2
Inhalt:
A Einleitung. 3
B. Hauptteil. 4
1. Belgien 4
1.1 Allgemeines 4
1.2 Phonetik/Phonologie. 4
1.3 Morphosyntax 5
1.4 Lexikon 6
2. Die Schweiz 7
2.1 Allgemeines 7
2.2 Phonetik/Phonologie. 7
2.3 Morphologie und Morphosyntax 8
2.4 Lexikon 8
3. Luxemburg. 10
3.1 Allgemeines 10
3.2 Phonetik/Phonologie. 10
3.3 Lexikon 11
C. Zusammenfassung 12
D Zitierte Literatur 13
3
A Einleitung
Der französischen Sprache bedienen sich weltweit ungefähr 125 Millionen Menschen als Alltagssprache. Somit gilt sie als eine der zehn meistgesprochenen Sprachen. Historisch entwickelte sich aus dem ursprünglichen franzischen Dialekt, also dem Dialekt der Île-de-France, eine Prestigesprache und die Sprache europäischer Fürstenhäuser. Ihr Einfluss reichte somit schon früh über die Staatsgrenzen hinaus und vom Zentrum Frankreichs wurde das Pariser Modell als Norm deklariert. Dadurch wurde ein starker Assimilationsdruck ausgeübt, der vor allem die Mitgliedsstaaten der Frankphonie betraf.
Jedoch lassen sich selbst heute in vielen Bereichen teilweise beträchtliche Unterschiede zum hexagonalen Französisch feststellen. Dies liegt an verschiedenen Traditionen und unterschiedlichen administrativen und politischen Hintergründen. Zwar reicht die Intoleranz gegenüber nationalen sprachlichen Eigenheiten bis weit hinein in das zwanzigste Jahrhundert. In jüngerer Zeit aber fand ein Umdenken statt und Regionalismen werden vor allem von ihren nationalen Vertretern als Kulturgut angesehen, das man bewahren möchte. Somit hielten vor allem die lexikalischen Eigenheiten Einzug in die populärsten der französischen Wörterbücher, versehen mit dem Vermerk über ihr Verbreitungsgebiet.
Ich werde mich in meiner Arbeit auf die europäische Frankophonie beschränken, jedoch das Aostatal aussparen und mich somit mit den Erscheinungsformen des Französischen in Belgien, in der Schweiz und in Luxemburg befassen. Dabei werde ich neben einer einleitenden allgemeinen Skizzierung des jeweiligen Landes schrittweise die sprachlichen Bereiche vorstellen, in denen sich die Hauptunterschiede demonstrieren lassen. Vornehmlich werden das die phonetische respektive phonologische, die morpho- logische, die syntaktische sowie die lexikalische Ebene sein.
4
B. Hauptteil
1. Belgien
1.1 Allgemeines
Bei Belgien handelt es sich um einen zweisprachigen Staat mit einer deutschsprachigen Minderheit. Die Nationalsprachen sind folglich Niederländisch und Französisch. Die Sprachgrenze, die sich seit dem Hohen Mittelalter ausbildete (Piron (1979, 201)), verläuft zwischen der wallonischen und der flämischen Region. Das südliche Belgien, Wallonien, beherbergt seinerseits den mit dem Französischen kontrastierenden wallonischen, pikardischen und lothringischen Dialekt (Erfurt (1992, 5)). Brüssel ist die bilinguale Hauptstadt, aber 85 % ihrer Bevölkerung sind französischsprachig. Für die 15 % der niederländischsprachigen Bewohner ist es unvermeidlich, sich des Französischen als Alltagssprache zu bedienen (Rossillon (1995, 57)). Im flämischen Teil Belgiens lernt die Mehrheit der Jugendlichen Französisch als erste oder zweite Fremdsprache (Rossillon (1995, 57)), was ein gewisses sprachliches Ungleichgewicht zu Gunsten des Französischen erkennen lässt. Ich möchte nun genauer auf die linguistischen Besonderheiten des belgischen Französisch eingehen und beginne mit dem lautlichen Bereich.
1.2 Phonetik/Phonologie
Man kann erkennen, dass das belgische Französisch sich in vielen Bereichen eher konservativ verhält. Auf lautlicher Ebene lässt sich beispielsweise der Erhalt aller vier Nasalphoneme feststellen, während im Pariser Französisch die Opposition /o / - /œ / weitestgehend verschwunden ist (Pöll (1998,49)). Dagegen ist die Opposition zwischen dem palatalen /a/ und dem velaren /α/ wie in tache bzw. tâche unbekannt. Die Distinktion wird stattdessen durch Längung erzeugt, also [ta∫] versus [ta:∫]. Dieser Quantitätsopposition kommt im belgischen Französisch generell eine tragende Rolle zu. So ist es dadurch möglich, Wörter zu unterscheiden wie nid - nie, faite - fête, sowie das Masku- linum vom Femininum wie in nu - nue, né - née, da nie, fête, nue, née jeweils durch
Arbeit zitieren:
Silke Stadler, 2006, Das Französische in Belgien, der Schweiz und in Luxemburg, München, GRIN Verlag GmbH
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