Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung zur Kategorisierung 2
2. Das Nomen 3
3. Das Adjektiv 5
4. Das Verb 7
5. Die Präposition 9
6. Zusammenfassung 10
7. Bibliographie 12
1
1. Einleitung zur Kategorisierung
Eines der zentralsten Probleme der syntaktischen Untersuchung ist das der Wortartenkategorisierung. 1 Doch was ist überhaupt ein Wort und wie lassen sich Wörter kategorisieren? Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass die Einteilung der Wortarten keinesfalls willkürlich erfolgt, sondern sich aus den semantischen Kategorien entwickelt. 2 Laut Peter Eisenberg lassen sich Wortarten als syntaktische Kategorien bezeichnen, welche Mengen von syntaktischen Einheiten umfassen. 3 Dabei unterscheidet er 9 Wortarten: Adjektiv, Adverb, Substantiv, Verb, Artikel, Pronomen, Konjunktion, Präposition und Partikel. Diese Kategorisierung erfolgt hinsichtlich der Geschlossenheit oder Flektierbarkeit von Wortarten 4 , welche in allen Grammatiken ausschlaggebend ist 5 . Dabei werden Adjektive, Adverbien, Substantive und Verben der offenen Wortklasse zugeordnet 6 , welche sich dadurch kennzeichnen lässt, dass ihr Bestand erweiterbar ist, was bei der geschlossenen Wortklasse, zu der Präpositionen, Partizipien, Konjunktionen und Artikel gehören, nicht der Fall ist. In Bezug auf die Flektierbarkeit können Wortarten deklinierbar (Adjektiv, Artikel, Pronomen, Substantiv), konjugierbar (Verb) oder nicht-flektierbar (Adverb, Konjunktion, Präposition, Partikel) sein. 7 Diese Art der Kategorisierung verdeutlicht, dass die Unterscheidung von Wortarten in der traditionellen Grammatik primär auf den flexions-morphologischen Eigenschaften der lexikalischen Einheiten beruht. 8 Doch die bereits erwähnte Kategorisierung nach Eisenberg ist nicht die einzige. Es gibt Unmengen an Vorschlägen zur Einteilung der Wortklassen. Eine weitere möchte ich nicht unerwähnt lassen, da ich mich in meiner Arbeit im Folgenden auf ihre vier Hauptkategorien stützen werde. Diese vier Hauptkategorien werden bei Renate
1 Vgl. Dürscheid 2000, S. 21.
2 Vgl. Aitchison 1994, S. 128.
3 Vgl. Eisenberg, S. 35.
4 Vgl. ebd., S. 35.
5 Vgl. Dürscheid 2000, S. 23.
6 Vgl. Eisenberg, S. 35.
7 Vgl.ebd., S. 35.
8 Vgl. Steinitz 1997, S. 2.
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Steinitz als Substantiv, Verb, Adjektiv, sowie Präposition benannt. Ihre Bestimmung erfolgt durch die Merkmale [V] und [N] in Kombination mit den Wertebelegungen plus und minus. Dabei hat das Substantiv die Merkmale [+N, -V], das Verb [-N, +V], das Adjektiv [+N, +V] und die Präposition [-N, -V]. 9 Im Folgenden werde ich diese Wortarten näher kategorisieren und versuchen voneinander abzugrenzen, dabei werde ich mich hauptsächlich auf syntaktische Merkmale stützen, wobei es mir weder möglich sein wird, semantische Aspekte vollkommen außen vor zu lassen, noch diese Hauptkategorien in tieferer Hinsicht zu untersuchen, da das den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
2. Das Nomen
Nomen lassen sich in ihrer Kategorie in erster Linie durch ihre morphologischen, weitestgehend stabilen Eigenschaften
verhältnismäßig gut zu anderen Klassen abgrenzen. 10 Sie bilden mit einem Anteil von 50 - 60 % den Hauptteil des deutschen Wortschatzes 11 . Das Hauptabgrenzungsmerkmal des Nomen zu anderen Wortarten, wobei ich hier ausschließlich Substantive als Nomen bezeichne, besteht darin, dass das Nomen in Bezug auf das Genus unveränderlich ist. 12 Das Genus des Substantivs besitzt allerdings einige Besonderheiten, in Form von Genusschwankungen, sowie Genuswechseln mit denen Bedeutungsänderungen
einhergehen. 13 Zu ersterem möchte ich anmerken, dass diese Schwankungen lediglich auf dialektale beziehungsweise regionale Variationen beruhen, zum Beispiel wird in einigen Regionen der Teller, und in anderen wiederum das Teller gesagt. Der Unterschied zum Genuswechsel besteht dabei darin, dass sich beim Wechsel des Genus bei diesen Nomen immer auch die Bedeutung des Nomen ändert 14 , das heißt, die Nomen sind synonym und erst der Genus
9 Vgl. Steinitz 1997, S. 3.
10 Vgl. Altmann/ Hahnmann 1999, S. 30.
11 Vgl. Fleischer 1997, S. 84.
12 Vgl. Pittner 2004, S. 16.
13 Vgl. ebd. S. 16.
14 Vgl. ebd. S. 17.
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Arbeit zitieren:
Aileen Enders, 2005, Lexikalische Kategorien - Einführende Beobachtungen, München, GRIN Verlag GmbH
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