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Das schwedische Bildungssystem - und warum es funktioniert.

Titre: Das schwedische Bildungssystem - und warum es funktioniert.

Dossier / Travail de Séminaire , 2002 , 28 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marcus Geppert (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Vielfältige Umgestaltungen und Veränderungen in Politik, Kultur und Bildung charakterisieren das viertgrößte Land Europas: Das Königreich Schweden.
Im Land der "rollenden Reformen" war insbesondere das Bildungswesen von diesen organisatorischen, strukturellen und administrativen Neuorientierungen betroffen.
"Warum sind die schwedischen Schüler besser?" , "Wie kommt es, dass auf dem Innovationsindex der EU das Land Nummer eins ist, dessen Schulen bis zur achten Klasse keine Noten geben?" So, oder so ähnlich, hallt es seit der Veröffentlichung der PISA-Studie aus den Zeitungen, wenn man den Blick auf die Bildungspolitik in Schweden richtet.
Das überdurchschnittlich gute Abschneiden schwedischer Schüler bei der PISA-Studie lässt viele fragen: Was macht Schweden anders?, denn man bekommt den Eindruck, als käme man "jenseits der Ostsee in eine andere kulturelle und pädagogische Welt."
Ziel dieser Arbeit kann es nicht sein, einen lückenlosen Befund für das außerordentlich gute Abschneiden schwedischer Schüler bei PISA zu geben. Vielmehr soll in dieser Arbeit versucht werden, einige Teile für das Vervollständigen des Puzzles erfolgreicher schwedischer Bildungspolitik zu liefern.
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist zum einen natürlich die PISA-Studie und das von schwedischen Schülern erreichte Ergebnis, wobei die einzelnen Ergebnisse im Rahmen dieser Arbeit nicht noch mal explizit aufgeführt werden sollen und zum anderen die schlechte Prognose für das schwedische Bildungswesen respektive die Gesamtschule von WERNER S. NICKLIS in den 70er Jahren.
Im Verlauf dieser Arbeit sollen die folgenden zentralen Fragestellungen Berücksichtigung finden: Zunächst die bereits aufgeworfene Frage danach, was Schweden anders macht und warum es zu solch guten Ergebnissen bei PISA kam? Weiterhin soll gezeigt werden, ob diese "Schlechtwetterprognose" für das schwedische Schulwesen von NICKLIS in den 70er Jahren aus heutiger Perspektive widerlegbar ist oder nicht. Anknüpfend daran ergibt sich auch die Frage nach den Gründen seiner damals getroffenen Aussagen über die Entwicklungstendenzen in Schwedens Bildungswesen. War er einfach völlig "verblendet" oder hat er in bestimmten Punkten Recht behalten?
Letztendlich soll ein Ausblick gewährt werden, wie es mit Schwedens Schulwesen weitergeht. Als Beispiel wird in dieser Arbeit auf das "Futurum" eingegangen, welches ein völlig neuartiges Konstrukt für Schule und Bildung darstellt.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes Wort

2. Schlechte Prognosen in den 70er Jahren

3. Das schwedische Bildungswesen heute

3.1. Die Zuständigkeiten im Bildungswesen

3.2. Die Vorschule

3.3. Allgemeinbildendes Schulwesen

3.3.1. Die schwedische Grundschule

3.3.2. Die dreijährige Gymnasialschule

3.4. Hochschulwesen

4. Relativierung der schlechten Prognosen?

5. Die Schule des 21. Jahrhunderts – Das „Futurum“

6. Schlusswort – „Schwedens Bildungsphilosophie“

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Gründe für das erfolgreiche Abschneiden schwedischer Schüler in der PISA-Studie zu untersuchen und dabei insbesondere die historische "Schlechtwetterprognose" von Werner S. Nicklis aus den 70er Jahren kritisch zu hinterfragen und deren heutige Relevanz zu prüfen.

  • Analyse des schwedischen Bildungskonzepts und dessen historischer Entwicklung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Prognose von Werner S. Nicklis über die Gesamtschule.
  • Untersuchung der Dezentralisierung und kommunalen Zuständigkeiten.
  • Darstellung moderner pädagogischer Innovationen wie das Projekt „Futurum“.
  • Vergleich der schwedischen Bildungsphilosophie mit dem deutschen Schulsystem.

Auszug aus dem Buch

3.1. DIE ZUSTÄNDIGKEITEN IM BILDUNGSWESEN

Seit Beginn der 70er Jahre wurde die Verantwortung im Bildungswesen sukzessive an die einzelnen Schulen abgegeben. Während 1975 nur ca. 3% des nationalen Etats für Schulen an diese direkt ausgezahlt wurden, wird ihnen seit 1990 fast das gesamte Geld, inklusive der Lehrergehälter, zugewiesen. Die Verantwortung für die Schulen ging von der Zentrale in Stockholm an die Kommunen über.

Dieser Dezentralisierungstrend wurde schließlich durch den Beschluss des schwedischen Reichstages untermauert. Mit dem Regierungswechsel wurde beschlossen, dass ab dem 01.01.1991 die Einstellungsbefugnis für das Lehrpersonal vom Staat auf die Gemeinden als Träger der Schulen übergeht. Auch das frühere Zentralamt für das Schulwesen wurde am 01.07.1991 durch eine dezentralere und kleinere Behörde ersetzt. Die Rede ist vom Zentralamt für Schule und Erwachsenenbildung (Skolverket). Dieses Zentralamt für Schule und Erwachsenenbildung besitzt als regionale Organisationen acht Außenstellen. Die bis dahin aufsichtsführenden 24 regionalen Provinzialschulämter wurden vollständig aufgelöst.

Eine wichtige Rolle bei den Zuständigkeiten im schwedischen Bildungswesen spielen die Gemeinden. Bei ihnen liegt die Trägerschaft der Pflicht- und Gymnasialschulen, sowie der überwiegenden Anzahl der Institutionen der Erwachsenenbildung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes Wort: Einführung in die schwedische Bildungslandschaft und Vorstellung der zentralen Fragestellung bezüglich des Erfolgs bei der PISA-Studie sowie der historischen Kritik durch Nicklis.

2. Schlechte Prognosen in den 70er Jahren: Beleuchtung der pessimistischen Vorhersagen von Werner S. Nicklis zur Einführung der Gesamtschule in den 70er Jahren.

3. Das schwedische Bildungswesen heute: Detaillierte Darstellung der aktuellen Organisationsstruktur, der Zuständigkeiten, der Vorschule, des allgemeinbildenden Schulwesens und des Hochschulwesens.

4. Relativierung der schlechten Prognosen?: Kritische Gegenüberstellung der historischen Prognosen von Nicklis mit der heutigen Realität und Erfolgssituation des schwedischen Bildungssystems.

5. Die Schule des 21. Jahrhunderts – Das „Futurum“: Untersuchung des innovativen Schulkonzepts "Futurum" als Beispiel für modernes, schülerzentriertes Lernen.

6. Schlusswort – „Schwedens Bildungsphilosophie“: Zusammenfassende Analyse der Bildungsmentalität und der zentralen Faktoren, die Schweden für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts rüsten.

Schlüsselwörter

Schwedisches Bildungssystem, PISA-Studie, Gesamtschule, Dezentralisierung, Schulpflicht, Grundschule, Gymnasialschule, Bildungspolitik, Reformen, Skolverket, Futurum, Bildungsphilosophie, individuelle Förderung, Lehrplan, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe für die hohe Qualität und den Erfolg des schwedischen Bildungssystems, insbesondere im Kontext internationaler Vergleichsstudien wie PISA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des schwedischen Gesamtschulwesens, die Dezentralisierung der Bildungsverantwortung und moderne alternative Lernmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum das schwedische System heute so erfolgreich ist und inwiefern frühere, kritische Prognosen aus den 70er Jahren widerlegt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse durch, in der er historische Prognosen mit aktuellen Berichten, Lehrplänen und statistischen Fakten vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Strukturen, eine kritische Auseinandersetzung mit der historischen Kritik und eine Vorstellung zukunftsweisender Schulkonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Schwedisches Bildungssystem, PISA, Gesamtschule, Dezentralisierung und die Bildungsphilosophie der Integration.

Was unterscheidet das Projekt "Futurum" von herkömmlichen Schulen?

Das "Futurum" zeichnet sich durch eine offene Raumgestaltung ohne klassische Klassenzimmer, altersgemischtes Lernen und eine sehr starke Schülerautonomie aus, bei der individuelle Logbücher die klassischen Stundenpläne ersetzen.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der "deutschen Brille" auf frühere Prognosen?

Der Autor legt nahe, dass Kritiker wie Nicklis in den 70er Jahren das schwedische Modell mit einer deutschen Perspektive bewerteten, die den Wert von Differenzierung und Selektion über die Integration stellte, und damit die Dynamik der schwedischen Entwicklung unterschätzten.

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Résumé des informations

Titre
Das schwedische Bildungssystem - und warum es funktioniert.
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Soziologie)
Cours
Soziologie des Bildungswesens und der Bildungspolitik II
Note
1,0
Auteur
Marcus Geppert (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
28
N° de catalogue
V6440
ISBN (ebook)
9783638140072
Langue
allemand
mots-clé
Bildungssystem Soziologie Bildungswesens Bildungspolitik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcus Geppert (Auteur), 2002, Das schwedische Bildungssystem - und warum es funktioniert., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6440
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Extrait de  28  pages
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