Die Mädchen von Pattaya
von Marina May
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1. Die Ästhetik eines Urlaubsvideos
1.1 Die Kamera eines Touristen 3
1.2 Die Stimmen von Pattaya 3
2. Die Mädchen von Pattaya
2.1 Exposition 5
2.2 Blick in die Vergangenheit 5
2.3 Eintauchen in die Gegenwart 6
2.4 Toi und Laurie 7
2.5 Yen und Gary (1) 8
2.6 Dam und Gary 9
2.7 "Wir sind keine Betrüger" 9
2.8 Rut und Jason 10
2.9 Das Haus auf dem Land 10
2.10 Yen und Gary (2) 11
2.11 Noi und Mike 11
2.12 Toi und Laurie- Der dramaturgische Höhepunkt 12
2.13 Das Happy End 13
3. Der versteckte Erzähler
3.1 Kollision und Kommentar- Zur Montage 14
3.2 Gold und Schein- Über Motive und Symbolik 15
3.3 "Wie die Lämmer zur Schlachtbank" -
Zur Inszenierung, Manipulation und Subjektivität 17
4. Schlussbetrachtung 19
Literaturverzeichnis
Einleitung
Diese Hausarbeit wurde erstellt im Rahmen des Proseminars "Fernsehanalyse" im Wintersemester 2001/02.
Der Gegenstand der Analyse ist die Dokumentation "Die Mädchen von Pattaya". Es wird das Alltagsleben thailändischer Mädchen gezeigt, zu dem auch männliche Touristen aus dem Westen gehören, die in Thailand auf der Suche nach der Frau fürs Leben sind. Stellvertretend für viele Schicksale wird die Beziehung der thailändischen Toi und dem Engländer Laurie dokumentiert und rekonstruiert. Die beiden haben sich im Pattayer Nachtleben kennen gelernt und schnell folgte der Heiratsantrag Lauries. Toi nimmt sofort an und folgt ihm nach England. Nach drei Jahren in Lauries Heimat zieht es die beiden wieder nach Thailand: Laurie geht in den Vorruhestand und kauft Toi in Thailand eine Bar, die zur neuen Heimat und Geldeinnahmequelle wird. In der Bar, "Tois Place", sind viele thailändische Mädchen beschäftigt, die hier gutes Geld verdienen und mit westlichen Touristen in Kontakt kommen.
Die Dokumentation arbeitet die zehn Jahre Ehe von Toi und Laurie auf und gibt immer wieder Seitenblicke auf Beziehungen der Barmädchen zu männlichen Touristen.
In dieser Hausarbeit wird zuerst kurz auf Besonderheiten bezüglich der Form der Dokumentation eingegangen. Hierbei sind vor allem die Mittel zu nennen, die dem Film auf den ersten Blick einen authentischen Charakter geben, die Kamera und der fehlende Kommentator. Dann werden sehr nah am Film die Bilder, Dramaturgie und der Stil beschrieben und als letzter Teil wird sich ausgehend von der Beschreibung die Analyse anschließen, es wird auf Erzählebenen, Motive und Symbolik und Inszenierung eingegangen.
1. Die Ästhetik eines Urlaubsvideos
1.1 Die Kamera eines Touristen
Die Dokumentation setzt sich aus Privataufnahmen und aus für die Dokumentation gedrehten Aufnahmen zusammen. Die Privataufnahmen rekonstruieren die Vergangenheit, dienen einem Rückblick auf die letzten 10 Jahre. Es sind die verwackelten Bilder einer Handkamera, amateurhaft und manchmal missglückt. Zu ihnen werden Aufnahmen der Gegenwart gestellt, die ebenfalls mit der Handkamera gefilmt wurden, sich den Bildern der Vergangenheit anpassen. Es ist nicht immer klar unterscheidbar, wann es sich um Privataufnahmen und wann es sich um Filmmaterial der Macher handelt. Gerade hierdurch soll ein realistischer Eindruck entstehen, der Eindruck einer Collage aus dem Leben der Porträtierten. Aufnahmen die ein wenig aus der Reihe fallen, sind die, wenn ein Freund Lauries zu sehen ist, der die Rolle eines Kommentators übernimmt. Die Bilder sind auf den ersten Blick erkennbar arrangiert. Er sitzt auf einem Stuhl, als Hintergrund fungiert ein Vorhang. Die Kamera ändert weder Einstellung noch Entfernung zum Erzählenden. Sie wirken wie aus dem Erzählfluss herausgerissen, die Atmosphäre wandelt sich völlig. Statt den bunten und schummrigen Bildern aus dem Alltag Tois und Lauries bekommen wir einen nüchternen und kritischen Blick auf deren Situation geboten.
Neben den Amateurfilmaufnahmen aus dem Privatbesitz Tois und Lauries wird weiteres authentisches Material verwendet, so wenn ein neuer Nebenhandlungsstrang eingeleitet wird: Es sind Fotoaufnahmen der Mädchen mit verschiedenen Männern zu sehen, wobei das Mädchen, dass auf allen Fotos mit wechselnden Männern gezeigt wird und um dass es sich im weiteren Verlauf des Seitenblicks handelt, mit seinem Namen beschriftet wird.
[...]
Arbeit zitieren:
Marina May, 2002, Die Mädchen von Pattaya, München, GRIN Verlag GmbH
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