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Zur Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich

Titel: Zur Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich

Hausarbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Konrad Reinhold (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie lassen sich die weltweiten Prozesse der Globalisierung und gleichzeitigen Regionalisierung am Beispiel Frankreichs verfolgen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die folgende Arbeit im Besonderen im Hinblick auf die flämische Minderheit in Nordostfrankreich.
Im Gegensatz zu den nationalen Bewegungen auf Korsika, im Baskenland, in der Bretagne oder Okzitanien, wird diese Volksgruppe in der europäischen Öffentlichkeit so gut wie gar nicht wahrgenommen. Existiert eine eigene französisch-flämische Identität? Gibt es Autonomie, oder gar Separationsbestrebungen? Wie steht der französische Staat zu dieser Minderheit innerhalb seiner Grenzen und wie die Europäische Union? In der folgenden Arbeit möchte ich versuchen Antworten auf diese Fragen zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Grenzen und Territorialität Heute

2. Zur Geschichte und Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich

3. Bildung regionaler Identitäten in Frankreich - Mit oder gegen den Staat?

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich im Kontext der europäischen Globalisierung und der französischen Regionalisierungspolitik. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit eine eigenständige französisch-flämische Identität existiert, welche Rolle historische Konflikte spielen und ob staatliche Dezentralisierungsmaßnahmen den Erhalt dieser spezifischen kulturellen Minderheit fördern oder eher marginalisieren.

  • Historische Entwicklung der Sprachgrenzen in Nordostfrankreich
  • Die Auswirkungen französischer Zentralisierungs- und Minderheitenpolitik
  • Regionale Identitätsbildung zwischen Folklore und politischem Anspruch
  • Die Rolle der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union

Auszug aus dem Buch

Zur Geschichte und Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich

Bevor ich auf mein Augenmerk auf eventuell vorhandene, territorial oder kulturell begründete regionale Identitäten in Nordostfrankreich richten will, ist es angeraten einige Worte zur Geschichte der flämischen Minderheit und damit der flämischen Sprache auf französischem Boden zu verlieren.

Heute umfasst das flämisches Sprachgebiet den ländlichen Raum zwischen Lille und Dunkerque; als größere Gemeinden des Gebietes, die zugleich kulturelle Zentren der Minderheit darstellen, wären zu nennen: Hazebrouk (Hazebroek), Cassel (Kassel); Bailleul (Belle), Bergues (Sint Winoksbergen) und Steenvorde.4

Meist ist von 80000-100000 Flamen im Departement Nord die Rede, was einem Bevölkerungsanteil von 20% entspricht. Da jedoch bei Weitem nicht alle genuinen Flamen die Sprache auch wirklich beherrschen, kommen die Sprecher auf nur 5 % der Gesamteinwohnerschaft dieses nördlichsten Verwaltungsbezirks Frankreichs.5

Im frühen Mittelalter war die Situation eine andere: Die Sprachgrenze verlief, dem Grenzverlauf der Grafschaft Flandern folgend, ca. 30km nördlich der Somme, also südlicher als heute. Lille; Cambrai und Arras waren damals noch nicht Teil des romanischen Sprachraumes. Ihre damaligen Namen – Rijsel, Kamerijk und Atrecht6 – sind heutzutage selbst in den Niederlanden kaum noch geläufig; wohl aber in Französisch Flandern und den angrenzenden Gebieten des südlichen Belgien.

Expansion und Zentralisierung des capetingischen Frankreichs führten zur Verschiebung der politischen und kulturellen Grenze nach Norden. Eben erwähnte Städte wurden französisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Grenzen und Territorialität Heute: Das Kapitel thematisiert den Wandel von Staatsgrenzen und Identitäten in einer globalisierten Welt und leitet zur Spezifik der französischen Minderheitenpolitik über.

Zur Geschichte und Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung vom frühen Mittelalter bis zur heutigen Marginalisierung des Flämischen in Frankreich.

Bildung regionaler Identitäten in Frankreich - Mit oder gegen den Staat?: Hier wird analysiert, wie die Dezentralisierung seit 1981 die Entstehung regionaler Identitäten beeinflusst hat, wobei oft folkloristische Elemente gegenüber tatsächlicher Sprachförderung dominieren.

Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die EU-Integration und Regionalisierung neue Chancen für eine gemeinsame Identität in Grenzgebieten bieten, während die Sprache als solche in Frankreich unter Druck bleibt.

Schlüsselwörter

Flämische Minderheit, Nordostfrankreich, Regionalisierung, Identitätsbildung, Sprache, Sprachgrenze, Dezentralisierung, Frankreich, kulturelles Erbe, Niederländisch, Minderheitenpolitik, Flandern, Grenzregion, Europäische Union, Historisches Bewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der soziokulturellen und politischen Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich und deren Position innerhalb des französischen Zentralstaates.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Sprachpolitik, die historische Genese der Sprachgrenze, regionale Identitätsbildung nach 1981 sowie der Einfluss der europäischen Integration.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob für die flämische Minderheit eine eigenständige Zukunft innerhalb Frankreichs besteht und wie sich die regionale Identität im Spannungsfeld zwischen Staat und lokaler Tradition entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische und politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Untersuchung regionaler Strukturen sowie aktueller politischer Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der Region sowie eine Analyse der Regionalisierungsprozesse, die seit den 1980er Jahren in Frankreich stattgefunden haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Flämische Minderheit, Sprachpolitik, Dezentralisierung, Regionale Identität und Französisch-Flandern.

Welche Rolle spielt das "Loi Deixonne" für das Flämische?

Das Gesetz von 1951 ermöglichte zwar den Minderheitenunterricht, schloss jedoch das Flämische explizit aus, da es als Sprache eines vormaligen Kriegsgegners galt.

Inwieweit beeinflusst die EU die Situation der Flamen in Frankreich?

Die EU fördert grenzüberschreitende Zusammenarbeit, was zur Etablierung neuer regionaler Identitäten führt, die sich stärker an der gemeinsamen Geschichte mit Belgien orientieren als am Pariser Zentralismus.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Proseminar "Grenzen und Regionen in der französischen Geschichte 1789-1945"
Note
1,3
Autor
Konrad Reinhold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V64016
ISBN (eBook)
9783638569262
ISBN (Buch)
9783656814344
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Situation Minderheit Nordostfrankreich Proseminar Grenzen Regionen Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Konrad Reinhold (Autor:in), 2004, Zur Situation der flämischen Minderheit in Nordostfrankreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64016
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Leseprobe aus  20  Seiten
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