Folgen für die Distributionslogistik bei der Einführung eines eShops
von: Claudia Hager
1 Die Distributionslogistik im Wandel 1
1.1 Distributionslogistik beim Vertrieb über den stationären Einzelhandel 1
1.2 Gründe für die Einführung eines eShops 1
2 Auswirkungen der Erschließung des B2C-Absatzkanals 3
2.1 Die Anforderungen von Endkunden an das logistische eFulfillment 3
2.2 Folgen für die Distributionslogistik 4
3 Alternative Vertriebskonzepte 4
3.1 Dezentraler Versand 5
3.2 Vertrieb über den stationären Einzelhandel 6
3.3 Zentraler Versand 6
3.4 Abholpunktbelieferung 6
4 Make-or-Buy-Entscheidung im eFulfillment 7
4.1 Outsourcing- vs. In-House-Strategie 7
4.2 Full-Service-Anbieter 8
5 Fazit 9
Quellenverzeichnis 10
1 Die Distributionslogistik im Wandel
Die Aufgabe der Distributionslogistik besteht in der Belieferung des Absatzmarktes mit Gütern. Wie sie sich gestaltet, hängt direkt von dem vom Hersteller des Gutes gewählten Vertriebsweg ab.
1.1 Distributionslogistik beim Vertrieb über den stationären Einzelhandel
Beim Vertrieb von Gütern über den stationären Einzelhandel übernimmt der Händler die Funktion eines Absatzmittlers. Er wird entweder direkt vom Produzenten oder unter Einschaltung eines Großhändlers beliefert. Der Kunde begibt sich für den Kauf bzw. die Abholung der Ware in die Verkaufsfiliale des Händlers. Dieser unterhält somit den direkten Kontakt zum Kunden [GEHR04, S. 326]. Die Aufgabe der Distributionslogistik ist es in diesem Fall, die Filialen der Stationärhändler zu beliefern. Dies geschieht in der Regel zu festen Terminen und in Form gebündelter Warenmengen.
1.2 Gründe für die Einführung eines eShops
Fortschritte in der Informationstechnologie ermöglichen es Herstellern, neue Vertriebswege zu erschließen. Ein eShop (auch Onlineshop genannt) versteht sich als eine kommerzielle Internetseite, auf der ein Unternehmen seine angebotenen Güter und Dienstleistungen präsentiert und der private Kunde per Datenfernübertragung eine Bestellung abgeben kann. Es handelt sich demnach also um einen Business-to-Customer- (B2C-) Geschäftsabschluss über das Internet [o.V.5].
Aus der Erschließung dieses neuen Vertriebskanals ergeben sich viele Potentiale, aber auch neue Herausforderungen. Entschließt sich ein Unternehmen für die Einführung eines eShops, verkauft es ab sofort direkt an seine Endkonsumenten. Durch die Ausschaltung des Handels als Absatzmittler kann das Unternehmen eine höhere Gewinnmarge aus seinen Geschäften erzielen, da der Gewinnaufschlag des Zwischenhändlers wegfällt. Da sich über den Onlinevertrieb, bedingt durch die Ausbreitung des Internets in den letzten Jahren, neue Kunden erreichen lassen, die bisher auf Grund von räumlichen Entfernungen nicht erreichbar waren, besteht zusätzlich noch eine realistische Aussicht auf Umsatzsteigerungen. Ferner erreicht man auf diesem Weg potentielle Kunden, die es aus zeitlichen Gründen vorziehen Onlineshopping zu nutzen, da hier rund um die Uhr die Möglichkeit besteht einzukaufen [BLOC00, S. 208]. Ein großes Potential der Bestellung über das Internet besteht auch in der Reduzierung von Zeitaufwand und Fehlerquote der wiederholten Datenerfassung. Denn eine weitgehend EDV-unterstützte, integrierte Verarbeitung der Bestelldaten führt zu einer wesentlich schnelleren und effizienten Auftragsabwicklung [o.V.02, S. 77].
Andererseits ist zu bedenken, dass jeder über das Internet erzielte Geschäftsabschluss Prozesse der Leistungserfüllung und der Bezahlung, das so genannte eFulfillment, nach sich zieht. Diese Abläufe zur Zufriedenheit von Kunden schnell und zuverlässig abzuwickeln, ist wichtige Voraussetzung dafür, die neu gewonnenen Kunden auch zu halten [DESK00]. In der Praxis ist jedoch zu beobachten, dass angesichts stark zunehmender Umsätze über den Onlinevertrieb die Anforderungen an Logistik und eFulfillment oft nicht ausreichend erfüllt werden können [BARC00, S. 60]. In diesem Zusammenhang haben traditionelle Versandhäuser wie Quelle oder Otto Versand, die bereits über langjährige Erfahrung im Versenden von Paketen verfügen, einen Vorteil. Aus logistischer Sicht ergeben sich dann durch die Einführung eines eShops nur wenige Veränderungen [HOFF01, S. 24].
Gegenstand dieser Arbeit soll es jedoch sein, die besonderen distributionslogistischen Herausforderungen darzustellen, mit denen ein Unternehmen konfrontiert ist, das seine Produkte bisher über den stationären Einzelhandel vertrieben hat und nun, durch die Eröffnung eines eShops, direkt an Endkonsumenten verkaufen möchte. Darüber hinaus sollen alternative Distributionskonzepte und Strategien aufgezeigt werden, mit denen diesen Herausforderungen begegnet werden kann.
2 Auswirkungen der Erschließung des B2CAbsatzkanals
[...]
Quote paper:
Claudia Hager, 2005, Folgen für die Distributionslogistik bei der Einführung eines eShops, Munich, GRIN Publishing GmbH
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DOI
Distributionslogistik - Grundlagen
Engineering - Industrial Engineering and Management
Presentation (Handout), 11 Pages
Distributionssysteme in der E-Logistik
Business economics - Supply, Production, Logistics
Scholarly Research Paper, 23 Pages
Organisation der Distributionslogistik
Business economics - Supply, Production, Logistics
Diploma Thesis, 52 Pages
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