch erhebliche Lücken auf. 1
Gerade dem Handel wird vorgeworfen Verkaufschancen zu verschenken, da zwar viele Servi-
celeistungen vorhanden seien, der Kunde darüber jedoch „freiwillig“ keine Informationen
erhält. 2 Laut einer Studie von Mercuri International Deutschland, fühlt sich nur jeder zweite
Kunde gut bedient, 3 wobei dem persönliche Service die gravierendsten Zufriedenheitsdefizite
anha ften. 4
Folglich stehen die Mitarbeiter mit Kundenkontakt im Mittelpunkt der Umsetzung kundenori-
entierter Handelsstrategien. Ein motiviertes und loyales Kundenkontaktpersonal stellt somit
einen wesentlichen Erfolgsfaktor einer kundenorientierten Unternehmensführung dar.
Aufgrund der ständigen Wechselwirkung von Kundenverhalten und Mitarbeiterverhalten wird
oftmals davon ausgegangen, dass zufriedene Mitarbeiter in diesem sensiblen Beziehungsge-füge eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen hoher Kundenzufriedenheitswerte sind
und der Faktor Mensch die entscheidende Stellgröße darstellt, über die der Handel seinen Ge-
schäftserfolg positiv beeinflussen und steuern kann. 5
Ziel dieser Arbeit ist es die Wirkungsbeziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeit s-
zufriedenheit zu analysieren und die theoretisch abgeleiteten Untersuchungshypothesen am
Beispiel des Handels empirisch zu überprüfen, wobei sich die Untersuchung auf die Betrach-
tung des Einzelhandels, speziell des Facheinzelhandels, beschränkt.
Aufbauend auf einem begrifflichen Bezugsrahmen, der sich mit den Konstrukten Kundenzu-
friedenheit und Arbeitszufriedenheit und deren Dimensione n im Handel 6 auseinandersetzt,
erfolgt eine Untersuchung des Einflusses der Kundenzufriedenheit auf die Arbeitszufrieden-
heit und im Anschluss daran eine Analyse des Einflusses der Arbeitszufriedenheit auf die
Kundenzufriedenheit. Nach der Untersuchung des Hypothesenmodells an einem Handelsun-
ternehmen, werden die Ergebnisse im Abschluss zusammenfassend dargestellt.
2 Begrifflich-systematische Grundlagen
2.1 Kundenzufriedenheit
2.1.1 Begriff der Kundenzufriedenheit
Kundenzufriedenheit gehört heute unbestritten zu den wesentlichen unternehmerischen Zie l-
größen und hat sich neben den klassischen ökonomischen Unterne hmenszielen etabliert. 1
Trotz der Popularität der Kundenzufriedenheitsuntersuchung mangelt es bis heute an einer
einheitlichen Zufriedenheitstheorie. Der Kundenzufriedenheitsbegriff weist jedoch in der Li-
teratur starke inhaltliche Übereinstimmungen auf, wie die folgenden Definitionen zeigen:
Kundenzufriedenheit ist „... das Ergebnis eines komplexen Informationsverarbeitungspro-
zesses, in dessen Zentrum im Sinne eines psychologischen Soll/Ist-Vergleichs die Bewer-tung aktueller Erfahrungen (Ist-Komponente) mit den Leistungen eines Anbieters anhand
der Erwartungen bzw. eines Anspruchsniveaus (Soll-Komponente) durch den Kunden er-
folgt“. 2
„Kundenzufriedenheit ist das Ergebnis eines psychischen Vergleichsprozesses zw ischen
der wahrgenommenen Produktrealität und der Erwartung an diesem Produkt.“ 3
Folglich lässt sich Kundenzufriedenheit als Ergebnis eines Soll-Ist-Vergleichs erfassen, bei
dem die Erwartungen des Kunden (Soll-Komponente) mit der subjektiv wahrgenommenen
Bedürfnisbefriedigung durch den Anbieter (Ist-Komponente) in Relation gesetzt werden. Die-se Form der Konzeptualisierung von Kundenzufriedenheit ist die zentrale Aussage des „Kon-
firmation/Diskonfirmations-Paradigma“ 4 , bei dem die Entsprechung der wahrgenommenen
Leistung (Ist-Komponente) und dem zugrundeliegenden Vergleichsstandart (Soll-
Komponente) eine Konfirmation (Bestätigung) zur Folge hat, aus der Kundenzufriedenheit
entsteht. Übertrifft die Ist-Leistung die Soll-Leistung (positive Diskonfirmation) resultiert
ebenfalls Kundenzufriedenheit, wohingegen eine im Vergleich zur Soll- Leistung zu geringe
Ist-Leistung (negative Diskonfirmation) zu Unzufriedenheit führt.
Somit handelt es sich bei der Diskonfirmation bzw. Konfirmation um ein Zwischenergebnis,
aus dem sich, durch die Bewertung des Ergebnisses des Soll-Ist-Vergleichs, in einem zweiten
Schritt die Kundenzufriedenheit bildet. 5
Das Konfirmations/Diskonfirmations-Paradigma stellt, neben der Equity Theorie 2 und der
Attributstheorie 3 , die bedeutendste der Kundenzufriedenheitskonzepte dar. 4
Die Soll-Komponente des Vergleichsprozesses, an der die Kunden ihre wahrgenommene
Leistung messen, kann hinsichtlich ihrer Art und Anzahl divergieren. Hierbei handelt es sich
um Erwartungsvarianten in Form des Idealen, des Erwarteten, des minimal Tolerierbaren, des
Erhofften, des Gerechten, des Verdienten, der besten Alternative, oder einer Synthese dieser
Erwartungsformen. 5 Die Erwartungen selbst werden insbesondere durch die Erfahrungen oder
Bedürfnisse des Kunden, sowie kommunikative Maßnahmen gebildet. 6
Die Ist-Komponente stellt die als individuell wahrgenommene Realität bzw. persönlich erfah-
rene Situation dar. 7 Durch die subjektive Wahrnehmung können folglich objektiv gleiche Re i-
ze entsprechend den individuellen Bedürfnissen unterschiedlich aufgenommen und verarbeitet
werden. 8
Bei der Nichtbestätigung der Erwartungen können Verzerrungen hinsichtlich der Wahrne h-mung der Leistung entstehen. Der Wahrnehmungsprozess wird insbesondere anhand der Kon-
sistenz-, der Kontrast- und der Assimilations-Kontrast-Theorie zu erklären versucht. 9
Bei der Konsistenz-Theorie 1 versucht der Kunde, bei einer wahrgenommenen Diskrepanz
zwischen Erwartungen und erfahrener Leistung, die auftretenden kognitiven Dissonanzen zu
minimieren, indem er die Wahrnehmung der Leistung seinen Erwartungen anpasst.
Die Kontrast-Theorie 2 besagt, dass eine Person nachträglich ihre Wahrnehmung korrigiert,
falls das Erwartete nicht mit der Realität übereinstimmt. Die Person neigt ebenfalls dazu jede
Abweichung der Leistung vom Erwartungsniveau zu übertreiben.
Die Assimilations-Kontrast-Theorie 3 vereint die Aussagen der Konsistenz- und der Kontrast-
Theorie. Welche der beiden Theorien zu Anwendung kommt, bestimmt die Größe der wahr-
genommenen Diskrepanz zwischen Soll- und Ist-Leistung. Weicht die erfahre Leistung nur
gering von den Erwartungen ab, tendiert der Kunde dazu, seine Wahrnehmung an die Erwar-
tung anzugliedern und assimiliert die Diskrepanz, was zu einer stabilisierenden Kundenzu-
friedenheit führen kann. Liegt die Diskrepanz jedoch außerhalb des Toleranzbereiches, treten
Kontrasteffekte ein, die progressive Kundenzufriedenheit oder Kundenunzufriedenheit zur
Folge haben können.
2.1.2 Formen der Kundenzufriedenheit
Die aus einer Konfirmation resultierende stabilisierende Kundenzufriedenheit 4 führt dazu,
dass der Kunde bei zukünftigen Zufriedenheitsurteilen bezüglich der gleichen Leistung sein
ursprüngliches Anspruchsniveau 5 beibehält. 6
Da grundsätzlich jedoch das Bestreben der Verbesserung eines einmal erreichten Zustandes
besteht, handelt es sich hier um eine indifferente Anbieter-Loyalität, die sich in einem
passiven Verhalten bezüglich der Weiterempfehlung und „Variety Seeking“ 7 abzeichnen
kann. Variety Seeking bezeichnet die Suche nach Abwechslung im Konsum aufgrund von
Langeweile oder Neugierde und tritt insbesondere bei Produkten auf, deren Erwerb aus Kun-
densicht nur ein geringes Risiko in sich birgt. 8
Scheinbar genügt es nicht nur die Erwartungen der Kunden zu erfüllen, 1 sondern diese zu ü-
bertreffen. Diese übertroffenen Erwartungen können zu progressiver Kundenzufriedenheit
führen, die sich durch eine Erhöhung der Erwartungen auszeic hnet. 2 Durch die Übererfüllung
der Erwartungen und das daraus resultierend hohe Zufriedenheitsniveau, ist eine Reaktion des
Kunden hinsichtlich einer Senkung der Anbieter-Wechsel- Bereitschaft, einer weniger sensib-
len Reaktion auf Preiserhöhungen und Weiterempfehlung, sowie Cross-Selling möglich. 3
Kundenzufriedenheit stellt somit eine notwendige Bedingung für Kundenbindung dar. 4
Im Gegensatz dazu führt Unzufriedenheit mit einer im Vergleich zu den Erwartungen zu ge-
ring ausgefallenen Unternehmensleistung zu negativer Mund-Propaganda, Beschwerden 5 oder
Abwanderung. 6 Doch meist handelt es sich hier um eine „stille“ Kundenabwanderung, die
keine Chance bietet Ursachen für Kundenunzufriedenheit zu erkennen bzw. zu beseitigen,
denn nur ein geringer Teil der unzufriedenen Kunden wird dem Anbieter gegenüber aktiv. 7
2.1.3 Abgrenzung zwischen Kundenzufriedenheit und Qualität
Der Qualitätsbegriff weist eine außerordentliche Nähe zur Kundenzufriedenheit auf. Sowohl
Kundenzufriedenheit als auch Qualität stellen hypothetische Konstrukte dar, die das Ergebnis
eines Soll-Ist-Vergleichs beschreiben. 8
Trotz dieser Ähnlichkeit handelt es sich um zwei klar unterscheidbare Konstrukte. 9 Als Ab-
grenzungskriterien werden vor allem die Notwendigkeit eigener Produkterfahrung, der Anteil
der affektiven Komponente und die zeitliche Stabilität herangezogen. So ist das Beurteilungs-
objekt, das dem Zufriedenheitsurteil zugrunde liegt spezifischer bzw. transaktionsgebundener
als beim Qualitätsbegriff. Auch ist bei der Zufriedenheit im Gegensatz zur Qualität eine Nut-zenerfahrung notwendig. Und schließlich benötigt die Zufriedenheitsgenese einen Bewer-
tungsvorgang, der beim Qualitätsurteil fehlt.
Hinsichtlich der sequentiellen Reihenfolge der beiden Konstrukte besteht bisher jedoch kein
Konsens, da umstritten ist, ob die Zufriedenheit eher Ursache 1 oder Folge 2 der wahrgeno m-
menen Qualität eines Beurteilungsobjektes darstellt. Die Auffassung, dass Zufriedenheit eher
das Ergebnis einer situativ erlebten und subjektiv bewerteten Qualität bezeichnet, vereinbart
sich mit der im Konfirmations/Diskonfirmations-Paradigma geäußerten gedanklichen Tren-nung des Soll-Ist-Vergleichs und der Zufriedenheit, da die Qualitätsbeurteilung mit dem kog-
nitiven Soll-Ist-Kalkül in Verbindung gebracht werden kann, wohingegen Zufriedenheit erst
durch eine individuelle Bewertung der subjektiv wahrgenommenen Qualität und nicht bereits
durch den alleinigen Soll-Ist-Vergleich entsteht. 3
Die Zufriedenheit eines Individuums kann demnach als zentraler Maßstab für die von ihm
wahrgenommene Qualität eines Beurteilungsobjektes bezeichnet werden. 4
2.2 Arbeitszufriedenheit
2.2.1 Begriff der Arbeitszufriedenheit
Nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit 5 findet sich in
Zielsystemen der Unternehmen wieder, 6 und trägt hier als wichtiger Stabilisator zur Funkti-
onsfähigkeit der Organisation bei. 7
Obwohl es sich bei dem Gebiet der Mitarbeiterzufriedenheit um eines der häufigst untersuc h-testen der Organisationspsychologie handelt, 8 fehlt es bis heute an einer allgemein anerkann-
ten Theorie der Arbeitszufriedenheit. 9
Aufgrund der Vielfalt der einzelnen Definitionen lassen sich diese nur bedingt in eine theore-
tische Systematik einordnen. 10
Eine umfangreiche Systematik stellt die Übersicht der unterschiedlichen Zufriedenheitsdefini-tionen von NEUBERGER/ ALLERBECK 1 dar, die folgende Unterscheidung vornimmt:
Operationale Definitionen 2 nennen lediglich die Bedingungen, Korrelate oder Konse-
quenzen der Arbeitszufriedenheit.
Die D efinition der Arbeitszufriedenheit als Bedürfnisbefriedigung 3 geht von einem
homöostatischen Ansatz aus, der Mitarbeiterzufriedenheit als Befriedigung arbeitsre-levanter Bedürfnisse darstellt.
Wird die Arbeitszufriedenheit als (aufgehobene) Soll- Ist-Differenz 4 definiert, geht
man hierbei von einem homöostatischen 5 Ansatz aus, der Mitarbeiterzufriedenheit als
Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit versteht.
Bei der Definition der Arbeitszufriedenheit als Erreichen bestimmter Werte 6 wird vor
allem auf das Erzielen humanistischer Größen, wie Selbstverwirklichung oder psycho-
logisches Wachstum Bezug genommen.
Die Definition Arbeitszufriedenheit als angenehmer personimmanenter Zustand bzw.
affektive Bewertungs-Reaktion 7 umfasst die Begriffsanalysen vo n phänomenolo-
gisch orientierten bis hin zu hedonistischen Ansätzen, die sich teilweise mit den ein-
stellungsbezogenen Definitionen überschneiden.
Arbeitszufriedenheit als Gleichgewichtszustand 8 betont die Stimmigkeit, Ausgewo-
genheit oder Vereinbarkeit von Kognitionen wie Auffassungen, Meinungen oder Er-
kenntnissen.
Die Definition der Arbeitszufriedenheit als Ergebnis komplexer Informationsverarbei-
tungsprozesse 9 zielt auf das Resultat von Erlebnisverarbeitungs- und Informationspro-
zessen unter Einschluss von Anspruchsniveaus ab.
Bei der Arbeitszufriedenheit als Erwartungshaltung 10 spielt die Wahrscheinlichkeit des
Erreichens von Erwartetem eine bedeutende Rolle.
Die Definition der Arbeitszufriedenheit als Einstellung zur Arbeit bzw. zu Aspekten
der Arbeitssituation 1 betrachtet diese vor dem Hintergrund anreiztheoretischer Auf-
fassungen als strukturierte, bewertende und möglicherweise handlungsrelevante Hal-
tung zur Arbeit. Als Einstellung ist die Arbeitszufriedenheit folglich Teil des kognitiv-evaluativen Systems des Individuums. 2
Das letztgenannte Verständnis der Arbeitszufriedenheit als eine besondere Form der Einstel-
lung 3 , fand in der Praxis bisher große Resonanz, was nicht zuletzt eine Folge der ursprüngli-
chen Schwerpunktsetzung der Arbeitszufriedenheitsforschung ist, die sich ausgiebig mit dem
Zusammenhang von Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung, Absentitismus sowie Mitarbei-
terfluktuation beschäftigte und den Einsatz der vorübergehenden emotionalen Befindlichkeit
als eher unergiebig ansah. 4
In dieser Arbeit wird die Arbeitszufriedenheit als kognitiv-evaluative Einstellung zur Arbeit s-situation verstanden, da zum Einen durch die Nähe zur Einstellungsforschung besonders dif-
ferenzierte Messmöglichkeiten für die Arbeitszufriedenheit vorliegen, und zum Anderen diese
Definition einen allgemeinen Bezugsrahmen darstellt und sich somit nicht auf ein bestimmtes
theoretisches System festlegt. 5
2.2.2 Formen der Arbeitszufriedenheit
Die unterschiedlichen mit Arbeitszufriedenheit bzw. Arbeitsunzufriedenhe it verbundenen
Emotionen, Erwartungen und Verhaltensbereitschaften treten in bestimmten Kombinationen
so auf, dass sich entsprechend der jeweiligen Zusammenstellung verschiedene Zufriedenheit s-typen unterscheiden lassen. 6
Es existieren mehrere theoretische Konzepte hinsichtlich der Zufriedenheitsformen, 7 von de-
nen das BRUGGEMANN Modell 8 wohl das bedeutendste darstellt, weshalb auch im Folgen-
den auf dessen 6 verschiedene Formen der Arbeitszufriedenheit bzw. Arbeitsunzufriedenheit
eingegangen wird. 1
Aufgrund eines ersten Soll-Ist-Vergleichs von Erwartungen und tatsächlicher Arbeitssituation
tritt im Falle der Feststellung von Befriedigung eine Periode der Entlastung und Stabilisie-
rung ein, die auch als stabilisierende Arbeitszufriedenheit bezeichnet wird. 2 Hieraus kön-
nen weitere Erwartungen hinsichtlich der Arbeitssituation entstehen, die sich in einer
Erhöhung des Anspruchniveaus 3 abzeichnen und zu einer progressiven Arbeitszufriedenheit
führen. Wird jedoch das Anspruchsniveau beibehalten, kann von einer stabilisierten Arbeit s-zufriedenheit gesprochen werden, die sich ergibt, wenn die der Befriedigung und Stabilisie-
rung folgende Erweiterung der Bedürfnisse sich nicht auf die Arbeitssituation, sondern andere
Lebensbereiche konzentriert.
Im Fall einer Nichtbestätigung der Erwartung im Soll-Ist-Vergleich handelt es sich um diffe-
renzierte Unzufriedenheit. Die empfundene kognitive Dissonanz kann durch eine mehr oder
weniger bewusste Senkung des Anspruchniveaus behoben werden. Diese Ab weichung von
den anfänglichen Erwartungen durch eine Soll-Wert-Reduktion wird als eine Art Resignation 4
interpretiert und daher als resignative Arbeitszufriedenheit bezeichnet. Wird jedoch am ur-
sprünglichen Anspruchsniveau festgehalten, zeichnen sich drei verschiedene Entwicklungs-möglichkeiten ab.
Besteht die Einsicht in Lösungsalternativen und die Motivation zu Lösungsversuchen auf
neuen Wegen, lässt sich dies als konstruktive Arbeitsunzufriedenheit charakterisieren, die
durch eine ausreichende Frustratio nstoleranz und Veränderungsmotivation gekennzeichnet ist.
Werden mit der Situationsbeurteilung aufgrund frustrierender Erfolgschancen keine weiter-
führenden Lösungsmöglichkeiten verbunden, kann von einer fixierten Arbeitsunzufriedenheit
gesprochen werden, die Ausgangspunkt für die Entwicklung der pseudo Arbeitszufriedenheit
sein kann.
Die pseudo Zufriedenheit ist das Ergebnis einer unbefriedigenden Arbeitssituation, deren
nicht lösbare unzufriedenstellenden Bedingungen die gegebene Frustrationstoleranz über-steigt, wenn eine gleichzeitige Senkung des Anspruchniveaus, z.B. aufgrund sozialer Normen,
nicht stattfinden kann. Das Problem wird folglich verdrängt oder verfälscht, so dass die Ar-
beitssituation erträglich scheint.
Die Erfassung der Zufriedenheitsformen bereitet jedoch noch immer methodische Schwierig-
keiten. Zum Einen besteht Uneinigkeit darin, ob vorwiegend situations 1 - oder personenbezo-
gene 2 Merkmale die Arbeitszufriedenheit definieren. Zum Anderen geben die einzelnen For-
men der Zufriedenheit bzw. deren Vollständigkeit Anlass zur Kritik. 3
2.2.3 Theorien der Arbeitszufriedenheit
Der bereits erläuterte Mangel einer allgemein anerkannten Theorie der Arbeitszufriedenheit
hat die Existenz einer Vielzahl unterschiedlicher theoretischer Erklärungsansätze dieser zur
Folge. 4 Da die Zufriedenheit üblicherweise als ein motivationaler Konstrukt bezeichnet wird, 5
beruhen die konzeptionellen Aussagen zur Arbeitszufriedenheit fast ausschließlich auf der
Motivationstheorie, 6 die Arbeitsmotivation als „[...] eine Reihe von energetischen Kräften, die
ihren Ursprung sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Person haben, um arbeitsbezogenes
Verhalten einzuleiten und dessen Form, Richtung, Stärke und Dauer zu bestimmen.“ 7 defi-
niert.
Die Motivationstheorien werden dabei vielfach in Inhalts- und Prozesstheorien unterteilt. 8
Die Inhaltstheorien beschäftigen sich mit den Bedürfnissen und Zielen von Individuen, die
das menschliche Verhalten beeinflussen oder verursachen. 9 Es wird dabei versucht die Ge-
setzmäßigkeiten zu identifizieren nach denen der Mensch seine Zielsetzung anstrebt. 10 Zufrie-
denheit wird hier als ein vorübergehender Entspannungszustand infolge von Bedürfnisbefrie-
digung gesehen. 11 Eine der bekanntesten Theorien stellt das Motivationsmodell von
MASLOW, m it seinen fünf hierarchisch aufeinander aufbauenden Bedürfnisklassen,
dar. 12
Ebenso verbreitet ist die Zwei-Faktoren-Theorie von HERZBERG et al., die von einer Zwei-
dimensionalität der Zufriedenheit ausgeht. 1
Im Gegensatz zu den Inhaltstheorien beschäftigen sich die Prozesstheorien stärker mit dyna-
mischen Prozessen menschlichen Verhaltens und stellen dabei die Entstehung, Lenkung und
Beendung bestimmter Verhaltensweisen in den Mittelpunkt der Betrachtungen. 2 Die Prozess-
theorien la ssen sich wiederum in Instrumentalitäts- und Austausch- bzw. Gleichgewichtstheo-
rien unterteilen. 3
Instrumentalitätstheorien gehen von der Nutzenmaximierung und dem Mittel-Zweck-Denken
eines rational handelnden Menschen aus und versuchen Verhaltensabsichten zu bestimmen,
bzw. Entscheidungen des Individuums für eine bestimmte Handlungsalternative vorherzusa-
gen. Zufriedenheit wird hier als antizipierter kognitiver Zustand betrachtet, der sich aus dem
Vergleich von Leistungen und erwarteten bzw. erhaltenen Be lohnungen ergibt. Die bekann-
testen Vertreter der Inhaltstheorie sind VROOM 4 und PORTER/LAWLER 5 .
Die Austausch- bzw. Gleichgewichtstheorien gehen davon aus, dass die aus einem empfunde-
nen Ungleichgewicht resultierenden Spannungszustände das Verhalten eines Individuums
beeinflussen. 6
Sie bezeichnen Zufriedenheit als Entspannungszustand, der sich aus dem sozialen Vergleich
von Leistung und Belohnung ergibt. Die Bedeutendste dieser Theorien stellt die Equity-
Theorie von ADAMS dar, die die Ansicht vertritt, dass Mitarbeiter in Organisationen in ei-
nem mehrstufigen Prozess nach „Equity“ (Gleichheit oder Gerechtigkeit) streben. 7
Es ist somit deutlich geworden, dass Inhalts- und Prozesstheorien auf unterschiedliche inhalt-
liche Schwerpunkte der Zufriedenheit abzie len und deshalb nicht als substitutive, sondern als
komplementäre Ansätze zur Erklärung des Konstrukts Zufriedenheit herangezogen werden
sollten. 8
2.3 Dienstleistung
2.3.1 Begriff der Dienstleistung
Bis jetzt ist es nicht geglückt zu einer einheitlichen Definition des Dienstleistungsbegriffes zu
gelangen. 1 Ein Hauptgrund dafür liegt in der Heterogenität des Sektors, ein Anderer in der
Problematik der Abgrenzung zur Sachleistung. 2
Die Vorschläge zur Begriffserfassung beruhen grundsätzlich auf 3 unterschiedlichen Ansät-
zen: 3
Die erste Gruppe versucht den Begriff mittels Enumeration 4 zu definieren. Hier soll
durch die Aufzählung von Beispielen eine Präzisierung des Dienstleistungsbegriffs er-reicht werden. Diese führt jedoch zu keiner expliziten Trennung des Dienstleistungs-bereiches von anderen Wirtschaftssektoren, da zum Einen Zweifelsfälle bestehen, bei
denen die Zuordnung zum Dienstleistungssektor unklar ist, und zum Anderen, auf-
grund der Entwicklungsdynamik und permanenter Innovationen, kein Anspruch auf
Vollständigkeit erhoben werden darf.
Eine zweite Gruppe bedient sich Negativdefinitionen 5 , um so den Begriff der Dienst-
leistung von dem der Sachleistung abzugrenzen. Nach dieser Auffassung sind Dienst-leistungen diejenigen Produkte, denen für Sachleistungen typische Eigenschaften fe h-len. Auch dieser Ansatz stellt sich als unbefriedigend heraus, da viele Güter eine
Kombination beider Leistungsarten darstellen und eine Zuordnung somit willkürlich
erfolgen würde. Ebenso werden hier keine wesensbestimmenden Merkmale der
Dienstleistung erfasst, die eine Grundlage für weitere Untersuchungen darstellen.
Die dritte Gruppe versucht den Dienstleistungsbegriff über das Herausarbeiten konsti-tutiver Merkmale 6 zu erfassen. Diesem Ansatz steht jedoch der fehle nde Konsens über
die wesensbestimmenden Merkmale der Dienstleistungen entgegen.
Eine Lösung hierfür wird in der dimensionsorientierten Bestimmung des Dienstleistungs-
konstruktes gesehen. Die Dimensionen Dienstleistungspotential, Dienstleistungsprozess und
Dienstleistungsergebnis gehen dabei mit je einem spezifischen Merkmal in die Definition der
Dienstleistung ein. 1
Potentialorientierte Dimension knüpfen an die Bereitschaft und Leistungsfähigkeit des An-
bieters an, womit Dienstleistungen folglich immaterielle Leistungsversprechen darstellen, die
der Beteiligung des Kunden bedürfen. Die prozessorientierte Dimension bezieht die zu voll-
ziehende Tätigkeit in die Überlegungen mit ein und zielt dabei auf die Einbringung mindes-
tens eines relevanten externen Faktors ab. Und die ergebnisorientierte Dimension setzt am
stets immateriellen Produktionsergebnis des Leistungsprozesses an.
In diesem Sinne sind Dienstleistungen als „...von einem Leistungsgeber angebotene Leis-tungsfähigkeiten (Potentialdimension), deren Nutzung im Rahmen der Leistungserstellung
eine Einwirkung auf einen externen Faktor bedingt (Prozessdimension), um dadurch eine be-
stimmte immaterielle Wirkung bei dem Leistungsnehmer zu erzielen (Ergebnisdimension).“ 2
zu verstehen.
2.3.2 Rolle des Handels im Dienstleistungssektor
Über die Frage, ob der Handel den Dienstleistungen zugerechnet werden kann, wird kontro-
vers diskutiert.
Grundsätzlich kann Handel im funktionellen und im institutionellen Sinn verstanden werden. 3
Funktionaler Handel bezeichnet den An- und Verkauf von Ware ohne wesentliche Bearbei-
tung dieser. Unter Handel im institutionellen Sinn versteht man Einrichtungen, die sich um
die Leistungsverwertung bemühen und überwiegend Handelsfunktionen 4 wahrnehmen, wobei
der Einzelhandel 5 speziell den Absatz an Endverbraucher kennzeichnet.
Bei der Untersuchung einer möglichen Zuordnung des Handels zum Dienstleistungssektor gilt
es zu prüfen, ob die Aussagen, welche die Betriebswirtschaft für Dienstleistungen festgelegt
hat, auch für den Handel Gültigkeit besitzen. 1 Hierfür werden die bereits im Vorfeld
betrachteten Dienstleistungsdimensionen mit ihren bestimmenden Merkmalen herangezogen. 2
Die potentialorientierte Dimension zielt auf die Indikatorenrolle der Potentiale für die Leis-
tungserstellung ab, da die Qualität der Dienstleistung im voraus nicht bestimmbar ist. Im
Handel hat der Kunde die Möglichkeit die Ware zu prüfen, jedoch entziehen sich begleitende
Dienstleistungen wie Beratung, Service, Montage oder Reparatur dieser Prüfung und es wird
beispielsweise die Ladengestaltung oder die äußere Erscheinung des Personals herangezogen,
um die Leistungsfähigkeit beurteilen zu können. 3
Die prozessorientierte Dimension, die den Entstehungsprozess der Dienstleistung in den Mit-
telpunkt rückt, betont die Qualitätsbeeinflussung des Kunden im Rahmen des synchronen
Kontakts der Markpartner. Im Handel zeigt sich dies durch den von der Harmonie zwischen
Kunden und Mitarbeiter abhängigen Beratungserfolg.
Im Hinblick auf die ergebnisorientierte Dimension, die am immateriellen Produktionsergeb-
nis und der daraus resultierenden Nichtlagerfähigkeit der Leistung ansetzt, nimmt der Handel,
durch den kombinierten Einsatz von Sach- und Dienstleistungen, eine Zwitterstellung ein.
Die Waren stellen eine lagerfähige Teilleistung dar, 4 wogegen sich die begleitenden Diens t-
leistungen der Lagerfähigkeit entziehen.
Aufgrund der vorangegangenen Betrachtungen kann davon ausgegangen werden, dass, wenn
auch eingeschränkt, 5 die für Dienstleistungsbetriebe aufgeführten Besonderheiten auch für
den Handel gelten. Dies spricht für eine Zuordnung des Handels zum Dienstleistungssektor, 6
die eine Umschreibung des Dienstleistungsbegriffs im Handel als eine materielle und immate-
rielle Komponente der Handelsleistung zulässt, soweit sich diese Leistung nicht auf die reine
Bereitstellung von Ware oder die Ware selbst bezieht. 7
3 Beziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit
3.1 Dienstleistungsbesonderheiten und deren Folgen für Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit im Einzelhandel
Aufgrund des ausschließlich immateriellen Charakters eines Dienstleistungsangebotes haftet
diesem eine allgemeine Informationsarmut sowie Informationsasymmetrie und eine anbieter-
induzierte Qualitätsinkonstanz an, 1 was die Möglichkeit der Nutze nbeurteilung der Leistung
für den Kunden, als auch die Einschätzung des mit dem Kauf verbundenen subjektiv empfun-
denen Risikos erschwert. 2
Der Dienstleistungsnachfrager wird aufgrund des Mangels an search-qualities gezwungen zur
Beurteilung des Angebotes Surrogat- und Schlüsselinformationen h eranzuziehen, zu denen
die greifbaren Elemente, wie das Umfeld der Leistungserstellung, die Ausstattung, die äußere
Erscheinung des Personals, die physischen Elemente der Dienstleistung, das Verhalten ande-
rer Kunden, aber auch das Image des Dienstleisters, die Kommunikation und der Bekannt-
heitsgrad gehören. 3
Das relativ hohe wahrgenommene Kaufrisiko 4 führt auch dazu, dass der Kunde persönlich
neutrale Informationsquellen stark berücksichtigt, 5 denn je mehr Informationen zur Verfü-
gung stehen, als desto geringer empfindet der Kunde das Risiko seiner Kaufentscheidung. 6
Dies bestärkt die wichtige Rolle der Mund-Propaganda sowohl zufriedener als auch unzufrie-
dener Kunden. 7
Doch trotz einer möglichen Reduzierung der Informationsarmut und Informationsasymmetrie
erfolgt die Kaufentscheidung unter einer Qualitätsunsicherheit, die durch Leistungsschwan-kungen einzelner interner Faktoren oder durch unterschiedliche interne Faktoren des Anbie-
ters hervorgerufen werden. 8
Die Notwendigkeit der Integration eines externen Faktors 9 in den Dienstleistungserstel-
stellungsprozess führt unmittelbar zu einer Interaktivität zwischen Anbieter und Nachfrager, 1
was den großen Einfluss des Personals, insbesondere des Kundenkontaktpersonals, auf die
vom Kunden wahrgenommene Qualität und folglich dessen Zufriedenheit mit dieser, verdeut-
licht. 2 Das Verhalten der Mitarbeiter, das Auftreten und Benehmen, die Art ihrer Ansprache
und ihr Bemühen um den Kunden sind dabei ganz wesentliche Kritikpunkte, die aus dem
Kundenkontaktmitarbeiter nicht nur einen Repräsentanten des Anbieters machen, sondern ihn
selbst als diesen identifizieren. Das high contact Personal ist somit ein gewichtiger Te il des
Produktes und vermittelt durch verbale und nonverbale Kommunikation den Standart der
Kundenorientierung des Anbieters. 3
Das verdeutlicht wiederum die Notwendigkeit Vorkehrungen zu treffen, dass die Arbeitsleis-
tung mit der nötigen Motivation 4 erbracht und das Kundenkontaktpersonal auf die Interak-
tion 5 mit dem Nachfrager, die auch als Augenblick der Wahrheit charakterisierbar ist, 6
vorbereitet wird. 7
Durch die Integration des externen Faktors liegt die Produktion nicht mehr allein in der Hand
des Dienstleisters, sondern ist durch eine gewisse Fremdbestimmtheit gekennzeichnet, denn
der Kunde wirkt mit. 8 Da der Kunde als Prosumer (Producer und Consumer) 9 agiert, hängt
das Ergebnis der Dienstleistung entscheidend von seiner Kooperationsbereitschaft und -
willigkeit ab. 10 Die nachfragerinduzierte Qualitätsinkonstanz ist jedoch nicht nur von Inkon-
stanzen des externen Faktors selbst, sondern auch von Inkonstanzen bei dessen Qualitäts-
wahrnehmung abhängig, was bedeutet, dass ein Kunde das gleiche Dienstleistungsergebnis zu
verschiedenen Zeitpunkten möglicherweise unterschiedlich bewertet. 11
Durch den zeitlichen Zusammenfall von Dienstleistungsproduktion und Nachfragerkonsumti-
on (Uno actu-Prinzip) führt die Integration des Dienstleistungsnachfragers auch dazu, dass
Arbeit zitieren:
Denise Kouba, 2002, Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit bei Dienstleistungen - Darstellung der Beziehung am Beispiel des Handels, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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