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Ansätze der Consumer Culture

Title: Ansätze der Consumer Culture

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magister Artium Christine Scheffler (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Der Begriff Kultur ist ein sehr weiter Begriff. Ebenso vielschichtig sind auch seine Bedeutungen. Eine grundsätzliche Unterscheidung kann man treffen, indem man Kultur dem Begriff Natur gegenüberstellt. Demnach bezeichnet Kultur alles, was wir nicht naturgemäß vorfinden, was der Mensch geschaffen hat. Die Kultur beinhaltet alle Dinge, mit denen das Leben uns umgibt. Diesem doch recht einfachen Kulturbegriff stehen in modernen Zeiten eine Fülle komplexer und gegensätzlicher Begriffsbildungen gegenüber. Ein Beispiel eines Kulturbegriffs, der aus jüngster Zeit stammt, stellt den „nicht-normativen“ Kulturbegriff von Raymond Williams dar. In seinem Buch „Culture and Society“ aus dem Jahr 1972 stützt sich sein Kulturbegriff auf eine umfassende semantische Analyse des Ausdrucks „Kultur“ im 19. und 20. Jahrhundert. Er versteht „Kultur als Gesamtheit einer Lebensweise“. Diese Ansicht wird auch der Ausgangspunkt für seine Überlegungen des „kulturellen Materialismus“ sein, den er in seinem Werk vorstellen wird.
Basierend auf dieser Analyse stellt er in seinem Buch „The Long Revolution“ drei Typen der Definition von Kultur vor; erstens die ideale Bestimmung, zweitens die dokumentarische Bestimmung und drittens die gesellschaftliche Bestimmung von Kultur. Die ideale Bestimmung sieht Kultur als Zustand der menschlichen Perfektion, „Kulturanalyse würde dann darin bestehen, bestimmte Werte aufzudecken, zu beschreiben, und hieraus eine überzeitliche Wert-Ordnung zu entwickeln.“ Ziel dokumentarischer Bestimmung ist die Differenzierung verschiedener ästhetischer Werte, Kulturanalyse wäre das Analysieren und Bewerten einzelner Werke.
Die gesellschaftliche Bestimmung steht diesen beiden Definitionen gegenüber. Sie soll eine bestimmte Lebensweise beschreiben, „...deren Werte sich nicht nur in Kunst und Erziehung ausdrücken, sondern auch in Institutionen und im ganz gewöhnlichen Verhalten.“

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Gliederung

1 Definitionen von Kultur

1.1 Kultur als Gesamtheit einer Lebensweise

1.2 Kultur als Bedeutungssystem

2 Tendenzen in der Konsumkultur

2.1 Aufbrechen alter Strukturen

2.2 Kommunikation in der Consumer Culture

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretische Ansätze der Consumer Culture und analysiert, wie sich kulturelle Bedeutungssysteme durch den Wandel von Konsumstrukturen in der modernen Gesellschaft verändert haben.

  • Begriffsbestimmungen von Kultur (Lebensweise vs. Bedeutungssystem)
  • Expansion des Kapitalismus und die Ausbreitung der materiellen Kultur
  • Auflösung traditioneller Standesstrukturen und Entstehung neuer Lebensstile
  • Bedeutung von Konsumgütern als Kommunikationsmittel und Zeichensysteme
  • Einfluss der Massenmedien auf die Wahrnehmung von Realität

Auszug aus dem Buch

2.2 Kommunikation in der Consumer Culture

Der Wert der Konsumgüter und ihre Strukturprinzipien sind zentral für das Verstehen der gegenwärtigen Gesellschaft.

Der ursprüngliche Gebrauchswert eines Gutes hat einen symbolischen Wert angenommen. Die Symbolisierung und der Gebrauch materieller Güter wird als Kommunikation verstanden, nicht als Gebrauch von Nützlichkeiten. Hierzu verweist Featherstone auf Jean Baudrillard, der die Theorie des Commodity-sign entwarf:

Baudrillard sagt, der bedeutendste Zug für die Bewegung zur Massenproduktion von Waren war die Vernichtung des „originalen“ Gebrauchswert von Gütern als Tauschwert. Waren bekamen eine Zeichen, das ihre Position in einem System bestimmte. Damit wurde Konsum nicht länger als Konsum von Warenwert verstanden, sondern als Konsum von Zeichen.

Featherstone selbst nennt diese neue Gesellschaft die , in der seiner Meinung nach die elektronischen Massenmedien eine Schlüsselrolle spielen. Das Fernsehen produziert eine Fülle an Bildern und Informationen, die unseren Realitätssinn bedrohen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definitionen von Kultur: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Definition von Kultur, wobei zwischen Kultur als umfassender Lebensweise und als strukturiertem Bedeutungssystem differenziert wird.

2 Tendenzen in der Konsumkultur: Der Hauptteil analysiert die soziokulturellen Auswirkungen des modernen Kapitalismus, insbesondere die Entstehung neuer Lebensstile und die Transformation von Konsumgütern in symbolische Zeichen.

Schlüsselwörter

Consumer Culture, Kultur, Lebensweise, Bedeutungssystem, Kapitalismus, Konsumgüter, Lebensstil, Konsumgesellschaft, Symbolik, Massenmedien, Zeichenwert, Identität, Individualität, Commodity-sign, Konsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der sogenannten "Consumer Culture" und wie diese durch moderne gesellschaftliche Entwicklungen geprägt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Definition von Kulturbegriffen, das Aufbrechen traditioneller gesellschaftlicher Strukturen sowie die veränderte kommunikative Bedeutung von Konsumgütern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Konsum von der reinen Nutzenorientierung hin zum Konsum von Zeichen und Symbolen gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse bekannter Ansätze aus den Cultural Studies, insbesondere unter Rückgriff auf die Theorien von Raymond Williams, Mike Featherstone und Jean Baudrillard.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil widmet sich den Tendenzen der Konsumkultur, beleuchtet das Verschwinden fester Standesgruppen und erläutert die Theorie des Commodity-sign.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wesentliche Begriffe sind Consumer Culture, Bedeutungssystem, Lebensstil, Zeichenwert und materielle Kultur.

Welche Rolle spielen die elektronischen Massenmedien laut der Analyse?

Medien wie das Fernsehen fungieren als Verbreitungsinstanzen für den Zeichenwert von Waren und tragen maßgeblich zur Konstruktion einer simulierten Welt bei.

Wie unterscheidet sich "Kultur als Lebensweise" von "Kultur als Bedeutungssystem"?

Während der erste Begriff sehr breit alle menschlichen Lebensäußerungen umfasst, fokussiert der zweite Begriff auf die Analyse spezifischer, bedeutungskonstituierender Praktiken und Institutionen innerhalb einer Gesellschaft.

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Details

Title
Ansätze der Consumer Culture
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl Medienpädagogik )
Course
Hauptseminar Konstruktivismus, Medien und Gesellschaft
Grade
1,3
Author
Magister Artium Christine Scheffler (Author)
Publication Year
2000
Pages
8
Catalog Number
V63049
ISBN (eBook)
9783638561730
ISBN (Book)
9783656813323
Language
German
Tags
Ansätze Consumer Culture Hauptseminar Konstruktivismus Medien Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Christine Scheffler (Author), 2000, Ansätze der Consumer Culture, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63049
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