Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. 4
2 WAS IST PERIODISIERUNG? 4
2.1 ENTSTEHUNG DER PERIODISIERUNG 5
3 DAS „KLASSISCHE“ PERIODISIERUNGSMODELL VON
MATWEJEW 5
3.1.1 DIE EINZELNEN PERIODEN 8
3.1.2 DIE EINZELNEN ZYKLEN 9
3.2 KRITIK AN DEM MODELL VON MATWEJEW 10
3.3 VERSCHIEDENE PERIODISIERUNGSMODELLE 11
3.3.1 DIE EINFACHPERIODISIERUNG 11
3.3.2 DIE DOPPELPERIODISIERUNG. 12
4 PERIODISIERUNG IM SPITZENTENNIS. 13
4.1 SPORTANALYSE TENNIS. 13
4.1.1 DER TURNIERKALENDER IM SPITZENTENNIS (HERREN) 15
4.1.2 SPEZIFISCHE SITUATION IM TENNIS. 15
4.2 PROBLEMATIK DER "KLASSISCHEN" PERIODISIERUNG IM
SPITZENTENNIS 17
5 MODELL EINER MÖGLICHEN PERIODISIERUNG IM
SPITZENTENNIS. 17
5.1 VORBEREITUNGSPERIODE 19
5.2 WETTKAMPFPERIODE 20
5.3 ÜBERGANGSPERIODE 21
6 NEUE TENDENZEN BEI DER PERIODISIERUNG IM
SPITZENTENNIS. 21
7 SCHLUSSTEIL 22
LITERATURVERZEICHNIS 23
1 Einleitung
„Wir waren auf den Punkt topfit!“ 1 Solche Aussagen hört man oft, gerade zu Beginn einer neuen Saison oder bei großen Sportereignissen, wie z.B. den olympischen Spielen, Welt- oder Europameisterschaften, von Trainern, Betreuern oder von den Athleten selbst. Als Außenstehender macht man sich über solche Aussagen eher weniger Gedanken. Es ist klar, dass der/die Sportler/Inn oder die Mannschaft einfach bei diesem Höhepunkt, oder sogar eine komplette Saison, seine/ihre volle Leistung bringen muss. Welche Planungen im Vorfeld aber dahinter stehen, ist den wenigsten bekannt. Ein Sportjahr wird weit im Vorfeld geplant. Es werden Trainingspläne mit Wettkampfphasen, Vorbereitungsphasen und Regenerationsphasen für jeden Sportler bzw. für jede Mannschaft individuell erstellt.
2 Was ist Periodisierung?
Der Sportler ist aus biologischen Gründen nicht in der Lage, seine Leistung das ganze Jahr über auf einem gleich bleibend hohen Niveau zu halten. Auf Grund dieser Feststellung, müssen sich die Trainingsstruktur und der Trainingsinhalt im Hinblick auf die Leistungsstruktur periodisch verändern. Daraus ergibt sich das Prinzip der Periodisierung. „Periodisierung ist die Festlegung einer Folge von Perioden, deren inhaltliche, belastungsmäßige und zyklische Gestaltung die Herausbildung der optimalen sportlichen Form für einen bestimmten Zeitraum innerhalb des Periodenzyklus ansteuert.“ (MARTIN, D., CARL, K. & LEH- NERTZ, K.1993, 247)
1 Wolfgang Wolf, Trainer des 1. FC Nürnberg, in einem Interview nach dem 3:1 Sieg gegen den FC Kaiserslautern am ersten Spieltag der Fußballbundesliga; Saison 2004/2005
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2.1 Entstehung der Periodisierung
Die Ursprünge des Trainingssystems der Periodisierung sind von russischen Trainern zu Beginn der 50er Jahre erarbeitet worden, als sie ihre Sportler/Innen (Schwimmen, Gewichtheben und Leichtathletik) auf die olympischen Spiele von Helsinki (1952) und andere internationale Wettkämpfe vorbereiteten. Die dabei gesammelten Erfahrungen in den Jahren von 1950 - 1960 wurden dann ausgewertet und verallgemeinert. Aus diesen Trainingserfahrungen, entwickelte L.P. Matwejew die theoretische Konzeption der Periodisierung (1965). Der Begriff
„Periodisierung“ wurde zum Synonym für „Planung des Trainings“ und weckte nach und nach auch das Interesse der Trainer ausserhalb der UdSSR. In der Bundesrepublik ist im Jahr 1972 die „Periodisierung des sportlichen Trainings“ veröffentlicht worden. Diese Erkenntnis von Matwejew ist bis heute Grundlage der Trainingslehre.
3 Das „klassische“ Periodisierungsmodell von Matwejew
Die Grundlagenkonzeption von Matwejew ging davon aus, dass es einen phasenhaften Verlauf von Erwerb, Halten und Verlust der sportlichen Form im Verlauf einer Zeitperiode gibt. Keinem Sportler/Keiner Sportlerin gelingt es, eine erworbene sportliche Form ständig auf dem gleichen Niveau zu halten. Dieser phasenhafte, wellenförmige Verlauf der sportlichen Form ist gekennzeichnet durch:
(1) das periodische erwerben der Form, (2) das Halten können der erworbenen Form, (3) den Verlust der sportlichen Form (vgl. Abb. 1).
5
Tatsache ist, dass die sportliche Höchstform zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr, also zu den Saisonhöhepunkten im Wettkampfkalender, erbracht werden soll und nicht zu einem anderen Zeitpunkt ihren Höhepunkt findet. Der Trainingsprozess kann und muss so gesteuert werden, dass die Höchstform auch zu diesem Zeitpunkt erreicht wird. Zu beachten in diesem Zusammenhang ist, dass „die objektiven Gesetzmäßigkeiten der Formentwicklung anerkannt und eingehalten werden.“ (MARTIN, D., CARL, K. & LEHNERTZ, K. 1993, 248)
Aus dieser Erkenntnis heraus, ist eine genaue Bestimmung des Trainingsaufbaus und den entsprechenden Trainingsinhalten in den jeweiligen Entwicklungsphasen möglich.
Es ergibt sich ein Trainingszyklus mit drei Perioden:
(1) Vorbereitungsperiode (2) Wettkampfperiode (3) Übergangsperiode
(vgl. MARTIN, D., CARL, K. & LEHNERTZ, K. 1993, 248)
Grundlage dieser drei Perioden ist die Erkenntnis, dass jede Phase dieser Entwicklung mit einem speziellen Inhalt und Aufbau des Trainingsprozesses verbunden ist. Belastungsanforderung und die inhaltliche Gestaltung bilden in diesem Entwicklungsprozess einen gesetzmäßigen Zusammenhang.
Die Trainingszyklen richten sich nach dem Saisonhöhepunkt und werden darauf hin in die einzelnen Perioden unterteilt. In dem Periodisierungsmodell von Matwejew ist eine Wettkampfperiode vorgesehen. Diese dauert in einem Ganzjahreszyklus vier bis fünf Monate. Für die Übergangsperiode sind ein bis zwei Monate geplant und die Vorbereitungsperiode erstreckt sich über fünf bis sechs Monate. (Abb. 1)
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Arbeit zitieren:
Christian Bely, 2004, Periodisierung im Spitzentennis, München, GRIN Verlag GmbH
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