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1 Einleitung 3
1.1 Zum Begriff der Öffentlichkeit 4
1.2 Struktur und Formen der Öffentlichkeit im 18 Jahrhundert 5
2. Entwicklung der Öffentlichen Meinung in Preußen 8
2.1 Aufschwung der Presse 8
2.2 Lesen als gesellschaftliches Phänomen 11
3 Die Ereignisse der Revolution in Frankreich im Blickfeld des öffentlichen Interesses in
Preußen 14
3.1 Die Glückseligkeit der Völker Erwartungen an die Revolution 14
3.2 Revolutionsreisende in Paris 18
3.3 Von den Rechten der Menschen 22
3.4 Der König ist tot 30
3.5 Eine Revolution Gefahr für Preußen 36
4 Zusammenfassung 41
5 Anhang 44
5.1 Quellen 44
Zeitungen: 44
Zeitschriften: 44
Quellensammlungen: 44
5.2 Literatur 45
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1 Einleitung
Wenn man sich in der Forschung auf die großen Zäsuren der Geschichte verständigt, zählen dazu immer die großen Revolutionen oder „Totalrevolutionen“, welche den Umsturz der bestehenden Verhältnisse zur Folge hatten. Zu diesen Revolutionen zählt in England die „Glourios Revolution“, die 1689 ihren Höhepunkt in der Errichtung der konstitutionellen Monarchie hat; darüber hinaus stellt die Amerikanische Revolution von 1776 und die Unabhängigkeit der amerikanischen Staaten vom Mutterland England einen wichtigen gesellschaftlichen Umbruch und ein neues Verständnis von Herrschaft dar. Schließlich folgt als „letzte“ der Totalrevolution jene französische, die den totalen Umbruch des veralteten Ancien Régime zur Folge hat. Die politischen Umwälzungen führen zu Streben nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – darüber hinaus ist die junge Republik, welche nach der Absetzung des Monarchen durch die Nationalversammlung erklärt wird, noch idealistisch und angreifbar.
In diesem Zusammenhang wird es wichtig, die Reaktionen der übrigen europäischen Großmächte, zu denen sich auch Preußen zählt, auf diese politischen Umbrüche zu bewerten und eventuelle Veränderungen in der Sicht auf das Land der Kultur und Sitte zu vermerken. Drohten dem preußischen Staat in den Augen der Zeitgenossen die gleichen Veränderungen oder war das System des aufgeklärten Monarchen, das einen so großen König hervorgebracht hatte, unanfechtbar und sicher? Es mag einige Gelehrte in Preußen gegeben haben, die es so sahen und die „ihre“ Monarchie und die Grundfesten der Aufklärung sinnvoll vereint sahen, wie Professor Brunn, der als überzeugter Monarchist auch Überzeugungsarbeit leisten will und Gleim, der in der politischen Anteilnahme von „zwölfhundert“ Repräsentanten des französischen Volkes nur 1200 Despoten sieht.
Um mich der Frage des öffentlichen Umganges zu nähern, wird eine Definition des hier verwendeten Begriffs der „Öffentlichkeit“ als wesentlicher politisch einflussreicher, weil die Meinung in der Presse beherrschenden Schicht nötig, sowie es die Weiterentwicklung der Presse, insbesondere der Zeitschriften wie der „Berlinischen Monatsschrift“ zu beachten gilt, um sich einen Überblick über Ansprüche an die Öffentlichkeit und die Mentalität der preußischen Aufklärer zu verschaffen. Unter diesem Aspekt habe ich mich auch meiner Untersuchung gewidmet und die öffentliche Diskussion in Zeitungen und Zeitschriften
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schließlich thematisch zu strukturieren versucht, um die wichtigsten Debatten und Brennpunkte herauszukristallisieren und die Perspektiven einzelner Beobachter der Ereignisse eingehender zu bewerten.
1.1 Zum Begriff der Öffentlichkeit
Der Terminus „Öffentlichkeit“ für das lateinische „publicus“ verdrängt im Zeitalter des Absolutismus in Preußen das bis dahin benutzte „gemeine“, das in allen Angelegenheiten, die das Volk betrafen, Anwendung fand. Dieser heute so geläufige Begriff entfaltete seine Bedeutung zunehmend seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 1 Wie viele andere Dinge, kam auch diese Bezeichnung aus England, wo das Verständnis von „Öffentlichkeit“ als einem räsonierenden Publikum bereits seit dem 17. Jahrhundert vorherrschte. Mit dem Attribut „öffentlich“ wurden nun auch zunehmend staatliche Einrichtungen und Organe betitelt. Das öffentliche Leben setzte sich aus vielen Teilöffentlichkeiten zusammen, die jeweils durch verschiedene Einschränkungen ihrer Entfaltungsmöglichkeiten geprägt wurden. So gab es zum einen eine Fachöffentlichkeit, welche durch ihre spezifische Ausrichtung konstituiert und gleichzeitig begrenzt wurde. 2
Von dieser fachlichen Beschränkung kaum zu trennen ist die Hürde durch fehlende Kompetenzen, denn es mussten gewisse Sprachkenntnisse vorhanden sein, um einen schwierigen Kontext zu verstehen: einige Gelehrte nutzten im 18. Jahrhundert noch immer gern Latein für ihre Schriften und im Rahmen der absolutistischen Prachtentfaltung nahm die Bedeutung des Französischen zu. Wichtige Mitteilungen aus dem Ausland wurden daher von Korrespondenten oder anderen Sprachkundigen übersetzt, weil eben nicht alle Leser von Zeitungen und Zeitschriften einer Fremdsprache mächtig waren.
Die weitaus wichtigste Möglichkeit, Öffentlichkeit einzuschränken und damit eine gewisse Art von Öffentlichkeit herzustellen, lag natürlich bei der Regierung eines Staates und damit meist in den Händen der Monarchie. 3 Geheimhaltung und Zensur konnten je nach Vorteil für die eigene Regierungsweise eingesetzt werden, wobei jedoch beachtet werden muss, dass sich gerade in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Trend zum aufgeklärten Absolutismus
1 Vgl. Opgenoorth: Kommunikationsgeschichte, S. 27.
2 Ebenda, S. 29.
3 Vgl. Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 63.
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durchsetzte: In Preußen unter Friedrich dem Großen, sowie in vielen kleineren Territorien des Landes herrschte die einhellige Meinung, der Monarch müsse in Übereinstimmung mit seinen Untertanen regieren und diesen daher ein Mitbestimmungsrecht an einzelnen Entscheidungen zuwilligen. In jeder Region wurde die Idee der Aufklärung durch die Monarchen verschieden weit ausgeführt, dass Friedrich II. an der Spitze dieser aufgeklärten Reformbewegung gesehen wurde, ist bekannt. 4
So bietet die Öffentlichkeit für beide Seiten Möglichkeiten der Einflussnahme: der Monarch kann klar bestimmen, was er veröffentlichen lassen will und aus welcher Intention heraus er das tut. Die Adressaten der „öffentlichen“ Verlautbarungen und Nachrichten jedoch können sich über die Inhalte derselben austauschen und beraten, Meinungen diskutieren und öffentliche Stellungnahmen zu einigen Themen abgeben. Inwieweit dies möglich ist, hängt von dem jeweiligen Regenten und der Form der Kritik und Auseinandersetzung ab. Es ist aber seit 1750 ein zunehmendes Interesse der Monarchen zu verzeichnen, bei den eigenen Untertanen als aufgeklärter und reformwilliger Staatsmann zu gelten. 5
1.2 Struktur und Formen der Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert
Im 18. Jahrhundert erlebt die Öffentlichkeit ihren wesentlichen Wandel: weg von einer repräsentativen, durch den Hof geprägten Öffentlichkeit der Macht hin zu einer bürgerlich geprägten Meinungssphäre, die dem Aufstieg des Handelsbürgertums und der Entwicklung des Bildungsbürgertums Rechnung trägt. 6 Noch bis in die Zeit des Barock herrschte eine strenge Hierarchisierung der sogenannten Öffentlichkeit vor – meinungsbildend und damit tonangebend bleibt der Hof, in dessen Zentrum der Monarch oder Fürst steht und von seinen Günstlingen in politischen Fragen unterstützt wird. Die repräsentative Öffentlichkeit ist aber nicht nur eine höfisch-barocke Selbstdarstellung, sondern „Repräsentation als das zur -Schau- Tragen und Geltendmachen des jeweiligen Ranges einer Vielzahl von Einzelnen, Gruppen und Institutionen innerhalb der Ordnung frühneuzeitlicher Gesellschaft.“ 7 Die öffentliche Darstellung der Macht gehört zum wichtigsten Instrument des Hofes, sich dem Volk vorzustellen und auf das göttliche Recht des Herrschers zu verweisen.
4 Vgl. Friedrich II.: Die Kriegskunst, In: BM 1.1790, S. 1-14.
5 Tschirch: Geschichte der öffentlichen Meinung in Preußen, S. 12.
6 Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 69.
7 Opgenoorth: Kommunikationsgeschichte, S. 39.
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Der Adel spielt dabei in den jeweiligen Regionen eine differenzierte Rolle: in Preußen verliert er gegenüber dem neureichen Handelsbürgertum im Laufe des 18. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung, denn ein einflussreicher Schwertadel fehlt. 8 Somit wird das preußische Bürgertum nun zum entscheidenden Träger der öffentlichen Meinung, da es an Informationen besonders interessiert ist. Durch die zunehmende Bedeutung von Kapital und Handel kann es sich bald Gehör bei Hofe verschaffen, und durch finanzielle Unterstützung die hohen Ausgaben des Staates mittragen, sodass die Landesherrschaft daran interessiert ist, auf die Vorstellungen der Bürger einzugehen.
Vielerorts sitzen bürgerliche Beamte auf hohen Posten, das einflussreiche konservative Bürgertum setzt sich aus Ärzten, Juristen, Beamten, Gelehrten aber auch aus Offizieren und Pfarrern zusammen und bildete bald die gelehrte Elite des Staates. Doch nicht nur für die hohen Beamten des Staates besteht jetzt die Möglichkeit einer Meinungsbildung, im Zuge der Aufklärung nimmt das Lesepublikum immer weiter zu und die Erziehung des Bürgertums setzt sich mit den neuen Ansprüchen der Zeit auseinander – ihre Kinder lassen sie in modernen Sprachen unterrichten und falls genügend Geld vorhanden, machen die jungen Leute eine Reise durch Europa, vergleichbar mit den Kavalierstouren, um den Horizont zu erweitern und Kontakte zu knüpfen. 9 Dass diese Mobilität die Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit fördert, ist also vor allem das Ergebnis des schnellen Warenverkehrs und damit des steigenden Interesses an Ereignissen außerhalb der eigenen Vier Wände.
Trotzdem auch zum Ende des 18. Jahrhunderts nicht alle Untertanen in Preußen oder dem Reich lesen können, gibt es doch Möglichkeiten einer Teilnahme an politischen und alltäglichen Debatten. So kann der Pfarrer seiner Gemeinde Mitteilungen vorlesen und damit seine Kanzel auch für Werbung in eigener Sache nutzen. 10 Ebenso entstehen allerorts Lesezirkel, die es den weniger betuchten Bürgern erlauben, sich gegenseitig Zeitungen und Zeitschriften auszuleihen und darüber zu diskutieren. Wichtig ist, dass die Möglichkeit der Partizipation am öffentlichen Meinungsaustausch in dieser Zeit beträchtlich zunimmt.
8 Reichardt, Rolf: Der deutsche Sonderweg, S. 326.
9 Streisand: Deutschland von 1789 bis 1815, S. 17.
10 Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 72.
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Die Formen der Öffentlichkeit bleiben dabei vielfältig und greifen auf Altbewährtes zurück: neben der Verbreitung von Informationen durch Schrift und über Mundpropaganda gibt es die Form der politischen Äußerung durch Verweigerung und Widerstand. 11 Das ist auch der Grund dafür, dass die französische Revolution einen so wichtigen Punkt der europäischen Geschichte markiert – nicht nur, dass die Beteiligten für gleiche Rechte und für Reformen eintreten, vielmehr eröffnet die Revolution selbst die Möglichkeit einer öffentlichen Bekundung von Zustimmung und Ablehnung. Sie gibt dem Volk ein Potential, das in einigen Ländern mit Begeisterung, in dem meisten Staaten jedoch mit Furcht aufgenommen wird. Diese Form der politischen Meinungsäußerung, wie sie in Paris durch das Volk vertreten wird, ist sicherlich die radikalste Möglichkeit politischer Partizipation, doch sie stellt einen Schritt in der Entwicklung der Öffentlichkeit dar, der nicht mehr zurückgenommen werden kann: das Volk gewinnt als politische Masse an Bedeutung und kann sich, zumindest partiell, als Adressat der Innenpolitik verstehen.
11 Vgl. Schultz: Geistig-politisches Klima in Berlin, S. 381.
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2. Entwicklung der Öffentlichen Meinung in Preußen
2.1 Aufschwung der Presse
Der Begriff der öffentlichen Meinung hängt fest mit dem der „Öffentlichkeit“ zusammen, dennoch ist er vielmehr eine Bezeichnung für den Gegensatz von bürgerlicher Öffentlichkeit und Staat. Denn eine Öffentlichkeit im höfischen Rahmen existierte, wie besprochen, schon in barocker Zeit und war durch ihre Exklusivität begrenzt. Die öffentliche Meinung aber kann vom Hof und der Regierung nicht begrenzt, nur beeinflusst werden, da sie sich als Bewertung des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Handelns der Regierungen durch die Untertanen im 18. Jahrhundert entwickelt. 12 Gefördert wird sie einerseits durch die absolutistischen Staatsverfassungen, welche eine Kritik an der Regierungsform zur Folge hat, sowie durch den Informationsanspruch der Aufklärung und letztlich auch durch die Ereignisse und Umwälzungen der französischen Revolution.
Die öffentliche Meinung als solche entwickelte sich zunächst nur in einer kleineren Schicht der Gebildeten, welche aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen Informationen sammeln und benötigen. Die erste Form besteht vor allem als Kritik an bestehenden Rechten und der Regierung und ist erst in zweiter Linie davon abhängig, wie viel politisches Gewicht die bürgerliche Gesellschaft als solche hat. 13 Durch den zahlenmäßigen Zuwachs der Basis einer solchen Trägerschicht nimmt auch ihre Bedeutung für den Staat und die Regierung zu, welche aus dem Kontakt zur bürgerlichen Öffentlichkeit Autorität und Einfluss gewinnen kann, weil ein Verzicht auf das wirtschaftlich starke Bürgertum nicht mehr möglich ist. 14 Die Bedingungen für die Entwicklung der öffentlichen Meinung sind aber vor allem die Freiheit einer solchen und die Möglichkeit des Bürgertums zur öffentlichen Kommunikation.
Durch die Aufklärung gewinnt damit die Freiheit der Vernunft einen wichtigen Stellenwert: „Der öffentliche Gebrauch seiner Vernunft muss jederzeit frei sein, und der allein kann Aufklärung unter Menschen zustande bringen; der Privatgebrauch derselben aber darf öfters sehr enge eingeschränkt sein, ohne doch darum den Fortschritt der Aufklärung sonderlich zu hindern.“ 15
12 Vgl. Schömig, Ulrike: Politik und Öffentlichkeit in Preußen, S. 6.
13 Ebenda, S. 8.
14 Vgl. Habermas: Strukturwandel der Öffentlichkeit, S. 63.
15 Kant: Was ist Aufklärung?, In: Berlinische Monatsschrift 1783-1796, S. 91.
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Doch die Aufklärung und damit auch die öffentliche Meinung braucht Institutionen, um sich bewähren und ausdrücken zu können – daher wird die periodische Publizistik als Kommunikationsmedium immer wichtiger. 16
Denn politische Zeitungen und Zeitschriften geben Publizisten die Möglichkeit einer politischen Stellungnahme und tragen somit auch zu einem Anwachsen der Presseerzeugnisse und der Leserschaft im Allgemeinen bei. Für die Zeit ab 1750 sind neben den „älteren“ Medien wie Büchern und Flugschriften, sowie den mittlerweile „etablierten“ Medien wie Zeitungen und Zeitschriften auch Briefwechsel und aufklärerische Schriften verbreitet. 17 Innerhalb der Entwicklung der öffentlichen Meinung zeichnen sich verschiedene Phasen der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen ab: stehen zunächst vor allem theoretische Auseinandersetzungen mit ethischen und sozialen Fragen im Vordergrund, bewirkt die Phase des Kampfes gegen Frankreich unter Napoleon eine politische Debatte und reift zu einer „großen Idee“ der Verteidigung des Vaterlandes, welche die aktiven Träger der öffentlichen Meinung zu politischem Willen anspornte. 18
Die stetig anwachsende Presse als Institution der öffentlichen Meinung ist jedoch ohne die starke Unterstützung des Publikums undenkbar – denn mit einer fortschreitenden Politisierung der Bevölkerung durch Aufklärung und Presse wächst wiederum das Interesse an einer rationalen, sachlichen Berichterstattung, die besonders durch Tageszeitungen geliefert wird. 19 Dass diese aber, je nach Region, verschiedene Aspekte ein und desselben Ereignisses wiedergeben können, macht es dem Publikum durch Vergleich möglich, die Geschehnisse zu interpretieren und zu hinterfragen. Natürlich darf man nicht vergessen, dass die täglich erscheinenden Zeitungen durch die Regierung genehmigt und beeinflusst werden. Daher findet man in ihnen ebenso selten Kommentare über Auseinandersetzungen zwischen dem Staat und den Untertanen oder gar Kritik.
Die für Berlin bedeutenden Tageszeitungen sind die „Spenersche“ und die „Vossische“ Zeitung, die als „Königlich privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen“ einen möglichst breiten Überblick über alle Geschehnisse innerhalb Europas und Korrespondentenberichte aus den europäischen Hauptstädten bringen. Damit hatte die
16 Vgl. Schömig, Ulrike: Politik und Öffentlichkeit in Preußen, S. 11.
17 Herrmann, Ludger: Reformpublizistik und politische Öffentlichkeit, S. 24.
18 Schömig, Ulrike: Politik und Öffentlichkeit in Preußen, S. 12.
19 Ludger: Reformpublizistik, S. 29.
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Janine Rischke, 2006, Öffentlichkeit in Preußen, München, GRIN Verlag GmbH
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