Fachhochschule Merseburg
Fachbereich Maschinenbau
Dualer Kompaktstudiengang Technische Betriebswirtschaft
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis Seite 3
Abbildungsverzeichnis Seite 4
1. Kennzahlen und Kennzahlensysteme Seite 5
1.1 Kennzahlen Seite 5
1.2 Kennzahlensysteme Seite 9
2. Return on Investment und Cash Flow Seite 13
2.1 Return on Investment Seite 13
2.2 Cash Flow Seite 16
Quellenverzeichnis Seite 18
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Abkürzungsverzeichnis
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
ROI Return on Investment
KUH Kapitalumschlagshäufigkeit
UR Umsatzrentabilität
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Abbildungsverzeichnis
Abb 1 Beispiel zum Planungs und Steuerungssystem
Abb 2 Einteilung der Kennzahlen in ihre Arten
Abb 3 Aufbau und Errechnungsansatz einer Kennzahlenpyramide
Abb 4 Die Berechnung des Return on Investment
Abb 5 Graphische Darstellung des Return on Investment
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1. Kennzahlen und Kennzahlensysteme
Kennzahlen und Kennzahlensysteme werden heutzutage zu einem immer wichtigeren Mittel, wirtschaftliche Größen in einfachen Zahlen darzustellen und sie mit anderen zu vergleichen. Hier soll geklärt werden, was Kennzahlen und Kennzahlensysteme überhaupt sind, weshalb sie sinnvoll sind und welche Bedeutung sie haben. Außerdem sollen zwei wichtige Kennzahlen vorgestellt werden, die innerhalb der Betriebswirtschaft wichtig sind und immer mehr an Bedeutung gewinnen.
1.1 Kennzahlen
Im Allgemeinen kann man sagen, dass Kennzahlen Zahlen sind, die verschiedene betriebswirtschaftliche Daten in Beziehung zueinander setzen. Sie sind Messziffern bzw. Vergleichswerte für innerbetriebliche (Bewertung des Unternehmens) und zwischenbetriebliche Vergleiche (Messung mit anderen Unternehmen) 1 .
Kennzahlen liefern Informationen, um den Führungskräften dabei zu helfen, festgelegte Ziele zu verfolgen, richtige Entscheidungen zu fällen und Verbesserungen in der Zukunft anzustreben 2 . Sie dienen also der Planung, Steuerung und Kontrolle und spielen auch im Bereich des strategischen und operativen Controllings eine große Rolle.
Während der Planungsphase wird ein Ziel gesetzt. Dazu werden für verschiedene Kennzahlen die Werte dieser Kennzahlen aus den letzten Wirtschaftsperioden herangezogen. Durch den Vergleich dieser Werte werden für die einzelnen Kennzahlen Ziele definiert. Zum Beispiel soll der Cash Flow um 10 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werde 3 . Dann wird eine Lageanalyse durchgeführt. Hier wird analysiert, wie die aktuelle Lage des Unternehmens ist, d.h. welche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken das Unternehmen besitzt. Beispielsweise könnte der Cash Flow bei 10 Mio. € liegen. Die nächste Phase der Planung besteht darin, die Lage des Unternehmens zu
1 vgl. „Lexikon des treffenden Fachworts für die Wirtschaft“, Normann, Seite 221
2 vgl. „Kennzahlen“, Vollmuth, Seite 9
3 vgl. Abb. 1
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prognostizieren. Es wird also analysiert, wie sich das Unternehmen entwickeln würde, wenn keine besonderen Maßnahmen ergriffen würden. In dem aufgeführten Beispiel würde dann der Cash Flow bei beispielsweise 10, 5 Mio. € liegen. Aus einem Vergleich der Zielplanung mit der Lageanalyse (Soll-Ist-Vergleich) und einem Vergleich zwischen Zielplanung und Lageprognose (Soll- Wird- Vergleich) wird in der vierten Phase das Problem formuliert, d.h. es werden die Abweichungen vom Ziel analysiert. Im Beispiel ist der Unterschied durch den Soll-Ist-Vergleich 1 Mio. € und der Soll- Wird- Vergleich 0,5 Mio. €. Daraus lässt sich eine Abweichung von 0,5 Mio. € ablesen. In der nächsten Phase der Planung werden dann Alternativen gesucht, die zur Lösung des Problems führen könnten. Der Cash Flow könnte zum Beispiel durch eine Umsatzsteigerung durch bessere Vertriebsarbeit oder eine billigere Produktion erhöht werden. Während der Entscheidungsphase werden schließlich die besten Alternativen ausgewählt und es wird ein Plan erstellt, der alle Informationen zur Umsetzung enthält. Im Beispiel ist als beste Alternative die Umsatzsteigerung ausgewählt worden.
In der anschließenden Steuerungsphase wird der in der Planungsphase erstellte Plan dann umgesetzt. Die Steuerungsphase beginnt mit der Organisation zur Umsetzung des Planes. Den Mitarbeitern wird angewiesen, ihre Arbeit auf eine gewisse Art umzustellen. Beispielsweise werden die Vertriebsmitarbeiter zu Schulungen geschickt. In der folgenden Realisationsphase werden dann diese Anweisungen umgesetzt. Die Vertriebsmitarbeiter verändern ihre Rhetorik im Verkaufsgespräch, indem sie ihr neu erworbenes Schulungswissen anwenden, und können somit höhere Umsätze erzielen. Während der gesamten Realisation wird in gewissen Abständen ein Soll-Ist-Vergleich erstellt, um die Realisation zu kontrollieren und wenn es notwendig ist gegenzusteuern. Im Beispiel erhöht sich der Cash Flow monatlich um 1 %.
Kennzahlen gliedern sich in verschiedene Arten. Da wären als erstes die absoluten Kennzahlen 4,5 . Absolute Kennzahlen, auch Grundzahlen genannt, lassen sich ganz einfach aus den Betriebsdaten errechnen. Sie können direkt aus der GuV oder anderen Unterlagen errechnet werden. Zu den absoluten Kennzahlen gehören Einzelzahlen, Summen, Differenzen und Mittelwerte. So sind z. B. der Bilanzgewinn, das Anlagevermögen oder auch Umsatzerlöse ganz einfache Grundzahlen, die eine hohe Aussagekraft besitzen.
4 vgl. „Kennzahlen“, Vollmuth, Seite 11 – 14
5 vgl. Abb. 2
5
Quote paper:
Sebastian Heyl, 2002, Kennzahlen und Kennzahlensysteme in der Betriebswirtschaft unter gesonderter Betrachtung von Return on Investment und Cash Flow, Munich, GRIN Publishing GmbH
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