Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 4
2. Definition der Begriffe Motivation Motivierung 6
2.1 Motivation 6
2.2 Motivierung 7
3. Theoretische Ansätze der Motivation 8
3.1 Die Bedürfnismotivation nach Maslow (1954) 8
3.2 Die Leistungsmotivation nach Atkinson (1966) 9
3.3 Die Leistungsmotivation nach Weiner (1974) 10
3.4 Die Zwei-Faktoren-Theorie der Motivation von Herzberg (1959) 11
3.5 Das Leistungsdeterminanten-Konzept 12
3.6 Alles Motivieren ist Demotivieren 12
4. Aufbruch in ein neues Zeitalter 14
4.1 Führen mit Möhren 15
4.2 FISH ein ungewöhnliches Motivationsbuch 18
4.3 Noch mehr FISH 20
4.4 Die Macht der Motivation 22
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4.5 Der 8 Weg 25
4.5.1 Die vier Intelligenzen Fähigkeiten Dimensionen des
ganzen Menschen 26
4.5.2 Die Freiheit zu wählen 27
4.5.3 Die vier chronischen Probleme 28
4.5.4 Das Gewissen 28
4.5.5 Visionen 31
4.5.6 Das absolut wichtige Ziel 32
4.5.7 Führen durch Dienen 33
5. Schlussbetrachtung 34
5.1 Schlüsselqualifikationen einer guten Führungskraft 34
5.2 Zielvereinbarungs- oder Personalentwicklungsgespräche 35
5.3 Meine persönliche Vision 37
6. Literaturverzeichnis 40
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Mitarbeitermotivierung
1. Einleitung
Seit nunmehr 15 Jahren arbeite ich als Angestellte in verschiedenen Positionen im me-
dizinischen Bereich, davon bin ich über sieben Jahre in der Pflege tätig. Dass ich gerade
1 Nikolaus B. Enkelmann, geb. 1929, Trainer für Top-Manager und Spitzensportler, seit 1979 Leiter seines eigenen Institutes für Persönlichkeitsbildung in Königstein/Taunus: «Der erfolgreiche Weg» - «Die Macht der Motivation» - «Psychogenes Atemtraining» - u.a.
2 Dr. Elisabeth Lukas, geb. 1942, Psychologin und Schülerin des bekannten Logotherapeuten Viktor E. Frankl: «Wille zum Sinn».
3 Prof. Dr. Gertrud Höhler, geb. 1941, Unternehmensberaterin und Publizistin: «Die Sinn-Macher» und «Jenseits der Gier»
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Nachdem ich dieses komplexe Thema durchforstet habe, werde ich die empirischen Denkmodelle nicht neu zu einer philosophischen Arbeit zusammenstellen. Ich möchte mich nicht „im Dickicht der pseudorationalen Motivationstheorien“ 4 verirren. Deshalb erkläre ich zu Beginn nur kurz die Begrifflichkeiten und einige beispielhafte und empirische Denkansätze. Ausführlicher widme mich dann den Thesen der neueren Literatur, haupt- sächlich aus diesem Jahrtausend (siehe Literaturliste), die neue Denkweisen und eine neue Philosophie anstoßen - ja sogar die klassischen Denkmodelle teilweise konterka-
4 Sprenger, Mythos Motivation, 2005, S. 47
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2. Definition der Begriffe Motivation / Motivierung
Aus dem Lateinischen „movere“ (dt. bewegen) abgeleitet, stehen die Begriffe Motivati- on / Motivierung für die Beweggründe eines Menschen, sich im Hinblick auf das Errei- chen vorgegebener Ziele in spezifischen Situationen auf eine ganz bestimmte Art zu verhalten, für das, was uns – von innen oder außen kommend – bewegt, antreibt und/oder begeistert, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen. 5 Sie sind zu Schlüsselbe- griffen für Leistung und Erfolg geworden, in Unternehmen assoziiert man mit ihnen die Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter. Es gilt die These: Das Leistungsverhalten der Angestellten wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst und lässt sich durch entsprechende, diese Faktoren stimulierende Anreizsysteme steigern.
Die Psychologie unterscheidet zwischen intrinsischen Faktoren (innere Anreize aus der Person geboren: Wille, Wunsch, Streben, Drang aus persönlichen Einstellungen, Wer- ten, Interessen, Bedürfnissen, Fähigkeiten) und den extrinsischen Faktoren (äußere An- reize aus der Situation: Rahmenbedingungen, Möglichkeiten, Prämien, Bezahlung, Zie- le, Karrierechance). Jeder einzelne Faktor stellt einen „Beweg-Grund“ ein Motiv dar, die Summe der Motive ergibt die Motivation / Motivierung der Person. Reinhard K. Sprenger unterscheidet weiterhin klar zwischen den beiden Begriffen „Motivation“ und „Motivierung“, obwohl sich diese Unterscheidung in der Fachliteratur nicht durchge- setzt hat: „Die Management-Literatur meidet das konsequente Wort «Motivierung» wie der Teufel das
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(wegen der negativen Besetzung dieses Wortes s. Kap. 1.2). Trotzdem
Weihwasser“ scheint es mir sinnvoll, sie vorzustellen und im weiteren Text anzuwenden.
2.1 „Motivation“
Motivation bezeichnet die Eigensteuerung des Individuums. Sie gibt die Beweggründe für eine beabsichtigte Handlung an. Leistung erwächst aus dem Interesse für die Arbeit selbst. Die Motivationstheorien drehen sich um die Frage nach dem „Warum“: Warum engagiert sich jemand überdurchschnittlich? Warum macht er Überstunden? Warum ist er begeistert von seinen Aufgaben? Aber auch im negativen Sinne: Warum macht er seine Arbeit so lustlos und desinteressiert? Warum hat jemand innerlich gekündigt?
5 vgl. Sprenger, Mythos Motivation, 2005, S. 20 ff
6 Sprenger, Mythos Motivation, 2005, S. 24
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2.2 „Motivierung“
Motivierung bedeutet Fremdsteuerung, aktives Eingreifen in den Zustand der Motivati- on einer Person. Dies setzt ein absichtsvolles Handeln voraus beispielsweise durch ei- nen Vorgesetzten. Der Vorgesetzte greift durch Anreizsysteme stimulierend in das Leis- tungsverhalten der Zielpersonen ein, Motivierung beschreibt also strenggenommen eine Manipulation 7 (Verhaltensbeeinflussung durch Kunstkniffe wie verschönte oder ver- fälschte Informationsweitergabe, aber nicht notwendigerweise zum Schaden des Betrof- fenen) oder Konditionierung (Reiz-Reaktionslernen zur Veränderung von Verhaltens- weisen → jemanden zu veranlassen, sein altes Verhaltensmuster zugunsten eines neuen aufzugeben). Das Interesse des Managers gilt dem „Wie“. Wie ist das Verhalten meines Mitarbeiters zu beeinflussen? Wie motiviere ich ihn zu überdurchschnittlichen Leistun- gen? Wie bekomme ich die hundertprozentige Einsatzbereitschaft meines Mitarbeiters? „Motivation ist die Fähigkeit, einen Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was man will, wann man will
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. Motivation müsste hier gemäß meiner dargestell-
und wie man will – weil er selbst es will“ ten Differenzierung streng genommen Motivierung heißen. Der Mitarbeiter wird derart beeinflusst, dass er scheinbar zu seinem eigenen Nutzen handelt, aus eigener Motivati- on. Um den Motivationslevel seines Mitarbeiters jedoch als Vorraussetzung für seinen Eingriff zu erkunden, muss der Manager auch in das oben definierte „Warum“, in die Beweg-Gründe einsteigen. Motivierung und Motivation sind also untrennbar von einan- der abhängig.
Ich motiviere also jemanden, indem ich seine Bedürfnisse erkenne, deren Befriedigung als Ziel definiere und das gewünschte Verhalten, das ihn ans Ziel bringt, suggeriere. Letztendlich hat jedoch jeder Mensch die freie Wahl, er ist beeinfluss- aber nicht steu- erbar. Inwieweit die Anreize angenommen werden, entscheidet das Individuum. Die Anreize sind dort am stärksten, wo jemand Persönlichkeitsförderung erlebt. Nicht jede Motivierung führt deshalb automatisch zur Motivation. Deshalb werden die meisten Motivationstheorien dem Phänomen Motivation trotz plausibel erscheinender Erklärun- gen und unterschiedlichster Ansätze nicht wirklich gerecht. 9
7 vgl. Sprenger, Mythos Motivation, 2005, S. 25
8 Sprenger, Mythos Motivation, 2005, S. 25 Zitat von Dwight D. Eisenhower
9 vgl. Sprenger, 30 Minuten für mehr Motivation, 2006, S. 14 ff
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3. Theoretische Ansätze der Motivation
Nach dem bisherigen Stand der Forschung ist es nicht möglich, eine umfassende Theo- rie des menschlichen Verhaltens (Motivationstheorie) zu entwerfen, die als Grundlage der Verhaltenssteuerung dienen könnte. Mit Hilfe der vorliegenden Motivationstheorien lassen sich nur einzelne Verhaltensaspekte versuchsweise erklären. Die Vielfalt der menschlichen Psyche lässt sich nicht in Modelle pressen oder gar steuern und kontrol- lieren. 10 Auch sind für die Beurteilung der Motivationstheorien die zugrundeliegenden Weltanschauungen von Bedeutung. Vertreter des pessimistischen Menschenbildes Ende des 19. Jahrhunderts hielten die Menschen naturgegeben für faul und egoistisch; nur Kontrolle oder materielle Anreize veranlassten sie demnach zur Arbeit. Vertreter des optimistischen Menschenbildes Mitte des 20. Jahrhunderts hingegen beschreiben den Menschen als grundsätzlich neugierig und lernbereit, nach höheren Werten strebend, interessiert und willig, seine Fähigkeiten einzusetzen. Der Mensch ist also motiviert und es gilt darauf zu achten, dass er nicht demotiviert wird. Heute, im 21. Jahrhundert – im Zeitalter der Globalisierung, der Arbeitsverdichtung und des rasanten technischen Fort- schritts – wächst der Verlust von Geborgenheit und sozialer Sicherheit, virtuelle Welten stillen den Hunger nach Mitgefühl und Anerkennung nicht. Sinn-Management, die emo- tionale Kompetenz ist gefragt. Entsprechende Anreizsysteme müssen heute ganz anders greifen als noch vor wenigen Jahren. Darauf komme ich in Kapitel 4 ff. zurück.
3.1 Die Bedürfnismotivation nach Maslow (1954)
Das Motivationsmodell, das Abraham Maslow 11 , Mitbegründer der humanistischen Psychologie, 1954 entwickelte, ist ein weit verbreiteter motivationstheoretischer Ansatz. Ausgehend von der These, dass alles Streben der Menschen auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse ausgerichtet ist, werden die Bedürfnisse in fünf verschiedene hierarchische Stufen eingeteilt. Die unteren vier Bedürfnisstufen werden als Mangelbedürfnisse be- zeichnet, die oberste Stufe umfasst die Wachstumsbedürfnisse. Die besondere Bedeu- tung kommt diesem Pyramidenmodell durch seine Rangfolgethese zu. Höhere Bedürf- nisse motivieren erst dann den Menschen, wenn die Bedürfnisse der niedrigeren Ebene erfüllt sind. Das heißt einerseits, dass die Befriedigung niedriger Bedürfnisse automa-
10 vgl. Sprenger, 30 Minuten für mehr Motivation, 2006, S. 14 ff
11 Abraham Maslow, geb. 1908 in Brooklyn, New York, amerikanischer Psychologe
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Arbeit zitieren:
Gisela Graf, 2006, Mitarbeitermotivierung, München, GRIN Verlag GmbH
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