Inhalt
Einleitung. 3
1. Zukunft der Arbeitsgesellschaft 3
1.1. Jugendarbeitslosigkeit. 4
1.1.1 Das Normalarbeitsverhältnis 5
1.1.2 Entwicklung der Ansprüche an Qualifikation 6
2. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt 7
2.1. Entwicklungstrends 7
2.1.1 Fakten und Zahlen. 9
2.1.2 Die generelle Kritik 10
2.2 Sicherung des Angebots an Ausbildungsplätzen 10
2.3 Entwicklung der betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungsverträge 10
2.4 Vorausschätzung der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen 2005 11
2.5 Regionale Entwicklung der Berufsausbildung 11
2.6 Ausbildungsstellenmarkt - Lehrstellenlücke 2003 bis 2005 12
3. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes 13
Schlusskommentar 15
Literatur 16
Internet 17
2
Einleitung
Als Beweggründe für die Auswahl des Themas meiner Hausarbeit, kann ich einerseits das allgemeine Interesse daran und im speziellen das persönliche Interesse an der Entwicklung des Arbeitsmarktes angeben. Denn schon nach meiner Ausbildung musste ich feststellen, dass man selbst mit einem mehr als guten Abschluss an der „zweiten Schwelle“ scheitern kann. So dass ich nun gespannt bin, ob und wenn, welche Chancen ich wohl nach dem Studium am Arbeitsmarkt haben werde bzw. im Allgemeinen, wo es in Sachen Arbeitsgesellschaft noch mit Deutschland hingeht.
Auch wenn ich subjektiv - nur durch die Presse informiert und noch nicht selbst im Extremsten damit konfrontiert - die Entwicklung des Arbeitsmarktes noch nicht als so dramatisch beurteile, ist mir einerseits bewusst, dass die aktuelle Situation dies schon ist und andererseits gehe ich fast davon aus, dass mich die Recherchen in der mir vorliegenden Literatur eines „Besseren“ belehren werden - leider.
1. Zukunft der Arbeitsgesellschaft
Schon über 20 Jahre werden Lösungen für die stets größer werdenden Probleme auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt gesucht. Ebenso durchdringend wird versucht handfeste Antworten auf folgende Fragen zu finden: „Ist die Arbeitsgesellschaft in der Krise? Geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit aus? Welche Bedeutung hat Arbeit für das einzelne Individuum wie für die Gesellschaft als Ganzes? Was ist mit dem Normalarbeitsverhältnis, beginnt es sich wirklich aufzulösen und wenn ja, wohin und wie sieht dann die Arbeit der Zukunft aus?“ 1
1 CHRISTE, Gerhard: Zukunft der Arbeitsgesellschaft. In: FÜLBIER, P.; MÜNCHMEIER, R. (Hrsg.): Handbuch Jugendsozialarbeit, Bd. 1. 2. Aufl. Münster: Votum Verlag 2002, S. 114.
3
Die Frage nach der „Zukunft der Arbeitsgesellschaft“ tangiert nicht nur die größte Zahl der Lebensbereiche, sondern z.B. auch für die Jugendberufshilfe undsozialarbeit lassen sich aus den jeweiligen Antworten, auf die oben gestellten Fragen, unterschiedliche Konsequenzen ziehen. Denn schon „die Geschichte der Jugendsozialarbeit zeigt, dass die Entwicklung des Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarktes [...] wesentlicher Ausgangspunkt für die Entwicklung von Hilfeleistungen der Jugendberufshilfe [war und ist].“ 2
Die unterschiedlichsten Sichtweisen über die Arbeit(sgesellschaft) der Zukunft sind zu finden. Zum Beispiel ist einerseits die Rede vom Ende der Unterjochung durch die Erwerbsarbeit und andererseits wird die Indenti- fikation mit und die Sinnstiftung durch die Erwerbsarbeit hochgepriesen. Einigkeit besteht aber auch heute noch über die Tatsache, dass „Arbeit [...] noch immer eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Wertesystem [spielt].“ 3 Wer keine Arbeit hat verliert nicht nur den Zugang zu materiellen Werten, sondern auch zu psychosozialen Ebenen. 4
1.1. Jugendarbeitslosigkeit
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hat insbesondere für Jugendliche eine gravierende Bedeutung. Seit über 20 Jahren ist die Jugendarbeitslosigkeit ein ständiges Problem. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der arbeitslosen unter 25-Jährigen stetig auffallend gestiegen und das in Gesamtdeutschland. Allerdings ist die Zahl der weiblichen Jugendlichen unter den Arbeitslosen geringer. Mädchen und junge Frauen verbleiben u.a. überwiegend länger in Schulen und sie studieren mehr, als Jungen und junge Männer. 5
2 www.vfk.de/agfj/veranstaltungen/1996-05-21-dokumentation.pdf, S. 18. - 16.10.05 um 23:35
3 CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.
4 Vgl. a.a.O., S. 114 - 117.
5 Vgl. CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.
4
1.1.1 Das Normalarbeitsverhältnis
„... Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis [scheint] zunehmend brüchig zu werden...“ 6 Das Hauptkriterium für ein solches Arbeitsverhältnis ist die in Abhängigkeit stehende Erwerbsarbeit als alleiniger Lieferant von Einkommen gewesen, das unbefristet und in der Regel vollzeit angelegt worden ist. 7 Dieses Brüchigwerden geht einher mit dem immer größer werdenden Verschwinden der Normalbiografie, die abgelöst wird durch die Patchwork-Karrieren. Man bleibt heutzutage nicht mehr von der Ausbildung bis zur Verrentung in einem einzigen Betrieb, man wechselt, man macht Fortbildungen oder schult sogar um. Es gibt mehrere Gründe für diese Veränderung. Die Produktivität ist eindeutig angestiegen, das „gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen“ 8 ist aber zurück gegangen. Die Anzahl der Personen in der Erwerbsbranche hat zugenommen - u.a. durch die größere Beteiligung der Frauen hieran. 9
Ebenso die hohen Zahlen der Zuwanderer und Jahrgänge mit hohen Geburtenzahlen aus der Vergangenheit sind hier zu erwähnen. Wie auch die „gleichzeitige Abnahme der realen Arbeitszeit je Arbeitnehmer um gut 25 %, wodurch sich das geringere Arbeitsvolumen auf eine größere Zahl von Erwerbstätigen verteilt.“ 10 Die Veränderung der Erwerbsformen zieht enorme Folgen nach sich. Die Arbeit im Bereich der Dienstleistungen ist oft in sehr anpassungsfähige Gefüge von Organisation und Zeit integriert. Produktionsarbeit repräsentiert immer seltener typisierend die Erwerbsarbeit. Neue Formen von Arbeit und höhere Anforderungen an Qualifikationen sind die Konsequenz. Teilzeitarbeit ermöglicht nicht nur Frauen erstmalige Freiheiten zur Verbindung der Erwerbstätigkeit mit weiteren Beschäftigungen (z.B. Fortbildung, Nebenjobs) - abgesehen von der Fortsetzung der ungleichen und in Abhängigkeit stehenden Arbeitsbeziehungen. 11
6 A.a.O., S. 121.
7 Vgl. a.a.O., S. 121.
8 A.a.O., S. 124.
9 Vgl. a.a.O., S. 117 - 124.
10 CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.
11 Vgl. a.a.O., S. 121 - 125.
5
Arbeit zitieren:
Dipl.-Soz.Päd. Mario Kilian Diederichs, 2005, Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt 2003 bis 2005, auch im Hinblick auf die Arbeit der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Arbeitsmarktpolitische Konzepte gegen Jugendarbeitslosigkeit
Vordiplomarbeit, 26 Seiten
Lebenslanges Lernen – lebensbegleitende Bildung: ein Kurzvortrag
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Referat (Ausarbeitung), 20 Seiten
Finanzierung der Weiterbildung - ein Kurzvortrag
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Referat (Ausarbeitung), 15 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 22 Seiten
Förderung benachteiligter Jugendlicher
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Hausarbeit, 25 Seiten
Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Buchbesprechung zu 'Theorien der Sozialen Arbeit' - eine Einfü...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 22 Seiten
Das Berufsbildungsreformgesetz 2005 - Politische Hintergründe und mögl...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Diplomarbeit, 88 Seiten
Mario Kilian Diederichs hat den Text Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt 2003 bis 2005, auch im Hinblick auf die Arbeit der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit veröffentlicht
Mario Kilian Diederichs hat einen neuen Text hochgeladen
Messen beruflicher Kompetenzen. Teilband 1
Grundlagen und Konzeption des ...
Felix Rauner, Bernd Haasler, Lars Heinemann, Philipp Grollmann
Creditor Reporting System on Aid Activities: Aid Activities in Support...
Publi Oecd Published by Oecd Publishing
On Point II: Transition to the New Campaign; The United States Army in...
Donald P. Wright, Timothy R. Reese, Combat Studies Institute (U S )
Benchmarking Deutschland 2004: Arbeitsmarkt und Beschäftigung
Bericht der Bertelsmann Stiftu...
Werner Eichhorst, Frank Winter, Eric Thode
Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft
Neue Konzepte für das 21. Jahr...
Jeremy Rifkin, Thomas Steiner, Hartmut Schickert
Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft
Neue Konzepte für das 21. Jahr...
Jeremy Rifkin, Thomas Steiner, Hartmut Schickert
Computer Aided Systems Theory - EUROCAST 2003
9th International Workshop on ...
Franz Pichler, Robeto Moreno Diaz
0 Kommentare