Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen des motorischen Lernens. 2
2. Phasen des Bewegungslernens. 3
2.1. Entwicklung der Grobkoordination. 3
2.2. Feinkoordination. 4
2.3. Phase der Feinstkoordination und der Variablen
Verf ügbarkeit. 4
3. Qualitatives Bewegungslernen. 4
4. Qualitatives Bewegungslernen am Beispiel Fußball. 7
4.1. Ballannahme mit dem Fuß. 7
4.2. Ballabgabe mit dem Fuß. 8
5. Literaturverzeichnis. 11
6. Abbildungsverzeichnis. 12
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1. Grundlagen des Motorischen Lernens
Der Mensch ist ein Wesen, welches sich aktiv mit der dinglichen und menschlichen Umwelt auseinandersetzt, wobei die Motorik eine große Rolle spielt. Die Motorik hat für den Menschen grundlegende Bedeutung. Ohne sie wäre die Menschheit nicht denkbar, da sie Einfluss auf alle Lebensgebiete hat. „Die menschliche Bewegung [...] ist ein Produkt der Arbeit.“ 1 . Alle Bewegungsformen des Menschen haben ihren Ursprung in der Existenzsicherung, welche durch Arbeit geschieht. Somit nimmt die Motorik im menschlichen Sein eine herausragende Rolle ein.
Wenn wir nun über das motorische Lernen sprechen, so sollte als erstes einmal geklärt werden, um was es sich dabei überhaupt handelt. Lernen im weiteren Sinne versteht man als Grundvorgang im Leben des Menschen und in der Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit. Demnach handelt es sich um das Neuerwerben oder Weiterentwickeln von Verhalten und Leistungsformen durch aktive Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt. Somit ist motorisches Lernen das Erwerben, Verfeinern, Stabilisieren und Anwenden motorischer Fertigkeiten. Es ist eingebettet in die Gesamtentwicklung der menschlichen Persönlichkeit und vollzieht sich in Verbindung mit der Aneignung von Kenntnissen, mit der Entwicklung koordinativer und konditioneller Fähigkeiten und mit der Aneignung von Verhaltenseigenschaften. Das Erlernen von Bewegungen ist meist ein komplizierter Prozess. Zu beachten ist dabei auch, dass die Voraussetzungen zum Lernen immer unterschiedlich sind. So gibt es die äußeren Voraussetzungen, wie z.B. die gesellschaftliche Umwelt, oder auch die Sprache und innere Voraussetzungen, wie z.B. die Lernfähigkeit und Motivation, oder das motorische Ausgangsniveau. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist eine differenzierte Betrachtung des Lernprozesses notwendig.
1 Meinel, K. & Schnabel, G.: Bewegungslehre. Sportmotorik. Berlin 1998. Seite 20
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2. Phasen des Bewegungslernens
Beim Erlernen neuer Bewegungen durchlaufen wir mehrere Phasen. In der Regel unterscheiden wir drei ineinander übergehende Lernphasen. Die erste Phase ist die Entwicklung der Grobkoordination, die zweite Phase die Feinkoordination und die dritte Phase ist die Stabilisierung der Feinkoordination (auch genannt „Feinstkoordination“) und der variablen Verfügbarkeit.
2.1. Entwicklung der Grobkoordination
Zunächst einmal muss sich der Lernende überhaupt mit der Lernaufgabe vertraut machen. Der Lernende bekommt eine erste Vorstellung von der zu lösenden Bewegungsaufgabe und versucht den Bewegungsablauf zu realisieren, was aber meist noch nicht sofort gelingt. Unter günstigen Bedingungen läuft die Bewegungsausführung fehlerfrei ab, allerdings erscheint sie noch nicht ganz „rund“, läuft also nicht stabil ab. Der Lernende muss sich noch sehr auf die Bewegungsausführung konzentrieren. In der ersten Lernphase dominiert meist der optische Analysator, um eine Bewegung zu erfassen, wobei der kinästhetische nur unzureichend ausgebildet ist. Die Bewegungsstärke ist noch fehlerhaft, das heißt der eingesetzte Krafteinsatz ist falsch und meist übermäßig. Durch den übermäßigen Anstrengungsgrad kommt es zu einer Verkrampfung der Muskulatur, wodurch wiederum der gesamte Bewegungsrhythmus abgehackt und unrund erscheint. Die Bewegungskopplung ist in der Phase der Grobkoordination noch ungenügend oder schlichtweg falsch. Eine gering ausgeprägt Bewegungspräzision und Bewegungskonstanz sind in dieser Lernphase noch typisch und auch das optimale Bewegungstempo ist noch nicht gefunden.
2.2. Feinkoordination
Die zweite Lernphase umfasst den Zeitraum von der Grobkoordination bis zu einem Stadium, in dem die Bewegung unter konstanten Bedingungen fehlerfrei ausgeführt werden kann. Die Bewegungsmerkmale entsprechen einer guten Technik. Dazu gehört, dass der Bewegungsumfang nun zweckmäßig ist und auch das Tempo angemessen ist.
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Arbeit zitieren:
Mathias Herbst, 2004, Qualitatives Bewegungslernen im Fußball, München, GRIN Verlag GmbH
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