Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Was sind Zertifikate und wie funktionieren sie?
1.2 Eigenschaften eines Zertifikats
1.2.1 Die Laufzeit
1.2.2 Das Bezugsobjekt
1.2.3 Das Bezugsverhältnis
1.2.4 Sonderrechte
1.2.5 Die Währung
1.2.6 Der Rang der Verbindlichkeiten
1.3 Wie und wo werden Zertifikate gehandelt?
1.4 Klassifizierung von Zertifikaten
1.4.1 Klassifizierung anhand der Bezugsobjekte
1.4.2 Klassifizierung anhand der Struktur
2. Discount-Zertifikate
2.1 Funktionsweise von Discount-Zertifikaten
2.2 Komponenten und Kennzahlen von Discount-Zertifikaten
2.2.1 Die Laufzeit
2.2.2 Der Cap- die obere Kursbegrenzung
2.2.3 Discount, Maximale Rendite, Seitwärtsrendite
2.2.4 Verlustschwelle und Outperformance-Punkt
2.3 Tabellarische Darstellung der Kennzahlen eines DAX-Zertifikats
und des dazugehörigen Discount-Zertifikats sowie graphische
Szenarien -Darstellung in einem Chance-Risiko-Diagramm
2.4 Auswahl, Bewertung und anschließender Vergleich von Discount-Zertifikaten
2.5 Pricing, Discounthöhe und Kursverhalten
3. Rolling Discount-Zertifikate
3.1 Struktur und Funktionsweise
3.1.1 Beispiel für den Prozess der Umschichtung
3.2 Darstellung des Rolling-Mechanismus anhand ausgewählter Beispiele
3.2.1 Europa Rolling Discount (Cap 100 ) von UBS
3.2.2 Europa Rolling Flex Discount (Cap 97 / 100 / 103 ) von UBS
3.2.3 DAX Rolling Discount (Cap 100 ) von UBS
3.2.4 Siemens Rolling Discount (Cap 100 ) von UBS
3.3 Chancen und Risiken bei Rolling Discount-Zertifikaten
3.4 Rolling Discount-Zertifikat vs. Aktie und Anleihe
4. Fazit
Literaturverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
z. B. zum Beispiel
i.d.R. in der Regel
d.h. das heißt
bspw. Beispielsweise
bzw. beziehungsweise
sog. sogenannt
vgl. Vergleich
bzgl. Bezüglich
o.g. oben genannt
KWM Kapitalwertmethode
AM Annuitätenmethode
KZF Kapitalzinsfuß
1. Einleitung
1.1 Was sind Zertifikate und wie funktionieren sie?
Zertifikate sind das auf Aktien und Anleihen basierende innovative Finanzprodukt der 80er und 90er Jahre. Sie vereinen die klassischen Merkmale beider Wertpapiere und ergänzen diese sogar weitergehend. Zertifikate sind also ein Mischprodukt. 1 Ein Zertifikat bezieht sich immer auf ein Bezugsobjekt, das sog. Underlying. Dieses kann ein Index, ein Einzelwert (z.B. Aktie) oder ein Basket sein. Ein Basket beinhaltet mehrere Indizes oder Aktien. Der Besitzer eines Zertifikates hat die Möglichkeit an der Wertentwicklung des Underlyings teilzuhaben, d.h. an der Kursentwicklung zu partizipieren. Zertifikate sind rechtlich gesehen wie auch Anleihen Schuldverschreibungen, weil der Käufer (Gläubiger) dem Emittent (Schuldner) für einen bestimmten Zeitraum Geld leiht, dass er zu einem vorher bekannten Zeitpunkt zurückfordert. Der Unterschied liegt darin, dass Inhaber von Zertifikaten keine Dividenden oder Zinsen, sondern nur eine einmalige, in der Höhe ungewisse, Rückzahlung am Ende der Laufzeit erhalten.
1.2 Eigenschaften eines Zertifikats
1.2.1 Die Laufzeit
Die Laufzeit vom Emissionstag bis zum Fälligkeitstag wird als Gesamtlaufzeit beschrieben. Beim Erwerb nach dem Emissionstag spricht man von der Restlaufzeit. Die (Rest-) Laufzeit gibt an, wann die Rückzahlung des Zertifikats fällig ist.
1.2.2 Das Bezugsobjekt
Die Höhe der Rückzahlung ist u.a. von der Wertentwicklung des Underlyings abhängig. Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die auf keinen Nominalbetrag lauten, sondern in Stücken gemessen werden.
1.2.3 Das Bezugsverhältnis
Durch das Bezugsverhältnis erkennt der Käufer zu welchen Teilen er an der Wertentwicklung des Underlyings partizipiert. Bei Aktien ist ein 1:1 Bezugsverhältnis üblich. Zertifikate auf einen Index werden dagegen oft mit Bezugsverhältnissen von 1:10 oder 1:100, d.h. 0,1 oder 0,01, emittiert. Ein Investor muss also 10 oder 100 Zertifikate erwerben, um zu 100% an der Wertentwicklung des Index teilzuhaben. 2
1 Vgl. www.finanztreff.de, "Was sind Zertifikate?"
2 Vgl. Rolf Beike (1999), S. 95- 98
1.2.4 Sonderrechte
Die Sonderrechte von Zertifikaten bleiben im Rahmen dieser Hausarbeit auf die obere Begrenzung des Rückzahlungsbetrages seitens des Emittenten auf einen festgelegten Höchstbetrag, den Cap, beschränkt.
1.2.5 Die Währung
Die Währung ist relevant für den Emissionstag, bzw. den Tag des Erwerbs und den Fälligkeitstag. Liegt an beiden Terminen die gleiche Währung vor, ist nichts zu beachten. Unterscheiden sich Ausgabe- und Rückzahlungswährung, sind in die Wertentwicklung des Bezugsobjektes auch eventuelle Kursschwankungen der Währung mit einzubeziehen.
1.2.6 Der Rang der Verbindlichkeiten
Vor dem Kauf eines Zertifikats sollte man sich informieren, wie das Wertpapier eingestuft wurde, d.h. welches Rating es erhalten hat, da im Konkurs- oder Liquidationsfall des Emittenten zuerst die Besitzer der hochrangigen Papiere bedient werden.
1.3 Wie und wo werden Zertifikate gehandelt?
Zertifikate werden in Deutschland an der Börse in Frankfurt/Main und an der Euwax in Stuttgart gehandelt. Wenn die Zertifikate erstmals den Besitzer wechseln, also bei der Emission, spricht man vom Primärmarkt. Kauf und Verkauf nach dem Ausgabetag erfolgt auf dem Sekundärmarkt, d.h. die Emittenten bieten ständig ihre eigenen Produkte zu Briefkursen (Brief) an und kaufen eigene Zertifikate zu Geldkursen (Geld) an. Diese Befriedigung von Angebot und Nachfrage verschafft dem Emittent die Funktion des Market- Maker.
Geld- und Briefwert stellen die Quotierung dar. Der Bereich zwischen Geld- und Briefwert wird Spread genannt. Der akt. Kurswert des Underlyings, z.B. ein Index, liegt innerhalb des Spread. Ein kleiner/ enger Spread ist für Anleger vorteilhaft, da beim Verkauf nur etwas weniger als der akt. Kurswert vereinnahmt und beim Kauf nur etwas mehr als der akt. Kurswert bezahlt wird. Umgekehrt verhält es sich bei einem großen/ weiten Spread. Ähnliche Zertifikate können anhand ihrer Spreads nur verglichen werden, wenn das Bezugsverhältnis identisch ist.
1.4 Klassifizierung von Zertifikaten
Zertifikate können anhand des Bezugsobjektes, d.h. Einzelwert (z.B. Aktie) oder Portfolio unterschieden werden und nach ihrer Struktur, d.h. klassische Index-Zertifikate (Plain-Vanilla-Zertifikate) oder Sonderformen (Exoten). 3
1.4.1 Klassifizierung anhand der Bezugsobjekte
Einzelwerte können einzelne Aktien oder Währungen sein. Bei der Aktie bekommt der Anleger am Laufzeitende die Aktie ins Depot gebucht oder bei erreichen des Cap den Gegenwert ausbezahlt.
Zertifikate auf Währungen, sog. BLOC- Zertifikate ("Buy Low or Cash") funktionieren genauso. Lautet die Währung auf US-Dollar, wird am Laufzeitende bei erreichen des Cap z.B. € 1,30 für 1 US-Dollar ausgezahlt. Notiert der Kurs aber unter € 1,30, wird 1 US-Dollar ausgezahlt, der aber weniger als € 1,30 wert ist, zuzüglich eventuell anfallender Wechselgebühren, die den Ertrag zusätzlich schmälern. Portfolios können einzelne Indizes oder ein Basket, bestehend aus mehreren Aktien oder Indizes sein. Bei Zertifikaten aus Indizes wird der Rückzahlungsbetrag vorher mittels Index- Fixing festgelegt, d.h. als Grundlage für die Rückzahlung wird der Schlusskurs am Verfalltag oder der Durchschnitt mehrerer Tagesschlusskurse in einem vorher festgelegten Verfallzeitraum verwendet.
1.4.2 Klassifizierung anhand der Struktur
Außer den Plain-Vanilla-Zertifikaten gibt es noch die sog. exotischen Zertifikate, die nach ihrer Rückzahlungsbegrenzung unterschieden werden. Sind sie mit einer Kursuntergrenze, dem Floor ausgestattet, spricht man von Garantie-Zertifikaten. Ist das Papier mit einer Unter- und Obergrenze versehen, handelt es sich um ein Mini-Max-Zertifikat. Liegt nur eine Obergrenze vor, dann spricht man von einem Discount-Zertifikat oder dessen neuerem Ableger, dem Rolling-Discount-Zertifikat. 4
3 Vgl. Rolf Beike (1999), S. 99- 103, 108
4 Vgl. Rolf Beike (1999), S. 109- 114, 119
Arbeit zitieren:
Marc Becker, 2004, Struktur und Funktionsweise von Rolling Discount-Zertifikaten dargestellt an ausgewählten Produkten, München, GRIN Verlag GmbH
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Strategic analysis: 'Deutsche Bank'
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