Executive Summary
1998 war das Jahr der >>Hochzeit im Himmel<<, dem größten Zusammenschluss in der Geschichte der Industrie überhaupt. Das größte Industrieunternehmen Europas, die Daimler- Benz AG, und der größte amerikanische Konzern, die Chrysler Corporation, fusionierten in einer „Merger of Equals“ („Fusion unter Gleichen“) zur neuen DaimlerChrysler AG. Dadurch entstand ein transnationaler Gigant mit den beiden Konzernzentralen in Stuttgart und AuburnHills. Diese Fusion zeigt besonders, wie die Globalisierung der Weltwirtschaft voranschreitet.
Seit dem Clash dieser beiden Automobil- Kulturen brennt es mit unschöner Regelmäßigkeit mal hier, mal da in der neu gegründeten >>Welt- AG<<.
Daher werden im Folgenden ausgewählte Schwachstellen und Risiken aufgeführt und eine Handlungsempfehlung für deren Bewältigung mit Hilfe selektiver Instrumente ausgesprochen. Zudem werden aber auch latente Erfolgspotentiale für die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen erkannt und eine Handlungsempfehlung für eine zweckmäßige Implementierung gegeben.
II
DaimlerChrysler
Inhaltsübersicht
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS............................................................................................... V
1. Probleme bei DaimlerChrysler 1
2. Lösungskonzepte von DaimlerChrysler zu ausgewählten Problemen 3
2.1 Unternehmensinterne Lösungskonzepte von DaimlerChrysler 3
2.2 Unternehmensexterne Lösungskonzepte von DaimlerChrysler 4
3. Instrumente zur Schwachstellenanalyse sowie Stärkung latenter Erfolgspotentiale 6
3.1 SWOT- Analyse zur Bewältigung von Schwachstellen 6
3.1.1 Instrumente zur Durchsetzung von Produktionsvorteilen 7
3.1.2 Instrumente zur Durchsetzung von Qualitätsvorteilen 9
3.2 Bedarf zur Verbesserung des Wissenstransfers 11
3.2.1 Instrument zur Verbesserung des Wissensaustausches 11
3.2.2.1 Implementierung einer Newsgroup 12
3.2.2 Instrument zur Mitarbeitersensibilisierung 13
3.2.2.1 Implementierung eines Awareness- Programms 14
4. Zusammenfassende Würdigung 16
5. Fazit 17
ANHANG ................................................................................................................................ 21 21
III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
Abb. Abbildung
AG Aktiengesellschaft
ANE Automatic Newsgroup Explorer
bzw. beziehungsweise
CAD Computer Aided Design
d.h. das heißt
E-Mail Electronic-Mail
IPP Integrierte Produktpolitik
IRT Issues Resolution Teams
IT Informationstechnologie
MBV Market- based View
NNTP Network News Transfer Protocol
PMI Post Merger Integration
RBV Ressource- based View
sog. so genannte
SWOT Strength-Weakness and Opportunities-Threats – Analyse
TQM Total Quality Management
USP Unique Selling Proposition
z.B. zum Beispiel
IV
DaimlerChrysler
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung Seite
1 Schaubild zur SWOT- Analyse 5
2 Schaubild zur ANE- Software 11
3 Cartoon zur IT- Sicherheit 13
4 Schaubild zum Konzept zur Beseitigung der 17
Schwachstellen und Stärkung der Erfolgspotentiale
V
1. Probleme bei DaimlerChrysler
DaimlerChrysler ist heute ein wegen seiner Globalität und reichhaltigen Produktpalette ein in
der Automobilbranche einzigartiges Unternehmen, das seinen Erfolg maßgeblich der Fusion
zu verdanken hat.
Die Komplexität der Probleme erfordert eine differenzierte Betrachtung, daher werden im
Folgenden zunächst die wesentlichen Realprobleme sowohl vor als auch nach der Fusion
aufgestellt und die vom Unternehmen angestrebte Situation dargelegt.
Die Chrysler Corporation führte in den 70er und 80er Jahren eine Reihe von Maßnahmen, wie
z.B. Entlassungen, Werksschließungen und Budgetkürzungen durch. Dadurch wurden zwar
kurzfristig Kosten gespart, langfristig jedoch bewirkte dies einen Rückgang der Einnahmen
und somit zu finanziellen Einbußen, da beim Bau von neuen Produkten eine auffallend
sinkende Basis an Ingenieuren zur Verfügung stand. Zudem ergaben sich daraus auch lange
Produktentwicklungszeiten. 1 Die Daimler-Benz AG hingegen fühlte den enormen Druck zur Fusion, aufgrund
schwerwiegender finanzieller Engpässe, die insbesondere aus den zusätzlichen
abwechslungsreichen Tätigkeitsfeldern der Elektronik und der Luftfahrt resultierten (1995:
größter Verlust in der deutschen Geschichte in Höhe von 5,7 Billionen DM). 2 Ebenso durch die begrenzten Innovationsfähigkeiten der deutschen Ingenieure, dem stagnierenden Bedarf
der C-, E- und S-Klasse sowie einer durch Qualitätsaufschwung immer stärker werdenden
Konkurrenz. 3 Durch die Fusion erhofften sich beide Unternehmen zwar eine Bewältigung der bereits
genannten Probleme, allerdings ergaben sich bei der Wahrnehmung neuer Aufgaben
unerwartete Hürden. Dabei können verschiedene Einflussfaktoren unterschieden werden, die
sowohl durch andere Marktteilnehmer als auch durch unternehmensinterne Funktionen
verursacht wurden. Zentrale Schwierigkeiten der externen Einflüsse bilden dabei vor allem
die globale Überkapazität und die Veränderung der industriellen Strategien auf sich ständig
entwickelnden Märkten. Die internen Probleme dagegen bilden maßgeblich generelle
Produktunterscheidungsmerkmale bzw. Gewinnfahrer der Vergangenheit, wie z.B. luxuriöse
Elemente, die heute allgegenwärtig geworden sind, weshalb ein Strategiewechsel auf „weiche
Faktoren“, wie z.B. die Marke, gesetzt werden musste. Hohe Kosten bei der Produktion,
1 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 3.
2 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 5.
3 Vgl. RUKSTAD/COUGHLAN (2001), S. 5.
1
Qualitätsdefizite, Vertriebsprobleme und ein lückenhaftes Wissensmanagement für die erfolgreiche Integration beider Unternehmen im Rahmen des Mergers sind ebenfalls zu bewältigende Aspekte.
Die Lokalisierung der Problemursachen ist aufgrund ihrer hohen Komplexität sehr schwierig, da sie durch Multikausalität gekennzeichnet sind, d.h. dass die Probleme in der Regel auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen sind. Zentrale Voraussetzung für eine geeignete Maßnahmenplanung jedoch, ist eine detaillierte Analyse der Schwachstellen. Daher wird in der weiteren Bearbeitung ein Fokus auf lückenhaftes Wissensmanagement, Strategiewechsel bei der hohe Produktionskosten gesetzt, welche die essentiellen Probleme bei DaimlerChrysler darstellen.
Die vom Management wünschenswerte Situation jedoch ist die Verbesserung des Wissenstransfers innerhalb des Unternehmens, die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch Senkung der Produktionskosten und Erweiterung des Qualitätsmanagements. Daher ist zunächst eine genauere Betrachtung der DaimlerChrysler- Eigenen Lösungskonzepte sowie Unternehmensstrukturen von besonderer Bedeutung, da sonst eine gezielte Maßnahmenplanung nicht erfolgen kann.
2
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2006, DaimlerChrysler: Wettbewerbsvorteile und Wissensmanagement, Munich, GRIN Publishing GmbH
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