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Analyse der Grundstruktur einer soziologischen Systemtheorie

Título: Analyse der Grundstruktur einer soziologischen Systemtheorie

Trabajo , 2006 , 24 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Erik Buder (Autor)

Sociología - General y Teorías
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„Kann Gesellschaft angemessen begriffen werden, wenn man sie mit Hilfe biologischer Erkenntnisse konstruktivistisch als autopoiesisches, sinnhaftes Kommunikationssystem begreift?“ Alle Komponenten dieser Frage werden auf den vorliegenden Seiten vorgestellt und auf erörternde Weise diskutiert. Betrachten wir nun die Architektur der Luhmannschen Theorie fällt es schwer eine Antwort zu finden. Sicher ist es eine erkenntnistheoretisches Problem, welches sich uns in den Weg stellt. Wie real sind Systeme wirklich? Kann Kommunikation fassbar unabhängig vom Menschen begriffen werden? Und ist es im Sinne der Soziologie als Wissenschaft, soziale Phänomene unabhängig vom Individuum zu untersuchen? Gesellschaft kann sicherlich als autopoietisches sinnhaftes Kommunikationssystem begriffen werden, allerdings besteht auch immer die Möglichkeit das es auch anders begriffen werden kann. Der Standpunkt des Beobachters ist ausschlaggebend für eine treffende Definition.
Die Theorie Sozialer Systeme bereichert die Soziologie um ein Weiteres Werkzeug oder anders ausgedrückt um ein weiters Zimmer in ihrem Hause. Eine Theorie, welche sich los löst von vorgegebenen Denktraditionen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Die Theorie Sozialer Systeme sollte so wie sie entstand, durch Osmose interdisziplinärer Theorien, selbst ein Teil neuer Osmosen sein. „Osmosen, die noch so dick ummauerte Theorien durchdringen.“

(Zitate aus: Luhmann, Niklas: Autopoiesis, Handlung und kommunikative Verständigung, Zeitschrift für Soziologie, Jg. 11, Heft 4, Stuttgart Oktober 1982, S. 366.)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der grundlegende Mechanismus des Lebendigen

3. Realität als Konstrukt

4. Soziale Autopoiesis

5. Contra

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann auseinander. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Gesellschaft angemessen begriffen werden kann, wenn man sie mit Hilfe biologischer Erkenntnisse konstruktivistisch als autopoiesisches, sinnhaftes Kommunikationssystem versteht.

  • Grundlagen der autopoietischen Theorie bei Maturana und Varela
  • Einfluss des radikalen Konstruktivismus auf das Denken Luhmanns
  • Analyse des Luhmannschen Konzeptes der sozialen Autopoiesis
  • Abgrenzung der Systemtheorie zur traditionellen Handlungstheorie
  • Kritische Diskussion der Verbannung des Individuums aus der Soziologie

Auszug aus dem Buch

3. Realität als Konstrukt

Bevor ich näher darauf eingehe wie Niklas Luhmann die Theorie autopoietischer Systeme von Maturana und Varela in seiner Theorie sozialer Systeme integriert, möchte ich auf den folgenden Zeilen den Konstruktivismus, beziehungsweise radikalen Konstruktivismus analysieren, da dieser ein wesentlicher Bestandteil der Luhmannschen Theorie ist. Wichtige Vertreter dieser Denkströmung sind unter andrem Heinz v. Förster, Ernst v. Glasersfeld, Paul Watzlawick und Maturana und Varela. Ihr Ansatz interpretiert beispielsweise Wittgensteins Vermutung: „Die Welt ist meine Welt.“ Was bedeutet dies nun? Die Welt ist meine Welt? Der radikale Konstruktivismus hebt den Unterschied zwischen Subjekt und Objekt auf indem er sagt: „Objektives kann nicht wahrgenommen werden.“ Das heißt, es gibt nach dem Standpunkt der radikalen Konstruktivisten keine Wirklichkeit unabhängig vom Beobachter, da wir unsere Wirklichkeit selbst konstruieren. Ein Objekt ist immer nur das Objekt eines Subjekts indem es eine Alternative zur bestehenden Realitätskonstruktion darstellt. Das bedeutet, Objekte sind Möglichkeiten, welche mir zur Verfügung stehen Wirklichkeit zu konstruieren. Beobachten heißt Erkennen (Erkenntnis) und Erkennen bedeutet Realität zu konstruieren.

Der Konstruktivismus ist sozusagen eine Erkenntnistheorie. Luhmann nennt seinen Variante des Konstruktivismus „operativen Konstruktivismus“ da er meint, dass Beobachtungen Operationen von psychischen und sozialen Systemen sind. Erkenntnisse sind somit Beobachtungen der Realität und damit Konstrukte. Margot Berghaus weißt darauf hin, das Luhmann die Außenwelt nicht leugnet, er Zweifelt demnach nicht an jener Existenz außerhalb der subjektiven Intention (Bewusstsein von etwas), sondern stellt nur die Korrespondenz zwischen Welt und Erkenntnis in Frage.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Werdegang von Niklas Luhmann, seine akademische Prägung durch Talcott Parsons und die theoretische Ausgangslage seines systemtheoretischen Ansatzes.

2. Der grundlegende Mechanismus des Lebendigen: In diesem Kapitel wird das biologische Konzept der Autopoiesis von Maturana und Varela erläutert und dessen Übertragung auf soziale Systeme vorbereitet.

3. Realität als Konstrukt: Das Kapitel analysiert den radikalen sowie den operativen Konstruktivismus als erkenntnistheoretisches Fundament der Luhmannschen Systemtheorie.

4. Soziale Autopoiesis: Dieser Hauptteil beschreibt, wie Luhmann Autopoiesis auf die Gesellschaft überträgt und Kommunikation als das zentrale systemkonstituierende Element definiert.

5. Contra: Hier werden kritische Einwände gegen die Übertragung biologischer Konzepte auf die Soziologie und die methodische Vernachlässigung des Individuums thematisiert.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über den Mehrwert und die Problematik der Systemtheorie als interdisziplinäres Werkzeug.

Schlüsselwörter

Luhmann, Systemtheorie, Autopoiesis, Konstruktivismus, Kommunikation, Soziales System, Selbstreferenz, System-Umwelt-Differenz, Sinn, Handlungstheorie, Parsons, Maturana, Varela, Soziologie, Beobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann, insbesondere die Adaption biologischer Konzepte für die Soziologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Autopoiesis, der operative Konstruktivismus sowie die Differenzierung von sozialen Systemen und deren Abgrenzung zur Handlungstheorie.

Welches ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, ob Gesellschaft sinnvoll als autopoiesisches Kommunikationssystem begriffen werden kann, wenn man hierbei konstruktivistische und biologische Erkenntnisse nutzt.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, die zentrale Begriffe Luhmanns anhand seiner Schriften und der Sekundärliteratur (wie z.B. Margot Berghaus) diskutiert und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Übertragung biologischer Autopoiesis-Konzepte auf die Gesellschaft und der kritischen Auseinandersetzung mit der Rolle des Individuums in Luhmanns Theorie.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Systemtheorie, Soziale Autopoiesis, Kommunikation, Operativer Konstruktivismus, Sinnbildung und Systemdifferenzierung.

Inwiefern unterscheidet sich Luhmanns Systemverständnis von dem Talcott Parsons?

Luhmann betrachtet Systeme als real existierende Einheiten und ersetzt den handlungstheoretischen Ansatz von Parsons durch eine Kommunikationstheorie, in der das Individuum aus der internen Systemlogik ausgeklammert wird.

Welche Kritikpunkte werden in der Arbeit gegen Luhmanns Theorie angeführt?

Kritiker bemängeln vor allem den Bruch mit der klassischen Soziologie, die Vernachlässigung des menschlichen Handelns sowie die Problematik einer analogen Übertragung biologischer Prozesse auf gesellschaftliche Phänomene.

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Detalles

Título
Analyse der Grundstruktur einer soziologischen Systemtheorie
Universidad
Dresden Technical University  (Soziologie)
Curso
Luhmann Lektüren
Calificación
2,0
Autor
Erik Buder (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
24
No. de catálogo
V63002
ISBN (Ebook)
9783638561389
ISBN (Libro)
9783638658805
Idioma
Alemán
Etiqueta
Analyse Grundstruktur Systemtheorie Luhmann Lektüren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Erik Buder (Autor), 2006, Analyse der Grundstruktur einer soziologischen Systemtheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63002
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