Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 2
2.1 Existenzgründung 2
2.2 Franchising 2
3 Grundlagen und Entwicklung des Franchising 3
3.1 Geschichte 3
3.2 Die Anfänge des heutigen Franchising 3
3.3 Gegenwart 3
4 Franchising und andere Formen der Existenzgründung 4
4.1 Formen der Existenzgründung 4
4.1.1 Neugründung 5
4.1.2 Betriebsübernahme 5
4.1.3 Beteiligung 5
4.1.4 Spin Offs (Outsourcing) 5
4.1.5 Franchising 5
4.2 Abgrenzung des Franchisings von anderen Vertriebsformen 6
4.2.1 Vertragshändlersystem 6
4.2.2 Handelsvertretersystem, Agentursystem 6
4.2.3 Lizenzsystem 6
4.2.4 Filialsystem 7
4.2.5 Kommissionssystem 7
4.2.6 Vertragshändlersystem 7
4.2.7 Alleinvertriebssystem 8
4.2.8 Depotsystem 8
5 Der Franchisevertrag 8
5.1 Das richtige Franchisesystem 8
5.2 Vorschriften zum Franchisevertrag 10
6 Rechte und Pflichten aus dem Franchisevertrag 13
6.1 Rechte und Pflichten für den Franchisegeber 13
6.2 Rechte und Pflichten für den Franchisenehmer 13
7 Vor- und Nachteile von Franchise 14
7.1 Vor- und Nachteile für den Franchisegeber 14
7.2 Vor- und Nachteile für den Franchisenehmer 15
8 Gebühren und Investitionen 15
8.1 Einmalgebühr 16
8.2 Laufende Gebühren 17
8.3 Empfehlung des Deutschen Franchise-Verbandes e. V. 17
8.4 Investitionen 18
9 Risiken 18
10 DFV-System-Check 19
10.1 Grundlagen des DFV-System-Check 20
10.2 Vorteile für Franchiseunternehmen durch den
DFV -System-Check 21
11 Existenzgründung mit Franchise am Beispiel von
Kamps Backwaren 21
12 Schlusswort 22
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: 10 Beispiele für Franchiseunternehmen
Abb. 2: Sind sie als Franchise-Nehmer geeignet?
Abb 3: Wichtige Regelungen eines Franchisevertrages
1 Einleitung
„Franchise ist unsere erfolgreichste Vertriebsvariante. 1 “ „Franchise ist die strategische Antwort auf die Absatzeinbrüche der vergangenen Jahre. 2 “
„Franchise hat keine Sonderkonjunktur, vielmehr kommen die selbständigen Franchisenehmer mit starken Marken im Rücken besser mit der Konsumkrise zurecht. 3 “
Franchise erlaubt uns schneller zu wachsen, als wir finanzielle Mittel haben. 4 “
So oder ähnlich könnte man Franchising kurz umschreiben. Damit ist die Arbeit jedoch nicht getan. Es soll vielmehr ein Blick hinter die Kulissen dieses „schönen“ Begriffs FRANCHISING geworfen werden. Worum geht es überhaupt? Wie ist Franchising entstanden? Was ist bei der Existenzgründung mit Franchising anders?
Bei genauerer Betrachtung lassen sich Vor- und Nachteile entdecken, die in Franchiseverträgen festgehalten werden und Rechte und Pflichten für beide Parteien mit sich bringen. Auch über die Finanzierungschancen und die Risiken muss man sich Gedanken machen.
Enden soll diese Arbeit mit einem Praxisbeispiel der Firma Kamps , um die gesammelten Erkenntnisse zu verdeutlichen.
1 Sievers, Otto, Vertriebsleiter Villeroy & Boch, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246
2 Brodersen, Torben, Geschäftsführer des Deutschen Franchise Verbundes, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246
3 Pechert, Felix, Geschäftsführer Forum, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246
4 Reukes, Norbert, Leiter Einzelhandel und Franchise bei Relius, Handelsblatt vom 20.12.2005, Nr. 246
1
2 Grundlagen
2.1 Existenzgründung
Existenzgründung ist der erste Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Arbeitnehmer, Arbeitslose, Schul- oder Hochschulabsolventen sowie Studienabbrecher sollen durch die Förderung von Bund und Ländern dazu ermutigt werden, ihre Geschäftsideen in eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Die Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer sowie Beratungsstellen helfen den Jungunternehmen bei Finanzierungs-, Rechts- und Patentfragen. 5
2.2 Franchising
Franchising ist ein Vertriebssystem, durch das Waren, Dienstleistungen oder Technologien vermarktet werden. Es gründet sich auf eine enge und fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer. Der Franchisegeber gewährt dem Franchisenehmer das Recht und legt ihm gleichzeitig die Verpflichtung auf, ein Geschäft entsprechend seinem Konzept zu betreiben. Dieses Recht berechtigt und verpflichtet den Franchisenehmer, gegen ein direktes oder indirektes Entgelt im Rahmen und für die Dauer eines schriftlich, zu diesem Zweck zwischen den Parteien abgeschlossenen Franchisevertrages bei laufender technischer und betriebswirtschaftlicher Unterstützung durch den Franchisegeber den Systemnamen und/oder das Warenzeichen und/oder die Dienstleistungsmarke und/oder andere gewerbliche Schutz- und Urheberrechte sowie das Know-how, die wirtschaftlichen und technischen Methode und das Geschäftsordnungssystem des Franchisegebers zu nutzen. 6
5 www.wissen.de
6 Ethikkodex 2004 der European Franchise Federation (EFF)
2
3 Ursprung und Entwicklung des Franchising
3.1 Geschichte
Das Wort Franchise kommt ursprünglich aus dem Französischen und bezeichnet die Befreiung von Zöllen und Abgaben. Insofern hat sich die Bedeutung des Begriffes Franchise um 180 Grad gedreht. Denn heute bedeutet Franchise gerade, dass der Franchisenehmer Gebühren zahlen muss.
3.2 Die Anfänge des heutigen Franchisings
Im Jahre 1954 betrat Ray Kroc, damals Vertreter für Milchmixgeräte, ein Restaurant in San Bernadino im Westen der USA. Statt wie sonst nach dem Verkaufsgespräch sofort weiterzureisen, beobachtete er den ganzen Tag über das rege Treiben in dem Restaurant. Er war von dem Erfolg so begeistert, dass ihn der Gedanke daran nicht in Ruhe ließ. Ein paar Wochen später wurde er beim Besitzer vorstellig und erwarb kurz darauf die Lizenz zur Vermarktung dieses Restauranttyps. Am 2. März 1955 gründete er eine eigene Firma mit folgendem Handelsregistereintrag: Mc Donald´s System, Inc. Aus diesem Grunde könnte man Ray Kroc auch als Vater des modernen Franchising bezeichnen.
3.3 Gegenwart
Aus heutiger Sicht ist zu bemerken, das neben der Nutzung des Marktrechts auch das richtige Geschäftsdesign, die passende Werbung und eine ständige Qualitätskontrolle garantiert wird. Ein Existenzgründer, der heute ins Franchising einsteigt, kann ein schlüsselfertiges Konzept, das ihn von „A - Z“ die erfolgreiche Vermarktung desselben aufzeigt, erwarten. 7
7 www.dfv-franchise.de
3
Es existieren heute über 12.000 Franchisegeber und 800.000 Franchisenehmer weltweit. Auch in Deutschland nimmt Franchising als Ver-triebsform immer weiter zu.
Abb. 1: 10 Beispiele für Franchiseunternehmen
4 Franchising und andere Formen der Existenzgründung
4. 1 Formen der Existenzgründung Zu den wichtigsten Formen der Existenzgründung zählen
• Neugründungen
• Betriebsübernahmen
• Beteiligungen
• Spin-Offs (Outsourcing)
• Franchising
4
4.1.1 Neugründung
Neugründung bedeutet für den Existenzgründer, dass er den gesamten Geschäftsbetrieb selbst plant und aufbaut. Der finanzielle Aufwand muss in diesem Fall voll erbracht werden.
4.1.2 Betriebsübernahme
Dies kann entweder durch einen Kauf oder durch Pacht eines bestimmten Betriebes geschehen. Wird ein Betrieb gekauft werden sämtliche Wirtschaftsgüter, Forderungen und Verbindlichkeiten erworben. Für die Pacht ist ein laufender Pachtzins für die Nutzung der Räume und des Inventars zu entrichten.
4.1.3 Beteiligung
Bei der Beteiligung werden Anteile an einem Unternehmen erworben. In diesem Fall ist die Rechtsform entscheidend, um ein Mitwirken am Geschäftsgeschehen zu gewährleisten. 4.1.4 Spin-Offs (Outsourcing)
Diese Variante der Existenzgründung entsteht durch Auslagerung einer Unternehmensabteilung unter Erlangung wirtschaftlicher und rechtlicher Selbständigkeit.
4.1.5 Franchising
Hier wird das Recht, ein bestehendes Unternehmenskonzept zu nutzen, verkauft. Die finanziellen Aufwendungen hängen vom Bekanntheitsgrad des Franchisegebers ab.
5
Arbeit zitieren:
Katja Bischoff, 2006, Existenzgründung durch Franchising, München, GRIN Verlag GmbH
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