Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Definition 6
2.1 Jugend 6
2.2 Neue Medien 6
3. Neue Medien 8
3.1 Mobiltelefon 9
3.1.1 SMS 14
3.1.2 Weitere Funktionen 18
3.2 Internet 19
3.2.1 E-Mail 25
3.2.2 Chat 27
4. Fazit 30
5. Literatur 33
2
1. Einleitung
In dieser Hausarbeit werde ich mich mit den Neue Medien und dem daraus resultieren Nutzen aber auch den Gefahren für Jugendliche beschäftigen.
Die Literatur zählt zu den Neue Medien das Mobiltelefon und das Internet, so dass ich diese beiden Medien genauer betrachten werde. Zu den „Klassischen Medien“ hingegen zählen unter anderem das Telefon oder der Fernseher. Der Prozess der Verbreitung eben dieser beiden Medien begann vor ca. 30 Jahren. So gehörte das Telefon beispielsweise erst seit den 80er Jahren zur Mediengrundausstattung von privaten Haushalten. 1
Die starke Verbreitung von Computern und dem Internetzugang (unter Jugendlichen) begann in den 90er Jahren. So prognostizierte Rammert 1993, dass im Jahr 2000 der Computer zur Standardausrüstung in privaten Haushalten gehöre. 2 Und tatsächlich stieg die Zahl der internetfähigen Computer in privaten Haushalten von Ende der 90er Jahre (1997) bis zum Jahr 2003 von 4,1 Millionen Online-Nutzer auf 34,4 Millionen Nutzer an. 3 Gerade junge Menschen sind offen für neue Medien und nutzen diese verstärkt. So setzten auch in Schulen immer mehr Lehrer voraus, dass die Schüler nicht nur über Internetzugang verfügen, sondern auch damit umzugehen wissen. 4
Ähnlich ist die Verbreitung des Handys verlaufen, wobei mehr Jugendliche über ein eigenes Handy verfügen, wie über einen Internetzugang zuhause. So stellte die JIM Studie 2005 fest, das 92% der Jugendlichen ein eigenes Handy besitzen. 5 Der Handybesitz hat in den letzten Jahren stark zugenommen, 1998 besaßen nur 8% der Jugendlichen ein eigenes Handy, 2002 waren es bereits 82%. 6
1 Logemann, Feldhaus, 2002b
2 Rammert, 1993
3 Logemann, 2004
4 Hoffmann, 2003
5 JIM Studie, 2005
6 Feldhaus, 2004b
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Die erwähnten Neuen Medien, Internet und Handy, haben besonders bei Jugendlichen eine sehr starke Verbreitung gefunden. Sie werden als Status-Symbol angesehen, gelten als wichtig und sind unter Jugendlichen oftmals „das Gesprächsthema“. Auch selber bemerke ich, wie wichtig diese beiden Medien für mich geworden sind, auch wenn Studenten nicht mehr unter die Kategorie Jugendliche fallen. Jeder hat ein Handy und um beispielsweise eine kurze Frage zu stellen, wird schnell eine SMS geschrieben, lernt man neue Leute kennen werden als erstes die e-Mail Adressen und Handynummern ausgetauscht. Wer über kein Mobiltelefon verfügt wird schnell ausgeschlossen, weil die neusten Informationen fehlen. Da stellt sich dann schon manchmal die Frage, wie die Menschen vor 10 Jahren und Internet und Handy leben konnten.
Hier möchte ich nun speziell die Gruppe der Jugendlichen betrachten und wie sie mit den Neuen Medien umgehen. Gibt es Gefahren für diese Gruppe, die von den Möglichkeiten der Medien ausgehen, oder sind mehr Chancen gegeben?
Außerdem interessieren mich Unterschiede innerhalb der Gruppe der Jugendlichen. Nutzen Jugendliche mit unterschiedlicher Bildung die Medien gleich oder gibt es gravierende Unterschiede? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede oder altersmäßige innerhalb der Gruppe der Jugendlichen? Wer nutzt die neuen Medien am häufigsten und wie werden sie genutzt?
Um dies zu untersuchen habe ich meine Arbeit in drei Teile unterteilt. Als erstes werde ich „Jugend“ bzw. „Jugendliche“ und „Neue Medien“ definieren. Im zweiten Teil werde ich dann die Neuen Medien vorstellen und den Umgang der Jugendlichen mit jenen untersuchen.
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Dabei gibt es zwei Untergruppen, einmal das Handy, wo speziell auch die SMS Nutzung betrachtet wird und die Internetnutzung, wo neben einem allgemeinen Teil insbesondere die Nutzung von E-Mails und Chatrooms untersucht werden soll. Als letztes werde ich ein kurzes Fazit ziehen und die Ergebnisse in Bezug auf die hier aufgeworfenen Fragen auswerten.
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2. Definition
2.1 Jugend
Jugend wird allgemein als der Zeitraum zwischen 13 und 19 Jahren angesehen. Viele verbinden mit dem Begriff „Jugend“ Teenager sein, zur Schule gehen, etc.
Münchmeier schreibt im Soziologie-Lexikon, dass Jugend ein „Schonraum zur Selbstfindung und Selbsterprobung“ 7 sei. Die Zeit der Jugend ist dadurch gekennzeichnet, dass man jung und damit meist noch Schüler ist. Durch längere Ausbildungszeiten und damit einer längeren Abhängigkeit von den Eltern spricht man von der Jugend nicht mehr von einer Übergangsphase, sondern von einer eigenständigen Lebensphase. 8 Eben diese Lebensphase lohnt sich nun zu untersuchen.
Durch die untersuchte Literatur und die in dieser Arbeit verwendeten Umfragen und Studien werde ich Jugend bzw. den Begriff Jugendliche für Personen von 12 bis 19 Jahren verwenden. In dieser Zeit sind die meisten Jugendlichen Schüler oder aber sie befinden sich in der Ausbildung. Häufig wohnen sie auch noch bei den Eltern und sind von diesen zumindest finanziell abhängig.
2.2 Neue Medien
Als Neue Medien werden, in der von mir verwendeten Literatur, das Mobiltelefon und das Internet bezeichnet. Beide Medien sind noch nicht lange für breite Bevölkerungsschichten zugänglich. Erst wurden sie in den Arbeitsalltag integriert, bevor sie auch in Privathaushalten Einzug erhielten.
7 Zit.: Münchmeier, 1991; S. 286
8 Münchmeier, 1991
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Kommunikationswissenschaftler definieren neben dem Internet und dem Mobiltelefon auch den Digitalfernseher als neues Medium. Da dieses Medium aber noch keine starke Verbreitung speziell in der Gruppe der Jugendlichen gefunden hat, werde ich darauf in dieser Arbeit nicht weiter eingehen. Als klassische Medien werden der Brief, Rundfunk, Telefon und Fernseher gesehen. 9
Seit den 80er Jahren breitete sich der Computer in privaten Haushalten langsam aus. So verfügten 1988 24,7% der privaten Haushalten über einen Computer, 1990 waren es bereits 31,5%. Allerdings schafften sich nicht alle Bevölkerungsschichten zu gleichen Teilen einen Computer an, dies waren vor allem Vier-Personen-Haushalte von Beamten und Angestellten, die über ein mittleres Einkommen verfügten. Der eigene Computer im Haushalt wird vor allem von der jüngeren und mittleren Generation vorangetrieben. 10
Anders als manch einer befürchtet, verdrängten die Neuen Medien die klassischen Medien wie Fernseher oder Telefon nicht. Sie wurden und werden zusätzlich in den Alltag integriert und bekommen neuen Funktionen zugewiesen. So spielten viele, insbesondere männliche Jugendliche, lange Zeit am Computer alleine Computerspiele. Durch das nun verfügbare Internet werden die Spiele nun nicht mehr alleine, sondern mit verschiedenen anderen Jugendlichen aus allen Teilen der Welt online gespielt. Man spielt nicht mehr alleine gegen den Computer, sondern mit anderen zusammen und gegen andere.
Aber trotz der hohen Bedeutung der Neuen Medien, haben auch die klassischen Medien nicht an Bedeutung verloren. So nimmt der Fernseher weiterhin einen sehr wichtig Platz im Leben der Jugendlichen ein, ebenso wie das Hören von Musik. 11
9 Logemann, Feldhaus, 2002a
10 Rammert, 1993
11 JIM Studie, 2005
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Quote paper:
Diplom-Sozialwissenschaftlerin Manuela Kulick, 2006, Jugend und neue Medien - Nutzen und Gefahren für Jugendliche, Munich, GRIN Publishing GmbH
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