Inhalt
1. Einleitung 3
2. Der Kulturbegriff. 5
2.1 Türkische Kultur. 6
3. Das Problem der Identität 8
3.1 Begriffsdefinition 8
3.2 Die Suche nach der eigenen Identität ausländischer Kinder und Jugendlicher in
der Bundesrepublik Deutschland. 8
4. Das Problem der Zweisprachigkeit bei Immingrantenkindern. 12
4.1 Die Rolle der Muttersprache. 12
4.2 Das Problem der Zweisprachigkeit 13
4.3 Förderungsmaßnahmen in der Bundesrepublik Deutschland. 14
4.4 Defizite trotz Förderung 15
4.5 Mögliche Gründe für das Scheitern in der Schule. 16
5. Die Betroffenheit ausländischer Kinder bei der Übertrittsauslese 18
6. Berufliche Integration ausländischer Schulabgänger in der Bundesrepublik
Deutschland 20
7. Schluss: 22
8. Literatur 24
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1. Einleitung
Wir leben heute in einem komplizierten sozialen Gefüge, welches durch verschiedene Kulturen innerhalb unserer Gesellschaft geprägt ist.
Ende 2003 lebten 7,3 Millionen Ausländer in Deutschland, was einem Anteil von 8,9 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands entspricht. Auch im Schulalltag stellen ausländische Kinder alles andere als eine Minderheit dar. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass diese Kinder in das deutsche Schulsystem optimal eingegliedert werden. Leider hapert es genau an diesem Punkt, denn ein Großteil der ausländischen Kinder kommt im deutschen Schulalltag einfach nicht mit. Angefangen bei der Grundschule häufen sich Defizite in fast allen schulischen Bereichen. Weiter möchte ich darstellen, was mögliche Ursachen für das Scheitern in der Schule sein können. Dieser Aspekt spielt hinsichtlich des Übergangs von der Grundschule auf eine weiterführende Schule eine große Rolle, da in der Grundschule die wichtigsten Bausteine für eine weitere Schullaufbahn gelegt werden.
Im Rahmen unseres Seminars „Fürs Leben lernen. Psychologie der schulischen Übertrittsauslese“ habe ich mich mit dem Thema der Identitätsfindung ausländischer Kinder und Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Dabei stellt sich mir die Frage, inwiefern sich das Problem des Bilingualismus und der kulturellen Inkonsistenz auf den schulischen Übertritt von der Grundschule auf eine weiterführende Schule auswirkt.
Welche Rolle spielt die Zweisprachigkeit oder auch doppelte Halbsprachlichkeit bei der Übertrittsauslese? Inwiefern sind jene Kinder benachteiligt, die über den Bilingualismus verfügen?
Zu betrachten sind dabei nicht nur die schulischen Leistungen in Gegenwart und Zukunft, sondern auch die Rolle des Kindes innerhalb einer Klassengemeinschaft. Wie kann sich ein Kind erneut in eine neue Klassengemeinschaft integrieren, wo es sich doch gerade erst in seiner Grundschulklasse eingelebt hat?
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Da ich mir hinsichtlich beschriebener Problematiken gefragt habe, welche Chancen die ausländische Schulabgänger - ob mit oder ohne Abschluss - auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben, werde ich am Ende dieser Arbeit einige Fakten über die Ausbildungs- und tatsächlichen Arbeitschancen auflisten.
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2. Der Kulturbegriff
Als Kultur einer Gruppe werden besondere Lebensweisen zusammengefasst, die- für die jeweilige Kultur spezifische- Werte und Normen, Traditionen, Glaubenssysteme, Sitten und Bräuche, ein politisches System sowie gesellschaftliche Beziehungen, umfasst (Atabay,1994). Obwohl Kulturen oftmals auf alten Traditionen fußen, so ist Kultur laut Clarke ein prozesshaftes System, welches nie abgeschlossen ist, sich im Laufe der Zeit immer weiterentwickelt.
Es gibt zahlreiche Definitionen von Kultur, weshalb es schwer ist, eine einheitliche, konkrete Definition zu finden. Segall et al. (1990) definieren Kultur als das, was Personen von anderen lernen. Diese Inhalte seien sowohl adaptiv als auch generationsüberdauernd (Montada, 2002).
Triandis, 1989 unterscheidet Kulturen hinsichtlich der Dimension: Individualismus - Kollektivismus
Weiter unterscheidet Triandis unter:
Weitergegeben wird kulturelles Wissen (nach Berry et al., 1992) durch drei Formen der kulturellen Transmission (Montada 2002): 1) vertikale Transmission
2) Diagonale Transmission
3) Horizontale Transmission
2.1 Türkische Kultur
Die Kultur der türkischen Menschen, die in Deutschland leben, ist geprägt von kulturellen Werten und Normen, die am Heimatland orientiert und größtenteils vom Islam bestimmt sind.
Die Familie lebt nach einem patriarchischen System. Die Frau wird oft unterdrückt, der Mann bestimmt über Frau und Kinder. Das Ziel der Erziehung ist Autorität, Gehorsam und Anständigkeit. Das Kind wird zum lernen und zur Leistung erzogen (Atabay, 1994).
Darauf hinzuweisen ist hier, dass sich dies nicht auf alle türkischen Bewohner der Bundesrepublik Deutschland bezieht.
Dies sind jedoch entscheidende Faktoren, die es dem Kind sowohl in der Schule als auch bei der Interaktion mit anderen Kindern und Jugendlichen nicht einfach machen. Über die kindliche Sozialisation schreibt Rödig folgendes (Atabay 1994, S. 45):
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Arbeit zitieren:
Kim-Christin Janßen, 2006, Bikulturelle Inkonsistenz - Das Problem der Identitätsfindung ausländischer Kinder und Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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