Am Ende das Jahres 2004 ist im Internet der Begriff Web 2.0 aufgetaucht. Seitdem sind zahlreiche Artikel ¨ uber dieses Thema im Internet erschienen. Besonders in Webblogs, Websiten mit pers¨ onlichen Eintr¨ agen in Form eines Tagesbuches, wird der Begriff h¨ aufig diskutiert und es werden verschiedene Ansichten ver¨ offentlicht. Diese Art von Euphorie war Anlass ¨ uber das Thema Web 2.0 die vorliegende Hausarbeit zu schreiben. In der Hausarbeit soll gekl¨ art werden, wie dieser Begriff entstanden ist und wie er sich entwickelt hat. Dazu soll ein ¨ Uberblick ¨ uber die verschiedenen Ansichten des Begriffes Web 2.0 gegeben werden, damit der Leser sich einen Gesamteindruck ¨ uber die momentanen Diskussionen im Internet machen kann. Die Hausarbeit soll eine breiten Einblick in das Thema Web 2.0 liefern, deshalb werden sowohl die technischen als auch die sozialen Aspekte des Thema herausgearbeitet. Der Schwerpunkt dieser Arbeit soll auf der Partizipation der Benutzer des Internets erfolgen. Es soll ergr¨ undet werden, worauf dieses Prinzip der Partizipation beruht. Als Beispiel wurde hierf¨ ur die Online Enzyklop¨ adie Wikipedia ausgew¨ ahlt. Anhand dieses Projekts soll eine Beurteilung des Themas erfolgen. Dazu m¨ ussen zuvor bestimmte Grundlagen, wie die Funktionsweise eines Wikis und der so genannte Netzwerkeffekt, erkl¨ art werden. Diese Beurteilung soll mit einem Ausblick auf die Entwicklung des Web 2.0 und der Wikipedia abgeschlossen werden. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Grundgedanke des World Wide Web
2.2 Definition Wiki
2.3 Phänomene
2.3.1 Entwicklung technologischer Neuheiten
2.3.2 Netzwerkeffekt
3 Web 2.0
3.1 Vorgänger Web 1.0
3.2 Entstehung des Begriffes
3.3 Dimensionen des Web 2.0
3.4 Anforderungen für Web 2.0 Bestandteile
3.5 Technologien des Web 2.0
3.5.1 Really Simple Syndication
3.5.2 Asynchronous Javascript and Extensible Markup Language
4 Wikipedia im Web 2.0
4.1 Wikipedia - typisch Web 2.0
4.2 Vorteile und Nachteile
4.3 Tendenzen und Folgen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen Web 2.0 und dessen Auswirkungen auf das Internet, wobei der Fokus auf dem Partizipationsprinzip der Nutzer liegt. Anhand des Fallbeispiels Wikipedia wird analysiert, wie kooperative Wissensgenerierung funktioniert und welche Rolle der Netzwerkeffekt dabei spielt.
- Evolution vom Web 1.0 zum Web 2.0
- Architektur der Partizipation und kollektive Intelligenz
- Technologische Grundlagen (RSS, AJAX)
- Wikipedia als Modell für kooperative Plattformen
- Chancen und Risiken des Mitmach-Internets
Auszug aus dem Buch
3.3 Dimensionen des Web 2.0
Tim O´Reilly definiert den Begriff Web 2.0 wie folgt:
"Web 2.0 is the network as platform, spanning all connected devices; Web 2.0 applications are those that make the most of the intrinsic advantages of that platform: delivering software as a continually-updated service that gets better the more people use it, consuming and remixing data from multiple sources, including individual users, while providing their own data and services in a form that allows remixing by others, creating network effects through an ”architecture of participation“, and going beyond the page metaphor of Web 1.0 to deliver rich user experiences."
Der Artikel "What is Web 2.0" von Tim O´Reilly erklärt das Thema grundlegend. In einer Mindmap erfasst er die Prinzipien des Web 2.0: Es gibt ein Gravitationszentrum Web 2.0, um das sich die einen Dinge näher und die anderen Dinge weiter weg befinden. Es kann um den Begriff Web 2.0 jedoch keine genaue Begrenzung gezogen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Web 2.0 als Internet-Phänomen vor und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Partizipation am Beispiel von Wikipedia.
2 Grundlagen: Hier werden die historischen Ursprünge des World Wide Web sowie die technische Definition von Wikis und das ökonomische Konzept des Netzwerkeffekts dargelegt.
3 Web 2.0: Dieses Kapitel erläutert den Wandel vom statischen Web 1.0 hin zum interaktiven Web 2.0, analysiert dessen Dimensionen, Anforderungen und essenzielle Technologien wie RSS und AJAX.
4 Wikipedia im Web 2.0: Die Wikipedia wird hier als praktisches Beispiel für ein Web-2.0-Projekt hinsichtlich ihrer Vorteile, Nachteile sowie ihrer Bedeutung für die kollaborative Wissensgenerierung untersucht.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Nutzerbeteiligung und Netzwerkeffekte die neue Marktdominanz im Web 2.0 prägen und die Zukunft verstärkt von kreativen Inhalten statt nur von technischer Infrastruktur abhängt.
Schlüsselwörter
Web 2.0, Wikipedia, Partizipation, Internet, World Wide Web, Netzwerkeffekt, Wiki, AJAX, RSS, Kollaboration, Webdesign, Online-Enzyklopädie, Prosumer, Content-Management, Wissensdatenbank
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert das Web 2.0 und die damit einhergehende Verschiebung von passiven Medienkonsumenten hin zu aktiven Partizipanten im Netz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Konzepte der kollektiven Intelligenz, soziale Aspekte des Internets sowie die technologischen Voraussetzungen für interaktive Webanwendungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Prinzip der Partizipation im Internet zu ergründen und die Wikipedia als ein erfolgreiches Beispiel für dieses Modell zu beurteilen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der theoretischen Untersuchung von IT-Entwicklungszyklen und ökonomischen Netzwerkeffekten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Webs, eine Definition der Web-2.0-Dimensionen und eine spezifische Fallstudie zum Projekt Wikipedia.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Web 2.0, Wikipedia, Partizipation, Netzwerkeffekt, AJAX und RSS.
Wie unterscheidet sich Wikipedia vom Web 1.0?
Während im Web 1.0 die Trennung zwischen Herausgeber und Konsument strikt war, ist Wikipedia durch das Prinzip der kooperativen Bearbeitung und der Inhalts-Veredelung durch Nutzer geprägt.
Welche Rolle spielt der Netzwerkeffekt bei Wikipedia?
Wikipedia profitiert direkt vom Netzwerkeffekt: Der Wert der Plattform steigt mit der Anzahl der Nutzer, die aktiv Artikel erstellen oder verbessern, was wiederum die Qualität der Wissensdatenbank erhöht.
- Quote paper
- Jan Reßmeyer (Author), 2006, Web 2.0 am Beispiel von Wikipedia, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64269