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Das didaktische Ziel des soziologischen Lehrforschungsprojektes „Rechtsextremismus“ der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg unter der Leitung von Prof. Dr. Hummell und Marc Mulia ist das Erlernen der Methodischen Datenerhebung und – Analyse. Während des zweisemestrigen Seminars soll ein möglichst breites Spektrum der qualitativen und quantitativen Datenerhebung dargestellt und vermittelt werden.
Nachdem sich meine letzte Arbeit „Erstellung einer Ausländerfeindlichkeitsskala“ mit einer quantitativen Methode befasste, wird in dieser Arbeit die Gruppendiskussion, eine qualitative Methode behandelt.
Diese Gruppendiskussion wurde von den beiden Lehrforschungsprojektteilnehmern Leonard Koch und Mark Lutter zusammen mit mir inTeamarbeit vorbereitet und durchgeführt. Die Transkription des Interviews bewältigte Mark Lutter während der Urlaubszeit alleine, hierfür noch einmal vielen Dank.
Die Analyse der Diskussion, welche mit sechs Jugendlichen aus der „Kinderheimat“ in Moers (ein Erziehungsheim) durchgeführt wurde, und die abschließende kleine Hausarbeit sollte dann von jedem selbst in Eigenregie angegangen werden. Diese Arbeit ist als eine Art Dokumentation zu verstehen, welche sowohl die Arbeitsschritte hin zur letztendlichen Diskussion erläutern soll, als auch Probleme und Fehler in der Planung und Durchführung aufzeigen soll, die mir dann leider erst in der Analysephase bewusst geworden sind.
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Ergebnis eines Forschungsprojektes, bei dem zwischen 1995 und 1997 an 12-19 jährigen Schülern und Schülerinnen eine empirische Studie zum Thema Sozialpsychologie des Rechtsextremismus durchgeführt wurde, in folgender Weise zitiert:
Solche Begründungen gehen oft einher mit der Behauptung, die Eltern hätten bei der Erziehung nicht genügend Acht auf die Vermittlung von Werten gegeben, die Schulung des Sozialverhaltens und des Umgangs mit Autoritätspersonen vernachlässigt.
Um diese Annahmen einmal zu überprüfen, haben wir und als Untersuchungsgegenstand Jugendliche aus der Kinderheimat in Moers, einem Erziehungsheim, auserkoren.
Diese müssten demnach, weil Jugendliche in Heimen meist aus zerrüttelten Familienverhältnissen stammen und/oder andere traumatische Kindheitserlebnisse durchlebt haben, potentiell anfällig für rechtsideologisches Gedankengut sein.
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Als Datenerhebungsmethode haben wir uns für eine Gruppendiskussion entschieden, weil dieses Erhebungsinstrument einige Vorteile mit sich bringt, welche die Aussagebereitschaft der Befragten beeinflussen könnte. So trägt die Gruppensituation zum Abbau psychischer Kontrolle bei, erleichtert die Erörterung intimer Fragen und kann dadurch tiefer liegende Meinungen zum Vorschein bringen. Ein weiterer Vorteil ist neben der freundlichen und entspannten Atmosphäre und der Nähe zur alltäglichen
angewendet, da wir einen Leitfaden mit vorher festgelegten Fragen erstellten, die dann der Reihe nach abgehandelt werden sollten.
Dies sollte zu einen den Zweck erfüllen, dass nicht vom Thema abgeschweift wird, zum anderen wollten wir den Jugendlichen nicht verraten, dass wir eigentlich ihre Einstellung zu rechtsextremen Gedankengut untersuchen wollten. Damit wollten wir verhindern, dass die Befragten Jugendlichen bewusst sozial erwünscht antworten.
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Die Auswahl der Jugendlichen, welche bei der Gruppendiskussion mitwirken sollten, umfasste folgende Richtlinien:
Ausländische Diskussionsteilnehmer sind erwünscht, um gegebenenfalls von eigenen Erfahrungen (positiv oder negativ) zu berichten.
Diskussionsbereitschaft auf freiwilliger Basis wird vorausgesetzt.
vgl. W.Spöhring: Qualitative Sozialforschung, Stuttgart 1989
Quote paper:
Hans-Christian Rasch, 2001, Analyse einer Gruppendiskussion mit Jugendlichen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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