Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Ein- und zweisprachige Wörterbücher 3
3. Aufbau der Wörterbücher in Makro- und Mikrostruktur 4
3.1 Makrostruktur der Wörterbücher 4
3.2 Mikrostruktur der Wörterbücher. 5
4. Übersicht über die Bauteile des Wörterbuchartikels 5
5. Lemma. 6
5.1 Grammatische Angaben. 6
5.2 Ausspracheangaben. 7
5.3 Etymologische Angaben 8
6. Diasystematische Markierung. 8
7. Definition. 11
8. Äquivalenz. 12
9. Syntagmatik 14
10. Paradigmatische Angaben. 15
11. Funktion von Wörterbüchern 17
12. Hin- und Herübersetzungswörterbücher. 17
13. Schlussbetrachtung 18
14. Literatur- und Quellenverzeichnis 19
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1. Einleitung
Lernwörterbücher sind für viele Personengruppen unentbehrlich, zum Beispiel für Schüler, Studenten, Lehrer und für fremdspracheninteressierte Laien. Schon die Auswahl des richtigen Wörterbuches ist für den Benutzer entscheidend. Außerdem muss er die Benutzung des Wörterbuchs beherrschen, um mit ihm effizient arbeiten zu können. Aufbau und Struktur von Wörterbuchartikeln sind daher generell für den Benutzer von Bedeutung. Darum soll es in der vorliegenden Arbeit gehen, wenn die typischen Bestandteile eines ein- bzw. zweisprachigen lernerbezogenen Wörterbuchartikels beschrieben werden. In dem zweisprachigen Wörterbuch „Langenscheidts Großes Schulwörterbuch“ der Sprachrichtung Deutsch - Englisch findet der Lerner unter dem Begriff „Maus“ den folgenden Eintrag:
Abb. 1-1: Wörterbucheintrag „Maus“ (Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Deutsch - Englisch 1996:712)
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Der entsprechende Eintrag in Langenscheidts Großem Schulwörterbuch Englisch - Deutsch lautet folgendermaßen:
Abb. 1-2: Wörterbucheintrag „mouse“ (Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Englisch - Deutsch 1996:708)
Bereits auf den ersten Blick findet man in diesen Einträgen immer wiederkehrende, typische Bestandteile wie zum Beispiel Abkürzungen oder Aussprachehilfen, Definitionen, Übersetzungen und Beispiele, die dem Benutzer nützliche Informationen liefern. Um die genauere Analyse dieser Bestandteile soll es in der vorliegenden Arbeit gehen.
2. Ein- und zweisprachige Wörterbücher
Personen, die eine Fremdsprache erlernen, beziehungsweise mit dieser arbeiten wollen, greifen dabei hauptsächlich auf ein- oder zweisprachige Wörterbücher zurück, die im Prinzip ähnlich strukturiert sind. Zweisprachige Wörterbücher wie zum Beispiel Langenscheidts Großes Schulwörterbuch bieten zu jedem ausgangssprachlichen Eintrag mindestens eine zielsprachige Entsprechung, das Äquivalent. Sie werden daher Äquivalenzwörterbücher genannt.
Einsprachige Wörterbücher, zum Beispiel Le Petit Robert Langue Française, enthalten zu jedem Eintrag mindestens eine Definition der Bedeutung und werden Definitionswörterbücher genannt.
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3. Aufbau der Wörterbücher in Makro- und Mikrostruktur
Wörterbücher lassen sich inhaltlich in Makro- und Mikrostruktur gliedern. Unter der Makrostruktur verstehen wir die systematisch geordnete Folge von Wörterbucheinträgen, genannt Lemmata, Singular Lemma. Für diese gibt es verschiedene Ordnungsstrukturen. Die wichtigste und häufigste ist die alphabetische Reihenfolge der Lemmata. Der Komplex aus Lemma und den dazugehörigen Informationen bildet die Mikrostruktur: Lemma x + Information über Lemma x = Mikrostruktur (vgl. Hausmann 1977:4) Aus der Gesamtheit der Mikrostrukturen ergibt sich die Makrostruktur des Wörterbuchs:
Abb. 3-1: Schema Makro- und Mikrostruktur nach Hausmann (Hausmann 1977:4)
3.1 Makrostruktur der Wörterbücher
Die meisten Wörterbücher haben ein alphabetisches Ordnungsprinzip der Lemmata. Ein weiteres Ordnungsprinzip ist die Einteilung in Sachgruppen und Themen. Nach der Menge ihrer Lemmata unterscheidet man extensive Wörterbücher mit mehr als 30.000 Wörtern von selektiven Wörterbüchern mit weniger als 30.000 Wörtern (vgl. Hausmann 1977:5). Weiterhin konzentrieren sich manche Wörterbücher auf bestimmte Bereiche des Wortschatzes, wie zum Beispiel die Fremd- und die Fachwörterbücher. Enzyklopädien wiederum bieten eine möglichst vollständige und strukturierte Darstellung des Wissens zu einem bestimmten Thema.
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3.2 Mikrostruktur der Wörterbücher
Nach Hausmann besteht der wichtigste Unterschied in der Mikrostruktur zwischen dem einsprachigen Wörterbuch, das zu jedem Eintrag eine Definition mit oder ohne Beispiel enthält (Definitionswörterbuch) und dem zweisprachigen Wörterbuch, das für jedes Lemma ein zielsprachiges Äquivalent, die Übersetzung, liefert (Äquivalenzwörterbuch). Die Makrostruktur wird sekundär in der Mikrostruktur in Form von Untereinträgen fortgesetzt, zum Beispiel durch Synonyme oder durch Grundwort und Ableitungen (vgl. Hausmann 1977:6). In Aussprachewörterbüchern ist die Mikrostruktur sehr kurz, in orthographischen Wörterbüchern fehlt sie ganz. Der Rechtschreibeduden zum Beispiel weist nur eine äußerst knappe Mikrostruktur auf, weil der Benutzer nur an der Orthographie der Lemmata interessiert ist.
4. Übersicht über die Bauteile des Wörterbuchartikels
Der klassische Bausatz des Wörterbuchartikels besteht nach Hausmann aus drei Komponenten:
Lemma, Definition und Beispiel (vgl. Hausmann 1977:6)
In zweisprachigen Wörterbüchern wird dieser Bausatz zu folgendem Schema abgewandelt:
Das Beispiel setzt das Lemma (hier: „Fumeur“) in eine für dieses Wort typische Beziehung zu anderen Worten („Grand fumeur“), die syntaktische Verbindung (vgl. Hausmann 1977:7). So wird dem Rezipienten die richtige Verwendung des Wortes verdeutlicht, das heißt das gemeinsame Miteinandervorkommen mit anderen Worten im Satz. Die für jedes Wort charakteristischen Eigenschaften nennt man syntagmatische Charakteristika (vgl. Hausmann 1977:70).
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Arbeit zitieren:
Marius Müller-Falcke, 2006, Typische Bestandteile eines ein- bzw. zweisprachigen (lernerbezogenen) Wörterbuchartikels, München, GRIN Verlag GmbH
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