2
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Das Phänomen Sport 3
2.1 Deutung des Sports 3
2.2 Der moderne Mythos ? 4
2.3 Vom Ursprung von Spiel und Sport 6
3 Sport bei den Naturvölkern - exemplarische Darstellung 7
3.1 Der Lauf 7
3.2 Wurf- und Stoßwettbewerbe 8
3.3 Ring- und Faustkampf 8
3.4 Analyse und Deutung 9
4 Das Massenphänomen Sport 10
5 Literaturverzeichnis 12
3
1 Einleitung
Diese Ausarbeitung soll prinzipiell den roten Faden des Referats aufgreifen und in schriftlicher Form wiedergeben. Alle hier dargelegten Thesen und Behauptungen, die selbstverständlich nicht vom Referenten entwickelt wurden, werden daher auch keine weitere, eingehendere Analyse erfahren als im Vortrag bereits dargeboten. Zunächst wird etwas zur Deutung, bzw. zu Deutungsversuchen, des Phänomens Sport gesagt, worauf anschließend die These vorgestellt wird, dass es sich bei dem Sport um den Mythos der heutigen Zeit, den modernen Mythos, handelt. Daran anknüpfen werden einige grundlegende Informationen und weitere Thesen zum Ursprung des Spiels, sowie zu seinem Charakter und seiner Funktion. Kürzer als im Vortrag werden dann einige Beispiele zu Sport bei den Naturvölkern aufgezeigt, die zum besseren Verständnis des vorher erwähnten Ursprungs des Spiels dienen sollen. Zum Schluss wird ganz knapp, und um die anfangs aufgestellten Thesen zu verstärken, noch einmal auf die (Be)Deutung des Massenphänomens Sport in der heutigen Gesellschaft eingegangen.
2 Das Phänomen Sport
2.1 Deutung des Sports
Die Worte des Philosophen Max Scheler von 1927 leiten das Thema bzw. das Problem präzise und prägnant ein:
„Kaum eine übernationale Gesamterscheinung gegenwärtiger Zeit verdient so sehr eine soziologische und psychologische Durchleuchtung als der an Umfang und Wertschätzung unermeßlich gewachsene Sport. Und doch ist bisher nur sehr wenig Ernstliches zur Deutung des gewaltigen Phänomens versucht worden.“ (Scheler, zitiert nach Lenk, 1985, S.7)
4
Diesem Sachverhalt fügt Lenk (1985, S.7) noch hinzu, dass dies „auch heute noch zu gelten“ scheint. An allen bisherigen Interpretationen und Deutungen bemängelt Lenk, dass diese sich zu einseitig mit dem Problem befassen würden. „Entweder sind sie zu individualistisch nur auf die Motive … des Athleten gerichtet, oder sie bleiben ausschließlich an gesellschaftlichen Tatsachen orientiert“ (Lenk, 1985, S. 7). Weitere Deutungsversuche stellen den Sport häufig als Mittel zur Gesunderhaltung oder als rein erzieherisches Instrument dar. Daher fragt Lenk (1985, S. 8ff): „Ist Sportverhalten bloß ästhetische Befriedigung, Sport eine Kunst ? Ist er ein Mittel der gesellschaftlichen Emanzipation ? Versinnbildlicht der Hochleistungssportler - wie der Künstler - einen Traum von der Ausnahmeleistung, eines eigentlich unnötigen, aber symbolisch hochbewerteten ‚hervorragenden‘ Handelns ? Sind heute nur noch sportliche Höchstleistungen den Entdeckungen und Abenteuern vergangener Jahrhunderte vergleichbar, … in einer allzu geglätteten zivilisierten Daseinsform, in der der Mensch sich selbst zu sehr domestizierte ?“
Diese und viele weitere Fragen zeugen davon, dass der Sport, bzw. Teilerscheinungen desselben eine Vielfalt von Merkmalen besitzt. Er scheint, gewagt formuliert, im heutigen Leben sogar allgegenwärtig zu sein.
Hat der Sport den gleichen Stellenwert und die gleiche Bedeutung für uns Menschen in der heutigen Zeit wie die Mythen in der Antike ? Ist der Sport vielleicht sogar der moderne Mythos ?
2.2 Der moderne Mythos ?
Mythen sind „Erzählungen aus der Frühzeit eines Volkes, von der Entstehung der Welt und ihrem Ende, von den Göttern und ihrer Herkunft, von Helden und Heilsbringern.“ (zitiert nach Multimedia-Lexikon 2002). Laut dieser Definition wäre der Begriff Mythos für ein kontemporäres Phänomen also eigentlich unpassend. Das Multimedia-Lexikon 2002 definiert allerdings auch noch „zur Legende gewordene Begebenheit oder Persönlichkeit“ als Mythos. Und davon bietet der Sport unendlich viele !
Arbeit zitieren:
Johannes Chun, 2003, Spiel, Sport, Tanz und Gymnastik aus kulturanthropologischer Sicht, München, GRIN Verlag GmbH
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