1 EINLEITUNG 3
2 DAS BAUHAUS 1919 1933 IM POLITISCHEN KONTEXT 3
2 WEIMARER JAHRE 1919 1924 3
2 DESSAU 1925 1930 4
2 DIE LETZTEN JAHRE 1930 1933 5
3 BAUHAUS IM EXIL 6
4 DESSAU 1945 DER VERSUCH EINER WIEDERERÖFFNUNG 8
5 DIE HFG ULM RÜCKKEHR DER BAUHAUS IDEE 9
6 DAS BAUHAUS ARCHIV 10
7 SCHLUSSBETRACHTUNG 12
1. Einleitung
In den Wirren der Weimarer Republik gründete Walter Gropius im Jahr 1919 das Bauhaus in Weimar und damit die wohl revolutionärste Kunsthochschule seiner Zeit. Gemeinsam mit den bedeutendsten Künstlern der damaligen Zeit wollte er den „Bau der Zukunft“ errichten. In den Jahren seiner Existenz war das Bauhaus ständigen Veränderungen unterworfen, die die jeweiligen politischen Zustände in Deutschland widerspiegelten. Mit dem Beginn der NS- Herrschaft kam es letztendlich zur Schließung des Bauhauses im Jahr 1933. Seine bedeutendsten Mitglieder verließen Deutschland daraufhin. Im Exil erlangte die Bauhaus-Idee Weltbekanntheit. Im Vorfeld dieser Hausarbeit stellte ich mir die Frage, ob das Schicksal des Bauhauses stellvertretend für die Geschichte der Emigration vieler Künstler zur Zeit des Nationalsozialismus gesehen werden kann. Die folgende Hausarbeit soll das gängige Klischee des antifaschistischen Bauhauses kritisch hinterfragen. Sind seine wichtigsten Vertreter wirklich emigriert und repräsentierten sie die Deutschen, die nach 1945 zurückkehrten, um eine neue Demokratie aufzubauen?
Auf Grund dieser Fragestellung wird in der folgenden Hausarbeit der Schwerpunkt in der politischen Einbettung der Wirkungsgeschichte des Bauhauses liegen. Dem Thema entsprechend erfolgt die Betrachtung in chronologischer Reihenfolge.
In den ersten Jahren berief Gropius unter anderem Johannes Itten, Lyonel Feininger und Paul Klee an das Bauhaus. 1923 folgten Josef Albers, Laszlo Moholy-Nagy und Wassily Kandinsky. Als staatliche Schule unterstand das Bauhaus seit 1920 dem Ministerium für Volksbildung und Justiz des Landes Thüringen und war somit finanziell und politisch vom jeweiligen Landtag abhängig. Diese wurde von SPD, USPD und DDP gebildet. Eine Regierung, die dem Bauhaus positiv gegenüberstand. Ihr gelang es 1920 den ersten Etat des Bauhauses im Landtag durchzusetzen. Obwohl Gropius von Anfang an ein unpolitisches Bauhaus wollte, war das Bauhaus auf Grund seiner reformpädagogischen Idee, den überwiegend ausländischen Lehrern und einem relativ hohen Frauenanteil von Anfang an massiver Kritik seitens der rechtskonservativen Kräfte in der Weimarer Republik ausgesetzt. Die moderne Gestaltung galt den konservativen Parteien als bolschewistisch und links. Mit den thüringischen Wahlen im Jahre 1924 dominierten die konservativen Kräfte im Landtag. Die Landesregierung kündigte den Meistern und Gropius zum März 1925. Wenig später wurden die Haushaltsmittel des Bauhauses um die Hälfte gekürzt. Da unter diesen Bedingungen eine Weiterarbeit unmöglich wurde, erklärten die Meister des Bauhauses Weimar in einem Protestschreiben an die thüringische Landesregierung seine Auflösung.
2.2. Dessau 1925-1930
1925 folgten die Meister des Bauhauses dem Angebot der sozialdemokratisch geprägten Stadt Dessau, deren Bürgermeister Fritz Hesse sich von Beginn an persönlich für das Bauhaus einsetzte, das Bauhaus zu übernehmen. Bereits ein Jahr später zog das Bauhaus in das nach Gropius' Plänen gebaute Schulgebäude. Der Neubau mit den dazugehörigen Wohnhäusern, sowie die Siedlung Dessau-Törten erregten auf Grund ihrer Neuartigkeit öffentliches Aufsehen. Das Bauhaus erlangte internationales Ansehen und Bekanntheit. In Dessau selbst hatten die Bauhäusler wie schon in Weimar mit politischen Anfeindungen und Diffamierungen zu kämpfen. Finanzielle Schwierigkeiten - der Etat des Bauhauses wurde immer wieder gekürzt - und persönliche Zerwürfnisse führten auch zu internen Auseinandersetzungen. Gropius trat 1928 vom Direktorenposten zurück, um in Berlin als Architekt zu arbeiten. Mit ihm verließen Moholy-Nagy, Beyer und Breuer das Bauhaus. Neuer Direktor wurde der politisch engagierte Hannes Meyer, der seit 1927 die neu eingerichtete Architekturabteilung leitete. In den folgenden Jahren versuchte dieser die
Arbeit zitieren:
Anja Lengowski, 2006, Bauhaus und Emigration, München, GRIN Verlag GmbH
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